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klau|s|ens hat wichtigen vorschlag für weitere preise beim deutschen comedypreis: ab sofort mit 100 % garantie für jede und jeden einen preis – www.klausens.com

klau|s|ens, der deutsche comedypreis darbt vor sich hin. auch im jahr 2014.

zunächst einmal ist es sehr lustig, dass die es nicht schaffen, das LIVE zu senden, diese ach so aberwitzigen (stand up!) komikerinnen und komiker. (dienstags aufzeichnung, samstags senden: was soll das denn? )

aber dann haben wir noch ein problem.

welches?

es gehen immer noch leute ohne preis aus dem coloneum heraus, da in köln.

wirklich? es sind doch schon unzählige preise für diese eine kleine spezialbranche erfunden worden.

eben: man denkt, da sind 50 aktive künstler immer aktiv, die laden sich zudem ununterbrochen gegenseitig in ihre sendungen ein, sodass jede/r dann 80 % der gesamtfernsehzeit deutschlands dann auch auf sendung ist …

und dann hat man das gefühl, dass für diese 50 bühnenmenschen 100 preise an diesem besagten abend auch verliehen werden.

das stimmt: aber der eindruck täuscht dann doch, es gibt immer noch welche, die ohne jeden preis nachts nach hause müssen. (wenn man mal den preis der taxifahrt vergisst. hoho.)

aber das sollte man doch ändern können!

das denke ich auch: zunächste einmal könnte es preise geben für den kürzesten LIVE-act (da muss man ja nur auf die uhr schauen) und den längsten LIVE-act (da muss man ja nur auf die uhr schauen).

genauso könnte man es machen für den kürzesten und den längsten fernsehauftritt.

ja, ja, das wären schon 4 preise mehr. (da bemühen sich dann manche, bei florian silbereisen in die sendung zu kommen, bleiben aber dann nur 5 sekunden da, um diesen kürzest-preis zu bekommen!)

das wäre eine witzige idee: dann könnten auch gruppen wie brings sich für den comedypreis bewerben, denn die treten bei silbereisen ja auch auf.

klasse, so würde der preis ein bisschen geöffnet.

aber es dürfen nicht zu viele komiker werden, sonst gehen eines tages doch die preise aus.

richtig. man müsste also eine art „komikerrolle“ definieren – nur, wer in dieser rolle auftaucht, darf einen preis bekommen.

man könnte sagen: „ein echter komiker muss mindestens 10 LIVE-auftritte nachweisen“.

genau so. klasse! ja, und nur wer diese 10 LIVE-auftritte nachweist, ist „rollenwürdig“ und dann auch preiswürdig.

du hast aber davon gesprochen, dass wirklich jeder einen preis bekommt. wie willst du das machen? willst du noch spezialpreise für den größten komiker? oder für die gewichtigste komikerin? solche kategorien? komiker mit dem schlechtesten hauptschulabschluss? komikerin mit dem höchsten akademischen grad? und … und … und …?

das ist fein überlegt, da könnte man noch etliche kategorien erfinden, aber das wäre sehr anstrengend.

inwiefern?

weil ich immer überlegen müsste, wie viele komiker/innen auf unserer „rolle“ sind und wie viele preise ich aktuell brauche, damit auch wirklich jede/r einen bekommt.

und was wäre deine neue idee?

es ist der preis für die, die keinen preis erhalten.

wow, das ist ja genial!

eben: erst werden preise verliehen, 30, 50, 70, je nachdem wie viel lust man auf spezialpreise hat, in jenem jahr … und dann kommt der preis für die an diesem abend noch „unbepreisten“.

das ist aber auch ein preis?!

gewiss, ein preis von rang!

und so stellst du sicher, dass wirklich alle komiker und komikerinnen (sofern sie auf der „komikerrolle“ erfasst sind) einen preis bekommen! toll!

jawohl: auf diese weise ist auch sichergestellt, dass wirklich alle jedes jahr einen preis bekommen, genau das.

dann kann man jetzt schon auf die plakate schreiben: „träger des deutschen comedypreises 2015, 2016, 2017, 2018, 2019 ff.“

sicher: das würde allen künstlern einen großen push für ihre bühnenauftritte bringen. es wäre fortan garantiert, dass alle besucher und besucherinnen immer … bei einem träger oder einer trägerin des „deutschen comedypreises“ zu gast sind. immer! (das ist 5-sterne-qualität per se!)

