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klau|s|ens hört genervt den immer gleichen satz: „das tut mir leid!“ – www.klausens.com

klau|s|ens, es ist immer dieser satz?

immer, oder fast immer. zu 99 % immer.

das tut mir leid?

ja, sie sagen: „das tut mir leid!“

wann?

da ist einer im film, der keine mama mehr hat.

was sagt die neue geliebte, als sie erfährt, dass die mutter des mannes schon tot ist?

das tut mir leid!

da ist eine frau, die als 6-jährige den papa verlor.

was sagt der (baldige) freund im film?

das tut mir leid!

eine 10-jährige hat im alter von 9 ihr erstes pferd verloren, an einer seuche.

was sagt der jugendliche liebhaber des mädchens?

das tut mir leid!

sie sagen nichts anderes?

nein. immer den gleichen satz.

sie sagen nicht: „oh, das muss aber schlimm gewesen sein!“

nein, sie sagen (fast) immer: „das tut mir leid!“

das ist ja ein jammer! welche ausdünnung der vielfalt! welche eintönigkeit des fernsehens! welche armut an drehbüchern! welche posse um die, die drehbücher schreiben! welche grausame wahrheit um die, die diese drehbücher dann in die realität umsetzen.

es ist eine arme welt, die immer nur diesen einen satz kennt.

das tut mir leid!

was denn nun?

mit tut es leid, dass es dir leidtut, dass es allen immer nur leidtut.

danke, aber die richtige und einzige (fast schon denkt man: gesetzlich noch erlaubte) wortstellung heißt: „das tut mir leid!“

und wenn ein enkel seine großmutter verlor?

gibt es das denn? dass jemand seiner (neuen) freundin erzählt, dass er in jungen jahren schon, als 3-jähriger, seine großmutter verlor?

das tut mir leid – ich weiß es gar nicht.

na, also, du musst bei den filmen wohl doch noch etwas genauer hingucken und hinhören. leute wie du haben kein recht, über die das-tut-mir-leid-satzauswahl in film und fernsehen etwas zu schreiben.

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klau|s|ens bedauert die peer-steinbrück-SPD-kandidaten-frühbekanntgabe wegen des phrasendreschungsbelästigungseffektes – www.klausens.com

klau|s|ens, je früher es rauskommt, desto früher geht der ärger los.

jeden tag ist es nun so: radio dort, fernsehen hier, medien dort. es ist diese beschallung.

alle plärren nun: wir wollen den wechsel. wir wollen den politischen wechsel. es geht um eine neue politik. es geht um die weichenstellung für die zukunft.

sie überbieten sich: die floskel der abgrenzung, die floskel des wahren kerns. 

man verschone uns!

aber man verschont uns nicht.

wir werden nun diese ewig gleichen phrasen hören, in allen variationen, aber doch gleich.

die sprachcomputer derer von politik generieren dieses und jenes.

aber es ist doch gleich.

sinnlose interviews und sinnlose gespräche.

dann journalisten, die etwas herauskitzeln wollen, z. b. ob peer steinbrück im falle des falles nicht eventuell doch als minister unter merkel mitarbeiten würde. lächerlich: aber jeder wird so befragt, selbst der SPD-ortsvereinsvorsitzende von oberingen und unteringen.

es ist alles so uninteressant.

und doch machen alle mit und mit und mit.

und schon wieder steigt die politikverdrossenheit.

das aber merken die gar nicht, die in diesen tagen interviewt werden und den sprachcomputer anschalten.

niemand merkt nichts.

weder die politiker noch die „rauskitzelnden“ journalisten.

es sind eigentlich spiele.

man könnte diese spiele mit den millionen quizsendungen im fernsehen gleichsetzen.

herr plasberg (ARD) moderiert „interviews“ und quizsendungen. da ist die fusion der leere erreicht.

die politiker und politikerinnen werden dann wieder aufzählen: die unterschiede in der
– europapolitik
– sozialpolitik
– finanzpolitik
– familienpolitik
usw. , eine langweilige auflistung nach der nächsten. wie grausam!

in jedem interview zählen sie alles das auf und auf und auf. was soll das? wen wollen sie so überzeugen?

sie können nicht anders, sie wissen es nicht anders: es sind immer wieder listen der ewig gleichen begriffe.

