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Gegen alles muss KLAUSENS anschreiben

klau|s|ens, wogegen willst du heute anschreiben?

ich weiß es noch nicht, zweitklausens.

du musst doch immer gegen alles anschreiben.

die welt ist so voll von wahnsinn und ungerechtigkeit, dass ich nicht weiß, wogegen ich alles anschreiben soll.

wir haben ja auch geschwiegen. wann war das noch?

vorgestern haben wir geschwiegen, indem wir schrieben, dass der blog schweigt. (das war der protest gegen rechts.)

und gestern?

da haben wir nichts geschrieben, nichts in den blog(g).

wir haben also auch geschwiegen.

ja, aber wir haben „still geschwiegen“.

inwiefern?

wir haben nichts zum schweigen geschrieben.

und heute?

heute sind wir wieder voll dabei.

wir könnten doch gegen etwas anschreiben.

ja, wir schreiben gegen die an, die schweigen, oder die, die schreiben, dass sie schweigen, oder die, die weder schweigen noch schreiben, dass sie schweigen, weil sie nicht schweigen.

dann schreiben wir gegen alle an.

ja.

auch gegen uns selbst?

ja, das bedingt es.

das finde ich kühn!

die welt wird uns dafür lieben.

wann?

wenn alle urheberrechte dieser welt aufgelöst sind, im flow der meinungen und texte und bilder und töne.

alles fließt, aber niemand bezahlt.

du immer mit dem bezahlen! – es geht um kreativität.

aber irgendeiner muss dir doch geld bezahlen, wenn du immer solche sinnlosen einträge wie diesen hier verfasst.

ich lebe von der luft.

nicht von der tastatur?

nein.

was sagt denn ACTA dazu?

wer ist das schon wieder?

ACTA hat sich in diesen wochen und tagen eingefunden, damit du wieder gegen etwas anschreiben kannst.

aber was soll ich schreiben?

schreib doch, dass die dinge so sind, aber auch so.

also ganz ausgewogen!

sicher.

das ist nicht leicht.

dann schweige doch!

aber das hatten wir doch gestern und vorgestern. was würde ACTA zu uns sagen, wenn wir immer schweigen?!

ACTA will dich wenigstens bezahlen.

aber wenn ACTA meine texte gar nicht freigeben würde?

wieso?

weil ich schlimme worte schreibe.

welche?

ich schreibe „bombe“ und zack geht bei allen geheimdiensten die automatische internetüberwachung an.

dann gehen gleich alle in unseren computer?

ja, so ist diese seltsame welt. unser computer ist nun offen, weil wir ein falsches wort benutzten.

zensur! dann schreibe doch endlich gegen diese an!

aber was wird sich ändern, in der essenz. was?

ich weiß: ACTA geht es zuerst ums geld der industrie und contra-ACTA geht es zuerst um die abschaffung aller urheber und urheberinnen. wem aber geht es um die freie meinung für eine freie welt ohne unterdrückung und rassenhass?

das internet dreht uns im kreis. wohin? wozu? weshalb?

du hättest damals ein schlesischer weber sein sollen.

sehe ich so verelendet aus, zweitklausens?

noch nicht ganz. aber du fletschst ebenso die zähne … und weißt andererseits überhaupt nicht, wer und wo deine gegner sind. (ach, hatte es heine gut!)

stürmte ich heute die maschinen, ich fände kein internet nicht, an dem ich mich würde verausgaben können.

du könntest dich dereinst doch zumindest in ein leichentuch aus blogeinträgen, twittermeldungen, forenmeinungen, facebookungen und schnellpups-kommentaren wickeln lassen.

herrlich! daraufhin würden wir uns in der gruft der weltnetzdemokratie abspeichern lassen. (und hätten keinerlei sorgen mehr!)

… und würden (weiterhin leichend und laichend) schreiben, schreiben, schreiben!

und wenn wir jetzt mal aufstehen?

von aufstand war keine rede.

wo leben wir denn? (wer ist dieser seltsame herr ACTA überhaupt?)

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MAX GOLDT und jener KLAUSENS

oh, klau|s|ens, nun auch max goldt?

ich musste ja! er war im pantheon zu bonn. er las.

wieso?

er hat doch einige preise und einen gewissen kultstatus.

woher?

ich erinnere mich an das lied „jetzt ist wieder hubschrauberabsturz“ … oder so ähnlich.

ein liedsängermacher und textedoch-publizist?

aber ja: er beobachtet die welt und glossiert so vor sich hin. (er nimmt allerdings dann auch personen des öffentlichen lebens durch die mangel.)

schön! oder weniger schön! sowas stumpft sich ja auch ab. wie die merkel-witze bei den kabarettisten.

nein, nein, ja, ja … das dachte ich ja auch – aber ich war dann doch eher befremdet.

wovon?

von seiner art, die texte zu lesen. seiner haltung. seinem ausdruck. seiner ausstrahlung.

wie war diese?

ein nuschelnder nörgler, dessen „humor“ nur maske einer großen lebensunzufriedenheit ist.

sind nicht alle schriftsteller so?

wir auch?

ich dachte!

aber, aber … ich schreibe doch immer meine LIVE-gedichte. (http://www.klausens.com/klausens_und_max…)

wir schreiben, klau|s|ens. wir: also klau|s|ens und zweitklausens in einer person.

also nochmals: ich schreibe dann (mit oder ohne dich oder womit oder mit wem auch immer) diese LIVE-gedichte.

und dadurch bist du glücklich?

aber ja doch, zum kuckuck!

nie erregt? verärgert? verbiestert?

nein! jetzt reicht’s aber!

wie ich schon sagte: schriftsteller haben doch alle eine eher negative einstellung zu den dingen. … und man darf sie noch nicht mal darauf ansprechen. das ist das besonders traurige.

ich bin nicht traurig!

… und zuhören können sie erst recht nicht.

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