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Den erzwungenen Adolf-Sauerland-Abgang begrüßt KLAUSENS

klau|s|ens, das votum war überdeutlich.

und das trotz des kalten winterwetters.

vielleicht auch wegen: endlich mal ein grund, vor die tür zu gehen.

„Bei der Abstimmung über die Abwahl von Oberbürgermeister Adolf Sauerland steht das vorläufige amtliche Endergebnis fest: 129.833 Duisburgerinnen und Duisburger votierten für die Abwahl des Oberbürgermeisters, 21.557 stimmten dagegen. Damit wurde das erforderliche Quorum von 91.228 Ja-Stimmen (25 Prozent der Abstimmungsberechtigten) erreicht. Somit stimmte die Mehrheit für eine Abwahl des Oberbürgermeisters.“ QUELLE: http://www.duisburg.de/news/102010100000379601.php , abgerufen am 13.2.2012 gegen 9:12 Uhr MEWZ.

85,75 % der abstimmenden stimmten mit JA für die abwahl, und 14,25 % der abstimmenden mit NEIN gegen die abwahl.

eine sternstunde der demokratie!

eine sternstunde der demokratie liegt immer dann vor, wenn dir das ergebnis gefällt. das ist doch lächerlich!

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klau|s|ens, er soll gehen?

ja, er soll gehen.

das volk aber muss heute kommen, zu den wahlbehältern.

ich weiß, ich weiß. demokratie ist ein mühsames geschäft. das wetter spielt eine rolle.

und das umfeld.

das ganze umfeld am tage der möglichen abwahl.

du möchtest diese: die abwahl.

sauerland hat auf der ganzen linie versagt: als führer einer stadt, als mensch, als handelnder … unabhängig davon ob es eine rechtliche schuld von ihm gibt. schon die erste pressekonferenz nach den ereignissen war ein jammertal und eine schande gegenüber den angehörigen der opfer, die den tod fanden, und eben auch gegenüber denen, die lediglich verletzt worden waren. ( siehe: seriello pressekonferenz loveparade ) ich schäme mich für sauerland für duisburg für NRW für deutschland. und zwar jämmerlichst.

danke. (keine kommas zwischen sauerland, duisburg, NRW, deutschland?)

keine kommas oder kommata oder sonstwas! – sie benötigen für einen erfolg wohl 25 prozent der stimmen bei 365.000 wahlberechtigten. das wären 91.250 JA-stimmen. die werden heute gebraucht.

JA zur abwahl.

aber auch: NEIN zum winter, auch zum winter der humanität in der politik.

ich sehe überall ein versagen. auch unsere menschen-im-winter-fotos sind so unscharf.

gewollt? nicht gewollt?

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Zum elenden Adolf-Sauerland-Interview vom 15.8.2010 denkt KLAUSENS etwas

klau|s|ens, am sonntag war dieses gespräch mit sauerland, dieses interview. WDR fernsehen. gegen 19.40 uhr etwa.

es wurde am sonntag ausgestrahlt, vielleicht wurde es ja schon früher aufgenommen.

wie fandest du das gespräch?

unnötig. die fragenden (darunter der WDR-chefredakteur) waren so brav und zahm, dass man vermuten musste, alles war abgesprochen. sauerland hatte wohl bedingungen diktiert … und der WDR hatte diese angenommen. so kam es zu diesem pseudo-interview.

so schien es dir?

ja. und sauerland zeigte sich als schwamm, ein schwamm, der alles aufsaugt, und sich dann dennoch windet wie eine quasige und übervolle schlange. es gab zu nichts eine klare information. zu nichts.

ist das nicht peinlich?

ja, und er bleibt im amt, aber die stadt ist führungslos. armes duisburg. die ganze stadt muss nun unter dem versagen weniger leiden.

man hätte einen anderen bürgermeister gebraucht.

man hätte einen gebraucht, der sich tag für tag an die bevölkerung richtet … und an die hinterbliebenen der toten …. und an die verletzten … und an alle angehörigen und alle, die von diesem schock betroffen sind. auch an die helfer. einen, wie es platzeck mal bei dem oder-hochwasser zeigte. einen, der da ist, der sich nicht versteckt. einen, der führt.

ein bürgermeister, der agiert.

genau das: jeden tag hätte er agieren müssen. er hätte sagen müssen: es sind schreckliche fehler passiert, aber wir agieren. wir verstecken uns nicht. wir sind dennoch da – und wir versuchen zu helfen und aufzuklären. wir wollen, dass duisburg diese katastrophe annimmt … und diese am ende auch bewältigt.

und was war?

nichts. dieser mann namens sauerland spielt beim WDR-interview die gallerte des ausitzens, wobei er sich langsam und umständlich ausdrückte, um bloß keine fehler zu begehen. immer die angst, fehler zu begehen. dabei ist der entscheidende fehler doch längst begangen worden! 21 tote! aber er agiert dennoch nicht.

dann war dieses interview unnötig?

nein, weil wir ja beobachten konnten, wie dieser mann tickt. schade nur, dass das interview vom WDR so brav geführt wurde. sauerland sagte ja nichts.

man hat ihm noch nicht mal die sache mit dem baudezernenten vorgehalten, der ja seine bedenken schriftlich gab, also: seine weigerung, bei so einer unseriösen planung noch mitzutun.

