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klau|s|ens entdeckt den industrie-kapital-gewollten mal wieder neuen und gar so hässlichen hosenrock (= wahn) – www.klausens.com

klau|s|ens, wie einfach es doch geht!

da wird etwas ausgerufen, und schon wird es umgesetzt.

die modeindustrie hält den hosenrock nun für angemessen.

und die fernsehindustrie steigt direkt auf diesen zug auf.

auch die moderatorinnenindustrie.

viele fernsehsender werden ja direkt ausgestattet, von der modeindustrie.

und dann gibt es noch moderatorinnen, die es freiwillig machen.

wie einfach doch alles ist!!!

man sagt: „und nun wollen wir den hässlichen hosenrock haben!“ (das „hässlich“ sagt man nur intern, aber jeder und jede weiß es.)

und schon sieht man in mehreren fernsehsendungen an diversen personen eben diesen hässlichen hosenrock.

sogar in der WDR-sendung WESTART.

aber eben auch in der WDR-sendung „Aktuelle Stunde“.

bei RTL müsste das ding doch auch bald auftauchen. oder war es schon da?

es ist immer wieder faszinierend, wie die dinge laufen.

ganz einfach, ganz primitiv, ganz vorhersehbar!

man versteht nicht, wieso da die leute AfD wählen? wovor haben die bloß angst?

eben, mit der modeverwertungskette kann es nicht zusammenhängen: die funktioniert.

und hässlich ist es alles auch, das funktioniert also auch schon … auch ohne die AfD.

schreibst du jetzt gegen die AfD oder immer noch gegen mode und verwertungsketten?

klausens-entdeckt-den-neuen-hosenrockwahn-hier-AKS-29-9-2017

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klau|s|ens verachtet alle diese ice-bucket-challenge-großtuer(innen) – www.klausens.com

klau|s|ens, was soll man davon halten?

„ich will spaß“ und „ich will propaganda“!

so ticken die leute?

aber ja: diese ganzen promis gerade: die machen dieses und jenes, sind immer am spenden, sind immer „gut“ und „rein“ und „mildtätig“.

aber ALS … das findet in den videos des sich übergießens nicht statt.

die moderatoren, die solche clips dann wieder fürs fernsehen „mitnehmen“, also aus dem netz saugen, die erwähnen das bisweilen. – manchmal gibt es gar einen bericht über die krankheit noch dazu.

dann haben doch alle alles richtig gemacht!

eben nicht: eine (einzige) krankheit wird zu einem hype,zu einem label, zu einem motto, zu einer mode … aber das ist nicht die idee von krankheiten. es ist ja geradezu schick, ALS zu haben, zu bekommen oder jemanden kennenzulernen, der davon betroffen ist. da wird ja die realität auf den kopf gestellt, verharmlost, versüßt, ver(eis)wässert.

dabei wollen doch die meisten immer für UNICEF reisen und hände von verarmten kindern schütteln, diese gar auf den arm nehmen.

promis wollen immer alle alles: jedes foto mehr ist werbung mehr, deshalb auch dieser rausch von selfies. – wer soll sich diese alle angucken … und wozu?

aber jetzt ist es doch witzig: eis, wasser, nass, begossene pudel.

es sind immer diese video-millionen-serien, bis alles zusammenbricht. (denk an diese happy-straßentanz-filmchen.) und … diese (andere) water-challenge (ohne eis!) von den feuerwehren, vereinen et al., die erlebte ja den schock, als jemand in deutschland schlimm verstarb, bei so einem wasserevent. ein unfall! da kippte ein großfahrzeug um.

ja, irgendwann wird es zu viel, alles wird dazu übertrieben … und es kommt das böse erwachen.

ich finde dieses eiswasser deshalb so schrecklich, weil das sich übergießen und dann andere „nominieren“ beim tun gar nichts mit ALS zu tun hat oder soll. (ALS geht dabei ganz unter, wenn menschen narzistisch vor den kameras posieren.)

