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klau|s|ens fotografiert kostenlose und offenbar unerwünschte telefonbücher als tagelang herumstehenden real-müll – www.klausens.com

klau|s|ens, eines tages stehen sie da, einfach so.

die telefonbücher: etwas archaisches. – alt, alt, alt. von der idee. aber neu, neu, neu gedruckt: jahr um jahr.

jahr für jahr telefonbücher, aber keiner will sie anscheinend mehr.

das haus hat 7 klingeln … und 6 telefonbücher stehen tagelang, vielleicht bald wochenlang einfach da, ungenommen, ungeholt, ungeöffnet.

dabei hat man sie extra gegen den regen (und in verhöhnung der ökologie) noch schön blöd eingeschweißt.

alles müll. vorher, nachher, jetzt: alles müll.

dieser müll schafft arbeitsplätze.

so ist es bei werbung ja oft: da hängen so viele arbeitsplätze dran, und die hälfte der prospekte wandert ungelesen in den müll. müll schafft arbeitsplätze und vernichtet herrlichst rohstoffe aller art.

das wäre doch mal wieder eines der großen themen für die GRÜNEN: der skandal um die telefonbücher.

da müsste doch jede mittelstandsdame sagen: ja, ja, nun wähle ich die GRÜNEN. man verschmutzt uns ja die bürgersteige.

und so stehen da die telefonbücher und warten auf die GRÜNEN und den protest des mittelstandes. (und auf den regen, damit sich die plastikfolie lohnt.)

man holt sich die nummern-daten heutzutage eher ONLINE und überlegt sich gut, womit man seine wohnung real verstopft.

das telefonbuch scheint ein opfer der technik-moderne zu sein, der online-moderne.

aber es wird gedruckt und gedruckt und gedruckt (aus recyclepapier bestimmt, weil so ökologisch), dann eingeschweißt mit plastik (weil ebenfalls so ökologisch) … und dann ungefragt den menschen vor die türen gestellt.

vielleicht ist es auch ein beitrag zur architektur.

inwiefern?

es werden einige tage, wochen, monate lang die hauseingänge durch einen etwas anderen optischen „tupfer“ nun aufgehübscht.

danke an die telefonbuchindustrie: danke! (ihr denkt wenigstens mit! auch in bonn-tannenbusch und köln-chorweiler soll es vor den haustüren mal etwas frischer aussehen. danke!)

am ende landen die telefonbücher samt plastikfolie ungelesen im altpapier.

… und im jahr 2018 stehen sie wieder da, das recycelte papier müsste jahr für jahr mehr plastikreste beinhalten.

--klausens fotografiert kostenlose telefonbuecher als tagelang herumstehenden real-muell mai-2017

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klau|s|ens ärgert sich maßlos über die sinnlose und wohl kurz-geld-interessensorientiert dahergeplante bebauung vom zeller hamm (mosel) – www.klausens.com

klau|s|ens, man begreift die welt nicht und schon lange nicht mehr.

da zappt man munter auf den sender SWR, sieht fröhlich die landesschau rheinland-pfalz – und muss dann voller graus hören, wie dümmliche provinzpolitiker einen weinberg zubauen wollen.

die wollen dann, dass der zeller hamm (so der name des weinbergs), der noch so schön in der moselschleife liegt, später aussieht wie ein stadtteil von köln.

die denken dann: wenn es hier aussieht wie in köln, dann kommen mehr städter.

wie blöde ist das denn?!

denn die kölner kommen ja (in der masse der klugen), weil etwas NICHT so verbaut aussieht wie köln … und die wenigen kölner, die tatsächlich überall köln und seine bausünden woanders kopiert (auf)suchen, sind im suff und der entfremdung verlorene proleten, die dem tourismus eh nix nützen!

du kannst aber davon ausgehen, dass es um schnelles geld geht, und dann wird irgendein schmarrn erzählt.

so ist es immer: ein paar leute profitieren, die stimmen dann dafür und ziehen andere mit.

die dümmlichen provinzpolitiker sind dann schon um den finger gewickelt und plappern alles brav nach, an blöden argumenten, die man eh nicht glauben mag.

arbeitsplätze! pah! ich zerstöre den rest von kulturlandschaft, den ich (überhaupt) noch habe und schaffe so arbeitsplätze, weil hochgradig verelendete und umgepolte kölner kommen, die möchten, dass es auch an der mosel wie in köln aussieht. (und dann noch diejenigen der niederländer, die ähnlich denken. )

quatsch! – die arbeitsplätze werden immer beim bauen geschaffen, anfangs.

deshalb kann und soll man alles zubauen!

ja, nach dieser logik ist zubauen eine wundervolle arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

wenn der eine hamm zugebaut ist, muss aber dann noch ein zweiter daher. zum zubauen. mehr, mehr, mehr zubauen! und noch mehr!

entlang der mosel gibt es so viele und so hässliche „neubaugebiete“, dass man daraus ableiten kann, wie oft dieses prinzip an der mosel schon befolgt wurde.