und man hat ihn (sauerland) antworten lassen, indem er nicht antwortete. man hat diesem sauerland eine klassische strategie des umschiffens durchgehen lassen, die alle politiker mehr und mehr an den tag legen. das fand ich peinlich. für die hinterbliebenenen ist alles das eine erneute verhöhnung. überhaupt: für alle traumatisierten und verletzten. es ist peinlich und bitter.

du warst in duisburg?

ich war am samstag da, erstmals, denn bei der LOVEPARADE war ich nicht da. ich wollte aber nun mit eigenen augen zumindest etwas von alledem verstehen. ich wollte sinnlich elemente des ganzen mitbekommen, um das ganze „drama um das drama“ noch besser verarbeiten zu können. gedanklich.

sauerland muss gehen, sofort.

es wird nicht besser, wenn man es immer wieder wiederholt. für duisburg ist jeder tag sauerland eine weitere beschädigung des rufes dieser stadt.

die sonderratssitzung soll am 6. september sein.

es ist wahnsinn: so spät erst … und wahrscheinlich wird sich die CDU noch hinter ihren bürgermeister stellen. es ist alles ein spiel mit den gefühlen der menschen. ein bitteres spiel. politik eben. duisburg geht daran kaputt.

man hat aber versucht zu kondolieren.

eben: „versucht“. sauerland schildert als problem, dass man an die familien nicht herankommt. das sagt doch schon alles aus! wie soll man das kondolieren überhaupt akzeptieren können, wenn dieser mann zugleich nichts aufklärt und keinerlei verantworung übernimmt?

das ist doch heuchelei hoch acht.

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Duisburg von KLAUSENS zur „Stadt am Ende der Loveparade“ ernannt

klau|s|ens, ein kunstwerk? eine benennung?

wie soll man anders reagieren? alle weisen die schuld von sich … und man hat das gefühl, sie haben alle angst vor der rechtlichen und finanziellen haftung.

der schaden ist aber gewaltig.

der wird jeden tag gewaltiger, besonders für duisburg, aber auch für das ansehen der deutschen in der welt insgesamt.

und nun?

gestern sprach doch der innenminister NRW, ralf jäger (selber zudem ein abgeordneter in/aus duisburg). neben sich hatte er den polizei-inspekteur NRW dieter wehe.

wo sprachen die?

in düsseldorf, zu gast bei der landespressekonferenz.

was sprachen die?

sehr, sehr viel. jäger betonte immer wieder, man dürfe und wolle den staatsanwaltschaftlichen ermittlungen nicht vorgreifen. deshalb könne und wolle man keine schuldzuweisungen treffen. außerdem dürften bestimmte dinge auch nicht in dieser pressekonferenz erörtert werden.

dann aber sprachen sie doch!

das war auch wichtig. das mauern muss aufhören. und jedes fitzelchen an information bringt den mündigen bürger schon weiter. (zudem will die polizei stellung beziehen, als gegengewicht, gegen die vorwürfe von veranstalter rainer schaller. alles ist politik!)

bist du denn ein mündiger bürger?

ich weiß es nicht. aber ich denke doch etwas nach.

was dachtest du?

der bericht gestern, von dieter wehe, der fußt auffälligerweise auf dem internen bericht der polizei in duisburg.

aha. also direkt aus der szenerie.

ja, ja, am sonntag, bei der unglaublichen pressekonferenz in duisburg, da hatte neben schaller und sauerland und rabe auch detlef von schmeling gesessen, der polizeichef von duisburg.

und nun? was ist nun anders? als sonntag?

nun heißt es ja, die toten, zumindest die 14 an dieser besagten schlimmen treppe, seien durch erstickung zu tode gekommen. nicht durch tod durch sturz aus der höhe. durch erstickung.

was heißt das?

gedränge, hingefallen, andere menschen auf dir drauf, brustkorb eingedrückt, du kannst nicht mehr atmen, du wirst zerquetscht, du wirst erstickt.

aha: das ist die neue version.

genau. aber am sonntag hatte der polizeichef von duisburg, detlef von schmeling, noch seltsam selbstgewiss gesagt: die toten waren alle an der treppe. aber: das waren die leute, die da runtergestürzt sind. da wurde keiner erdrückt!

was war die idee dieser damaligen (falschen) sonntags-aussage?

die idee war, es habe nie eine massenpanik gegeben. sondern wilde kletterer, die dann abstürzten. so sonntag die erstversion. direkt aus duisburg, von der polizei, von derem chef. man wollte einfach nicht akzeptieren, dass es eine massenpanik gab und dass es fehler der veranstalter und/oder von der polizei gegeben haben musste.

und nun?

nun sieht alles anders aus. gestern aber sprach polizeimensch dieter wehe, und nicht detlef von schmeling. dieter wehe aber benutzte für seine aussagen (ebenso wie minister ralf jäger) den (internen) polizeibericht von duisburg als basis seines berichtes, wo (in duisburg nämlich!) wiederum detlef von schmeling der (kommissarische) chef ist. der sonntags-falsch-prediger.

so also analysierst du dinge … als mündiger bürger.

mündiger bürger, schriftsteller, künstler und blogger.

was sagten sie gestern denn noch?

gestern gab es sehr viele informationen. man weiß nicht, wo man anfangen und aufhören soll. der kern ist: die polizei hat richtig gehandelt, die veranstalter eher nicht.

wieso nicht?

