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Josef Wilfling in der JVA Werl, den hört und sieht KLAUSENS

klau|s|ens, wilfling ist doch jener kommissar, der in münchen …

ja, das stimmt: er ist in münchen. also jetzt ist er in rente. aber er hat ein buch geschrieben: „abgründe“.

über seine zeit als kommissar?

… weil er doch so viel erlebt hat, u.a. der sedlmayr-mord. oder den von dem modeschöpfer …

die prominenten sind nicht das entscheidende, sondern die gesamtsicht auf den menschen über die erkenntnis und erkundung des geschehens um morde. und natürlich durch die überführung der mörder/-innen.

er (wilfling) hat gesagt, man würde sich meist täuschen, wenn man glaubt, das jene, die morden, dann nach jahren der haft ihre taten eingestehen, bereuen und sich läutern.

nein? tun sie das nicht?

bei vielen ist wohl ganz anders: sie legen sich in der haft eine eigene erkenntnis zurecht. und so glauben sie nachher das, was sie glauben wollen. sie verändern das geschehen, sie verdrehen die tat und haben vielleicht gar keine schuld mehr. der mensch konstruiert sich seine eigene wahrheit.

das hast du gelernt?

man lernt immer viel. es ist interessant, die leute LIVE zu sehen und zu erleben.

wo war wilfling denn?

wilfling war in der JVA werl, wo auch der anstaltsleiter michael skirl und die moderatorin sabine thomas mit auf dem podium saßen. alles fand in der schlichten, aber eigentlich sehr schönen kirche bzw. dem kirchenraum der JVA statt.

und die gedichte?

die sind hier: http://www.klausens.com/klausens-und-josef-wilfling.htm

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Nochmals vom Diskutantenstadel „Status Quo Vadis?“ in Bonn berichtet KLAUSENS

klau|s|ens, nochmals zu „STATUS QUO VADIS?“

ja, weil der titel schon sagt, was nachher kam: eigentlich nichts.

wofür sind solche veranstaltungen denn da?

du meinst diese tagungen, symposien, sitzungen, treffen, kongresse, panels, diskussionen, foren und wie sie alle heißen?

ja, was soll es?

man muss sich zeigen. wer sich nicht zeigt, geht unter. alle buhlen um aufmerksamkeit, geld und macht. wer schweigt, wird niedergetrampelt.

und wer wollte sich zeigen?

ich denke die museen, die jetzt doppelt angst um das geld haben, weil es der privatwirtschaft so schlecht geht. dann muss man sich zeigen, damit die staatlichen gelder wenigstens noch fließen. (das wort „public-private-sponsorship“ war in bonn gestern und vorgestern so inflationär, dass man daran hätte arm werden können.)

so also läuft’s!?

ja, ja: man bastelt sich also eine veranstaltung. und los geht’s.

und dann?

dann wird diskutiert, ohne zu diskutieren.

inwiefern?

alles ist nicht wirklich. alles ist oberfläche. jeder weiß es, es ist wie ein gut einstudiertes spiel: man bietet an die 20 experten und expertinnen auf, verteilt die auf 4 „themenschwerpunkte“, baut dann jeweils 2 impulsreferate hinzu – und fertig ist schon alles. (außerdem sind berg und fleck ja jeweils neu als direktoren in bonn – kunstmuseum und bundeskunsthalle -, da muss man auch ein markzeichen des „neuen“ setzen.)

was kommt dabei raus?

wenig – denn viele reden nur ein paar sätze, dafür bekommen die dann tagungsgeld, hotel und essen … und reisen wieder ab.

und sie sagen nichts?

entweder sie haben zu wenig zeit (also nicht eigene schuld), oder sie wollen nicht anecken, oder es ist schon alles gesagt. außerdem ist ja keine wahrhafte diskussionsatmosphäre. man redet gerne aneinander vorbei. und falls es mal wirklich spannend werden könnte, ist das panel schon vorbei, es kommt die pause und dann ein neues.

alles ohne tieferen sinn?

also: wenn man so die dinge konzipiert, dann kann nichts weiter herauskommen, als eine fortsetzung der sitzungskarawane. (dabei könnte man herrlich über museen und alles was damit zusammenhängt, diskutieren: visionär, tiefsinnig, gesellschaftsbefragend, kulturradikal. … könnte!)

was soll es dann?

ich sagte doch: man muss sich zeigen. immer wieder muss man sich zeigen, weil andere sich auch zeigen. alle wollen wahrgenommen werden, alle kämpfen um gelder und pfründe. „wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.“ … und die zahl der museen ist so rasant gestiegen! sie konkurrieren, auch um das interesse der welt. der markt wird immer enger. NRW ist museumsübervoll.