ALS ist der erwünschte und ersehnte anlass, um sich zu profilieren, vor kameras. am ende sind die videogießleute froh, dass es diese fiese krankheit gibt, weil sie sich dann vor die kameras stellen dürfen.

so sollte man es mal sagen, ja, ja. – außerdem würde eiswasser viel besser zu einem sich auflösenden grönland passen. davon wurde auch berichtet, in diesen tagen: die schmelze des eises geht schneller und schneller und schneller.

dann ist die ice-bucket-challenge ja eher wie ein hohn … bezogen auf das schmelzen der polarkappen und drumherum.

so könnte man es symbolisch auch noch verstehen: mir geht es jedenfalls alles auf die nerven. am schlimmsten diese prominenten, die heute (schwitz schwitz: oh wie schlimm!) mit herrn beckenbauer „für den guten zweck“ golfspielen, dann die leute, die morgen „für den guten zweck“ zu spenden- und fressgalas zusammenkommen (rülps rülps) und sich übermorgen …

ja, die leute, die sich „für den guten zweck“ mit eiswasser begießen.

alle tun alles „für den guten zweck“.

aber „der gute zweck“ … das sind am ende nur diese selbst, ihr spaß, ihre karriere, ihr ruhm als möchte-gern-franz-von assisis.

so tickt die welt. wir brauchen einen neuen hype. was schlägst du vor?

wecker zertrümmern. „für den guten zweck“ wecker zertrümmern. eine neue sache! hurra! wecker zertrümmern. vor der kamera! super.

und für welche krankheit?

ebola.

und wieso?

da haben viele sowieso nicht mehr lange zu leben. (thema: zeit, ha ha, du verstehst, ha ha.)

und keinerlei promis würden ebolakranke mal auf den arm nehmen, ich weiß. da schon lieber einen wecker zertrümmern. ich verstehe. „für den guten zweck“.

man sagt doch immer: ihr geht mir alle auf den wecker, ha ha, ha ha.

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klau|s|ens sammelt buchtitel mit zahlen à la ”111 schlimme taten, die man nie getan haben muss” – www.klausens.com

klau|s|ens, dir ist mal wieder etwas aufgefallen!

dazu gehört doch nichts, das fällt doch jedem auf.

es gibt mehr und mehr bücher mit diesen zahlen im namen.

jeder verlag scheint nun eine eigene serie dazu entwickeln und auf den markt bringen zu wollen. das gesetz der masse und des drucks des scheinbaren massenerfolgs der zahlen in den titeln.

ja, alle machen allen alles nach.

die titel, die anfangs noch „unverwechselbar“ schienen, sind nun in einer inflation der zahlen und zuordnungen und satzpossen untergegangen.

wie meinst du das?

es gibt ja nur eine begrenzte anzahl von zahlen. machen die einen auf hundertelf, also 111, so nehmen die anderen 99 oder 101 oder 1000 oder 1001. (und dann eben noch der wortsalat, der damit kombiniert werden muss.)

tja, und bald sind alle zahlen vergeben.

deshalb fand ich auch ein buch mit 66 ½, du siehst: man ist schon an die grenzen gelangt und bezieht nun auch die brüche mit ein.

aber 88 fandest du auch, trotz der zahlensymbolik, die rechtsgesinnte kreise damit verknüpft haben?

auch das fand ich, ja, ja. dabei ist alles nur eine schnelle „stippvisite“ im netz und eine kleine, schnelle liste zur anschauung eines stückes von zeitgeist bzw. verlagszeitgeist.

aber bei den kochbüchern gabe es die zahlen schom immer.

ja, deshalb wäre es auch unendlich, da alles zu sammeln.

aber diese dinge und orte und plätze und abenteuer und reisen … die man unbedingt getan oder gelassen haben muss … das ist die mode dieser tage.

das würde ich meinen, am besten mit zusätzen wie „before you die“, weil dadurch der kaufdruck noch deutlich erhöht wurde. oder dem modalverb „müssen“. „müssen“ kommt immer gut.

und diese liste ist nun auch ein DOKU-GEDICHT?

gewiss, weil ich es dazu erkläre. ich dokumentiere buchtitel. aber die auswahl und abfolge und zusammenstellung ist zugleich klau|s|ens-subjektiv. deshalb ist es hier kein REALGEDICHT, wie es auch viele von klau|s|ens und zweitklausens gibt, sondern ein DOKU-GEDICHT, weil der subjektive Faktor hinzukommt.