die veranstalter hatten zu wenig ordnungskräfte, hatten morgens zu spät die schleusen geöffnet, erst nach 12, sodass es schon zu ersten staus kam. sie hatten 8 der einlassschleusen gar nicht besetzt. das verschlimmerte alles. die haben also ihr „soll“ nicht getan. so eine aussage.

und die andere?

dann gab es mehr und mehr probleme … und die veranstalter kamen nachmittags auf die polizei zu. man suchte hilfe. wusste nicht mehr weiter. da sagte die polizei, man müsse nun gezielt absperren, damit niemand mehr nachkomme. man müsste am einlass die schleusen zumachen. das sei aber offenbar nicht geschehen. die veranstalter hätten versagt.

aha. und dann?

dann habe die polizei ketten gebildet, um selber abzusperren. aber das habe nicht funktioniert, zumal leute auch aggressiv geworden seien. und dann habe man die menschenketten wieder weggemacht. irgendwie so. irgendwann sei der menschendruck immer größer geworden.

das heißt: also auch hier lag die polizei richtig, waren die veranstalter überfordert.

das war die (dezente, aber doch eindeutige) kernaussage der konferenz. als es im bereich vom tunnelausgang hoch zur rampe, die aufs gelände führt, dann immer enger wurde, dann sind ja leute a) auf den container gestiegen b) auf einen mast oder masten c) auf eine schmale treppe am rande, um so hoch zu kommen.

und weiter?

die polizei hat denen auf dem container sogar eine leiter gegeben, damit diese hoch kommen. in die freiheit von der panik und raus aus der enge.

und an der schmalen steintreppe?

das war wohl der schlimmste punkt, weil man da am leichtesten hoch konnte, schließlich gab es stufen, und so stürmten alle auf diesen punkt, da gab es die größte verdichtung, dann stürzten leute runter, und diese vorgänge haben dann die panik und das gedränge noch mehr forciert, sodass es zu den toden durch umfallen und hernach erstickungen kam. zudem wurden gitter umgerannt, die dann auch zu stürzen führten.

alles sehr einleuchtend.

nach den bildern, die ich im internet und im fernsehen sah, stimmt das so in etwa.

aber?

es klärt noch nicht die frage der schuld, der veranlassung, der verursachung, der unterlassung. der reihung. der abfolge. die polizei hatte 400 polizisten auf dem gelände selbst, aber nur für ihre eigenen polizeidinge wie diebstahl und gewalt oder so. oder betrug. aber die sache auf dem gelände selbst, das funktionieren, das sei sache der veranstalter.

wie viele hatte denn die polizei?

die hatten 4000 polizisten insgesamt und dann noch 1300 von der bundespolizei.

das ist sehr viel.

sicher: so viel kosten den steuerzahler private veranstaltungen, oder halbprivate. tausende von polizisten!!! die ordner innen (auf dem geände selbst) aber kamen vom veranstalter. und die sollen zu wenig gewesen sein. und die sollen versagt haben.

aber hallo.

ja, ja, bis die ordner dann zur polizei kamen, weil es zu voll war. man sprach also mit dem einsatzleiter der 400 polizisten auf dem gelände  … face-to-face … wegen der lage.

das ergebnis kennen wir. was ist nun mit den „pushern“?

das sind wieder so fachbegriffe. pusher sollen menschen vorantreiben. so wie viehtreiber.

warum?

weil die doch die rampe hochkamen, auf das gelände. die sollen sich dann schnell verteilen oder verdünnisieren, die menschen.

und was war da?

da fuhren diese trucks rum, die man „floats“ nun nennt. und immer wenn einer in der nähe der rampe ankam, samt den tanzenden, dann staute sich der fußgängerverkehr von der rampe hoch zusätzlich.

die pusher haben also nicht genug gepusht.

oder es gab nicht genug pusher. man lernt ja immer so worte.

du meinst wie „schleuse“?

das auch. aber auch die „vereinzelungsanlagen“.

ach so. man muss die kalte, sachliche, technische fachsprache kennen.

ich denke, dass die 21 toten wirklich vereinzelt wurden, aber erst durch den tod, der ursächlich durch die panik und den sturm der massen entstanden ist, der wiederum urursächlich durch das versagen von

a) veranstalter + ordnungsdienst davon
b) stadt duisburg
c) polizei

zustandekam.

dann sind wir immer noch nicht richtig weit. mit der wahrheit.

nein, aber sauerland ist immer noch oberbürgermeister (erschütternd!), schaller weist immer noch alle schuld von sich, die polizei erst recht … und panikforscher schreckenberg darf immer noch seinen nonsens dozieren. alles wie gehabt.

und deshalb dein vorschlag, duisburg nicht zur „bundesstadt“ zu ernennen, auch nicht zum „bad“, sondern zur „stadt am ende der loveparade“.

genau das! als beitrag zur wahrheit, die wir dennoch noch nicht genau kennen, aber doch schon ziemlich sicher erahnen.

