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Bayreuth und Wagner und Lohengrin LIVE im Fernsehen sah KLAUSENS

klau|s|ens, du in bayreuth?

ja, also: nein.

ich denke da war diese oper namens „lohengrin“.

ich sah sie (nur) LIVE am fernsehen, zweitklausens. LIVE am fernsehen.

ach, ich verstehe, ich verstehe.

es ist der große aufbruch in und um den „grünen hügel“.

dass sie die dinger LIVE ausstrahlen, wo normale menschen keine karten bekommen? oder erst nach jahren?

erstmals wurde eine oper aus bayreuth LIVE ausgestrahlt, auf „arte“. und public viewing gab es in bayreuth zudem auch.

so also öffnet sich der ummunkelte palast.

sie gaben der öffentlichkeit „lohengrin“ in der inszenierung von hans neuenfels, wo menschen wie ratten sind. ach, die menschen.

bist du nicht selber einer?! ein mensch?

doch, doch, aber ist nicht jeder mensch fest davon überzeugt, so ganz anders zu sein … als die bösen und gemeinen und schwachen und hinterlistigen menschen? z.b. diese ortrud bei wagner. diese ortrud! was für eine gemeine und absichtsvolle person!

oh ja, oh ja.

siehste – sag ich doch. wir selber sehen uns besser und anders.

deshalb sehe ich gerne menschen wie ortrud. aber wieso verriet elsa dann den namen? von lohengrin? das geht doch nicht! sie machte ja alles kaputt! lohengrin sagte doch anfangs zu ihr:

„Nie sollst du mich befragen,
noch Wissens Sorge tragen,
woher ich kam der Fahrt,
noch wie mein Nam‘ und Art.“

aber sie hielt es nicht, sie schaffte es nicht. sie brachte es nicht! diese elsa! — ach so: noch ein gedicht? diesmal von uns vielleicht? LIVE?

OHMACHT

Wahn der Ruhe wisse
Wer du seist ein holder
Elsa-Mann hat seine Art
Vor dem der Ratten Schwert
Ich misse Tat im Wutvergrau’n
Des Zeichens starrer Atemlust

© Klau|s|ensĦķΩ7Klau’s’ens=Klausens=Klau(s)ens=Klau|s|ens

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen., u.a. als Klau/s/ens oder KlauWAGNERsWAGNERens oder Klau(s)ens, LIVE geschrieben am 14.8.2011, Sonntag, am Fernseher, LIVE, auf „arte“ sendet man die Oper „Lohengrin“. Gegen 20:56 Uhr bis 20:57 Uhr MESZ. Es singen Lohengrin und Elsa. III. Akt.

Die Oper kam
Live von den Bayreuther Festspielen 2011: Richard Wagner: „Lohengrin“
Darsteller: Annette Dasch (Elsa von Brabant), Christian Tschelebiew (4. Edler), Georg Zeppenfeld (Heinrich der Vogler), Klaus Florian Vogt (Lohengrin), Petra Lang (Ortrud), Rainer Zaun (3. Edler), Samuel Youn (Der Heerrufer des Königs), Stefan Heibach (1. Edler), Jukka Rasilainen (Friedrich von Telramund), Willem Van der Heyden (2. Edler)
Chorleiter: Eberhard Friedrich
Kostüme: Reinhard von der Thannen
Dirigent: Andris Nelsons
Ausstattung: Reinhard von der Thannen
Inszenierung: Hans Neuenfels.

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Zum Deutschen Buchpreis des Börsenvereins 2005 bis 2009 schreibt KLAUSENS

du, klau|s|ens, gönnst du der dame den preis nicht?

der kathrin schmidt? aber ja doch! sie hat existentielle literatur geschrieben, worin sich das radikale der literatur als mittel zum überleben erzeugt.

was willst du dann?

man muss einfach wissen, wie die preise funktionieren. die zweite ebene spielt bei allem eine rolle.

wie funktionieren sie denn?

da sind kommissionen und gruppen und jurys. alles das.

und?

es sind die immer gleichen wechselspieler in immer anderer besetzung. A und B und C und dann wieder C und B und A. und dann neu gemischt zu AB oder AC oder BC.

paare, passanten.

zitierst du botho strauss?

also: wer war es diesmal?

die jury?

ja, die jury.

das waren für das jahr 2009, also unlängst:

Richard Kämmerlings (Literaturredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung), Michael Lemling (Geschäftsführer der Buchhandlung Lehmkuhl, München), Martin Lüdke (freier Literaturkritiker), Lothar Müller (Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung), Iris Radisch (Literaturredakteurin der ZEIT), Daniela Strigl (Literaturkritikerin und -wissenschaftlerin) und Hubert Winkels (Literaturredakteur des Deutschlandfunks)

und? willst du dich beschweren?

ich will jetzt gucken, wie sich der preis entwickelt.

du meinst finanziell?

man kann doch einfach gucken, welcher verlag dran war:

2009 Kathrin Schmidt („Du stirbst nicht“)
——-KIEPENHEUER & WITSCH
2008 Uwe Tellkamp („Der Turm“)
——-SUHRKAMP
2007 Julia Franck („Die Mittagsfrau“)
——-FISCHER
2006 Katharina Hacker („Die Habenichtse“)
——-SUHRKAMP
2005 Arno Geiger („Es geht uns gut“)
——-HANSER

und nun?