XXX BÜCHER, DIE MAN KAUM GELESEN HABEN MUSS
— Doku-Gedicht —

101 Dinge, die man getan haben sollte, bevor das Leben vorbei ist

99 Sachen, die muss ein Bayer machen!

88 homöopathische Arzneimittel für akute Erkrankungen

Fundgrube – 1000 praktische Tips für die Hausfrau

77 Dinge, die ein Läufer wissen muss

Dreiunddreißig Taten, die Sie unsterblich machen (falls Sie sie überleben)

Brot aus dem Brotbackautomaten: Über 120 Rezepte für 750 g und 1000 g

222 Dinge, die man in Delmenhorst und Umgebung gemacht haben sollte

Das große Buch der 555 Rekorde: Faszinierend, erstaunlich, unglaublich

99 Fragen zur österreichischen Geschichte

Ketoküche für Einsteiger: Rezepte und Kraftshakes: Über 50 ketogene Rezepte zur Krebstherapie, Alzheimerprävention und Gewichtsreduktion

1000 Fußballtrikots

444 kleine Geschichten zum Suchen und Entdecken

10000 Haushaltstipps für Küche, Haus und Garten

2001 Things to Do Before You Die

666 gute Haushaltstipps. Die besten Ratschläge für Küche, Haus und Garten

333 Dinge, die man in und um Göttingen gemacht haben sollte

66 x bestes Berlin Die spannendsten Orte auf und abseits der bekannten Pfade

111 Orte, die ein echter Mann gesehen haben muss

99 Fragen zur österreichischen Geschichte

Das Almased-Kochbuch: Über 130 Rezepte: die optimale Ergänzung zum bewährten Abnehm-Programm

100 Dinge, die man einmal im Leben getan haben sollte

365 Ways to Relax Mind, Body & Soul

1000 ganz legale Steuertricks

99 x Mallorca wie Sie es noch nicht kennen

101 Golf Plätze: Die spektakulärsten Anlagen der Welt

55 Gründe, Ingenieur zu werden

101 deutsche Orte, die man gesehen haben muss

Die Romantherapie: 253 Bücher für ein besseres Leben

1000 Irrtümer der Allgemeinbildung

66 x Krefeld

Atlas der abgelegenen Inseln: Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und niemals sein werde

Nutella: Die 30 besten Rezepte

Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen

100 Dinge, die man tun sollte, bevor man 18 wird

Kochen! Das Gelbe von GU: 1295 Rezepte, die man wirklich braucht

777 Spiel- und Übungsformen für Anfänger in Schule, Verein und Freizeit

Coaching to go: Die 30 häufigsten Irrtümer über sich selbst und die Welt – und wie Sie sie vermeiden

Das Buch der Geheimnisse: 112 Meditations-Techniken zur Entdeckung der inneren Wahrheit

1000 Partyrezepte

Fiese Viecher! Die 100 unheimlichsten Tiere der Welt

Unnützes Wissen: 1374 skurrile Fakten, die man nie mehr vergisst

555 Haushaltstipps. Haus, Küche, Textilien, Pflanzen & Auto

400 Rezepte der veganen Küche: Das Kochbuch zur China Study

1000 Irrtümer der Allgemeinbildung: Aufgedeckt und richtig gestellt

55 Dinge, die man in Düsseldorf erlebt haben sollte

10 Irrtümer über Gott und das Leben: Fromme Halbwahrheiten entlarven und befreit leben

Oberschlesien in 144 Bildern

Wissensquiz Schwerte Die Stadt in 96 Fragen und Antworten

Irrtum!: 50 Mal Geschichte richtiggestellt

Pimp your Life: 99 Dinge, die du unbedingt mal tun solltest

365 Blitzrezepte – essen & trinken für jeden Tag: Köstliches in kürzester Zeit

Alles Mythos! 24 populäre Irrtümer über Weihnachten

88 Wie-Fragen für neugierige Kinder

Yoga kontrovers: 10 populäre Irrtümer in Bezug auf Yoga

Neue 50 Dinge Das muss ein Nordrhein-Westfale auch getan haben

777 Fragen & Antworten für Kinder

Die 100 schönsten Erlebnisse in Bayern … die Sie nie vergessen werden

Das Buch der 777 Irrtümer

Lexikon der 111 Angel-Irrtümer

20 Minuten sind genug!: Über 150 Rezepte aus der frischen Küche

Die 100 gefährlichsten Dinge der Welt: und wie man sie überlebt

Teure Fehler: Die 7 größten Irrtümer in schwierigen Verhandlungen

Augsburg – ein starkes Stück Schwaben, 66 Lieblingsplätze und 11 Köpfe

1000 Places to see before you die. Die Lebensliste für den Weltreisenden

99 Genüsse, die man nicht kaufen kann – Selbstgemachte Köstlichkeiten aus Natur & Garten

Die 100 geheimsten Orte der Welt

Fünfzig Dinge, die ein Hesse wissen muss!