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Angesichts von 20 Toten in Duisburg das Scheitern des vermeintlichen deutschen Perfektionismus sieht KLAUSENS

klau|s|ens, man hat fast den eindruck, es sei alles gesagt, es würde alles gesagt, im kern seien die dinge klar.

das sehe ich auch so. zu viele menschen, zu wenig platz, nur ein zugang, undurchdachte sicherheitskonzepte, ein total unglaubwürdiger panikforscher namens schreckenberg … und ein oberbürgermeister, der schon 10 x abgetreten sein müsste.

alles andere sind details, aber die wahrheit hat sich durch den volksjournalismus schon aufgetan. irgendwie weiß man, das vieles nicht stimmte. man kennt eigentlich die gründe für die schrecklichen tode.

wie peinlich, dass diese 4 männer der pressekonferenz vom sonntag, dieser überaus kläglichen und schlimmen pressekonferenz, immer noch keine verantwortung übernehmen.

zuallererst herr rainer schaller, der veranstalter, und der oberbürgermeister von duisburg, herr adolf sauerland.

schaller kann nicht „zurücktreten“, da er ein privater investor ist, u.a. macher bei McFIT. sauerland aber kann von einem politischen posten zurücktreten. das hätte auch schon an jenem sonntag um 12.00 uhr passieren müssen. es ist mehr als überfällig, heute 1000 mal überfällig.

was gibt es weiter zu sagen?

wir lernen wieder, wie menschen und ämter und politik funktionieren.

ganz schlimm ist auch dieses sache, wie ein CDU-bundestagsabgeordneter den früheren polizeichef von duisburg zum rücktritt bringen wollte, weil der schon ohne konkrete planung vor einer solchen veranstaltung in duisburg warnte. weil der damals schon prinzipielle bedenken hinsichtlich einer loveparade in duisburg hatte.

der grauslichen dinge sind viele. man kann nun dieses und jenes studieren. und hören. und erfahren. aber man darf nicht vergessen: wir haben 20 tote. mittlerweile 20. – unglücke und unglücke sind nicht das gleiche. 20 tote ist eine außerordentliche und besonders unfassliche dimension.

die deutschen können nie mehr durch die welt fahren und auf andere mit fingern zeigen. von wegen: die können nicht organisieren.

nein, das können sie, die deutschen, nämlich selber auch nicht. sie können nicht mehr klagen, dass die flugzeuge aus land A unsicher sind und die busse aus land B immer überfüllt. sie können nicht beim grillen reiseberichte über „unfassbare zustände“ in anderen ländern erzählen ..

… weil diese zustände auch bei uns herrschen.

und wir deutschen gelten als perfektionisten. wir haben dennoch oder deshalb versagt.

trotz oder wegen dieses perfektionismus sind wir in duisburg gescheitert.

es gab konzepte und genehmigungen und pläne … und dennoch … oder deshalb: wir haben die massen nicht im griff.

das deutsche „ordnungstun“ hat versagt … oder es ist nur fiktion.

man kann auch sooooooo ordentlich sein, dass man alle menschen ordentlich über EINE rampe (ja, auch in duisburg gab es die rampe!) ins verderben schickt. (das erinnert uns an adolf eichmann. die „ordnung“ in der organisation des schreckens.)

bei der loveparade in duisburg war der schrecken vorprogrammiert, weil der ablauf jedem vernünftig denkenden glasklar war.

ich denke, die haben immer gedacht: bei der loveparade war man immer so friedlich. das regelt sich dann von allein. das sind die hippietugenden: da regelt es sich von allein.

naiv! dann hat man also in der gedachten ordnung das chaos der „liebe“ als faktor dabei gehabt.

sie haben die zahlen kleingerechnet, kleinrechnen wollen, weil sie dachten: wir wollen das ding schaukeln. sie haben sich selber die dinge verniedlicht. die größe des platzes, die zahl der kommenden. alles verniedlicht.

der rainer schaller hat nachmittags dem thomas bug vom WDR noch so seltsame sätze im fernsehen gesagt: man würde die „floats“ (diese LKWs) nun schön rumfahren lassen, auf dem gelände, dann würde sich die masse auch schön verteilen.

was sind das für „planer“?! und zeitgleich passierte die panik und der horror des todes, weil die menschen nicht mehr weiterkamen und (irgendwie) wege nach oben und aus dem gedränge suchten, um der hölle zu entkommen … und auch, um noch auf das gelände zu gelangen. hauptsache: raus da.

es war das scheitern jeder idee, man könne alles planen und  organisieren. man müsse „das deutsche“ nur machen lassen. deutsche bekämen alles hin.

es gibt keine perfektion, auch nicht in den „industrialisierten“ ländern. vielleicht sollten wir alle in saudiarabien in die fortbildung gehen und lernen, wie die den pilgerzug in mekka abwickeln.

die hatten auch schon ihre todesopfer. die haben aus den opfern dann gelernt.

man muss immer aus den opfern lernen.

und wenn man dann gelernt hat, oder die veranstalter, dann passiert ein neues und anderes unglück …

… wo man auch alles „vorbedacht“ hatte und sich nachher rausstellt, dass vieles nicht so war, wie es hätte sein sollen.

OB sauerland muss gehen.

rainer schaller soll sich öffentlich schämen und ein scheitern total eingestehen. (er schiebt ja derzeit die schuld auf die polzei.)

und dieser sich ständig selbst „freiredende“ professor schreckenberg sollte einige zeit vollständig aus dem öffentlichen und wissenschaftlichen leben in seiner studierbude verschwinden.

… und in sich gehen. (was der alles nun an halbwahrfalschheiten nun erzählt! wie der sich rausschlawinern will! … und: woher der den namen nur hat?!)

