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Immer noch kämpft KLAUSENS für KARSTADT

klau|s|ens, du schreibst und tust und machst … immer noch für KARSTADT???

ja, ich habe ausdauer und beständigkeit. aber mir geht es nicht um KARSTADT, sondern die mitarbeiterinnen und mitarbeiter von KARSTADT. ich möchte, dass man ihnen helfen kann, wenn man ihnen helfen kann. KARSTADT ist für mich ein symbol. und KARSTADT schließt HERTIE und WOOLWORTH gedanklich mit ein. also alle diese menschen.

du möchtest also in den strukturwandel der wirtschaft eingreifen?

eigentlich nein. andererseits bin ich kein anhänger der „regelung“ des „freien marktes“, der dann dann ganze innenstädte veröden lässt. ich bin da doch sehr gespalten.

bist du nun für oder gegen hilfen an KARSTADT?

ich bin für eine prüfung.

manche leute sagen, die frau schickedanz (QUELLE!) sitzt mit ihrer stiftung zu 25 % in ARCANDOR.

und?

ARCANDOR ist der dachkonzern von KARSTADT.

und?

die hat genug geld auf der kante. aber dieses will sie für ARCANDOR/KARSTADT nicht einsetzen. stattdessen rufen alle nach dem staat.

ja, das ist gewiss wahr und richtig. und man muss diese moralische karte spielen, aber …

aber? was denn?

unser aktienrecht sieht ja leider genau das vor: du hast aktien, und nur diese aktien gehören zu der firma. dein sonstiges geld und kapital hat mit der firma nichts zu tun. man kann also der schickedanz-stiftung und frau schickedanz nichts vorwerfen, weil sie genau das machen, was das aktienrecht will.

und was will dieses?

…. dass leute da und dort geld investieren, aber nie mit ihrem privat-vermögen reingezogen werden. das ist der kapitalismus. bei der GmbH ist es ja genauso: gesellschaft mit beschränkter haftung. wenn diese pleite geht, bekommst du als schuldgeber nichts, außer der GmbH-Einlage. mehr ist nicht zu holen, falls überhaupt.

aber ich denke, die müssen immer privat bürgen, mit ihrem besitz, diese GmbH-ler?

es gibt welche, die bekommen kredite für ihre GmbH nur, wenn sie mit ihrem privaten besitz (z.b. dem wohnhaus) bürgen. aber das hat etwas mit krediten zu tun. formal haftet die GmbH nur mit der einlage, die für die GmbH hinterlegt ist. sind 50.000 € hinterlegt, ist nicht mehr GmbH-besitz da.

was soll das alles?

ich wollte dir nur erklären, wie der kapitalismus das alles sieht. das bankhaus sal. oppenheim ist ja auch mit rund 25 % oder so bei ARCANDOR beteiligt. dieses bankhaus hat auch verdammt viel geld, wenngleich die jetzt hier und da schwierigkeiten bekamen, wegen der finanzkrise. auch die könnten doch weiter zuschießen.

und?

auch die werden sagen: das aktienrecht sieht es nicht vor. wir sind doch nicht blöd! – das aktienrecht sieht unseren aktienanteil vor. für den wir haften wir, für den bürgen wir, für den haben wir macht im aufsichtsrat und in der aktionärsversammlung. aber mehr ist nicht vorgesehen.

dann sind diese rufe also moralische rufe?

man kann es so sagen, ja. immer mehr leute greifen nun die wirtschaft moralisch an, darunter auch künstler und naivlinge wie wir.

und?

es wird sich nichts ändern – das ist doch klar! kleine verschiebungen, nun gut. aber der kern der „ewigen verwerflichkeit im sinne von verworfenheit“, der bleibt.

also kein anstand? keine sitte? keine moral? kein mitempfinden? keine sorge um die nöte der arbeitenden menschen?

ich würde eher sagen: nein. nach dem, was ich weiß und was ich sah: nein.

was soll dann alles?

ist das leben nicht ein sinnloses rad? und versuchen nicht alle menschen, diesem dreh’n der sinnlosigkeiten doch noch etwas sinn abzuschöpfen?

bei dir auch?

bei uns, zweitklausens. wir retten KARSTADT, weil wir „künstler des volkes“ sind. nicht mehr, und nicht weniger.

und das herz?