andere auftritte (von künstlern ohne preis) wird es dann gar nicht mehr geben. (es sei denn, die stehen noch nicht auf der „rolle“.)

sehr recht, sehr recht: und die „rolle“, von der du sprichst, was wir ja einst von den handwerkern ab dem mittelalter kannten, die nennen wir, weil es sich um comedy handelt, mit absicht nun „schlauch“.

ich weiß, wegen dem gag: „wir stehen mal wieder auf dem schlauch!“, ha ha, das wird klasse.

du siehst: manchmal ist es hilfreich, sich auch einen nichtkomiker als berater zur seite zu holen.

zweitklausens, satiriker sind wir zwei aber dann doch?! oder? (auch wenn wir nicht auftreten. wir schreiben doch!)

nun ja, das sollen andere entscheiden. in diesem jahr haben wir ja leider noch keinen comedypreis erhalten. dabei sind ja genug comedypreise da … in dieser welt der „komischen inflation“ herrscht an allen ecken und kanten der überfluss.

aber mehr an den kanten! (so und nun schauen wir uns mal die so erschreckend kurze preisliste 2014 an. das soll sich ja ab 2015 radikal ändern. endlich ist der preis für alle garantiert! endlich!)

…….
…….

Verleihung am 21. Oktober 2014. TV-Ausstrahlung am 25. Oktober 2014 auf RTL. Moderation: Carolin Kebekus

Jurypräsident: Olaf Schubert

Jury:
Gerda Müller (Executive Producerin itv Studios Germany), Jens Bujar (Creative Director GLE), Holger Hoffmann (Executive Producer Prime Productions), David Anschütz (Autor), Thomas Vass (Geschäftsführer Biller & Vass TV) und Oliver Gontram (Köln Comedy Festivalleitung)

Bester Komiker: Kaya Yanar
–Nominierungen: Bülent Ceylan, Dieter Nuhr
Beste Komikerin: Carolin Kebekus
–Nominierungen: Mirja Boes, Cindy aus Marzahn
Bester Schauspieler: Christoph Maria Herbst
–Nominierungen: Bjarne Mädel, Matthias Schweighöfer
Beste Schauspielerin: Annette Frier
–Nominierungen: Martina Hill, Bettina Lamprecht
Beste Comedyshow: Mario Barth deckt auf! (RTL)
–Nominierungen: Circus HalliGalli (ProSieben), Geht’s noch?! Kayas Woche (RTL), heute-show (ZDF), Neo Magazin mit Jan Böhmermann (ZDFneo)
Beste TV-Komödie: Ein Schnitzel für alle (ARD)
–Nominierungen: Die Mütter Mafia (ZDF), Mein Lover, sein Vater und ich! (Sat.1)
Beste Comedyserie: Der Lehrer (RTL)
–Nominierungen: Der Tatortreiniger (NDR), Doc meets Dorf (RTL)
Beste Sketchcomedy: Krude TV – Comedy von Norden (NDR)
–Nominierungen: Ich bin Boes (RTL), Knallerfrauen (Sat.1)
Bestes TV-Soloprogramm: Sascha Grammel live! Keine Anhung (RTL)
–Nominierungen: Carolin Kebekus live! Pussy Terror (RTL), Dieter Nuhr live! Nuhr unter uns (RTL)
Beste Versteckte Kamera: Verstehen Sie Spaß? (ARD)
–Nominierungen: Der große Böse Mädchen – Promi-Check (RTL), Meine Freundin, ihre Familie und ich (Sat.1)
Beste Kino-Komödie: Fack ju Göhte
Bester Newcomer: Ingmar Stadelmann
Erfolgreichster Live-Act: Mario Barth
Ehrenpreis: Ingolf Lück

kunstwerk-k-werk-klausens-und-der-deutsche-comedypreis-26-10-2014

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Den JETZTROMAN schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, du hast wieder geschrieben?

du meinst einen roman an einem tag?

ja, das meine ich.

es wurden dieses mal zwei tage.

und?

es wurde der „jetztroman [10.10.10]“. autor ist ein „jean-luc klausens“.

aha. du hast am 10.10.2010 angefangen? und am 11.10.2010 geendet?

