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Den Verbleib des ZDF-Chefredakteurs Nikolaus Brender fordert KLAUSENS

klau|s|ens, roland koch ist wieder da.

ja, er ist immer da, wenn es um dinge geht, wo man andauernd den kopf schütteln möchte.

was will er?

was wollen die, musst du fragen.

wer ist „die“?

das sind die politischen kreise, die sich als seilschaft verstehen – und sie wollen das ZDF „haben“.

also ganz klassisch.

ja, der staat will das fernsehen kontrollieren. aber in deutschland gilt für das ZDF der „öffentlich-rechtliche rundfunk“. de facto wird beim ZDF aber immer wieder der staatsrundfunk eingeübt.

wegen diesem chefredakteur?

nikolaus brender. sie wollen einen mann nur wegen dessen politischer haltung oder nicht-haltung absägen – egal, wie gut er ist. so funktioniert roland koch. brender ist kein CDU-follower, sondern ein unabhängiger, wacher geist.

was war denn mit koch seinen spendengeschichten?

„koch seinen“? was für ein deutsch? – das sind alles geschichten, die leider ruhen. aber man hofft ja immer auf die gerechtigkeit.

was wäre dann heute die gerechtigkeit.

das koch in seinem ansinnen verliert, den vertrag mit nikolaus brender NICHT zu verlängern.

das hoffst du?

man hofft immer alles. das leben ist bisweilen böse und gemein.

was willst du uns zitieren?

ich denke zu diesem thema spricht „reporter ohne grenzen“ sachkundiger als wir.

also dann:

Ablösung von Brender würde Staatsferne des Rundfunks verletzen

Reporter ohne Grenzen (ROG) protestiert gegen die Absicht einer
CDU-geführten Mehrheit im Verwaltungsrat des ZDF, den Vertrag des
Chefredakteurs Nikolaus Brender nicht gemäß dem Antrag des Intendanten des
Senders zu verlängern. ROG hält eine solche, offensichtlich parteipolitisch
motivierte, Entscheidung für eine eklatante Verletzung des Prinzips der
Staatsferne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wie es das
Bundesverfassungsgericht formuliert hat. Dieser Verstoß könnte das Ansehen
Deutschlands im Ausland beeinträchtigen. Inzwischen hat der Fall Brender
schon in anderen europäischen Ländern für Kritik gesorgt.

„Das System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks muss seine internationale
Vorbildfunktion gegenüber Ländern aufrecht erhalten, in denen Regierungen
die Sender als Machtinstrument missbrauchen“, sagt ROG-Vorstandssprecher
Michael Rediske. Das Prinzip der Staatsferne sei ohnehin von den Vertretern
der Politik in den Aufsichtsgremien bereits aufgeweicht worden. Die Ablösung
von Brender gegen den Willen des Intendanten wäre eine eklatante Missachtung
dieses grundlegenden Prinzips der Medienfreiheit. Mit der
Instrumentalisierung des ZDF durch politische Mehrheiten würde nicht nur der
Intendant desavouiert, auch die nur ihrer unabhängigen Arbeit verpflichteten
Journalisten des Senders würden ins parteipolitische Zwielicht gerückt.

Angesichts der Tatsache, dass innerhalb der Europäischen Union
Regierungschefs wie Sarkozy den Staatseinfluss auf die Medien ausdehnen
oder, wie Berlusconi, ihn bereits vervollkommnet haben, kommt
regierungsunabhängigen öffentlichen Sendern wie in Großbritannien und
Deutschland besondere Bedeutung zu. Der Fall Brender wird auch entscheiden,
ob das in der Verfassung und Rechtsprechung abgesicherte deutsche System der
Rundfunkfreiheit seinen Anspruch, journalistische Unabhängigkeit zu
garantieren, heute noch einlöst.

Pressekontakt:
Anja Viohl
Tel.: 030 202 15 10 – 16
presse (ÄTT) reporter-ohne-grenzen.de

Bitte beachten Sie unsere neue Anschrift, Telefon- und Faxnummer:

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Am Iran-Aktionstag von Amnesty International et al. beteiligt sich KLAUSENS

hallo, klau|s|ens, du bist für die freiheit?

ja!

auch für die der andersdenkenden?

ja.

und wenn diese einen anderen staat wollen, eine diktatur?

dann wird es kritisch.

und dann?

dann wird bisweilen die freiheit eingeschränkt.

also bist du für die eingeschränkte freiheit?

ja, offenbar. – offenbar bin ich das bisweilen. verdammt! ja!

und für wen?

diese frage wäre dann auch noch zu beantworten. also: mit der freiheit ist es gar nicht so einfach.

unser bild schreibt ja auch „Frei“ und „Heit“ als 2 worte.

aber das gilt für den iran. nicht für alles und jeden. oder gilt es auch für klau|s|ens und zweitklausens?

es ist eine zustandsbeschreibung? dieses FREI und HEIT?

in gewisser weise kann man das so sagen.

und was willst du nun?

ich möchte, dass alle menschen glücklich werden … und dass dazu die freiheit so wenig wie irgendwie möglich eingeschränkt wird. überall auf der welt.

auch die der andersdenkenden?

ja, auch die: möglichst wenig eingeschränkt. – rassenhass betreiben und verbreiten und solche dinge … da geht es dann zu weit. oder gottesalleinherrschaften gewaltsam durchboxen wollen.

und dann?

dann sind wir mitten in den politischen strudeln, die sich um diese dinge drehen.

und im iran?

im iran ist die FREI HEIT ein zweischneidiges schwert, weil sie deutlich zu stark eingeschränkt wird. aberdeutlich! da passt das wort „freiheit“ eigentlich gar nicht mehr.

und deshalb nehmen wir heute am aktionstag teil?

ja, wir kämpfen ein bisschen mit, für die freiheit. aber vielleicht wäre schon unser bild ein übertreten dieser: „beschmutzung der iranischen flagge“ … oder so etwas. – wer weiß das schon? im iran scheint ja nunmehr alles möglich. der rechtsrahmen wird allmählich durch die totale willkür ersetzt.

also todesstrafe? für alle künstler?

bist du jetzt auch bei den religionswächtern? oder wie?