das herz? das ist doch teil einer KARSTADT-image-kampagne, die „60 Jahre Bundesrepublik“ nun ganz taktisch fies ausnutzt, um in etwa zu sagen: „KARSTADT gehört zu deutschland einfach dazu! immer schon!“, was wiederum heißt: KARSTADT darf nicht untergehen.

die machen also eine 60-jahre-BRD-image-kampagne, um dann leichter an bürgschaften und kredite vom staat zu kommen?

aber klar: es ist alles ein gigantisches spiel. man muss es erst durchschauen, und dann überlegen, was man macht. wie man reagiert.

das herz kommt nicht von herzen? wie schrecklich? alles abgekartet? was macht man denn da?

ich habe mich als künstler für die beschäftigten von KARSTADT eingesetzt, nicht für das management samt vorstand herzberg und co. – auch nicht für dr. eick von ARCANDOR. – ich meine die „normalen“ leute mit normalen gehältern und normalen sorgen. diese liegen mir am herzen.

aber wie bekamst du das herz da unten? jenes rote herz?

dieses geplante und absichtsvolle herz von KARSTADT bekam ich dann als belohnung, als ich beim aktionstag am 29.5.2009 meine unterschrift geleistet hatte.

das ist ja alles ganz klar kalkuliert und scharf überlegt.

aber sicher: überall wandeln lobbyisten und interessensgruppen. alle menschen führen was im schilde. auch die samariter! auch die!

und du?

ich? als „künstler des volkes“? ich erhoffe mir natürlich, dass ich durch meinen einsatz zur rettung von KARSTADT dann BRD-hauskünstler dort werde … vielleicht auch für ganz europa … und für ewig ausgesorgt habe.

also ganz uneigennützig! du bist ja einer!

ja, ja, genau so, wie die welt nun mal eben ist. ich passe mich da an.

und ich dachte immer, du wärest rein und gut, klau|s|ens, also ein pendant zur jungfrau maria und allen ihren aposteln.

vielleicht denkst du mal mehr über den „heiligen geist“ nach. dann wirst du begreifen, dass die kirche genauso funktioniert wie der fall KARSTADT. überall gibt es absichten. und nichts kommt „von herzen“.

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Weiterhin rettet KLAUSENS KARSTADT

ach, klau|s|ens, du kämpfst immer noch für KARSTADT? selbst am pfingstsonntag?

nein und ja. ja, weil ich immer noch kämpfe. nein, weil ich nicht „für KARSTADT“ kämpfe.

wofür kämpfst du denn?

ich kämpfe für die arbeitsplätze der beschäftigen von KARSTADT. ich kämpfe für die kleinen leute. ich kämpfe für das volk. – nicht für die manager, die sich bereichern und dafür zudem noch alles in den sand setzen. nicht für die!

das lässt sich bisweilen kaum trennen.

ich weiß, leider, leider, also muss in den sauren apfel beißen und letztlich „ganz KARSTADT“ unterstützen. aber ich tue es mit der einschränkung, die nun bekannt ist.

es gibt vorbehalte gegen den erhalt von KARSTADT.

ich weiß, ich weiß: diese vorbehalte haben ja recht. die idee ist: der staat kann nicht in alles und jeden eingreifen. er kann nicht alles und jeden schützen.

das sagt z.b. die CDU-mittelstandsvereinigung.

ich habe das gelesen. ich stimme dem zu – und wiederum nicht.

wieso?

man muss prüfen, was was zur folge hat. beispiel saarland: da gab es vor jahren auch die diskussionen. also: wenn ich ein stahlwerk zumache, mache ich die ganze stadt aus. das muss ich abfedern, als verantwortungsvoller politiker. genauso ist es mit der kohle. wir kennen die diskussionen aus dem ruhrgebiet. wichtig ist: ich darf nicht über nacht eine ganze regio auf „aus“ setzen. das hat fatale folgen, da kippen ganze städte um. das sind brutstätten für chaos und kriminalität und gewalt.

und nun?

nun muss ich das immer prüfen. fall für fall! (außerdem ist der staat ja selber pleite! das wird auch gerne vergessen!)

und KARSTADT?