nun aber möchte man auch die allerschönsten stellen noch bebauen: die letzten weinberge.

ja, und fast alle rufen noch: „toll!“ – hirnlose provinzpolitiker ziehen da mit (… und so mancher wird natürlich auch ganz direkt profitieren. aber das dürfen wir aus rechtlichen günden nicht weiter ausführen.)

in allen gemeinden der welt lassen sich handlanger finden.

zum glück gibt es eine bürgeriniative gegen diesen bauschwachsinn. http://www.bi-zellerhamm.de

und zum glück gibt es eine online-petition gegen diesen schwachsinn:
https://www.openpetition.de/petition/online/keine-zerstoerung-der-kulturlandschaft-mosel-durch-grossferienpark

aber wehe: wenn der ganze widerstand den murks nicht zu stoppen vermag!

sie bauen ja auch brücken über die mosel, um alles schön weiter zu zerstören. dann könnte man am zeller hamm doch auch noch zwei brücken als eine neue bauen?! oder? (eine brücke, die als strich direkt 2 x mal den hamm quert! na?!)

deine ideen sind wundervoll, klau|s|ens. hat man dich schon angerufen? seitens der projektplaner der klötzchenhäuser für den zeller hamm?

nein, aber ich warte sekündlich darauf.

erst wenn alle welt voller klötzchen ist, sind wir wirklich froh.

ich finde hausklötzchen prinzipiell auch viel schöner als diese langweiligen reben. sie (die häuser) sind sauberer, sind zuverlässiger. sind nicht so welk im herbst, die häuser.

die reben ändern ja auch noch ihre farben, im herbst. (wie fies!)

das kann einem bei häusern nicht passieren: die bleiben immer gleich, ob frühling, ob herbst.

ich finde, man sollte auch teilabdeckungen wie in idar-oberstein überlegen – jetzt an der mosel. das ganze flussbett abdecken, mit straßen!

ja sicher, die menschheit lernt ja nicht und nie und lernt auch immer gar nichts. (lang lebe idar-oberstein!)

kein beton ist denen genug!

man sollte auch einen brotaufstrich erfinden, aus beton, damit die kinder schon beim frühstück auf zukünftige bauverschandelungen als vermeintliche verschönerungen geprägt werden.

>>gönn dir eine schnitte mit „betonella“ … zum frühstück … in dem herrlichen ferienpark am und im zeller hamm. die aussicht auf die nächste wand wird wundervoll sein! (baulich alles bestens erschlossen!)<<

„betonella“ muss ich sofort haben! – würde man diesen brotaufstrich in zell an der mosel produzieren, gäbe es auch endlich neue arbeitsplätze!

klausens-kunstwerk-96-dpi-elendige-verbauung-vom-zeller-hamm-und-der-gesamten-mosel-4-10-2014

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klau|s|ens kann „die erneuerbaren“ nicht mehr hören – www.klausens.com

klau|s|ens, du bist mal wieder einer sache überdrüssig.

es ist nur dieses: „die erneuerbaren“. das hörte ich heute mal wieder im radio.

bist du gegen diese energien?

ich? ach nein, wieso? nein, nein!

was beschwerst du dich?

ich höre immer „die erneuerbaren“, überall und dort und da.

ist es falsch?

vor 30 jahren, ja, da war das vielleicht ein schlachtruf. aber heute?

worum geht es dir?

es geht um mein gefühl. erstens kann ich da nicht mehr zuhören, weil ich es schon eine million mal gehört habe.

und zweitens?

zweitens mag ich schon gar nicht diese kurzform: anstatt „die erneuerbaren energien“ sagt man nur noch „die erneuerbaren“.

wozu führt dich das?

es führt mich zu der erkenntnis, dass die, die dieses wort in den mund nehmen, es selber 1 million mal am tag sagen, und dann zu dieser neckischen und zugleich abgedroschenen kurzform übergangen sind: „die erneuerbaren.“ (es ist wie ein etikett, das man mit dem mund vor  sich herträgt.)

aber du hast nichts dagegen? gegen diese energien?

nein, nein, sollen sie machen, sollen sie machen. aber ich kann und will es nicht mehr hören. das langweilt mich eigentlich.

womit würdest du es vergleichen?

zweitklausens, das weißt du doch selber: ich sage „kaffeemaschine“ und „öffentlicher nahverkehr“ und „die erneuerbaren“. das geht da rein und dort raus.

die welt ist aber noch lange nicht gut.

gewiss, aber das, was früher ein impuls der rebellion war, ist heute ein impuls des neobiedermeier. alle wollen „die erneuerbaren“ haben: im garten, um die ecke und neben dem feld. das steht für geborgenheit und rührseligkeit. und die GRÜNEN machen es den netten, feinen, jungen, mittelständischen familien schön, mit „den erneuerbaren“.

dann versteckt sich hinter allem ein typus von kultur und weltbild und grundhaltung?

so ist es doch immer, nimm die kirchen, nimm die parteien, nimm die musikszene oder die jugendmoden. alles das sind lebenshaltungen, die da verpackt sind. auch in der sprache von denen, „liebe brüder und schwestern“, ach, nee, „liebe freunde“.