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Zur erschreckenden Pressekonferenz (25.7.2010) zum Desaster der Loveparade (24.7.2010) äußert sich KLAUSENS

klau|s|ens, keiner hat schuld. keiner weiß es oder etwas. niemand kann etwas sagen. alles ist nicht klar. – aber das sicherheitskonzept war gut. so guuuuuuuuuuuuuut!

unglaublich! – wenn man sieht, welche leute für uns bisweilen „verantwortlich“ sind, dann fasst man sich an den kopf.

sie haben nichts gesagt.

aber sie haben gesagt: wir wollen jetzt zum ende kommen. nach gut einer stunde wollten sie zum ende der PK kommen … und haben es auch fast in 60 minuten geschafft.

aber sie haben nichts gesagt.

sie haben die fragen der journalisten in der masse umschifft. oder sie haben geschwiegen. eine verhöhnung der medien und ihrer aufgabe in der bundesrepublik.

man wusste eigentlich nur, dass man nichts wusste.

ich denke, dass jeder versucht, KEINE verantwortung zu übernehmen. typisch mensch! also verweist man auf „die untersuchungen“ und hält sich fein raus.

aber es saßen dort die veranstalter!

das stimmt: es saßen dort … von links nach rechts: RABE, VON SCHMELING, SCHALLER, SAUERLAND.

1. REDNER Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Adolf Sauerland

2. REDNER Rainer Schaller, Organisator der Loveparade

3. REDNER Sicherheitsdezernent Stadt Duisburg, Wolfgang Rabe

4. REDNER Kommissarischer Polizeipräsident der Stadt Duisburg, Detlef von Schmeling

… anwesend auch noch, u.a. chef der bundespolizei sankt augustin oder der pressesprecher der LOVEPARADE.

das wort „redner“ passt nicht, für die, die da vorne saßen. sie haben nichts gesagt, eigentlich nichts.

dieser organisator rainer schaller hat seine bestürzung vom blatt abgelesen.

aber die da saßen, die haben verantwortung! VERANTWORTUNG !!!

eben. einer oder zwei oder alle vier haben verantwortung, dass man hunderttausende von menschen wie vieh in den untergang getrieben hat. und dass es zu 19 toten und zu mehreren hundert verletzten kam.

der tunnel (und die massen) kam/kamen von links und kam/kamen von rechts.

und in der mitte öffnete sich der tunnel zu der „rampe“, wo es dann nach oben ging. auf das gelände. ein T-stück würden monteure sagen: tunnel und rampe sind wie ein T-stück. wie in einem horrorfilm.

schreckliches wort: rampe.

ich weiß, aber nun sprechen alle von der rampe. die rampe ist in der deutschen geschichte sowieso ein grausliches wort, vorbelastet und voller schrecken.

niemand wollte etwas sagen.

es stimmt, aber es ist auch gut, wie andere quellen immer wichtiger werden … als die oder eine pressekonferenz.

du meinst „die öffentlichkeit von unten“.

aber ja. all die videos, die im internet zu sehen sind, und die dann auch von den großen medien aufgegriffen und gesendet werden … die sagen mehr als jede pressekonferenz. die entlarven die hohlen worte der vier mitverantwortlichen oder hauptverantwortlichen von gestern.

hinzu kommen andere einträge und bemerkungen und ansichten. twitter. facebook. blogs. etc.

allein schon diese stimme, die jetzt überall zitiert wird, wo einer VOR der parade schon sagte, über 1 million leute durch einen zugang auf diesen platz. das könne doch nicht gutgehen. (aber wer glaubt schon einem menschen aus dem volk? wenn der irgendetwas mit gesundem menschenverstand sagt? in einer ecke des internets? in einem forum? irgendwo?)

die öffentlichkeit der massen ist meiner meinung nach aber dennoch höherrangig als die öffentlichkeit der veranstalter.

so ist es ja oft: die macher mauern, und sie müssen überführt werden. früher war dazu die presse da. heute sind dazu die gesamten medien da, aber eben auch die statements aus den reihen der „einfachen“ menschen, die 1000-fach durch die viuelfalt der medien und der medienmöglichkeiten des internets durcheinandergewirbelt werden, wieder in die „großen“ medien zurückkommen („floaten“ ???) – und so hat man einen unendlichen strom von meinungen und wissen. YOU TUBE und SEVENLOAD und MYVIDEO und CLIPFISH und wie sie alle heißen …. sind auch elemente einer aufklärerischen demokratie.

aber das muss doch sortiert werden.

es stimmt: vielfach ist niemand dazu in der lage. die großen medien können einem nicht einmal ein ordentliches schaubild bringen, wo man den tunnel erkennt, der sich in der mitte hin zu dieser rampe öffnet. auch das ist betrüblich.

aber fast nichts (von den opfern jetzt weggedacht) ist betrüblicher als diese unerträgliche pressekonferenz.

allein von der körpersprache her müsste nach dieser pressekonferenz der OB von duisburg, adolf sauerland, sofort zurücktreten. es war desaströs. es war frech. solche menschen brauchen wir nicht … auch nicht als oberhaupt einer deutschen großstadt. das sind keine führungspersönlichkeiten. wer sich so auf einer pressekonferenz gibt, der …

und welche verhöhnung der opfer.

genau. wenn die verantwortlichen noch nicht einmal nachdenklichkeit zeigen, wenn diese sich nur verschanzen, wenn diese nichts aber auch gar nichts eingestehen, verstehen, verstehen wollen, wenn diese dann noch von einem „stichhaltigen sicherheitskonzept“ sprechen. wenn diese die pressekonferenz auf 1 stunde terminieren (wegen den sitzungen des stabes, wie es hieß! schöne schutzbehauptung!) und wenn der presse nach der pressekonferenz keinerlei einzelinterviews zugestanden werden, dann ist das doch wohl …