KARSTADT hat eine symbolische funktion für viele innenstädte. ist KARSTADT weg, sind viele innenstädte dann halbleer und auch weg. dazu die arbeitsplätze.

und HERTIE?

hertie ging in eine ähnliche richtung. aber man merkt: es wird ein fass ohne boden. wir können mehr und mehr namen nennen. überall wird geschlossen. WOOLWORTH wäre auch zu nennen.

und OPEL?

da hängen 4 städte in deutschland dran. bochum hat schon viel gelitten, unlängst wegen NOKIA. man kann nicht ganze städte verelenden lassen.

und oberhausen?

da hat man es ohne grund selbst gemacht. man hat das CENTRO gebaut, das kalte, fiese ding, und hat die innenstadt von oberhausen aufgegeben.

und was ist mit dem strukturwandel?

den darf man nicht durch staatliches eingreifen andauernd behindern. das ist mir auch alles klar. man dreht es, man wendet es: man weiß, dass jede lösung falsch ist.

was ist mit dem mittelstand?

der wird vergessen: wenn in einer 8.000-stadt ein betrieb mit 200 arbeitsplätzen schließt, dann ist der untergang für diese kleinstadt. und das geht auch nicht. das ist KARSTADT im kleinen. aber keiner hilft.

dann muss der staat auch dem mittelstand helfen?

eigentlich ja, nach einzelfallprüfung.

aber was sind 200 arbeitsplätze gegen 50.000?

alles ist das gleiche, denn 250 x 200 sind ja auch 50.000. nur für die politiker wird es mühsam: sie müssten 250 mal helfen, mit krediten und bürgschaften und verhandlungen. bei KARSTADT machen sie das in einem rutsch für bis zu 50.000 leute, oder 36.000 arbeitsplätze, oder wieviel das genau ist. ist ja letztlich auch wurscht.

da hast du aber jetzt vieles gesagt.

eben: ich verstehe beide fraktionen: die gegen-hilfe-fraktion und die für-hilfe-fraktion.

aber die für-hilfe-fraktion wird jetzt stark von der SPD rausgekehrt. im fall KARSTADT.

sicher, denn die SPD möchte sich rechtzeitig vor den wahlen (die ersten sind ja am 7. juni) als held der arbeiterklasse und der kleinen-angestellten-kaste aufspielen.

nimmst du der SPD das ab?

nein, die SPD hat das volk schon lange verraten. mit HARTZ-IV hat die SPD alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.

und nun?

nun müssen die künstler dem volk helfen. die volkskünstler. die „ritter des anständigen seins“.

also, du klau|s|ens?

u.a., aber auch du, zweitklausens. auch du.

du hast dich am KARSTADT-aktionstag beteiligt?

ja, ich habe demonstrativ bei KARSTADT gekauft, habe die unterschriftenliste gezeichnet, und ich habe das kunstwerk hier unten heute erstellt.

was ist da drauf?

ein foto vom aktionstag in bonn, das etikett des T-shirts, welches ich demonstrativ kaufte, und mein klausenslogo für den monat mai.

was hast du noch zu bieten?

ein LIVE-gedicht.

welches?

KONKURSGRUND
KONSUMENTENFRÜHLING

Bei KARSTADT
Überschlagen
Sich alle in
Freundlichkeit
Als wäre der
Nächste Flip
Flop weit unter
Ihren Möglichkeiten

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen u.a. als Klausens oder Klau(s)ens oder Klau&s&ens, LIVE geschrieben, am Freitag, 29.5.2009, im KARSTADT Kaufhaus Bonn, Poststr. 23, 53111 Bonn, gegen 13.00 Uhr. KLAUSENS kaufte 4 T-Shirts und einen Spargeldoppelschäler als künstlerischen Aktions-Beitrag zum Erhalt der Arbeitsplätze. KLAUSENS wurde überaus freundlich bedient. So freundlich wie noch nie. (Anmerkung: Flip Flops sind auch Schuhe, bzw. Badelatschen, nicht nur eine künstlerische Hochleistung, die das einfache Überschlagen noch überbietet.)

wir kämpfen gemeinsam für KARSTADT, klau|s|ens!

ja, zweitklausens, wir beide!

