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klau|s|ens und ein bild des aufbruchs in andere welten – www.klausens.com

klau|s|ens, wie war es denn nun?

ich machte mich daran, die rhein-schiff-videos wieder aufzuspielen – nach jahren. so begann ich also am 9.8. und 10.8.2015 damit. irgendwie kam ich darauf, ein innerer geist gab mir das ein.

weil SEVENLOAD geschlossen worden war. (sollte zum 28.2.2013 geschlossen werden, wurde dann noch verlängert bis 5.3.2013.) deshalb waren die videos aus dem netz weg.

eben: nun also YOUTUBE, dieser gigant.

und dann?

dann musste ich auch noch ein bild erstellen, für den neuen „kanal“ = channel. und auch für den betreiber „Heinz Habicht“ ein markierungsbild.

du erstelltest dann das schiff auf dem wasser, einfach, klar, gut erkennbar, mit leuchtenden farben.

ja, so war es. aber YOUTUBE schnitt dann was raus, was ich nicht gut steuern konnte, aus dem bild.

und das hast du dann in netz reingetan … wie man es so tut.

dann (danach) kam der anruf vom tod (über den tod) eines menschen.

ja, das bild ist vor der nachricht entstanden … aber bereits nach dem tod (ohne dass ich davon wusste.)

was bedeutet das bild nun?

wie der mensch so ist: der strickt sich alles selbst zurecht. für mich ist das bild nun ein „aufbruch in andere welten“.

der rhein ist ja per se so ein symbol, also diese flüsse, die breiten und starken.

so fließen wir dahin, von der erde bis ins all bis ins ungewisse. (und auch die schiffe, auch die.)

aber das bild wird dich nun daran erinnern. an diesen 10.8.2015.

aber ja, aber ja. die serie der rhein-schiff-videos wurde am 9.8.2015 und am 10.8.2015 (unwissend, aber vorahnend) wiederbelebt, weil währenddessen ein mensch sterben musste. beides ist nun eine einheit. ( https://www.youtube.com/channel/UC1H6IhKmLiqN0oodoVP3-6Q )

also wahrhaft philosophisch, was sich die menschen da so alles zusammendenken und -malen.

wie soll man sonst mit dem tod umgehen? wie sonst?

panta rhei. (πάντα ῥεῖ = „alles fließt“) – ich weiß ja, ich weiß.

„Rhein-Schiff-Videos sind Essenz des Rheines und damit Wahrheit in allen Wassern gewaschen. Klausens ist Kunst, geronnen.“ – so schrieb es gestern heinz habicht zu den videos, also bei dem neuaufspielen schon viel älterer videos.

„rhei“ ist (alt-)griechisch, gewiss, aber jetzt fällt mir erstmals die lautliche nähe zu „rhein“ auf. RHEI und RHEIN.

seltsam.

der tod ist so.

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Schiffsformen im Alltag der Stadt sieht KLAUSENS

klau|s|ens, du siehst jetzt überall schiffe?

man ist dann doch durch die bilder aus giglio geprägt. und wo ein bug sein könnte, meint man eines zu sehen.

wo hast du ein bug gesehen?

am breslauer platz in köln, rückseite vom hauptbahnhof, wo man den u-bahn-bereich neu gestaltet hat. da war es.

man geht dann unter dem bug zur bahn.

so kannst du es beschreiben. „unter dem bug durchgehen“ wäre demnach eine (neue) redewendung, die aus köln kommt, aber das betreten des u-bahn-bereiches meint.

es ist also schön geworden?

ja, sicher. endlich mal hohe räume, wo doch sonst die u-bahn in köln so gedrückt ist, dass sie gar nichts weltstädtisches hat.

na also, es geht doch!

wenn man viele millionen in die hand nimmt, geht alles. (von dem sinnlosen bau der neuen u-bahn-linie sprechen wir jetzt mal nicht.)

dann ist alles fein.

es gibt dieses eine problem, was es in köln an so vielen stellen zu geben scheint.

welches?

es zieht fürchterlich!

na, dann hast du doch den eindruck doppelt, dass du auf einem schiff bist, in hoher see, wo der wind peitscht.

du meinst: ich kann mir so das geld für eine kreuzfahrt sparen?

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Die Ikonographie zur Wirkung der „Costa Concordia“ beschäftigt KLAUSENS

klau|s|ens, da ist seit tagen dieses schiff.

es liegt wie ein wal im wasser, und dann ragt der schornstein heraus, in seinem gelborange mit dem schwarzen, oberen schornsteinrand. auffällig!

eigentlich ist es ein schönes bild.

es hat etwas seltsam beruhigendes.

es gibt aber 12 todesopfer und 20 weitere mögliche todesopfer.

das ist eine große zahl, ein großes unglück.

man empfindet es aber nicht.

nein, man schaut gerne hin: dieses schiff da, was so seltsam schräg liegt, dann so nah an der küste … das ist gelebte meditation.

aber es birgt schrecken.

das ist das heimtückische: der schrecken ist da, aber wir sehen nichts davon. aus anderen teilen der welt kommen andere bilder: da werden schießereien mit handys gefilmt, die wir dann in den nachrichten sehen.

wir sehen blut und sogar die opfer von bombenanschlägen.

wir sehen autounfälle mit 1,2,3 toten in den nachrichten. auch da schlimme bilder. oft sehen wir den abtransport durch krankenwagen.

aber bei diesem schiff ist es anders.

gestern sah man, wie anverwandte der opfer oder der vermissten (oder aus beiden gruppen?) an das wrack herangefahren wurden. das tat einem weh.

sonst aber tut nichts weh.

nein, dieses schiff tut einem nicht weh. alle bilder, die wir bekommen, haben eine seltsame schönheit, eine stattlichkeit, eine gelassenheit, die wir sonst so sehr im leben vermissen.

in dieser hektischen zeit!

das schiff hat alles an hektik hinter sich gelassen, wobei man sich so große schiffe sowieso nie hektisch vorstellen kann.

dann haben wir hier also trotz des unglücks ein neues bild unserer zeit.

wir haben die angehaltene zeit in würde, aber auch das verschwinden der opfer. ein unglück, dessen bilder kaum etwas von einem unglück an sich haben, bis auf die tatsache, dass man mit diesem schiff derzeit nicht mehr fahren kann.

anders in new york. 9/11.

diese zusammenbrechenden türme, das ist auch ein bild, welches mit ästhetik aufgeladen war, aber es wurden immer dann auch rennende menschen gezeigt, staubwolken, gesichter des schreckens. insofern ist new york doch ganz anders.

wir lieben dieses schiff schon fast. die „costa concordia“, was „küste eintracht“ heißen könnte.

es sollte da liegenbleiben können, für alle zeit. leider wird es rutschen und rutschen, bis alle felskanten abgeschrappt sind.

sie könnten doch tischtennisbälle hineinblasen.

vielleicht ist es so schwer, dieses schiff, dass diese gute, alte methode nicht funktioniert. wir wir wissen nichts von den einzelheiten.

wir wissen auch nichts von den vermissten opfern.

auch das ist wahr. bei anderen ereignissen gibt es bilderleisten in den medien, wo alles über die opfer und/oder die vermissten berichtet wird. auch das scheint bei diesem unfall anders.

es bleibt der koloss.

… und dieses gefährlich schöne bild vom untergang.

jedoch gilt auch: wir können nicht darüber hinweglügen, wie diese bilder aus giglio bei uns wirken. ein unglück, das keines zu sein scheint …

… denn das schiff liegt so wundervoll ruhig und besonnen da.

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