19 tote. die verantwortlichen sollen allesamt zur rechenschaft gezogen werden, zum rücktritt gezwungen werden … und sie sollen all das eingestehen. das scheitern muss punkt für punkt aufgeklärt werden.

bei BP kauft man gerade den vorstandschef raus. aus dem scheitern. 14 millionen oder so extra soll er bekommen. fürs scheitern. fürs rausgehen.

ich weiß: die verantwortlichen werden noch belohnt, mit geld, damit sie gehen. so wird es in duisburg hoffentlich nicht sein müssen. das fiasko von duisburg ist traumatisch für alle großveranstaltungen, die es jemals noch geben wird.

dein seriello?

von der traurigen und kaum glaublichen pressekonferenz? http://www.klausens.com/seriello-pressekonferenz-loveparade.htm

fotos können so viel sagen und zeigen. bisweilen sagen die gesichter die wahrheit, die die münder verschweigen.

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Noch was zu „Der Westen leuchtet“?, fragt KLAUSENS

klau|s|ens, noch was zu „der westen leuchtet“?

habe ich eigentlich schon jemals diesen blog(g) mit einer frage überschrieben? – egal: ich habe ein neues kunstwerk gemacht.

wie heißt es?

„der westen leuchtet weiter“.

oha.

wir sehen 2 x jürgen nimptsch und 1 x stephan berg auf diesem kunstwerk von heute von mir mit meinem fotomaterial vom 9.7.2010, wo man die ausstellung eröffnete.

neue erkenntnisse?

nein, ich muss mir alles ja noch angucken.

ach, du hast noch gar nichts gesehen?

denkst du, ich laufe mit der hammelherde der eröffnungseitelkeiten durch den parcours?

oh, sorry, du bist natürlich etwas besseres.

aber ja doch. ich habe ja schließlich auch 15 LIVE-gedichte auf unserer homepage versammelt, klau|s|ens! http://www.klausens.com/der-westen-leuchtet.htm

und die zwei SERIELLOs.

ja, auch die. kunst kann herrlich inflationär sein: http://www.klausens.com/seriello-juergen-nimptsch.htm
und
http://www.klausens.com/seriello-stephan-berg.htm

und banal oder banös oder banin?

unsere kunst ist nie „banin“. und der westen schon gar nicht.

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Wenn „Der Westen leuchtet“, leuchtet KLAUSENS natürlich auch

klau|s|ens, der westen leuchtet und leuchtet.

man braucht eine starke sonnenbrille und nasse handtücher. sonst kann man es vor licht und hitze kaum noch ertragen.

du hast deine 15 LIVE-gedichte nun auf unserer homepage versammelt, klau|s|ens? http://www.klausens.com/der-westen-leuchtet.htm

es ist unsere homepage, zweitklausens. wir beide sind zusammen ein künstler.

gut, gut, was taten wir noch?

eines der gedichte beinhaltet wiederum ein kunstwerk.

ich dachte, alle LIVE-gedichte von uns seien kunstwerke.

das ist auch so, aber eines enthält nun explizit noch ein weiteres kunstwerk.

welches ist das denn?

das ist dieses:

KUNSTPROJEKT 972010

Der Katalog hat

Eine Vertiefung

Die durch mein

Zutun den Hammer

Fand also 25 Cent

© Klau|s|ensĦķ7Klau’s’ens=Klausens=Klau(s)ens=Klau|s|ens LIVE geschrieben am
9.7.2010, Freitag, bei der Eröffnung der Kunstausstellung „Der Westen leuchtet“. Es spricht der Direktor des Kunstmuseums Bonn, Professor Dr. Stephan Berg. Es ist circa 20:31 Uhr – Copyright in allen Schraibwaisen und Schreibweisen liegt bei Klau|s|ens oder Klausens oder Klau(s)ens. – Das besondere an diesem Gedicht ist, dass es zugleich ein Kunstwerk beinhaltet bzw. die Idee zu einem Kunstwerk. Diese Idee gehört Klausens. – Dabei wird der Katalog der Ausstellung „Der Westen leuchtet“ genommen und mit dem Hammer auf dem Titelblatt/-karton bearbeitet. Auf diese Weise entstehen Vertiefungen in der Oberfläche des Kataloges. So kann der Katalog selber dann Teil der Ausstellung werden, weil er die Aufarbeitung der Ausstellung selbst in Text-/Bildform samt wissenschaftlicher Begleitung wieder zum Bestand der Ausstellung werden lässt. Denn die Leute, die Ausstellungen machen und über Kunst schreiben, also der gesamte „Beiapparat“ der Kunstszene, macht ja die Künstler und Künstlerinnen, von denen dann im Beiapparat genüsslich die Rede ist. Klausens Kunstwerk erweitert also die Ausstellung „Der Westen leuchtet“ um einen Wahrhafts- und einen Kunstaspekt. – „25 Cent“ deutet auf die Versteigerung von Kunst hin. Zugleich ist der niedrige Wert (25 Cent) ein ironischer Kommentar auf
den Kunstbetrieb. – Der „Hammer“ zeigt zugleich an, dass es sich hier um ein tolles Ding handelt, bei diesem KLAUSENS-Kunstwerk. Deshalb ja die Redewendung: „Das ist doch der Hammer!“

und was geschah noch?