Rund um Berlin – 77 Gründe, sich auf die Socken zu machen

88 Dinge, die Sie mit Ihrem Kind gemacht haben sollten, bevor es auszieht

Die 100 schönsten Orte in Thüringen

Poetry Slam – das Buch: Die 40 besten Bühnen-Texte

200 Dinge die man im Leben gemacht haben sollte

66 schönste Aussichten Hessen

555 Dinge, die man in Bremen und Umgebung gemacht haben sollte

1001 Ways to Relax: An Illustrated Guide to Reducing Stress

66 ½ Dinge, die eine Frau im Leben gemacht haben muss

111 Gründe, Borussia Dortmund zu lieben

777 Dekoideen

99 Dinge, die Sie unbedingt mal mit Ihren Kindern tun sollten

100 Dinge, die man in Niedersachsen getan haben muss

Copyright für das Doku-Gedicht, nicht für die Buchtitel, die darin verwendet wurden. Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klausens oder Klau/s/ens oder Klau-s-ens, am 4.1.2014 bis gegen 20:00 Uhr MEWZ und am 6.1.2014, gegen 10:42 Uhr MEWZ, Montag, Königswinter-Oberdollendorf.

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klau|s|ens erblickt die neuen, stets gestylten schicki-fußballer – www.klausens.com

klau|s|ens, sie sehen jetzt alle gleich aus.

sie haben alle die ohren frei und auf dem kopf super gestylte haare. es ist wie eine ganz bestimmte kopfform.

so muss man nun als fußballer sein: man nähert sich dem typus „männliches model“.

nach ronaldo und beckham scheint dieser trend unaufhaltbar. narzistische männer! überkandidelt! 

früher: da waren fußballer echte arbeiter, die sich nach der schicht noch ins trikot pressten.

die kamen dann mit dem moped zum training!

da war es die ästhetik: du musst schwielen an den händen haben, junge, dann bist du auch erst ein guter fußballer.

du musst verschwitzt sein und proletarisch daherkommen, junge, dann bist du ein echter fußballer.

aber heute?

heute gehen sie scheinbar jeden tag zum friseur, tragen sich 400 deos und 300 gels auf … und posieren da und dort, gerne auch auf dem platz selbst.

zwischendrin und hernach zeigen die sich dann mit schauspielerinnen und models.

das sind dann auch ihre freundinnen, sagt man.

bisweilen denkt man, die werden zusammengeführt.

ja, das denkt man: kürzlich würde über sila sahin und ilkay gündogan berichtet: ein paar.

da hatte man auch den eindruck: die eine agentur ruft die andere an.

„wir bringen die schauspielerin und ihr den fußballer. dann lassen wir die ein paar sein.“ so vielleicht.

denn das dient dem ruhm und der wahrnehmung und der anerkennung … und so steigert es deinen marktwert.

und siehe: gündogan hat jetzt verlängert, seinen vertrag.

man denkt immer, dass alles im zusammenhang steht.

vielleicht gibt es tausende von paaren mit fußballern, die es so gar nicht gibt.

ja, das könnte gut sein: aber da die fußballer nun immer so schickimicki daherkommen …

… muss an deren arm eine person sein, die auch zu dieser (vermeintlichen!) glamourwelt (vermeintlich!) passt.

so ändern sich die zeiten. früher waren fußballer proleten.

heute gehen sie als „model“ daher, gestylt, gebohnert und poliert.

aber dass die jetzt auch noch alle dieselbe einheitsfrisur haben müssen, das geht dann doch zu weit!

ich finde auch: ein topfschnitt würde auch reichen. und dann würde auch mehr an die form des fußballes (also der „kugel“) erinnert … als derzeit.

