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klau|s|ens sieht überwachungszeichen im öffentlichen stadtraum

klau|s|ens, alle sprechen von der überwachung.

es ist verdammt viel, was und wie überwacht wird. zu viel. in mir ist ein grausen.

das sagen doch alle.

wir aber gehen sensibler durch die welt.

wir sehen jeden trojaner, jede malware, jeden virus im computer, aber auch in der scheinbar freien welt.

unlängst waren wir in linz.

und dann sahen wir dieses seltsame doppelschild.

ja, das taten wir: hinsehen.

in linz am rhein.

da war es. aber was bedeutet all dies nun?

unsere väter und mütter erzählten immer, da seien rohre oder so etwas vermerkt. tiefen, höhen – damit man es wiederfindet.

gas, wasser, leitungen. alles das.

aber wir glauben nichts mehr.

nein. alle diese schilder und zeichen können auch botschaften sein.

für die, die uns allzeit überwachen.

ja, das wäre gut möglich.

muss nicht – aber kann.

alles kann. zum glück waren wir wachsam.

diese zeichen auf den gelben, kleinen schildern können uns nichts.

niemand kann uns nichts.

auch die überwachung werden wir kleinkriegen. tag für tag.

indem wir sie enttarnen, ja, genau so.

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klau|s|ens sieht verbote und hinweise in kassel und bei der documenta – www.klausens.com

klau|s|ens, die documenta, das ist doch kunst.

gewiss, aber manches ist ernst.

manches ist kunst, manches ist ernst?

bisweilen ist es der trick: du siehst das und du siehst jenes. dann denkst du: ist es wahr oder ist es kunst?

was ist es denn nun?

also, da waren viele räume, da musste man warten und warten.

warum?

zu viele personen, zu viel feuchtigkeit, zu viel hitze: arme kunst.

und dann?

dann gab es schilder, dass nur 25 oder 45 oder wie viele dahineindurften.

also: warten.

documenta heißt: warten und die schilder bewerten.

woraufhin?

sind diese ernst? oder sind diese kunst?

ein schweres geschäft.

die documenta ist ein schweres geschäft, ja, ja. meinst du nun die aufgabe der documenta oder die einnahmen der documenta, mit „geschäft“?

meinst du mit „aufgabe“ nun die „task“ oder „das aufhören“ der documenta?

mit ist die vielfalt der bedeutungen zu kompliziert.

sind die SERIELLOs von uns denn kunst? oder doch wahrheit?

sag du!

http://www.klausens.com/seriello-documenta-13-documenta-halle-teil-1.htm
http://www.klausens.com/seriello-documenta-13-documenta-halle-teil-2.htm

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Die Straße voller Halteverbote in Oberdollendorfund KLAUSENS

klau|s|ens, du beschwerst dich über halteverbote?

das tun alle. – nein, nein, hier ist es extrem.

wo?

da gibt es eine straße in oberdollendorf, da ist es nun echt hyperextrem.

alles voll?

man hat das gefühl, dass alle 5 meter ein schild steht. das ist das gefühl.

die schilder stehen da wie kanonen?

so ungefähr. eine straße, ein bataillon, ein schlachtfeld. der krieg gegen den kleinen und bescheidenen autofahrer.

das machen sie?

ja, es gibt eine straße in oberdollendorf, in der sie das machen.

das ist ja schrecklich.

du fühlst dich total ausgegrenzt. deine ganze existenz wird bedroht. es kommen mehr und mehr schilder … und dann ist die ganze straße ein einziges halteverbot. – ja, du darfst nicht mehr sein.

warum nur?

es wird wegen der feuerwehr sein.

die feuerwehr?

ja, die feuerwehr.

ich weiß: die hat ein neues gebäude (gerätehaus) in einer anderen straße, in der cäsariusstraße … und nun werden die anwohner so richtig bestraft. (der umzug der feuerwehr ins neue haus muss aber wohl noch erfolgen.)

aber die feuerwehr tut doch gutes!

gewiss, aber die anwohner müssen nun doppelt leiden. denn a) haben die den lärm der ausrückenden feuerwehr und b) haben sie das totale halteverbot auf der gesamten straße.

man fühlt sich unerwünscht.

