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Anselm Kiefer und der Friedenspreis des Buchhandels und KLAUSENS-

klau|s|ens, du hast dir gerade den friedenspreis angehört?

seit wann kann man einen preis anhören?

seitdem wir literaten sind – hast du keine phantasie für nichts?

doch. du sprichst von anselm kiefer. soeben. frankfurt. paulskirche. ARD.

anselm kiefer, der bekam den preis.

willst du etwas sagen?

ich denke, kiefer ist kein begnadeter redner.

das stimmt. werner spies hat ihn und alles eingeordnet, er selber – kiefer – wirkte etwas hilflos.

er gilt als mann des entzugs.

er entzieht sich der öffentlichkeit, gewiss. und er sprach davon, er habe als kind keinen fernseher und nichts gehabt.

er hatte nur die zeit? nur die idee von zeit?

offenbar auch das radio – und dann texte, von der bachmann, von celan, von hölderlin – solche texte eben.

man weiß etwas über den charakter der menschen, wenn man weiß, an welche autoren sie sich klammern.

aber was sagt das?

alles sagt nichts. wenn du es so willst, darf man über nichts mehr sprechen.

was denkt du zum friedenspreis?

„Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat den deutschen Künstler Anselm Kiefer zum diesjährigen Träger des Friedenspreises gewählt“ -.ich schrieb ein LIVE-gedicht, allerdings LIVE zur LIVE-übertragung des fernsehens:

BILDUNGSGEDANKE

Ich denke in Bildern
Dabei helfen mir Gedichte
Die ich mir selber auf den
Leib schreibe zum Abbild
Meiner Ausgezogenheitskrise

19.10.2002, Sonntag, LIVE geschrieben, Königswinter-Oberdollendorf,am Fernseher, LIVE-Sendung aus Frankfurt, ERSTES PROGRAMM, ARD, Paulskirche, Frankfurt, Verleihung des Friedesnpreises des Deutschen Buchhandels 2008, an Anselm Kiefer, Rede von Dr. Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, danach Rede der Oberbürgermeisterin von Frankfurt, Petra Roth, Preisrede dann anschließend von Werner Spies, dann Preisüberreichung Honnefelder an Kiefer, nun die Rede von Anselm Kiefer selbst.

Dieses Gedicht ist ein Zitatgedicht. Zu den Zitatgedichten siehe:
http://www.klausens.com/zitatgedichte.ht…

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Der Stiftungsrat Friedenspreis

Dem Stiftungsrat Friedenspreis gehören an:

* Prof. Dr. Wolfgang Frühwald (Augsburg)
* Prof. Dr. Klaus-Dieter Lehmann (Goethe Institut, München)
* Prof. Dr. Jutta Limbach (Berlin)
* Heinrich Riethmüller (Osiandersche Buchhandlung, Tübingen)
* Prof. Dr. Dr. h.c. mult Werner Spies (Paris)
* Dr. Uwe Timm (München)
* Dr. h.c. Karl-Peter Winters (Verlag Dr. Otto Schmidt, Köln)
* Prof. Dr. Christina Weiss (Berlin)
* Dr. Gottfried Honnefelder (Berlin University Press, Köln) als Vorsteher des Börsenvereins Vorsitzender des Stiftungsrates.

© Klau|s|ensĦķΩ7 Klau’s’ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens

ich finde es immer interessant, wer diese preise vergibt.

genau: diese kommissionen. in der obigen sitzen beispielsweise der jetzige präsident des goethe-instiuts, lehmann, und die vorgängerin, limbach.

auffällig!

und werner spies, der die rede hielt, sitzt selber mit im besagten stiftungsrat.

die welt ist eng und düster.

… was ja wieder zur kunst von kiefer passt.

und unsere?

was meinst du mit „unsere“?

na, die kunst, z.b.:
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Reich-Ranicki und der Eklatismus und KLAUSENS

ach, klau|s|ens, welch‘ seltsamer eklat!

ich finde ihn gut.

reich-ranicki lehnt den fernsehpreis ab, und zwar während der verleihung.

genau: er, der sich selber so oft und so gern in dieser fernsehprofanität ergoss, lehnt dies alles nun plötzlich ab.

kann man es glauben?

eigentlich nicht und eigentlich doch.

wieso denn?

einerseits ist der herr reich-ranicki verdammt eitel, und ich sah ihn schon da und dort freudig in talkshows.

und andererseits?

… hat er ja recht. es ist grauenvoll, eine solche veranstaltung miterleben zu müssen. schon wie man sah, wie der ehrgeizige aust und dieser teigige mann vom focus von rechts nach links wechselten, dazu vermeintliche späße zu „rechts“ und „links“ ablasen – es war grauslich und hatte nicht mal kindergartenniveau.

nichts ist gut?

gottschalk war vielleicht noch das beste an allem, weil er wirklich moderatoren-qualitäten an diesem tag unter beweis stellen konnte.

es war doch alles aufgezeichnet.

das macht es insgesamt noch schlimmer. – ich las: einer der geehrten musste seinen text nochmals sprechen, geändert, weil er spontan auf reich-ranickis preisablehnung eingegangen war, die aber nachher jedoch erst danach ausgestrahlt werden sollte.

sie haben also auch die zeitläufte verändert! in der ausstrahlung am sonntag?

das haben sie auch, aber das konnte reich-ranicki nicht wissen.

aber er konnte doch wissen, dass am donnerstag die buchmesse beginnt.

du meinst, es war die letzte große tat eines altersschwachen mannes, um sich nochmals im rampenlicht zu setzen bzw. zu stellen?

würdest du das ausschließen?

nein, aber ich denke er war wirklich verärgert, weil er sich diesen schwachsinn so nicht vorstellte.

wie kommt das?

ich denke, er guckt kaum fernsehen. und wenn, dann arte. oder 3sat. er weiß nichts von der realen welt des irreal-realen fernsehens. er kennt den irdischen schwachsinn nicht, weil er nur die fiktion der bücher noch wahrnimmt. dabei ist fernsehen eine viel effektivere fiktion.

und er weiß vielleicht nicht, wie die deutschen alles getreu den amerikanern abkopieren: die inszenierung, den aufbau, den glamourfaktor und die große langeweile solcher veranstaltungen! das hat ja so zugenommen: ein preis nach dem anderen, immer dasselbe schema: drei in der endausscheidung, ein gewinner, und diese ewigen laudatoren und laudatorinnen. warum zeigt man nicht alle leute einfach so, weil es ja doch nur ums sehen geht? man will leute sehen. die prominenten wollen sich gegenseitig sehen. so ist es doch gedacht.

du vergisst die einstudierten texte, das viele künstliche, dann die ewigen komiker, die dann alles – nur scheinbar – durchbrechen. es ist insgesamt widerlich. das fernsehen zeigt, wie uncharmant es wohl ureigentlich ist. und wie „billig“!

warum hast du es dann geschaut?

wegen dem eklat um reich-ranicki.

ach so, dann könnte es ja sein, dass reich-ranicki den ganzen eklat inszenierte, nur damit klau|s|ens und zweitklausens sich die aufzeichnung angucken.

auszuschließen ist in diesen tagen nichts . – aber was machen wir nun mit dem fall kevin kuranyi? der lief am ende auch noch ausschließlich wegen oder für uns aus der fußballnationalmannschaft!

der eklatismus dieser tage (und dessen sinn!) steht zur debatte – keine frage.

du bereitest dich wohl schon auf deine eigene laudatio vor.

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