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Die Piratenpartei warnt KLAUSENS vor dem scheinleichten „Mitmachen“ aller im Internet

klau|s|ens, im internet ist alles so leicht. alle machen mit. klick, klick, klick: meinung, vision, kommentar, abstimmung.

ach, zweitklausens, das ist doch das gefährliche.

wieso?

da ist ganz offensichtlich der mord in emden … und daraufhin der mob im internet. es zeigt: mit wenigem tun kann man menschen benennen, erfassen, diffamieren und denunzieren. das ist keinerlei „kultur“, sondern eine unkultur.

aber ich meine nicht emden. ich meine andere dinge. das war doch dieser facebook-mensch aus israel, der – ganz lieb von unten, von der basis mensch aus – meinte: ich liebe den irak. oder: wir lieben den irak. so genau weiß ich es nicht.

und?

zack hatte der tausende follower. oder die gruppe.

und weiter?

das ist doch eine politische aktion, die früher so nie denkbar wäre. über nacht erstellt, über nacht hatte man tausende von „freunden“ oder der-gruppe-folgenden. und über nacht auch schon im fernsehen. wenn das nichts ist!

aber, zweitklausens, es ist doch nur ein glühwürmchen. wie schnell ist es vorbei. alle, die „freunde“ wurden oder der „gruppe beitreten“ in die tat umsetzten, die hatten doch nur einen klick zu tun. das ist doch keine politische leistung. das ist doch eher wie ein hüsteln. und schon ist diese seite wieder vergessen und bei anderen wird angeklickt.

meinst du?

ich denke, dass diese dinge total überbewertet werden, weil es keine leistung ist, eine zehntelsekunde irgendwo zustimmend zu klicken. ein kleiner oberflächlicher kommentar wie „finde ich auch“ (getippt) kostet (als zusatz) dann nur wenige halbsekunden mehr. sekündlein. nicht mehr. wo ist da das demokratische handeln?

ach so …

du wirkst enttäuscht.

ich hatte mir alles so schön vorgestellt: diese volksbewegung im netz. sobald etwas böses geschieht, wehrt sich das netz und schlägt ins imperium des bösen zurück.

ja, es klingt gut. aber die wahrheit ist so fahl und seicht. wenn jemand eine gruppe gründet wie“benzinpreise runter!“ (vielleicht gibt es die schon), dann wird er auch schnell ein große „gruppe“ herbeizaubern können. alle machen klick, klick, klick: benzinpreise runter. ja. ja. oder eine gruppe „pendlerpauschale rauf!“ (es lebe der ADAC in seiner plumpen direktheit!) … und dann klicke ich mich da ein. – es steckt aber bei mir als klickendem nicht mehr dahinter als ein hüsteln. wisse das!

und was war mit dem bösen afrikanischen führer. diesem guerillamenschen, wo man dieses youtube-video hatte. wo alle aufgefordert werden sollten, nach diesem verbrecher zu suchen?

du meinst solcherlei zeilen: „Das Video über den Kriegsverbrecher Joseph Kony bewegte Millionen.“ und: „Montag wurde das halbstündige Video ‚Kony 2012‘ bei Youtube online gestellt, bis zum Samstagnachmittag ist es dort nun schon weit mehr als 65 Millionen Mal angesehen (oder zumindest angeklickt) worden.“ – es geht um jenen gesuchten (un)menschen aus uganda.

na, war das nichts?!

doch: die zahlen sind beeindruckend. aber hier geht es um eine erzeugte öffentlichkeit. um bekanntheit. das ansehen des videos oder das weiterleiten des videos an freunde und bekannte gehörte ein paar tage zum guten ton des gesellschaftlichen lebens, z. b. in westeuropa. aber mehr oder weniger sagt es nicht aus. kony ist bekannt … und doch schon wieder vergessen.

wieso sagt es nicht viel aus?

weil es eine mode war, das video weiterzuleiten. ich weise immer wieder darauf hin: die menschen posten bei FACEBOOK, haben aber nichts zu sagen.

die menschen haben nichts zu sagen?

viele menschen haben nichts zu sagen. sie wollen aber posten und viral aktiv sein. da kommt so eine anti-kony-kampagne wunderbar!

endlich kann man etwas posten.

genau: sonst postet man katzenfotos und musikvideos, nun aber kann man „das gute“ posten … und zudem ein angesagtes video. das ganze ist ein hype. und so sollte man es auch ansehen.