genau das! so sehr wir die feuerwehr schätzen und lieben … niemand hat irgendetwas kommunziert, insofern sich das leben der anwohner nun radikal verändert. eines tages war die post in dieser straße, auch dort neu zuzugezogen, die jeden tag unzählige neue autos erbringt, die dann alle auf der straße halten und parken, wie es genehm ist. dann bauen sie noch die feuerwehr. dann kommen noch mehr dieser halteverbotsschilder … von denen es zuvor schon einige gab …

… und dann hat man – ZACK! – das gefühl, man soll entmietet werden. man soll abhauen.

irgendwie schon. es ist ja oft so im leben: für die eine „große“ maßnahme, muss der kleine mensch weichen. nimm die unzähligen staudämme. nimm die braunkohle. nimm die kernenergie … aber es kann auch die feuerwehr sein.

und immer zählt der mensch als mensch in seiner individualität nichts.

doch, die feuerwehr besteht ja auch aus menschen. und diese tun gutes, wenn sie feuer löschen. aber niemand versucht alles zusammen zu denken. niemand denkt die anderen menschen, die opfer der baumaßnahmen. die opfer der schilder. die opfer des lärms. es gibt immer beschlüsse, es gibt immer eine bürokratie, immer den gang der dinge … und dann gibt es eben automatisch die opfermenschen. die fallen allem zum opfer, mal mehr, mal weniger.

… und dann wird das leben anderer leute nachhaltig negativ beeinflusst.

die idee des „opfermenschen“ (neues wort) ist: du tust nichts böses, du machst keinen lärm, du schlägst niemanden, du machst nichts kaputt … du bist einfach nur da. still und leise und brav.

einfach so.

du bist ein bescheidener mensch, der niemanden stören will … und bist einfach nur da.

aber?

dennoch können über nacht diese schilder kommen, diese halteverbotsschilder … und dein ganzes gewohntes leben ist quasi über nacht verändert.

du weißt nicht mehr, wohin mit dem auto.

auch die besucher wissen nicht mehr, wohin mit dem auto.

niemand weiß mehr, wohin mit dem auto.

aber das ist allen anderen egal, es wird gemacht … und dann ist gut.

und so geht alles weiter.

es fährt die feuerwehr, es gilt das halteverbot, die poststelle ist auch noch da … und so ändert sich vieles in deinem leben und in deiner straße, obwohl du es weder gewollt hast, noch etwas dafür kannst. es ist schrecklich.

und niemand hat es im vorfeld berichtet oder „kommuniziert“.

das kommt noch hinzu. man könnte verzweifeln. nun fahren die anwohner abends um die blöcke und suchen irgendwo eine möglichkeit, wo es noch kein schild gibt.

der ausgelieferte mensch, der gestrafte mensch.

ich stelle mir immer vor, wenn du ein kleines häuschen hast, irgendwo in der welt, am rande der natur und bist froh.

… und dann bauen sie plötzlich die autobahn!

genau so. alles wird entwertet, dein leben ist kaputt … und du vom lärm terrorisiert. so ist diese welt der moderne. man will nichts böses, man tut nichts böses … aber es geschieht dir immer etwas böses. oder sie ändern die flugrouten. und – WUMMS! – ist alles laut und unwohnlich.

aber es sind immer menschen, die das alles aushecken und dann auch ausüben. die menschen, die selber am fluglärm leiden, bauen vielleicht in ihrer beruflichen tagesfunktion anderen diese halteverbotschilder vor die nase.

gewiss: wenn man dann dagegen protestiert, kommt schnell etwas vom „sankt-florians-prinzip“, so wird dann alle kritik abgetötet. und alle machen sich gegenseitig das lebensumfeld betont anstrengend.

aber findest du nicht auch, dass es immer mehr autos gibt?

das fällt einem erst dann auf, wenn überall halteverbote sind und dennoch überall autos falsch parken, ja, falsch parken müssen.

dann dient diese schilderei am ende nur als vehikel, um den kampf gegen das auto zu intensivieren? ein kluger subversiver akt?

da überschätzt du die klugheit der dumpfen bürokratie, die nur regeln will und vom menschen als solchen keine eigentliche ahnung hat.

es sind aber menschen, die alles das dann tun.

das ist der widerspruch in allem.

so kommt man also von der flut der halteverbotsschilder in der cäsariusstraße zu einer idee vom unsinn des menschen an sich.

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