das ist richtig so. das kam, weil ich am 10.10.2010 am morgen einen wichtigen termin hatte, der dann aber in das buch eingeflossen ist, welches ich dann am nachmittag des 10.10.2010 erst beginnen konnte.

du hattest am 8.8.2008 den eintagesroman geschrieben, und am 9.9.2009 den stundenroman. jetzt also das buch zum 10.10.2010. der jetztroman.

die idee ist ja immer, dass das tagesgeschehen einfließt, in das schreiben. realität und fiktion vermischen sich unter dem unglaublichen druck des schreibenmüssens, da das buch ja auch den titel des datums trägt … und dann zu diesem datum auch fertig sein soll.

du erstellst immmer auch das cover und die texte zum cover, alles drumherum, du machst das layout, alles in kürzester zeit … und schickst dann die druckunterlagen noch am selben tag zum verlag.

das geschah beim „jetztroman“ alles am 11.10.2010, nicht am 10.10.2010, weil ich es einfach nicht schaffen konnte.

dann hast du jetzt den „eintagesroman [8.8.8]“ und den „stundenroman [9.9.9]“ … und neu den „jetztroman [10.10.10]“, welcher aber an zwei tagen erschienen ist.

genau so. vielleicht mache ich es am 11.11.2011 auch an zwei tagen. oder gar drei. das muss man mal sehen. der stress eines tages ist doch unglaublich groß. gestern war ich bis 24.00 uhr zugange.

ganz wie du willst, klau|s|ens. mach es so, wie du denkst. schreibe. schreibe schnell. schreibe langsam. aber schreibe intensiv!

aber, zweitklausens, du bist doch immer dabei. wir schreiben doch alles zusammen.

dann bin ich also auch ein teil von „jean-luc klausens“?

aber gewiss doch!

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Ulrich Wickert, den sieht KLAUSENS

wickert war nun auch bei der polizei in bonn?

mehr und mehr kommen. jetzt haben sie das neue präsidium in bonn-oberkassel-ramersdorf, und dazu den saal mit etwa 200 plätzen, dann den „kultur- und krimiverein der bonner polizei“, dazu das landesorchester der polizei samt jazz-band, die allesamt offenbar gerne nach bonn anreisen. dann ein paar pfiffige und agile mitarbeiter. dazu den polizeipräsidenten selbst, der das ganze wohl sehr gerne fördert und stützt und zulässt. und immer auch kommt … also da kommt vieles zusammen.

du vergaßt den „verlag deutsche polizeiliteratur gmbh“.

ja, sie haben jetzt schöne prospekte mit vielen werbeanzeigen. alles geht voran und voran. auf jeden fall ist man in bonn sehr aktiv, zeigt dieses auch gerne der welt und versucht so insgesamt, die barrieren abzubauen, die es zwischen „bürger“ und „polizei“ (nicht erst seit STUTTGART 21) gibt.

und deshalb diese lesungen?

es ist mittlerweile eine ganz beachtliche reihe geworden. außerdem dienen sie ja auch dem zusammenhalt innerhalb der polizei, da ja die mitarbeiter/-innen samt partner auch zahlreich kommen. mit wickert kam nun einer, der behauptet, er sei früher ein richtiger 68-er gewesen, was ich – ehrlich gesagt – etwas anzweifele.

aber?

er hat in bonn studiert, sein vater hat bis zum tode in oberwinter gewohnt. und beide sind ja in der welt herumgekommen. der vater als diplomat, der sohn als diplomatensohn und später medienkorrespondent … da war bonn ja auch immer stützpunkt, als hauptstadt. da kommt eines zum anderen.

wickert hat ja auch schon mal bei dieser zeremonie zum studienabschluss auf der hofgartenwiese gesprochen. wenn die barretts so altmodisch anti-68-ziger-haft in die luft fliegen.

stimmt, das kommt dann auch noch hinzu. bonn bleibt für ihn ein bezugspunkt: entweder einer der tradition oder einer der behaupteten moderne.

dann ist alles im reinen.

so könnte man wirklich denken. alle sind lieb und nett. dazu gibt es noch speisen und getränke, deren erlös einem guten zweck zukommt. (in diesem fall einer elternvereinigung autistischer kinder, denen man das vereinsheim abgebrannt hat.)