also keine demokratie von unten?

ich würde sagen, dass das weiterleiten oder posten eine videos/videolinks noch keine große „demokratie“. es ist eher wie ein hüsteln. manchmal wird daraus ein böser und oberflächlicher mob.

aber auf dieses hüsteln scheint die piratenpartei zu setzen. die neue demokratie via der neuen internet- und computermedien.

ich sehe die sache anders. ganz, ganz anders. es geht um moden und stimmungen und labels und marken und gefühle. (und wie der fall emden zeigt: überall lauert zudem der mob in seiner schlimmsten und dümmlichsten ausprägung.)

kein grund zur netzokratie-euphorie?

keinesfalls. keinesfalls.

darf ich ich das jetzt posten?

tue das. wir verändern mit jedem pups die welt. was immer es sei.

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Hinsichtlich der ideologisch deutlich überhöhten „Netzokratie“ der Piratenpartei ist KLAUSENS sich unschlüssig

klau|s|ens, mit der piratenpartei dürfen wir über alles und jedes abstimmen. ich nenne es „netzokratie“.

und wenn es das wort schon gibt?

dann habe ich es nicht erfunden. na und?! hauptsache: netzokratie. – alle machen mit via technik und co. und internet.

darüber haben wir gestern schon zweifelnd gesprochen, zweitklausens. über diese manie des netzes und des im-netzes.

stimmst du nicht gerne ab?

doch, doch, nein, nein. so und so.

willst du nicht dein ganzes leben dem abstimmen opfern?

nein, nur mein halbes. etwas zeit für mich möchte ich auch noch haben.

ich will mich hingegen dem abstimmen per netz und computer opfern. für alle tage.

du willst dich diesem wahn hingeben?

ja, denn so hat mein leben endlich einen sinn. die frage war immer: „war of warcraft“ spielen oder im netz abstimmen? es kann nur eines von beiden sein.

das ist dann dein leben?

ja, das internet ist mein leben. mein körper ist nur noch ein qualliges verhikel, damit ich eintippen kann, damit meine arme und hände und finger zum tippen überhaupt da sind. aber der geist des i-netzes übernimmt mein langweiliges ego.

mehr nicht? immer nur netz, netz, netz?

welchen anderen sinn kann das leben haben? ich stimme ab, also bin ich.

aha: „ich stimme ab, also bin ich.“ ein abgewandeltes zitat. von wem war es noch?

siehst du, diese ganzen alten philosophen. die wussten doch nicht, wie die welt werden würde! heute ticken die uhren anders.

und wie glücklich uns das machen würde! das abstimmen! tag und nacht!

genau das. ich stimme immer ab und ab.

dann bist du also ein anhänger der netzokratie?

wir können es auch „netokratie“ nennen, mit einem „n“.

ich weiß, abgeleitet vom englischen wort „net“. ich bin doch nicht blöd!

aber warum stimmst du dann so wenig ab, wenn du nicht blöd bist? – hier meine neueste frage: „mit welchen strandtüchern sollten deutsche die liegestühle in aller welt belegen, wenn sie morgens vor 6 uhr schon an den pool pilgern? a) mit eckigen badetüchern b) mit runden oder ovalen badetüchern?“

schwierige frage. denn die basis der frage lehne ich ja schon ab: die darunterliegende annahme, dass man mit badetüchern die sonnenliegen belegen sollte.

wer es nicht tut, bekommt einen schlechten platz. das ist das gesetz der masse.

dann lass uns doch über die tragfähigkeit des „gesetzes der masse“ abstimmen. da hätte ich mehr spaß daran.

gut, wenn du unbedingt willst. aber bevor du nicht 13 stunden heute abgestimmt hast, im netz, lässt dich sowieso keiner von der piratenpartei an irgendeinen pool. wisse auch das. es wird ein gesetz geben, wonach …

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Die Piratenpartei sieht KLAUSENS wie eine Jeansmarke und ein Modelabel

klau|s|ens, die piratenpartei holt aus dem stand 7,4 %, da im saarland … und die GRÜNEN nur 5 %. letztere sind aber viel länger dabei.

man hört, dass alle die piratenpartei wählten. aber gerne auch neuwähler, dann männliche jungwähler und auch vorherwähler der LINKEn. so war es wohl im saarland. aber so wird es im trend überall sein.