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Künstler KLAUSENS rettet KARSTADT (Kunstaktion)

oh, klau|s|ens , hast du dich gestern wieder mal aufgeopfert? als künstler? für die kleinen leute, die um ihren arbeitsplatz bangen?

ja! – ich weiß, ich weiß, zweitklausens: ich gelte als „künstler des volkes“.

du hast dich für die einfachen leute eingesetzt?

aber ja: gestern führte ich wieder eine meiner gefürchteten und geachteten kunstaktionen durch.

was tatest du?

zweitklausens, wir! – du bist doch immer dabei! – „was taten wir?“, müsstest du fragen! – also: es war folgendes: gestern war der aktionstag der KARSTADT-beschäftigten.

wogegen?

sie kämpfen für den erhalt ihrer arbeitsplätze, die durch missmanagement in gefahr geraten sind.

was wollen sie?

sie wollen, dass der staat diese bürgschaft gibt, von 650 millionen … und dann noch den kredit der (irgendwie ja auch staatlichen) KfW-bank über 200 millionen. das alles also, damit KARSTADT nicht untergeht. (und sie wollen genauso viel aufmerksamkeit wie OPEL.)

und nun?

nun habe ich als künstler aller zeit dieses begehren der einfachen KARSTADT-leute unterstützt.

wie denn?

ich habe gestern demonstrativ bei KARSTADT gekauft. (gestern war ja auch deren AKTIONSTAG.)

wirklich?

aber ja: ich habe gestern demonstrativ 4 T-shirts eingekauft, denn ich wollte KARSTADT retten.

ein künstler kauft ein? und das ist die kunst?

das ist die wahre größe der aktionskunst eines klau|s|ens.

und nun?

nun wird alle welt sagen: „klau|s|ens rettet KARSTADT“.

ist es denn so?

aber sicher. ich habe mich in den AKTIONÄRSGEDICHTEN ARCANDOR (http://www.klausens.com/aktionaersgedich…) kritisch mit dem kapital auseinandergesetzt, welches KARSTADT besitzt und regiert. und gestern habe ich für die beschäftigen durch meinen kauf die rettung herbeigeführt.

wahrhaft ein künstler des volkes! – hast du auch unterschrieben?

ja, ja, aber ich weiß nicht genau was, denn der text war so lang.

hast du für dr. eick unterschrieben?

du meinst den vorstandsvorsitzenden? von ARCANDOR? der von KARSTADT heißt ja herzberg. – so etwas wollte ich vermeiden: bloß nix „pro management“. wieso auch? – ich wollte nur für den erhalt der arbeitsplätze unterschreiben. aber der text war sehr lang. ich konnte nicht genau ermessen, wofür ich unterschreibe.

aber unterschrieben hast du dann doch?

das ist eine güterabwägung: sollte ich kleinlich den text analysieren, oder ging es mir um die sache.

worum ging es dir?

um die sache! um die menschen! um das volk!

du bist wahrhaft ein „volkskünstler!“

ich weiß, ich weiß. am ende werden sie mich dafür verehren, wie sie heute den heiligen judas thaddäus verehren.

was ist denn mit dem?

das ist ein heiliger, der sich aller möglichen sorgen annimmt, wenn man nicht mehr weiß, wo man diese lassen soll. also der restheilige! jenseits von bonifatius, nikolaus und adelheid … und wie sie alle heißen.

du wechselst das thema.

du hast recht. mir fiel nur auf, dass der zettel, den man mir verteilte, von hans-michael breitgraf unterschrieben war, filialgeschäftsführer von KARSTADT bonn. („im Namen aller Karstädterinnen und Karstädter aus Bonn“.)

das bedeutet?

das hier kapital und arbeit seltsam zusammengehen. die unterschriftenliste hielt mir nämlich der betriebsrat oder personalrat oder wie der heißt entgegen. plötzlich sind alle „eine familie“ – das ist immer verdächtig!

ist das nicht ein alter traum. KAPITAL und ARBEIT hand in hand?

ja, ja, aber dieses KAPITAL hat ja erst dazu beigetragen, dass die arbeitsplätze so hochgradig gefährdet sind. man müsste das alles mal ganz genau untersuchen.

es heißt doch immer thomas middelhoff, der ex-vorstandschef von ARCANDOR (ARCANDOR ist das das dach für KARSTADT, THOMAS COOK und PRIMONDO), der sei alles schuld.

das ist doch viel, viel, viel zu einfach. aber wen interessiert schon die wahrheit?!

dich! du bist doch der „volkskünstler“ und „retter von KARSTADT“. über deinen einkauf vom 29.5.2009 wird man noch jahrhunderte reden.

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