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klau|s|ens hört beständig „wir fragen nach“ – www.klausens.com

klau|s|ens, alle „fragen nach“.

du meinst im fernsehen … die reporter und reporterinnen.

es ist unendlich.

die machen da einen beitrag, dort eine recherche: dann kommt immer ein funktionsträger oder ein böses unternehmen. ein sprecher oder eine sprecherin. auch von einer behörde.

und schon heißt es seitens des journalismus im fernsehen, also so auch in den beitrag gesprochen: „wir fragen nach“. meist kurz bevor man dann an das gesicht im bild auch gerät.

dann rennen die mit dem mikrophon irgendwo hin …

… oder sind schon da.

schon kommen diese unbequemen fragen.

oder es kommt nur das firmenschild, die tür bleibt verschlossen: nachfrage unerwünscht.

noch nie wurde so viel „nachgefragt“ wie heute.

es gibt auch immer mehr sendungen.

früher überließ man das „report“ und „monitor“.

heute kann auch die „servicezeit“ nachfragen oder RTL WEST oder „stern.tv“ oder „kaffee um fünf“ (gibt’s die?) oder ein mittagsmagazin. und mehr und mehr und mehr.

auch sendungen am nachmittag und am vormittag „fragen nach“.

man fühlt sich dann sicher und geborgen. als mensch. als bürger.

tausende von journalistinnen und journalisten „fragen nach“, und das ununterbrochen.

dann muss diese welt ja endlich stimmen!

wo so viel gefragt wird, muss alles mal im lot sein, denke ich auch.

dann wäre deutschland eigentlich jetzt schon ein paradies.

wir fragen nach!

aber wen denn, klau|s|ens, also: bei wem denn?

bei gott vielleicht: wieso eigentlich nicht! für den deutschen journalismus scheint in diesen fraglichen tagen nichts unmöglich.

klausens-schild-wir-fragen-nach-9-11-2014

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klau|s|ens erbittet den rückzug des kommentators tom bartels von der ARD – www.klausens.com

klau|s|ens, wer ist tom bartels?

der, der bei der ARD auch ganz wichtige spiele kommentieren darf. also der, der zum spiel quatscht – nicht wie herr beckmann und herr scholl nach oder vor dem spiel. oder in der pause des spiels. nein. ZUM spiel!

du meinst gestern? jenes unglaubliche 4:4 nach jenem 4:0? jenen untergang der deutschen mannschaft? das fiasko von menschen, die dann lahm sagen: „wir haben uns nach dem 4:0 gegen die schweden wohl zu sicher gefühlt“, oder so?

das spiel ist ein extra thema. und dass spitzenprofis doch wissen müssen, dass man nach einem 4:0 dennoch noch spielen muss, das auch. (was soll dieses bla bla denn?! „wir dachten wohl, wir würden sicher gewinnen. da hat jeder einen tick weniger getan.“ – wer denkt denn so etwas? wenn man jahrelang fußball an höchster stelle spielt?)

dir geht es doch um bartels, den fernsehmann, nicht um die spieler!

ich schalte fast immer den ton ab oder runter, wenn er das spiel kommentiert.

wieso?

er redet alles zu. das spiel läuft und er kommentiert so, als sei das spiel schon vorbei und man müsse es jetzt schon auswerten.

das stört dich?

ungemein. herr bartels ist einer, der mich ungemein stört. er macht alle spiele für mich kaputt. denn er redet ununterbrochen, millionen worte und analysen, quatscht jegliche mögliche spannung und empathie weg … und plötzlich bekommt er so ausbrüche, dass er seine stimme drückt und presst, als habe er 10.000 kartoffeln verschluckt. dann hat man angst um die gesundheit des mannes und guckt schon gar nicht mehr hin.

du schaltest den ton doch ab!

ja, aber manchmal dann auch wieder zu. die eine oder andere info braucht man ja: wer wird gewechselt?, oder so was. und wenn ich in der gastronomie oder inmitten von anderen guckgruppen gucke, dann läuft der ton ja sowieso. da habe ich keinen einfluss.

tom bartels stört dich also?

ja, er verleidet mir das fußballgucken. er verleidet mir das sportgucken.

was ist für dich schlimm?

man hat keinen einfluss. tom bartels ist dann da und wird noch jahre moderieren. irgendwelche leute entscheiden das. man selber versteht nicht, warum. und man fühlt sich nun über jahre irgendwie „belästigt“. ähnlich ergeht es mir mit oliver kahn im ZDF, der dort dann als „experte“ auftritt. auch da mache ich den ton gerne weg.

du würdest also gerne zweikanalton haben: a) atmo im stadion b) kommentatorstimme.

ja, das hätte ich gerne. aber ich habe es nicht. ich bin opfer von ARD und ZDF.

das ist ja schrecklich.

gewiss. tom bartels ist meiner meinung auch schuld, dass das spiel gestern so gekippt ist, nach 60 oder 62 minuten.

wieso?

er redet alle spannung aus dem spiel hinaus und ergeht sich in überlegungen zu: „was muss diese mannschaft in der zukunft ändern? was müssen die deutschen unbedingt für brasilien 2014 noch abstellen?“ – millionen von sinnlosen informationen, die man am tag danach irgendwo  als kommentar ablassen kann, aber doch nicht LIVE zum spiel.

was passiert?

millionen fernsehzuschauer verlieren die spannung. durch bartels und wegen bartels.

was passiert dann?