es sind sprachcomputer.

und nun sind sie wieder angesprungen. das dauert bis zur wahl.

je später herr steinbrück sich erklärt hätte, oder die SPD ihn, um so später wäre auch dieses hülsenspiel losgegangen, welches uns ununterbrochen unsere zeit und unsere sinne raubt.

du meinst
– hörsinne
– riechsinne
– schmecksinne
– fühlsinne
etc.

jetzt fängst du auch mit den aufzählungen an.

ich will eben noch in die politik. – ob ich hier im blog sprachhülsen abfeiere oder in der realität … das macht doch am ende nichts. die politiker werden dafür auch noch gut bezahlt.

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Der FDP verleiht KLAUSENS den Status der Groß-Worthülsenpartei

klau|s|ens, wer möge alles das noch ertragen?

du meinst die tragik der FDP?

wieso „tragik“? sie erfüllt doch nur den auftrag der spaßpartei. sie soll etwas soap-freude in den politischen alltag bringen.

dann erfüllt sie ihren auftrag?

die FDP erfüllt genau so ihren auftrag. gewiss. sie soll uns bespaßen. sie soll politik, comedy und fernsehserien zusammenführen.

aber was gefällt dir dann nicht?

mir gefällt nicht, dass sie das schauspiel übertreiben.

beispiel?

gestern, diese dürren worte von herrn rösler zum rücktritt von herrn lindner.

was war denn mit diesen worten?

sie sagten nichts aus.

das ist doch in der politik oft so. davon lebte schon herr loriot. (er brauchte immer schon die FDP, der loriot. schade, dass er tot ist.)

hier aber war es doch sehr frech, sehr inhaltslos. hier lies, ich habe es extra abgetippt, vom VIDEO der FDP, welches die in YOUTUBE stellt, in ihren CHANNEL:

„Jetzt werden wir als Präsidium, als FDP insgesamt, nach vorne schauen. Und deswegen werde ich zügig eine Personalentscheidung treffen … über die Nachfolge des Generalsekretärs. Und es fügt sich, dass wir übermorgen eine Gremiensitzung haben werden, und dort können wir dann auch diese Entscheidung gemeinsam beraten. Am Freitag wird die Entscheidung zum Mitgliederentscheid bekanntgegeben werden. Damit gibt es dann eine inhaltliche klare Positionierung der FDP. Und das gibt uns die Chance, danach mit der notwendigen Geschlossenheit, mit dem notwendigen Zusammenhalt eben gemeinsam als FDP nach vorne zu schauen, und ich bin fest davon überzeugt, dass es gelingen wird, mit all unseren 65.000 Mitgliedern mit dem notwendigen Mut und der Zuversicht in das Jahr 2012 hineinzugehen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.“ (ZITAT: Philipp Rösler, 14.12.2011)

das ist wirklich nicht viel.

es ist sehr viel. hülsenviel! großhülsenviel! der mann hat einfach das hülsige verinnerlicht.

dann ist rösler deshalb gewählt worden?

ja, so ist es. er sollte die ära der westerwellehülsen noch weiter vorantreiben.

ist es ihm gelungen?

offenbar ja.

dafür gebührt ihm unser dank.

dafür gebührt ihm der status des hülsigsten führers der groß-worthülsenpartei FDP.

ach ja: wie fandest du eigentlich jenen dirk niebel bei anne will?

haben wir über die FDP nicht schon alles gesagt? (herr niebel wäre eine eigene studie wert. dieser typus mensch ist eine spezielle klasse.)

ein gedicht?

WENN DER DER FDP
VERBUNDENE
REINIGUNGSUNTERNEHMER

HANDELT

Angesichts des Umfragetiefs
Triumphierten die Wasserträger
Der Partei bis dann der Parteifreund
In seiner hohlen Hilflosigkeit statt der
Leeren Aufnahmeanträge nur noch
Echte Aufnehmer auszugeben wusste

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen am 15.12.2011, Donnerstag, Königswinter-Oberdollendorf, gegen 9:10 Uhr MEWZ.

und das kunstwerk? mit dem D der FDP, weches so seltsam abgerutscht scheint?

das haben wir heute als besondere würdigung auch noch erstellt. LANG LEBE DIE FDP!

Der Spaß möge niemals zu kurz kommen.

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