bei der eröffnung? der berühmte künstler klausens = klau|s|ens schuf noch SERIELLOs.

ach so, welche denn?

http://www.klausens.com/seriello-juergen-nimptsch.htm
und
http://www.klausens.com/seriello-stephan-berg.htm

aber da sind doch viele fotos unscharf.

das ist nicht schlimm. alle SERIELLOs dokumentieren den LIVE-moment, in dem sie entstanden. alle unschärfen und verzerrungen sind also der situation geschuldet, z.b. dem licht in den räumen, oder der unruhigen hand des künstlers. die SERIELLOs entstehen ohne shutter. sie entstehen „knips“ „knips“ „knips“. das ist echte arbeit. siehe auch: http://www.klausens.com/seriellos.htm . SERIELLOs von KLAUSENS sind die kunst des geronnenen LIVE-daseins.

und wer ist auf der ausstellung vertreten?

au ja! die fairnis gebietet, dass wir alle namen hier aufführen. wir sind keine schlechten menschen:

KUNSTMUSEUM BONN
DER WESTEN LEUCHTET
10. Juli – 24. Oktober 2010

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler

Thomas Arnolds
Bernd & Hilla Becher
Joseph Beuys
Anna und Bernhard Johannes Blume
Tony Cragg
Martina Debus
Simon Denny
Chris Durham
Claudia Fährenkemper
Isa Genzken
Andreas Gursky
Natascha Sadr Haghighian
David Hahlbrock
Georg Herold
Benjamin Houlihan
Bernd Kastner
Christian Keinstar
Jürgen Klauke
Imi Knoebel
Erinna König
Gereon Krebber
Ursula Neugebauer
Marcel Odenbach
Albert Oehlen
Blinky Palermo
Michail Pirgelis
Sigmar Polke
Gerhard Richter
Ulrich Rückriem
Thomas Schütte
Katharina Sieverding
Rosemarie Trockel
Timm Ulrichs

KUNSTMUSEUM BONN
DER WESTEN LEUCHTET
10. Juli – 24. Oktober 2010

Künstler – vorgeschlagene Nachwuchskünstler

„Historischer Kern“: Joseph Beuys, Imi Knoebel, Blinky Palermo,
Sigmar Polke, Gerhard Richter
Bernd & Hilla Becher Paten für: Chris Durham, Claudia Fährenkemper
Anna und Bernhard Johannes Blume Paten für: Martina Debus
Tony Cragg Pate für: Gereon Krebber
Isa Genzken Patin für: Simon Denny
Andreas Gursky Pate für: Bernd Kastner
Georg Herold Pate für: Benjamin Houlihan
Jürgen Klauke Pate für: Christian Keinstar
Marcel Odenbach Pate für: David Hahlbrock
Albert Oehlen Pate für: Thomas Arnolds
Ulrich Rückriem
Thomas Schütte Pate für: Erinna König
Katharina Sieverding Patin für: Natascha Sadr Haghighian
Rosemarie Trockel Patin für: Michail Pirgelis
Timm Ulrichs Pate für: Ursula Neugebauer

schlechte künstler denn? also: sind das denn schlechte künstler?

wer? die oder wir? oder alle? oder diejenigen, die die ausstellungen konzipieren?

ich vermag es nicht vermögen zu wissen.

ein schönes zitat: „ich vermag es nicht vermögen zu wissen.“

hat kunst nicht letztendlich mit „vermögen“ zu tun?

und ist das wort nicht doppeldeutig?

und: sollte man nicht auch mal wieder die

– museumswärter
– museumswärterinnen
– museumswächter
– museumswächterinnen
– fachkräfte für museumsaufsicht

erwähnen? diejenigen also, die für die „kunst“ in bonn so kaltblütig dauergeopfert werden?

ist nicht der beständige austausch von museumswärtern eine soziale plastik im sinne von beuys?

so hatte ich das noch gar nicht gesehen! dann sind ja die stadt bonn und die leitung des kunstmuseums bonn doch die größten künstler per se. und barmherzig zudem.

tja: dann sollte dieses „wächter-wechsele-dich-spiel“ als soziales kunstwerk auch noch in die ausstellung „der westen leuchtet“ aufgenommen werden!!!

ja, ja, samt deinem katalog, der von oben mit dem hammer bearbeitet wird.

kunst ist schön und macht spaß. alles andere ist unwichtig. auch die „soziale frage“.

herrlich, wie „frei“ du schon bist.

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Von der Eröffnung der Kunstausstellung „Der Westen leuchtet“ berichtet KLAUSENS

klau|s|ens, du warst gestern bei der eröffnung von „DER WESTEN LEUCHTET“?

ja, ja, diese ganz große und tolle und außergewöhnliche und besondere und herrliche und …

danke, danke, lass mal! übertreibe nicht immer so hemmungslos!

… ausstellung „DER WESTEN LEUCHTET!“

niemand aber sprach von den museumswächtern und -wächterinnen.

eben: die einen wurden gekündigt, neue kamen oder kommen. es ist ein skandal.

die stadt bonn spricht (über oberbürgermeister jürgen nimptsch) … und der herr stephan berg spricht, als leiter des museums, … aber …

keiner spricht von der lage der museumswächter. es ist ein skandal. ich zitiere den bonner general-anzeiger vom 7.7.2010:

### Museumswächter hofften vergeblich auf Verlängerung ihrer Arbeitsverträge

Von Lisa Inhoffen

Bonn. Sie soll der diesjährige Höhepunkt im Städtischen Kunstmuseum werden: die Ausstellung „Der Westen leuchtet“. Sie hat 33 Künstler aus zwei Generationen zu einer breit angelegten Standortbestimmung der Kunstlandschaft des Rheinlandes und Nordrhein-Westfalens versammelt und wird am Freitag eröffnet.