man muss das genau beobachten, weil ja da geld verdient wird.

ist es denn nicht unabhängig und neutral?

die bücher kommen doch von den verlagen. da stehen also die verlage immer mit drauf. wie soll das „unabhängig“ sein? man nimmt ein buch in die hand und weiß: FISCHER!

willst du den jeweiligen jurys vorwürfe machen?

nein, aber der mensch ist der mensch. wenn ich sehe, von welchem verlag das buch kommt, und wenn ich weiß, welche verlage mal „dran“ sind, dann spielt das natürlich eine rolle. auch wenn es ganz, ganz, ganz weit unterbewusst ist. und dann spielt noch eine rolle, mit welchen verlagen ich verbandelt bin.

inwiefern?

nun, man schreibt dort für ein blatt und hier für den sender, und kennt diesen verlag oder jenen, hat vielleicht auch da veröffentlicht. es gibt da ein vielfältiges gespinn. man mag diese, kennt jene. dann hilft sich die eine hand, und auch die andere. es ist „DER MENSCH“. so ist er eben.

und weiter?

auffallend ist doch, dass die bisherigen preisträger aus den großen verlagen kamen.

auffällig ist auch, dass suhrkamp schon 2 x vertreten war.

das stimmt. das könnte dann die these stärken, es ginge nur um die qualität. um nichts anderes.

sage ich doch.

aber dennoch gibt es keine mittleren und kleineren verlage. bislang, bisda, bisdort, bisher, bishier.

na und?

man müsste ein jury haben, die buchblocks bekommt, ohne einen verlagsaufdruck, und ohne einen autorenaufdruck.

das ist ein traum.

ich weiß.

wenn man die autoren kennt, und wen man die verlage kennt – dann hat das natürlich immer auswirkungen auf die jury, wie sie da tickt, und wie sie da die preise bestimmt.

aber sie machen es allein nach der qualität.

das sagen sie, und das wollen sie vielleicht auch. man kann den leuten nichts unterstellen. (… obwohl man ja seit dem literarischen quartett und der heidenreich und alledem weiß, das allein schon die nennung und das auftauchen eines buches im fernseher zu dessen nachdrücklichster verkaufssteigerung führt. alles ist klar ersichtlich.)

du hast wieder mal recht. aber dennoch kann sich jeder bewerben, jeder verlag, mit seinem buch.

wirklich?

sicher. sie schreiben: Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können sich bis zum 31. März 2009 mit jeweils zwei deutschsprachigen Romanen aus dem aktuellen oder geplanten Programm um die Auszeichnung bewerben. Voraussetzung für die Bewerbung ist die Mitgliedschaft im Börsenverein des Deutschen Buchhandels, im Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband oder im Hauptverband des Österreichischen Buchhandels. Die Bücher müssen zwischen Oktober 2008 und dem 16. September 2009 (Bekanntgabe der Shortlist) erscheinen. Die Titel, Lese-Exemplare oder Fahnen können bis zum 1. Juli 2009 nachgereicht werden.

und warum haben dann kleinere verlage eine eigene hotlist begründet.

eine „hotlist“?

sicher, als gegenmaßnahme gegen die „shortlist“. http://hotlist2009.de

Hotlist 2009 – Publikumspreis der Independent-Verlage

Leserinnen und Leser stimmen über den beliebtesten Titel der Hotlist 2009 ab

Die erst vor wenigen Wochen ins Leben gerufene Hotlist 2009 versammelt zwanzig Empfehlungen deutschsprachiger Independent-Verlage und versteht sich als Vorläufer für einen neuen Independent-Buchpreis. Schon auf der kommenden Frankfurter Buchmesse wird für den beliebtesten Hotlist-Titel 2009 ein Publikumspreis in Höhe von 5.000,- Euro vergeben, gestiftet von der Mayerschen Buchhandlung.

Book Fair A-GO-GO – Bis zum 16.10.2009 kann unter www.freitag.de/hotlist2009 abgestimmt werden!

Die Preisverleihung findet am Freitag, 16. Oktober 2009, um 22.30 Uhr auf der Party der Jungen Verlage im Kunstverein Frankfurt statt. Moderator ist Denis Scheck.
Der Hotlist-Publikumspreis 2009 ist ein erster Schritt in Richtung eines publikumswirksamen Independent-Buchpreises, der für Herbst 2010 erstmals regulär ausgeschrieben wird.

Partner der Aktion sind Mayersche Buchhandlung als Hauptsponsor, Orell Füssli sowie die tageszeitung und Der Freitag.

das ist ja sehr aufschlussreich.

das kann man sagen. das kann man sagen. das kann man sagen.

dadurch wird es auch nicht besser, das man 3 x „das kann man sagen“ sagt.

und wenn ich in der jury wäre?

in welcher? der vom großen DEUTSCHEN BUCHPREIS oder vom kleinen INDEPENT BUCHPREIS?

wäre es nicht sowieso am besten, schriftsteller schlügen aus prinzip ihre eigenen bücher vor? und sich selbst?

und die literaturkritiker?

die müsste man wegen andauernder befangenheit sowieso ganz aus dem geschäft ziehen! (hinweg! raus! adieu! ihr seid befangen!)

und das kapital?

hat das denn einfluss auf den buchmarkt?

und die ironie?

… sollte stets den vorsitz führen. bei allem.

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