die piratenpartei hat gar kein richtiges programm.

ja, das ist schon wundersam. da kommt eine partei … und schon wird sie gewählt.

dabei finde ich die ausstrahlung dieser partei weder erotisch noch wild noch alternativ noch irgendwie anders aufregend.

das schönste an der piratenpartei ist das orange der niederländer und dann eben das logo samt der idee der piraten. st. pauli … ik hör dir trapsen. (wir hatten dazu schon mal geschrieben: http://klausens.blogg.de/eintrag.php?id=1849 )

aber wie findest du denn die leute? die kandidaten?

ich denke, sie sie wirken fast lieb und brav. manchmal ziehen die sich auch anzug und krawatte an, extra für pressetermine. also: sie scheinen mir weniger wild und weniger unangepasst als die bewegung der GRÜNEN einstmals.

ich denke: sie wirken brav, aber tendenziell mehr ohne anzug.

manche haben die haare lang und zum zopf gebunden. sie haben auch schwarze lederjacken. wenn sie dann reden, dann denkt man: die könnten auch in der peace-now-gruppe oder in der kirchengemeinde sein. oder beim afrika-hilf-kommittee.

die piraten sind aber heute schick.

das ist es: sie sind „schick“. en vogue. in. für bestimmte zielgruppen. so wie wenn ein video auftaucht, bei YOUTUBE, hunderttausend klicks. „man klickt eben mal drauf!“ es bedeutet nicht viel. man macht es eben.

und so seichts siehst du die piratenpartei?

ein bisschen schon. man kauft sich diese oder jene jeans, klickt dieses oder solches an und wählt diese oder jene partei … aktuell eben die piratenpartei. bei fußballclubs gibt es so etwas auch. oder bei rockbands. manchmal ist eben etwas „in“ und dann macht man mit.

die piratenpartei ist keine revolution?

sie sprechen selten davon. sie wollen nur alles anders machen. mehr demokratie, mehr von unten, die neuen medien nützen – reformen also, wenn ich das richtig sehe.

und dann?

dann war es das! – außerdem wissen sie noch gar nicht, wie sie das „neue“ dann auch organisieren sollen. ein labor. ein experimentierfeld. dazu viele männer mit der von männern geliebten technik.

ich möchte auch mitmachen.

schön, aber dann musst du tag und nacht auf den bildschirm gucken. überall.

wo denn?

im park, im schwimmbad, in der schule, am arbeitsplatz, beim musikfestival, beim shopping: immer ist da der bildschirm … und immer stimmst du über dieses und jenes ab.

man sah es auf den parteitagen der piraten.

ja, da guckt sich keiner mehr an. da guckt keiner mehr nach vorne. alle starren auf laptop und notebook oder netbook oder smartphone oder iPad … oder wie die dinger alle heißen. hauptsache: scheibe, monitor, daten, flimmern.

und daraus wird die neue (schöne) welt?

diese geräte sind schon die neue welt. jetzt sollen sie noch sinnvoll mit der politik fusioniert werden.

alle stimmen über alles ab?

du wirst von morgens bis abends nur noch abstimmen.

das tue ich jetzt schon.

ich weiß: welches tor war das schönste? welches lied muss auf platz 1? was halten Sie von der tagesfrage: soll man im bus mit dem nachbarn reden? wie finden Sie unser produkt? bewerten sollst du ja auch alles allerorten. („nehmen Sie sich nur 5 minuten zeit für unseren fragebogen!“)

wir sind nur noch dran und dran und dran.

wer soll das bewältigen? welche welt soll das werden?

ich denke, das können nur die piraten schaffen. wenn überhaupt: dann nur die piraten.

dann wählst du sie also auch?

nein, nein, erst hole ich mir eine neue jeans, dann hole ich mir eine neue partei, danach hole ich mir die neue sonnenbrille von „fucky“.

schön, schön. die marke macht’s.

danke.

ich habe mit den piraten ein großes problem.

welches?

außer der farbe orange und der piratensymbolik geht von ihnen (also von denen, die ich so via fernsehen erlebte) keinerlei aura aus, kein reiz – nichts, was mich aufhorchen ließe.

aber sie sind immer im netz.

… gefangen?

„die piraten sind für immer im netz gefangen!“ (neues klausens-zitat. juhu!)

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