und wickert selber?

er ist ein gekonnter und guter unterhalter. spricht lange frei darüber, wie man zum krimiautor wird, wie man den plot und dann die handlungsstränge findet. schließlich die hauptperson(en), und auch deren wohnort. alles das weiß er launig vorzutragen. er fährt viele lacher ein und ist amüsant, locker, leicht.

und dann noch deine LIVE-gedichte. http://www.klausens.com/klausens-und-ulrich-wickert.htm

unsere LIVE-gedichte, zweitklausens. es stimmt: die welt ist ein zuckerschlecken … könnte man denken. alles stimmt. literatur, LIVE-gedichte, frieden, wetter. der tag war mild und warm. ein herrlicher oktobertag. alles ist schön, dort in bonn am rhein. das paradies.

was kann man tun?

ich weiß es auch nicht. man könnte sich als kontrastprogramm wieder mal „aktenzeichen XY“ anschauen, oder die berichte über den kachelmann-prozess lesen. oder die suche nach mirco aus grefrath weiterverfolgen — eine ganz tragische geschichte –, alles das würde einem zeigen, dass es natürlich weiterhin das böse, die kriminalität und alles andere gibt, was man ansonsten auch mal vergessen könnte. den schlechten menschen also.

ist es so schlimm. das vergessen?

nein, es ist ganz normal und überaus menschlich. man kann nicht immer mit betretener mine durch die welt laufen. und dank sei den polizisten und polizistinnen, die mit weichem und vollen (also mitfühlendem) herzen für die opfer zugleich sauber und bedingungslos ihre so wichtige arbeit tun. (wie soll man das alles nur am besten ausdrücken?)

gestern kam mir ein gedicht in den sinn, welches auch eher lustig als trist sich zeigt.

welches denn?

dieses:

KAMINZIMMERGEDICHT

Du bist doch
Nicht geSCHEIT!

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau(s)ens oder Klau&s&ens oder Klau=s=ens, LIVE geschrieben, am 6.10.2010, Polizeipräsidium Bonn, bei der Lesung von Ulrich Wickert, gegen 19:32 Uhr

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Nachtrag von KLAUSENS zur ewigen und allmächtigen Alkoholisierung der Gesellschaft

klau|s|ens, was ist denn noch? alkohol? hattest du nicht gestern alles geschrieben?

alles?

ich meine: etwas.

mir fiel nur ein, wie es war, als ich bei borussia dortmund mal war.

was denn?

da standen die kioske und trinkstände und bierbuden und tapeziertische vor dem stadion. und um das stadion. und genau dort waren die menschen am trinken wie verrückte. glug, glug, glug.

ich denke, so ist es überall.

letzte woche erst erlebte ich fans des 1. fc köln, wie sie zum heimspiel gegen mainz fuhren. im regional-express-zug.

was denn?

sie ließen sich schon vor dem spiel volllaufen. im zug hatten sie die bierkästen dabei. klick, klack, kluck. sie machten lärm, sie tranken, die kronkorken flogen durch die luft. sie johlten. sie schrien.

aber deshalb sollte doch gestern in mönchengladbach der alkohol(verkauf) rund ums stadion und in der innenstadt verboten werden, von 9.00 uhr bis 15.30 uhr, weil es VOR dem spiel so ein problem ist.

aber man muss es gesehen haben.

was denn?

wie junge männer sich literweise den alkohol reinschütten, damit sie (später) dann im stadion auch „schön“ betrunken sind, falls es dort kein bier zu kaufen gibt (was wohl unterschiedlich ist, je nach stadion).

sie müssen dann vorher betrunken sein, weil sie nachher nichts mehr kriegen.

ist das nicht widerlich und widerwärtig?

sicher, sicher, aber es ist auch logisch: kriege ich nachher nichts, brauche ich jetzt eine ladung der dröhnung – und zwar geballt.

es ist die logik dessen, der meint logisch zu sein.

inwiefern?

unlogisch ist schon allein die idee, ich könne nur mit diesen massen alkohol bei einem fußballspiel „bestehen“ … um dann lallend umzufallen.

ich sehe auch noch einen anderen gedanken.

welchen?

alkohol verleiht dir macht.

macht?