„museumsübervoll“? – und was ist mit den vielen nichtkunstmuseen?

da müsste man doch erst einmal drüber reden: wo laufen da die trennungslinien, z.B. zu einem museum der zoologie wie „museum alexander könig“ oder einem fossilmuseum wie in neandertal-mettmann etc. – ich fange jetzt gar nicht erst an, weil ich nicht in einem blogg-eintrag alles das nachholen kann, was auf einem solchen symposium nie beabsichtigt wird!

was denn dann?

das sich-bemerkbar-machen ist es. – aber: wahrhaft neue erkenntnis ist aber offenbar nicht wahrwirklich vorgesehen!

und dann machen die da und dort dennoch solche veranstaltungen?

aber ja: sie treffen sich immer wieder gleich in neuer besetzung (da und dort) wieder. sie kennen sich über einige solcher diskussionen hinweg. über jahre schon. man läuft sich immer wieder in die wege, schätzt sich ein, grüßt sich, mag sich, verachtet sich. und so funktioniert ja alles. bonn, berlin, wien, london, bad sulzach. überall.

und du?

ich langweile mich, weil nichts kommt. man kann auch morgens in der zeitung lesen „suhrkamp zieht nach berlin“ und schon mit so einer schnell erhaschten schlagzeile auf so einer veranstaltung überaus gut bestehen.

du hättest also mit nur einer schlagzeile im kopf gut bestehen können?

ich sowieso. aber ich bin kein maßstab. selbst du, zweitklausens, hättest dort bestehen können.

das ist traurig. – und metzger und optikerinnen würden auch nicht anders debattieren?

im kern wohl nicht. man stellt sich immer viel zu viel darunter vor: kunstszene / kulturszene. das ist genauso hohl wie andere bäume im deutschen bürokratenwald.

und das geld? unser steuergeld?

ja, ja, aber es sind gelder des landes NRW hineingeflossen, in die veranstaltung dieser veranstaltung. am 5.2. und 6.2.2009 zu bonn.

was war denn gestern auffällig?

der lobende beitrag von regina wyrwoll über ein museum in tillburg. ein hymnischer beitrag. „de pont“ heißt es. (sie sprach noch am pointiertesten, zumindest gestern.)

und nun?

nun fahren alle multiplikatoren brav und bald in dieses museum, um sich dieses neue vorbild anzuschauen. (wenn sie nicht schon da waren!)

was bezweckte wyrwoll damit?

vielleicht genau das. (ich denke noch über deren tiefere absicht nach!) – das museum hat im übrigen nur zwei festangestellte mitarbeiter: den direktor und den kurator. und alles ist anders, alles ist neu. und da die museumslandschaft beständig an ihrer eigenen langweile kaputtzugehen droht, und die gelder weniger fließen werden, ist natürlich alles neue per se schon neu.

ach, wie die welt doch einfach ist. warum warst du überhaupt da?

ich wollte genau das studieren. und man muss ja die ganzen akteure und akteurinnen kennen. sie einfach beobachten. ihr auftreten bewerten. alles das.

dann war die ganze sache für dich nur deshalb interessant?

für viele andere wohl auch: es war wie ein fernsehfilm: grosse-brockhoff sich erhebend sehen, berg als sich duckend beobachten, metzel polternd erleben, steinfeld als feinsinnenden sich anschauen, brunnet als den sich-ehrlich-gebenden betrachten. alles das.

aber für die kunst kam wenig raus?

ich denke, dass meine fast 55 bis 60 LIVE-gedichte doch einiges an ertrag sind. (ich muss sie noch zählen! und abtippen, nach und nach.)

wenn du meinst … die teilnehmerliste wäre doch auch noch gut für eines deiner realgedichte, klau|s|ens.

ja, ja, aber es gab zwei absagen … und eine „nachnominierung“, die ich hier unten noch gar nicht aufgeführt habe:

Teilnehmer:

Philipp Blom (Autor, Wien)
Bruno Brunnet (Galerist, Berlin)
Bogomir Ecker (Künstler, Düsseldorf)
Michael Fehr (Universität der Künste, Berlin)
Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff
(Kulturstaatssekretär NRW, Düsseldorf)
Max Hollein (Museumsdirektor, Frankfurt)
Ludwig Krapf (Kulturdezernent Bonn)
Pius Knüsel (Direktor der Pro Helvetia, Zürich)
Olaf Metzel (Künstler, München)
Gerhard Pfennig (VG Bild-Kunst, Bonn)
Michael Samak (Saatchi & Saatchi, Frankfurt)
Ulrich Sauerwein (luxoom Medienprojekte, Berlin)
Klaus Albrecht Schröder (Museumsdirektor, Wien)
Andreas Siekmann (Künstler, Berlin)
Norbert Sievers (Kulturpolitische Gesellschaft, Bonn)
Thomas Steinfeld (Feuilletonchef Süddeutsche Zeitung,
München)
Britta Steilmann (Unternehmerin, Ratingen) ABGESAGT
Susanne Titz (Museumsdirektorin, Mönchengladbach)
Hortensia Völckers (Bundeskulturstiftung, Halle) ABGESAGT
Andreas Wiesand
(Europäisches Institut für vergleichende
Kulturforschung, Bonn)
Regina Wyrwoll
(Generalsekretärin Kunststiftung NRW, Düsseldorf)

siehe auch: http://www.klausens.com/klausens-bei-sta…
und: http://www.klausens.com/seriello-olaf-me…

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Beim Symposium „STATUS QUO VADIS?“ ist auch KLAUSENS

na, klau|s|ens, sie tagen wieder!

in deutschland wird ununterbrochen getagt. du musst nur einmal in den großen tageszeitungen nachlesen, was da alles wo und wie angekündigt wird.

und worum geht es beim „STATUS QUO VADIS?“ in bonn?

es geht um die kunst und um das geld.

wie soll ich das verstehen?

das geld ist knapp, das geld wird knapper.

aha!

entweder es kommt vom staat oder von privaten mäzenen.

oho!

letztere sparen, der staat spart auch, während er sich verschuldet – und die kunst weint.

die kunst?

die kultur!

die kultur?

was meinst du? wieso deine fragezeichen?

ich denke alle reden viel, und jeder ist möglichst ungenau.

ist es so?

man wundert sich immer, wie viele menschen reden, ohne dass sie wirklich tief und substantiell von den dingen reden. ohne richtig nachzudenken. ohne den grund.

findest du?

aber ja – das finde ich. jeder erzählt aus seiner welt, schildert kaum verhohlen seine geld-begehrlichkeiten … aber die dinge von oben zu beschauen, das schaffen nur wenige.

wem traust du es am ehesten zu?

nach dem ersten tag? thomas steinfeld, dem feuilletonmann von der SZ.

meinst du wirklich?

„meinen“? – ich habe keine meinung, weil „kunst und kultur“ per se ein meinungsbrei ist.

aber der herr grosse-bockhoff redete doch auch!

ja, er sprach als NRW-staatssekretär und vertrat die staatsseite – und er wollte eine philippika reden.

war es so?

grosse-brockhoff griff etwas an: museumsmann stephan berg (direktor kunstmuseum bonn) will 80 % geld für eine neue große kunstsache 2010 – und grosse-brockhoff meinte, ein drittel vom staat müsse auch reichen. er solle sich den rest woanders holen. nicht immer alles vom staat!

80 versus 33,3PERIODE3?

ja, das ist kunst: es treffen unterschiedliche subventionswünsche aufeinander, mitten in einem symposium, der eine schluckt, der ander spuckt – und dann sind wir wieder mitten in der kulturlosigkeit.

du fandest vieles fade?

du nicht? kunst machen und kunst verwalten sind eben zwei dinge.

IMPULSREFERATE

Impulsreferate wirken sich zu
Selten auf den Puls
Aus
Diesem Grund brauchen wir
Impulsgedichte
Diese werden nass gemacht und
Dann einfach um das Handgelenk gelegt

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau=s=ens oder Klau?s?ens oder Klau$s$ens, LIVE, am 5.2.2009, Donnerstag, gegen 18:25 Uhr, Kunstmuseum Bonn, bei „STATUS QUO VADIS?“, mit gestern u.a. Olaf Metzel, Stefan Gronert, Stephan Berg, Christina Végh, Ludwig Krapf (Begrüßung), Bruno Brunnet, Thomas Steinfeld, Andreas Wiesand, Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff

oder:

NORMALER MUSEUMSRUNDGANG

Mist hängt
An der Wand
Doch keiner
Der Künstler
Hatte ein
Happening
Angekündigt

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau$s$ens oder Klau€s€ens oder Klau?s?ens, LIVE, 5.2.2009, Donnerstag, Kunstmuseum Bonn, STATUS QUO VADIS?, es redet Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, gegen 18:45 Uhr

siehe auch: http://www.klausens.com/klausens-bei-status-quo-vadis.htm
und: http://www.klausens.com/seriello-olaf-metzel.htm