über biokinetische strömungen geht das auch auf das publikum im stadion in berlin über.

und dann?

dann spüren es die spieler auf dem platz und stellen jegliches tun ein. das ergebnis von gestern kennst du ja!

dann müsste also auch der DFB ein interesse haben, dass tom bartels solche spiele nicht mehr kommentiert?

ja, das denke ich. (man ist so ausgeliefert! man ist so hilflos! schrecklich ist das!)

jogi löw haben wir uns ja auch nicht ausgesucht. uns trotzdem müssen wir uns sein aktuell so verspanntes und gestresstes gesicht immer wieder anschauen.

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Dokugedicht zu Manni Breuckmann von KLAUSENS

mensch, klau|s|ens, musste das denn sein?

was habe ich denn getan, zweitklausens?

du hattest gestern zwei einträge in deinem blog(g), sonst hast du immer höchstens einen pro tag.

das stimmt. aber ich habe immer wieder gesagt: „dogmen befolge ich grundsätzlich nicht!“

und das bedeutet?

manchmal mache ich auch zwei einträge an einem tag.

wieso gestern?

gestern hatte doch manfred breuckmann = manni breuckmann seine letzte offizielle radioreportage vom fußball, bevor er dann in rente geht, genauer: altersteilzeit.

niemals mehr manni?

offenbar nicht in der sendung „LIGA LIVE“ vom WDR 2 radio, wo es dann immer die berühmte schaltkonfernz gibt, besonders zum ende der spiele hin.

was wird da geschaltet?

da sind alle moderatoren untereinander verbunden und geben dann immer hupp und hopp von einem stadion zum anderen, bis überall der schlusspfiff getan ist.

und was hast du gestern gemacht?

wir, zweitklausens, wir!

was haben wir gemacht?

wir haben LIVE ein dokugedicht http://www.klausens.com/dokugedichte.htm geschrieben, am radio sitzend, von dieser letzten reportage von manni breuckmann.

deine DOKUGEDICHTE! http://www.klausens.com/dokugedichte.htm deine LIVEGEDICHTE! http://www.klausens.com/klausens_live_di…

die sind doch weltberühmt, mittlerweile.

was bezweckst du mit denen?

es sind doch wir, zweitklausens, wir!!!

also gut, was soll das alles?

mein gott, wie kannst du nur fragen? die doku-gedichte sind eine ausprägung unserer kunst, die sich in tausenden formen über die menschheit ergießt.

was war denn das erste doku-gedicht?

das war auch vom fußball, ein spiel des fc spich in der bezirksliga, als guido cantz, der komiker und moderator, noch aktiv mitspielte.

und nun?

nun sind schon ein paar dieser doku-gedichte entstanden.

und was war gestern?

das habe ich doch schon erklärt: die kultfigur manni breuckmann „gab“ ihre letzte reportage, und zwar vom spiel VfL BOCHUM gegen den 1. FC KÖLN.

und weiter?

nichts weiter … er hatte glück, dass zum ende ein tor fiel, und dass köln zum schluss mit 9 gegen 11 spielte, weil zwei vom platz gestellt worden waren. (köln gewann dann in bochum 2:1.)

wieso glück?

… weil er so doch ein spiel hat, wo er immer sagen kann: das letzte spiel, das ich für den WDR kommentierte oder „reportierte“ …

schön, schön, du hast wieder ein neues wort erfunden: „reportieren“!!!

… spiel, das ich reportierte, war wenigstens brisant und wild und hatte noch etwas pfeffer.

so, so, und nun ist er weg vom fenster.

nein, nein, so leute kommen ja überall wieder: sie schreiben hier ein buch, geben dort ein interview, moderieren da etwas soziales, – also: weg sind die nicht.

dann gibt es keinen grund zum weinen?

nein, aber wehmut muss man doch feiern.

und dazu braucht man weltdichter wie dich?

wie uns, zweitklausens, wie uns!

ist das so?

ja, wir bilden den orkus des unsterblichen in aller vergänglichkeit des ewigen nichtseins als dasein aller kosmotischen kontinente.

wenn du wenigstens immer so deutlich reportieren würdest, klau|s|ens – dann wäre mir um die zeit nach manfred breuckmann nicht bang.

aber wir haben doch das „doku-gedicht abschied manfred breuckmann“ für alle welt und alle zeit. http://www.klausens.com/dokugedicht-absc…

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