wenn du dich mit 10 oder 12 oder 14 kumpels haltlos betrinkst und dann in einem zugabteil sitzt, dann hast du macht.

keiner kann etwas!

eben: du bestimmt die lautstärke, du entscheidest, ob du eine flasche über den boden rollen lässt oder nicht. oder ob du rülpst.

du spuckst!

du rauchst eventuell auch noch im zug!

und kein passant kann etwas sagen oder tun.

eben: du bist teil eines sturmtrupps … und dir gehört die welt. du bist fast so, wie sich in allen diktaturen der welt die folterknechte fühlen. macht macht dich scheinbar groß. alkoholmacht, gewaltmacht.

in der woche lehrling oder arbeiter, der sich alles sagen lassen muss …

… und am wochenende beim fußball der grosse „king“, der sein regime durch den zug oder die bahn „schmettern“ lässt. und die normalen menschen müssen sich ducken oder klein beigeben.

das alles macht der alkohol.

der alkohol macht macht.

es ist eine echte, erfahrbare, real gelebte macht.

du und der alkohol und dann eine gruppe oder clique …

… und alle welt kuscht vor dir.

jetzt bliebe nur noch eine frage: wie regeln das gangs, die qua religion gar nicht trinken dürfen?

entweder, die trinken nicht …

… oder sie tun es trotzdem. … oder sie toben sich nicht bei fußballspielen aus.

das ist mal wieder fein beobachtet.

ja, klau|s|ens, wenn wir die welt erklären, wird sie ganz einfach und durchschaubar.

ja, sehr schön, zweitklausens. und sie ändert sich auch nicht. der alkohol bleibt, die macht bleibt, die machtphantasien bleiben …

aber alles tickt genauso weiter, wie vorher.

mensch, jetzt kommt noch diese winterzeit zu alledem hinzu. wie soll man das nur verarbeiten? die winterzeit! der alkohol! die ohnmacht!

hat blog-schreiben eventuell auch etwas mit machtphantasien zu tun? sind blogs gar der alkohol des non-alphabeten?

aber – sei mal ehrlich – rotten wir uns vor spielen in zügen und/oder massen zusammen?

nein, aber wir rotten uns zu texten zusammen. und zu bildern. – hilflos !!!

klausens-foto-und-k-werk-kunstwerk-alkohol-wein-alkoholismus-25-10-2009

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Zum Alkoholverbot in Mönchengladbach (B. M-Gladbach – 1. FC Köln) und zum Alkoholmissbrauch allerorten schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, alle welt trinkt nun alkohol, überall, dauernd, öffentlich. fast jeder.

ja, es ist modern, betrunken zu sein.

früher haben wir über russland gelacht. wodka und so.

und heute gehen wir selber im alkohol unter.

keine u-bahn mehr ohne sichtbare bierflasche.

überall sitzen menschen in den bahnen und bussen und haben flaschen mit alkohol in der hand.

bei jungen leuten, auch bei studenten, ist die bierflasche wie ein accessoire.

genau das: es ist ein modeartikel. kult.

und dabei reden wir nicht von FLATRATE-saufen.

nein, das macht schon RTL. das ist dann die fiese spitze des eisberges, der zum kühlen der getränke gebraucht wird.

wovon reden wir?

wir reden vom ubiquitären alkoholismus. allüberall.

in deutschland. ubiquitär?

ja, überall. genau das – und man kann nirgend(s)wo mehr hingehen, ohne angst zu haben, da dann betrunkenen über den weg zu laufen.

diese sind laut und ausfallend.

alle spielen „mallorca“ oder „bayernstübl“. es sind alles bestrebungen, die zusammenlaufen.

wie meinst du?

sie haben doch z.B. die skihallen gegründet.

ja, ja, und dann?

dann haben sie in diese skihallen auch diese abtanzpaläste gemacht. alles muss zu DJ ÖTZI und viel alkohol und bei immer guter laune sein. dann haben wir leute wie diesen JÜRGEN MILSKI, die bei geldspielen im fernsehen amoralisch locken … und das dann in mallorca singklatschend mit dem abtanzen bei alkohol in eine beziehung zu bringen wissen.

was hast du gegen gute laune? bist du ein nieselprim? eine spaßbremse?

ich habe nichts gegen gute laune! – aber wenn diese nur durch alkohol „erkauft“ wird, dann kann man diese gute laune doch vergessen.

aber der alkohol des oktoberfestes in münchen ist der deutsche „schlager“ schlechthin. das zieht die touristen. das bringt geld rein. importgeld. touristen-money.

dann können wir ja auch einen „weinsee“ bauen, den ersten echten weinsee der welt, mit einem fassungsvermögen von 100 millionen hektolitern.

und dann?