und „die erneuerbaren“, das als andauernder begriff verpackt für dich so eine haltung?

genau das. wenn schon, dann bitte weiterhin trocken ausgeschrieben „die erneuerbaren energien“. – aber eigentlich langweilt mich das ganze thema bis auf die bohne.

und moderne heizungen mit pellets?

dito.

und die anschaffung dreier sonnenkollektoren durch den oberstudienrat dieter m. für sein reihenhaus in bielefeld.

dito, dito, dito. die können mich mal alle. (und die pole schmelzen ja auch. und dennoch und zudem! selbst wenn es alle spießerfamilien so schön „erneuerbar“ haben … in ihrem häuselein zart und fein.)

aber dein bild (siehe unten) von frau und insel und dschungel verkauft uns doch auch letztlich eine art von romanze.

das stimmt, aber hier ist es wenigstens exotisch. HINGEGEN: „die erneuerbaren“ sind einfach nur total langweilig.

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klau|s|ens denkt über die flugzeug-sitzreihenverengung und die SUV-breit-breit-vermehrung nach – www.klausens.com

klau|s|ens, es soll noch enger werden.

wo?

in den flugzeugen. so etwas hörte ich. von plänen, die aus 77 cm sitzabstand zum vordermann dann 71 cm machen sollen. (welche fluglinie war es noch?)

wie schrecklich! die menschen werden größer, die sitzabstände noch kleiner! – wer denkt sich das aus?

ich fand diese angaben (mal als kleinen auszug) im netz:

Iberia 78,5 – 81,5 cm
Japan Airlines 78,5 – 81 cm
KLM 77 – 82,5 cm
Korean Air 86 cm
LTU 76 – 78,5 cm
Lufthansa 79 – 89 cm
Malaysia Airlines 87 cm
Qatar Airways 79 – 86 cm
Quantas 81,5 cm
Royal Brunei 86 cm
Singapore Airlines 81 cm
Sri Lankan Airlines 81 cm
Swiss 81,5 cm (einige offizielle angaben der airlines, quelle: fairliners.com)

ja, „von“ und dann „bis“ … economy oder business? eng, eng, eng ist es ja meist noch mehr in den billigklassen.

sie wollen wohl benzin sparen und mehr leute mitnehmen.

ja, so wird es GANZ BESTIMMT sein: aus einem ökologischen impetus heraus stopfen die fluglinien die flugzeuger noch voller und enger, damit das kerosin pro person für die ökologie vermindert wird.

ironie hilft uns auch nicht weiter.

es geht doch immer ums geld, geld, geld, geld. oder auch „kosten“.

aber die autos werden zeitgleich eher breiter.

sicher, denn die verbrauchen dann mehr benzin. (bringt auch geld.)

jeder und jede will nun ein SUV = „sports utility vehicle“ … oder auch ohne „s“ als „sport utility vehicle“.

die passen nicht mehr in eine tiefgarage. oder: wenn sie in die tiefgarage passen, benutzten sie noch einen teil des nachbarparkplatzes und vernichten parkraum.

dann ist es wieder schön eng. hurra!

was meinst du damit?

im flugzeug ist es doch auch schön eng, wenn die sitzabstände kürzer werden.

und in der tiefgarage, wenn mehr und mehr dieser dicken und blöden SUV-autos hineinfahren, auch!

in beiden fällen wird es enger.

und das ist ökologisch? eng ist ökologisch?

klar, weil du den gegebenen platz voll ausnutzt.

dann sind die überladenen boote über das mittelmeer, wenn menschen fliehen, auch ökologisch?

die sind besonders ökologisch, klar, klar.

die enge welt ist per se die gute welt?

ja, weil sie dann automatisch ökologischer ist.

ich muss noch verdammt viel dazulernen.

deshalb bist du ja weder in einer fluglinie noch bei einem autohersteller angestellt.

aber ich sitze doch so gerne eng.

ich weiß: weil dann die knie schmerzen und man einen arzt braucht.

das ist ökologisch?

nein, aber es nutzt der wirtschaft: kranke menschen brauchen viele ärzte und kurbeln so die wirtschaft an.

ist das denn ökologisch?

frage doch nicht immer so viel.

aber im SUV drin, wenn man mal drinsitzt, da hat man wenigstens noch beinfreiheit.

ja, das dachte ich mir auch: man müsste in ein SUV einsteigen und das dann ins flugzeug schieben lassen.

also ein auto-reise-flugzeug.

wäre das ökologisch?

nee, aber ganz angenehm. (diese ewige fragerei aber auch.)

ich finde die kurzen sitzabstände übrigens auch ganz angenehm.

wieso, wenn die knie wehtun? spinnst du?

ja, aber das essen fällt weniger leicht auf den fußboden, weil dann kein raum mehr zum runterfallen ist. (und weniger essen auf dem fußboden … ist ja auch ökologisch.)

collage-klausens-sitz-9-9-2014

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