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Klausens Nicht-Kommentar zum Wechsel beim Goethe-Institut

klau|s|ens, du willst nichts sagen?

wozu?

zum wechsel beim goethe-institut?

welcher wechsel?

klaus-dieter lehmann kommt für jutta limbach. neu sei der präsident!

welcher wechsel?

hörst du mir überhaupt zu?

aber ja, jedes wort – ich will keinen kommentar abgeben.

wieso?

ich will lieber keinen kommentar abgeben.

aber warum denn nicht?

ich will lieber keinen kommentar abgeben.

das verstehe ich nicht!

ich will lieber keinen kommentar abgeben.

meinst du nicht, dass du genau so einen kommentar abgibst???!!!!

ich will dennoch keinen kommentar abgeben. ich habe schon soviel gesagt: ich erinnere an meine PROTESTKUNST EXCELN und an meine PROTESTKUNST EXECLN ZWEI
oder an mein ORGANOGRAMMGEDICHT
oder an eine von tausenden geld- und kürzungs-funktionärs-debatten von einst zum GOETHE-INSTITUT.

und?

außerdem erinnere ich an folgende blog(g)-einträge:
http://klausens.blogg.de/eintrag.php?id=534
klau|s|ens und mckinsey und das goethe-institut – http://www.klausens.com
http://klausens.blogg.de/eintrag.php?id=535 klau|s|ens macht kunstwerk zum goethe-institut – http://www.klausens.com
http://klausens.blogg.de/eintrag.php?id=536 klau|s|ens macht protestkunst gegen politik im goethe-institut – http://www.klausens.com http://klausens.blogg.de/eintrag.php?id=537 klau|s|ens pro-goethe-anti-kunst des EXCELNs geht weiter – http://www.klausens.com
http://klausens.blogg.de/eintrag.php?id=538 klau|s|ens kämpft weiter gegen goethe-planokratie –
http://www.klausens.com.
ZUVOR SCHON: klau|s|ens kennt das goethe-institut – http://www.klausens.com
http://klausens.blogg.de/eintrag.php?id=145

du meinst also, es sei alles gesagt?

ich will lieber keinen kommentar abgeben.

du meinst, sie haben die amtseinführung von lehmann gestern gemacht, damit dieser vorgang nicht (falls heute) als aprilscherz durchgehen würde?

ich will lieber keinen kommentar abgeben.

und zum casa di goethe?

ich will lieber keinen kommentar abgeben – außerdem muss ich jetzt erst mal klingeln.

wer soll aus dir klug werden?

nun gut, zweitklausens – dann nimm‘ meine heutigen zeilen:

DEN ANFÄNGERN

Da wo das Geld waltet
Kultur nur als Ausdruck
Des Funktionswertes wollender
Vorschriften in nichtsnütziger
Tabellenexpertisentimentalität

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibweisen und Schreibwaisen, 1. April 2008, Dienstag, Königswinter-Oberdollendorf, den Wissenden und Wissendinnen und Klugen und Kluginnen im Goethe-Institut gewidmet. Mögen sie die Mehrheit erringen! Bald!

klau|s|ens, was bedeutet: EXPERTISENTIMENTALITÄT? ein neu zusammengesetztes wort? wie so oft bei dir? ist das nicht störend? ich meine, müsstest du nicht alles sauber und ordentlich schreiben? und hast du nicht eine tabelle vergessen? musst du nicht pragmatisch argumentieren? brauchen wir nicht dringend eine vorlage? ich meine …

ich aber frage dich, wenn du so redest: ist die kunst beim goethe-institut unerwünscht, wenn nicht gar verboten? will die kunst überhaupt jemand dort haben? macht sprache denn immer sinn? welche kultur pflegen wir eigentlich? suhlen wir uns nur im kompost des machbaren? sind worte wie „suhlen“ und „goethe-institut“ überhaupt gedanklich jemals vereinbar?

willst du das nicht weiter erläutern?

ich will lieber keinen kommentar abgeben.

du weißt, dass man etwas sagen kann, indem man nichts sagt?

ich will lieber keinen weiteren kommentar abgeben.

du kennst die neuen strukturellen veränderungen, die angedacht werden? beim goethe-institut?

ich will lieber keinen weiteren kommentar abgeben. außerdem ist heute der 1. april!

<!– –>

Montage von KLAUSENS