… würde das den tourismus ankurbeln. – nein, man man muss die dinge zusammen sehen.

und wie sind diese?

heute ist in mönchengladbach alkoholverbot.

wirklich?

ja, sie wissen sich nicht mehr zu helfen. da ist das fußballspiel von borussia mönchengladbach gegen den 1. FC köln. sie haben angst vor schlägereien.

aha.

400 gaststätten, tankstellen, kioske und geschäfte (incl. supermärkte) dürfen heute keinen alkohol verkaufen.

wann?

zwischen 9 und 15.30 uhr.

und dann?

dann ab 15.30 wieder (dann beginnt nämlich das spiel) – aber es ist erstmalig, so etwas.

und?

wir schränken die freiheit ein, weil wir mit der freiheit nicht umzugehen wissen.

so ist es doch immer. da ist die freiheit – aber auch die regeln, die diese beschränken, weil es anders nicht mehr geht. (egal, was die FDP da alles von „freiheit“ erzählt. real gibt es immer einschränkungen. eine ampel ist ja auch eine einschränkung.)

es sind 142 straßen im umkreis von 5 km um den borussiapark und wohl auch in teilen der innenstadt von mönchengladbach  … ich schätze mal rund um den bahnhof.

das ist der alkoholverkauf verboten?

ja, ja, es ist eine historische zäsur.

es gibt immer diese historischen zäsuren.

das fass läuft über, und dann.

„das fass läuft über“ ist ja sprachlich auch schon der alkohol in unserer alltagskultur. du bist dir dessen gar nicht bewusst.

nie war er mehr da, als heute. der alkohol.

und je mehr die menschen verelenden, desto mehr wird auch diese massenkrankheit zunehmen. dabei hat der grönemeyer schon vor jahren gewarnt: „alkohol ist …“

ja, dieses lied … selbst die rockmusiker können die menschen nicht mehr belehren. wir sind hilflos.

ja, das menschliche paradies ist, wenn der schnaps von den bäumen tropft.

oder auch die hölle. ich denke, eher die hölle.

willst du also nun auch das gesamte paradies verbieten? samt der gebratenen hühner, die …

ich sprach vom schnaps, der von den bäumen tropft.

gehört nicht das eine zu dem anderen?

klausens-foto-und-kwerk-kunstwerk-alkohol-wein-alkoholismus-24-10-2009

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Die umstrittenen neuen Internetadressen der DENIC wie www.1.de und KLAUSENS

klau|s|ens, heute vergeben sie die neuen adressen. zweistellig oder einstellig. von der DENIC aus. ab und um 9.00 uhr konnte man sich bewerben.

ich weiß, ich weiß: ein einziger scherz.

wieso denn? ist es nicht schön, wenn VW endlich www.vw.de bekommt?! bislang gab es doch adressen mit einer oder zwei stellen gar nicht. (huch!!! die ist schon in betrieb. da stelle ich gerade um 10.16 uhr fest. huch!!! was ist das denn? wie funktioniert die welt? wielange dauern anträge und deren beweilligung? wer zaubert wo? welches geld fließt wie?)

aber wie viele adressen werden nun frei?

ich weiß es nicht!

überlege doch mal: allein für die zahlen: 1- 99. also 99 neue adressen. nur 99. bei den buchstaben ist kaum anders von a über aa bis zu z oder zz.

na und – die sollen doch auch vergeben werden. ist doch besser, als das es sie nicht gibt.

ja, ja, aber wie viele interessenten gibt es auf der welt oder in deutschland?

ich denke tausende, wenn nicht gar zehntausende, vielleicht gar millionen.

na also, na also – und weißt du, wie das vergabeverfahren läuft?

nein, wie denn?