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Mit Kunstfotos erinnert KLAUSENS an die Lage im Iran und den Aktionstag am 25.7.2009

also, klau|s|ens, was haben diese fotos von dir mit dem iran zu tun?

es sind fotos aus deutschland, aus königswinter, aus oberdollendorf, die ich selber machte. zwei fotos nun zusammengesetzt.

es sind kunstfotos.

eben, eben.

was haben sie mit dem iran zu tun?

manche sachen erinnern an etwas – und diese zinnenähnlichen klinkerabstufungen des hauses und die bäume und der blaue himmel … und das dennoch auch irgendwie eingeschlossene des doppelfotos erinnerte mich an den iran.

sie haben am freitag zu hunderttausenden demonstriert.

die lage ist ernst.

mehr nicht?

wie wollen wir das alles von hier beurteilen? ich weiß nur, dass diverse organisationen am 25.7.2009 weltweit zu einem aktionstag aufrufen. in berlin auch mit kundgebung.

25. JULI 2009: GLOBALER AKTIONSTAG FÜR IRAN AMNESTY INTERNATIONAL, REPORTER OHNE GRENZEN UND P.E.N. FORDERN MENSCHENRECHTE UND MEDIENFREIHEIT

DATUM: SAMSTAG, 25. JULI 2009
ZEIT: 13:00-15.00 UHR

ORT: POTSDAMER PLATZ / ECKE STRESEMANNSTRASSE

Am 25. Juli 2009 werden sich Menschen weltweit versammeln, um ihre Solidarität mit den Iranerinnen und Iranern auszudrücken, die in den vergangenen Wochen friedlich für ihre Rechte demonstriert haben und Opfer staatlicher Unterdrückung wurden. Gegen die Protestierenden gingen die Bereitschaftspolizei und paramilitärische Basidsch-Milizen oft mit brutaler Härte vor. Viele wurden dabei getötet, mehrere hundert verletzt. Schätzungen zufolge wurden bisher mehr als 2.000 Menschen festgenommen, 41 Journalistinnen und Journalisten sind inhaftiert. Anlass für die Proteste war die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmoud Ahmadinedschad am 12. Juni 2009. Menschenrechtsorganisationen und engagierte Menschenrechtsverteidiger, darunter Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi, die International Campaign for Human Rights in Iran, Human Rights Watch, Reporters without Borders, Amnesty International, International Federation of Human Rights und viele andere rufen deshalb zu dem globalen Aktionstag auf.

In Berlin rufen die deutschen Sektionen von Amnesty International, Reporter ohne Grenzen und der Schriftstellervereinigung P.E.N. zur Teilnahme an der zentralen Kundgebung auf. Der Aktionstag verfolgt keine parteipolitische Agenda, sondern fordert den Schutz der international anerkannten Rechte der iranischen Bürgerinnen und Bürger. Alle Teilnehmenden werden gebeten, die Kundgebung nicht für parteipolitische Zwecke zu nutzen und auf entsprechende Plakate, Fahnen, Symbole und Parolen zu verzichten. Als Zeichen des Mitgefühls sollten alle in schwarzer Kleidung erscheinen.

DIE ORGANISATIONEN FORDERN:

1. die Einhaltung der Menschenrechte im Iran. Die Vereinten Nationen sollen umgehend eine Untersuchung der schweren und systematischen Menschenrechtsverletzungen einleiten, darunter ungesetzliche Tötungen, Folter und Misshandlungen, sowie den Verbleib der „Verschwundenen“ aufklären.

2. die bedingungslose Freilassung aller gewaltlosen politischen Gefangenen, darunter Politiker, Journalisten, Blogger, Studenten und zivilgesellschaftliche Aktivisten.

3. die Versammlungsfreiheit, Vereinigungsfreiheit sowie Meinungs- und Pressefreiheit im Iran zu gewährleisten – so wie es die iranische Verfassung und Irans Verpflichtungen durch die Unterzeichnung internationaler Abkommen verlangen.

4. ein Ende der staatlich unterstützten Gewalt. Die Verantwortlichen für Verbrechen müssen zur Rechenschaft gezogen, die Todesstrafe darf jedoch unter keinen Umständen verhängt werden.

und die uiguren?

die werden wir auch nicht vergessen – die liste der entrechteten völker und nationalitäten und menschen ist leider endlos lang. (nach afrika wollen wir jetzt gar nicht erst schauen.)

wenn du so weiter machst, wirst du zum „volkskämpfer“.

ich weiß, ich weiß. dabei ist meine hilfe die kunst. mit meiner kunst erschließe ich die welt und trage 0,000000000000001 % zur freiheit bei.

das ist ja was! immerhin!

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