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klau|s|ens über die großartige sankt-martin-teilungsidee und unsere kultur in der flüchtlingsfrage – www.klausens.com

klau|s|ens, jetzt mal fernab vom christentum und von der blöden mission des christentums … der teilungsgedanke wird in sankt martin wunderbar symbolisiert.

ja, gewiss, das gebe ich zu. eine schöne geschichte, eine schöne legende, eine schöne saga, vielleicht auch eine schöne wahrheit.

ich habe dazu gedanken.

ich auch: wenn millionen von deutsche christlich erzogen wurden, dann haben sie vom sankt martin unzählige male gehört.

sowohl katholiken als auch evangelen in deutschland werden als kinder X mal hinter dem sankt martin beim martinszug hergerannt sein, auch viele nichtchristen noch dazu, weil es ja oft schulklassenweise durchgeführt wird.

und diese leute werden die geschichte auch noch zuhause per bilderbuch oder sonstwie erzählt bekommen haben, weil es einfach eine tolle geschichte ist.

man teilt. super!

der sankt martin teilt seinen umhang, aber dabei verliert er ja gar nicht viel, denn er hat ja noch den halben stoff zum sich-selber-wärmen.

und der bettler darf sich nun mit der anderen hälfte anheizen.

diese geschichte werden alle diese millionen deutsche wieder und wieder gehört haben, denn sie haben ja dann selber kinder bekommen.

dann sind sie selber mit den kindern zum martinszug und haben den kindern zusätzlich was vom heiligen martin vorgelesen.

millionen deutsche haben diese geschichte also viele male gehört und somit „verinnerlicht“.

ja, das sollte nun bestandteil der kultur sein, klar.

die geschichte oder die handlungsanweisung?

das wäre die kernfrage: man müsste das jetzt bei all den deutschen mal statistisch überprüfen.

genau: wie viele der millionen menschen, die oftmals von sankt martin hörten, darüber sprachen, sich daran erfreuten, dazu tränen in den augen hatten … helfen denn nun den flüchtlingen?

und wie viele von denen laufen nun mit rassistischen sprüchen rum und wollen nicht teilen?

und das bei all dem schrott, den die leute in der wohnung haben: unzählige sinnlose elektrogeräte zum beispiel!

ja, das würden wir gerne wissen.

es gibt die kultur, die vorgetragenen werte dieser kultur … und dann das reale handeln der kultur.

und oft ist das eine nicht das andere.

TEILT!, rufen wir.

aber TEILEN kann man auch ganz anders verstehen, in unserer kultur.

manche denken, wenn man bei facebook etwas TEILT, man hätte geteilt.

leute im DFB denken, wenn man in korrupter manier geldbeträge TEILT, dann hätte man geteilt.

und die flüchtlinge denken: was kommt ihr immer mit eurer leitkultur und der christlichen kultur, wenn ihr schon das TEILEN im sinne von bischof sankt martin einfach nicht kapieren könnt … und schon ja nicht umsetzen könnt?

und klau|s|ens und zweitklausens denken: warum klopft ihr eure christenkultur nicht endlich in den bottich … oder schüttet diese kultur im bottich aus? warum seid ihr nicht mal ehrlich zu euch und uns und der welt?

die menschen sind eben am liebsten geTEILTer meinung.

… und klein und mies und falsch und verlogen und rührselig und vollkommen verkorkst!

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klau|s|ens sah den einzig „wahren“ sankt martin vom kölner dom hin zur kirche groß sankt martin – www.klausens.com

klau|s|ens, war es schön?

ach: gibt es etwas schöneres, als den sankt martin in köln zu sehen? im dom? und dann vor dem dom noch auf dem pferd?

das gibt es?

ja, ja – und dann reitet dieser noch ein stück am rhein entlag zur kirche groß st. martin.

die heißt ja so wie der sankt martin!

eben: gibt es schöneres?

und das alles unter den augen des bistums?

ich war überrascht, wie locker man sich im dom da gab. ist es der neue katholizismus unter dem neuen erzbischof und unter dem neuen papst? gar nicht verbiestert? sondern locker und fröhlich und den kindern angepasst?

und es war schön voll?

es war ja ein novembertag, der sich als frühlingstag zeigte, von den temperaturen her, der klimawandel-november, regen gab es auch keinen: da ziehen dann schon einige eltern in den dom und hernach kurz durch die straßen der kölner altstadt.

wann war das?

am 10.11.2015.

ist sankt martin nicht einen tag später? am 11.11.?

doch, aber in köln fluten ja dann die karnevalisten die stadt. und schon am 10.11. sieht man die männerhorden in köln einziehen, die sich schon am vorabend besaufen oder später noch besaufen werden … zuvor aber hotels beziehen, mit ihren minikoffern zum hinterherziehen und den gleichen t-shirts.

und dann will man die kinder am 10.11. noch relativ sicher durch die straßen bringen. ich verstehe. (die bläck fööss haben ja erstmals am 11.11.2015 nicht auf dem heumarkt gespielt, wegen all dem trubel und dem alkohol.)

das pferd und der sankt martin sollen ja auch relativ sicher durch die straßen. deshalb immer der 10.11., nicht der 11.11.2015 für den heiligen mann in köln.

und dann gibt es ein feuer?

also: es ist ein gedachtes feuer: man stellt dann einige fackeln vor groß sankt martin in ein baumartiges gerüst.

und dann sind alle glücklich?

weckmänner gibt es für die kinder ja auch, am ende. klar: echtes glück!

aber sie müssen auch noch in die zweite kirche hinein?

das ja: sie müssen a) in den dom und b) dann herumziehen und c) dann b) noch in die kirche groß sankt martin.

diese heilige hat ja was.

die mantelteilungsszene im kölner dom zu erleben! das hat erst was! toll!

und sprachen sie auch von den martinsgänsen?

ja, ja, weil sich doch sankt martin versteckte, als man ihm zum bischof von tours machen wollte. die gänse haben doch dann geschnattert.

die gänse aber müssen noch heute deshalb sterben.

ich weiß.

was hat das mit christentum zu tun? diese abschlachtung von tieren?

man feiert den heiligen, indem man die gänse tötet: ich weiß, aber die bibel ist voller tiertötungen. das tier als opfer ist ja über alle religionen hinweg ein sehr bekanntes phänomen.

und?

ich meine: die welt ist voller sünden. man kann ja nicht dauernd daran denken. man will sich ja auch mal einfach so erfreuen.

meinst du? aha! – und von der idee der „strukturellen sünde“ hast du noch nie gehört? befreiungstheologie? und so?

doch, doch; aber ich bin doch kein christ … und ich wusste auch nicht recht, wen ich da im kölner dom hätte befreien können.

die gänse vielleicht?

waren doch keine da.

und den sankt martin?

der war doch so stolz, denn es ist fast so etwas wie zum kölner dreigestirn zu gehören oder generell „prinz zu sein“.

was?

… einmal der sankt martin im und für den kölner dom und den anschließenden zug hin zu groß sankt martin zu sein.

das wusste ich nicht.

du isst ja auch kein gänsefleisch, deshalb vielleicht.

klausens-sankt-martin-vor-dem-koelner-dom-roncalliplatz-suedportal-10-11-2015

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