„FIRST COM – FIRST SERVED“.

und was heißt das?

wer zuerst kommt, frisst zu erst.

du meinst: bei der beantragung?

ja, sie wollen das dann bis auf die millisekunde genau ergründen. sie sagen: „Ein elektronischer Zeitstempel, der im Millisekundenbereich arbeitet, gilt als Nachweis über die Reihenfolge der Eingänge.“

das ist doch ein scherz!

originalton der DENIC von ihrer homepage: „Da es sich um eine beschränkte Anzahl potenzieller neuer Domains handelt, und weil sich „First come – first served‘ als Verfahren bei der Domainregistrierung bewährt hat, entschieden wir uns bewusst wieder dafür“, begründet Sabine Dolderer die Vorgehensweise bei der Einführung. Im Interesse der Internet Community sollen die Registrierungsaufträge schnell, sicher und vor allem unter Wahrung größtmöglicher Chancengleichheit und Transparenz umgesetzt werden. Die Einführungsphase der neuen Domains beginnt am 23. Oktober 2009 9:00 (MESZ). Der Übergang in den normalen Regelbetrieb erfolgt voraussichtlich ab 26. Oktober 2009.

Das Registrierungsverfahren wurde in einer mehrtägigen Testphase unter realistischen Bedingungen getestet. Damit das Verfahren so sicher wie möglich umgesetzt werden kann, müssen alle DENIC-Mitglieder die von der DENIC eG definierten Vorgaben genau einhalten. So wird es für die Einführungsphase ein separates System geben. Die eingehenden Aufträge werden über eine E-Mail-Registrierungs-Schnittstelle verarbeitet. Ein elektronischer Zeitstempel, der im Millisekundenbereich arbeitet, gilt als Nachweis über die Reihenfolge der Eingänge. Derjenige Auftrag, der für eine Domain als erster eingeht, erhält den Zuschlag. Dabei kann die Anzahl der bereits erfolgreich registrierten Domains in Form eines Online-Monitorings auf http://www.denic.de beobachtet werden. Während der Einführungsphase können über das reguläre, produktive Registrierungssystem keine Domains unter Berücksichtigung der neuen Richtlinien registriert werden.

Für Domains unter der TLD .de gelten ab dem 23. Oktober 2009 folgende Regeln:

* Auch ein- und zweistellige sowie reine Zifferndomains können jetzt registriert werden.
* Domains, die einem Kfz-Kennzeichen oder einer TLD entsprechen, sind frei gegeben.
* Erlaubte Zeichen für Domains sind die Ziffern 0 bis 9, der Bindestrich, die lateinischen Buchstaben a bis z und die weiteren Buchstaben aus der aktuell gültigen Anlage zu den Domainrichtlinien.
* Eine Domain darf mit einem Bindestrich weder beginnen, noch enden. Auch Bindestriche an dritter und vierter Stelle der Domain sind nicht zulässig.
* Die Mindestlänge einer Domain liegt bei einem Zeichen.
* Die Maximallänge einer Domain beträgt 63 Zeichen (bezogen auf den Domain-ACE) – jeweils exklusive .de.

das ist es ja: da sitzen überall programmierer und überlegen, wie sie heute um neun uhr als erste an den server der DENIC rankommen, mit ihrem antrag, und wie zugleich andere daran hindern.

dann bekommen also die klügsten programmierer diese domains. oder die geldmächtigsten.

davon kannst du ausgehen. die ganze welt ist ein irrenhaus. und deutschland gehört gerne dazu. lächerlich, welche ungerechtigkeiten dann noch als „gerecht“ oder „demokratisch“ oder „nachvollziehbar“ oder so ausgegeben werden.

ich schreibe jetzt mal was. eine kunstaktion !!!

was denn?

ich schreibe jetzt mal:

www.1.de

www.1.de

www.1.de

www.1.de

www.1.de

www.1.de

www.1.de

www.1.de

www.1.de

www.1.de

aber diese domain gibt es doch noch gar nicht. du kannst sie heute beantragen, d.g. du konntest.

ich weiß, ich weiß: da sitzt um 10.18 uhr noch die TELEKOM drauf, als umleitung. aber VW war ja schon belegt mit VW, wie wir eben feststellten. – also: wir werden dann eines tages, wenn wir in unserem blog(g) auf diesen LINK klicken, wissen, wer sich in dem schäbigen „demokratischen“ rennen, um diese neuen domains durchgesetzt hat.