Für etwa zehn ehemalige Mitarbeiter des Kunstmuseums ist der Glanz der Ausstellung bereits erloschen: Die Museumswächter, von denen einige bereits weit mehr als zehn Jahre im Kunstmuseum tätig waren, stehen jetzt auf der Straße.

Hintergrund: Die Stadt Bonn hat vor Jahren die Museumsaufsicht teilweise nach außen vergeben. Im vorigen Jahr erhielt nach einer erneuten Ausschreibung ein neues Unternehmen den Auftrag. Mit Hinweis auf die geplante Schließung des Museums im Juni zur Vorbereitung der neuen Ausstellung erhielten die Mitarbeiter nur befristete Verträge.

Die laufen nun aus, und Anschlussverträge habe es entgegen einstiger Zusagen nicht gegeben, schreiben ehemalige Museumswächter, die nicht genannt werden wollen, dem GA. Ihre Vermutung: Ihr einstiger Arbeitgeber ersetze sie durch schwer vermittelbare Langzeitarbeitslosen, für die es von der Arge Eingliederungshilfen gebe.

So werde gut eingearbeitetes Aufsichtspersonal durch „staatlich subventionierte Arbeitslose“ ausgetauscht.

Ärgerlich für die Betroffenen. Aber eine Praxis, die das Gesetz zulässt, sagt Paul Moser von der Arbeitsagentur. Seine Recherche bei dem gemeinsam mit der Arge geführten Arbeitgeberservice habe indes ergeben, dass jene Wachschutzfirma diese Möglichkeit in „keiner auffälligen Weise“ ausgeschöpft habe.

Im Stadthaus vermutet man, dass das Ganze eher mit der vom Gesetzgeber festgeschriebenen starken Einschränkung hinsichtlich einer Verlängerung von Zeitverträgen zusammenhängt. Einfluss auf die Personalpolitik der Wachschutz-Firma könne die Stadt Bonn aus vertraglichen Gründen nicht nehmen.

### Artikel vom 07.07.2010

diese „herrliche“ kunst wird auf dem rücken der kleinen leute ausgetragen, die keinen sicheren arbeitsplatz mehr haben. bonn brüstet sich mit der entwürdigung der arbeit, mit der verrottung der arbeitsverhältnisse, mit dem sieg der willkür. aber man spricht es nie aus. man tut schlimmes, aber man schweigt dazu.

alle kunst lebt so schrecklich gedeihlich auf dem rücken der moral. kunst beutet aus. kunst ist herzlos. kunst will nur ruhm. kunst wird groß, indem sie die kleinen tritt. widerlich! die kunst lebt von den reichen mentoren und förderern und sponsoren … von den eitlen und feisten …

… aber sie beutet die kleinen leute aus, die eben diese kunst bewachen oder bewachen sollen. und auch kein künstler protestiert!

und das kunstmuseum bonn und die stadt bonn gehen so einen überaus unrühmlichen weg.

man könnte weinen und fluchen.

aber die menschen stehen da, in der schwülen hitze des 9.7.2010, freitag. der OB von bonn redet, der herr berg redet … alle werden applaudieren … diese gewagte ausstellung … diese „positionen“, diese ewigen „positionen“ …

… und berg nennt tausende von namen, um sich nett und anständig zu bedanken: künstler, mitarbeiter, helfer, sponsoren, alles das. (auch -innen natürlich.)

… aber er nennt nicht die museumswächter und -wächterinnen, die es vielleicht schon nicht mehr gibt.

weil es schon wieder ganz andere sind. ex und hopp!

weil man zeitarbeit macht, und bäumchen-wechsele-dich. alles das.

und wir sollen die kunst preisen und den „wurf“ dieser großen super-ausstellung „der westen leuchtet“!

da haut doch etwas nicht hin.

da geht doch etwas nicht zusammen.

aber keiner protestiert.

doch! ein künstler protestiert: KLAUSENS, der große klau|s|ens, kämpfer für das humane, rächer aller bösartigkeiten, helfer der entrechteten, künstler des sozialen als wahrhaftigkeit des anstandes.

nun übertreibe mal nicht. die leben doch alle noch! die wächter!

dennoch. brecht fragte schon: „wer baute das siebentorige theben? in den büchern stehen die namen von königen …“

deine museumswärter und -rinnen haben diese aufstellung aber nicht aufgebaut.

aber sie sind die „conditio qua non“, dass es solche ausstellungen überhaupt gibt.

jetzt haben wir gar nicht über die ausstellung gesprochen!

das kommt noch. ich habe ja noch blogeinträge übrig. und die gedichte kommen ja auch: http://www.klausens.com/der-westen-leuchtet.htm

deine gefürchteten LIVE-gedichte?

aber ja.es sind unsere, klau|s|ens. wir schreiben sie immer zusammen.

und wenn hast du zu einem kunstwerk verramscht? also: wir?

das war der OB jürgen nimptsch, der die ersten begrüßungsworte gestern sprach.

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