du bist aber klug!

aber für eine neue domain reicht es trotzdem nicht.

wieso denn eigentlich?

mit fehlt der apparat – und ohne apparat bist du nichts. da kannst du keine millisekunde besser sein als die internet-domain-konkurrenten. es ist alles ein mieses spiel. ein mieses DENIC-spiel.

hättest du verlosung besser gefunden?

vergabe, von einer kommission, die von unbestechlichen richtern besetzt ist. in diese richtung etwas – aber nicht diese millisekunden in ihrer scheindemokratie. lächerlich!

dann nimm doch deinen fotoapparat und knips dir eine schöne, moderne, künstlerische EINS. anstatt der domain www.1.de – vielleicht hilft das.  – oder auch zwei.

klausens-kunstfoto-die-eins-23-10-2009 003 [800x600]

klausens-kunstfoto-die-eins-23-10-2009 003 [800x600]

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Von der Buchmesse und etwas China berichtet KLAUSENS

holla, klau|s|ens, dieses eine foto von dir soll ein bericht sein?

sagt es nicht schon so viel?

ich weiß es nicht.

das foto ist, wenn man sich auf dem laufband (vom torhaus kommend) den hallen nähert. aber: da war auf der buchmesse ja auch der stand vom P.E.N., dem schriftstellerverband, und da war eine traube drum herum. der stand war ganz klein. und die traube bestand aus den kamerateams. ich kam.

das war alles?

nein, es hat noch eine frau gesprochen. eine chinesin vielleicht.

das hast du gesehen?

ja, das habe ich gesehen.

eine frau hat gesprochen? und es gab eine traube? und es war am P.E.N.-stand?

ja, das war so – und sei hier gesagt.

aufschlussreich, was du beobachtest.

mehr konnte ich nicht erkennen, denn es war ja die traube da.

war die traube groß oder klein?

ich würde sagen, sie war eher klein, weil der stand vom P.E.N. ja auch eher klein war. das war alles direkt bei dem stand, wo man die bücher vom buchpreis alle ausstellte.

und du hast dich nicht in die traube gestellt?

nein, denn bei der buchmesse ist es immer voll und immer laut. man versteht selten etwas, wenn man nicht direkt daneben ist. (selbst bei mikrofonsachen ist es nicht immer leicht: das verstehen.)

dann hast du dich also wieder von der traube entfernt?

ja, das habe ich gemacht. ich konnte weder teilhaben, was ich ursprünglich ja vorhatte, noch konnte ich in erfahrung bringen, worum es wohl gerade ging.

und dann?

dann habe ich an die freiheit gedacht. und heute schreibe ich von der freiheit. und eigentlich geht es darum doch bei der schriftstellerei: um die ausübung der freiheit und um die erlaubnis zur freiheit. auch um die erkämpfung der freiheit.

konnte die dame denn frei reden?

das weiß ich nicht, aber ich hatte den eindruck, dass sie reden konnte. aber es gab ja diese traube. und die vielen kameras, die samt ihrer stative dann wie einzäunungen des geschehens werden. man erlebt also, wie öffentlichkeit zugleich aktiv dinge „einsperrt“ oder „absperrt“. kurios, diese kameras.

und mehr war nicht?

wie soll ich das wissen? vielleicht war es das, also diese veranstaltung:

Literatur und Macht: 1989. Folgen für die chinesische u. deutsche Literatur

„Chinesische Stunde“ mit Ma Jian, Yang Lian, Tilman Spengler und Herbert Wiesner
Moderation und Übersetzung: Tienchi Martin-Liao
Aus Solidarität mit in China verfolgten Kolleginnen und Kollegen will der deutsche P.E.N. den Unterdrückten ein Podium bieten. Mitglieder des Unabhängigen Chinesischen P.E.N. berichten vom System der Zensur und Unterdrückung in China.

Themengebiet:
Ehrengast 2009: China
Veranstaltungsart:
Diskussion
Datum:
14.10.2009
11:00 – 12:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Messegelände, 3.1 L672

oder der rest dieser veranstaltung. oder der diskurs danach. die freiheit muss ja überall und zu jeder zeit und andauernd beobachtet werden. wie soll ich das allein nur schaffen?

du hast doch mich: den guten alten zweitklausens! china-kenner paar echse lenz.

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