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Rüdiger Safranski in der Eifel sah KLAUSENS

klau|s|ens, du hast rüdiger safranski gesehen?

ist er nicht einer von denen, die man mal gesehen und gehört und erlebt haben muss?!

doch, doch, ich wollte ja nichts sagen.

er ist (noch) einer von der alten zeit. es scheint so. der gelehrte, der lesende, der sich im stübchen aufhaltende. der schreibende.

was war die alte zeit.

jene, in der die reine bildung etwas mütterliches und wärmendes hatte. da ging es nicht um die revolution … sondern der austausch um und über ideen sollte behaglichkeit schaffen.

… sodass man sich in texten und gedanken wärmen könne?

so in etwa. und das verbreitet safranski auch. alles ist eine geschichte von kaminen und stuben und gängen und wanderungen, dazu briefe und schriften, lesebrillen, nachtische, kammern, ausschweifungen und auszehrungen. so war das alles.

die gute alte zeit.

das biedermeier der literatur war nicht frei von widersprüchen, aber eben doch „heimelnd“. und auch der „sturm und drang“ wird heute in gewisser weise biedermeierlich wahrgenommen.

du magst safranski?

wer mag ihn nicht? er ist rein, hat ein gutes herz, will nichts schlechtes, kennt die welt, weiß vom leben, ist sehr belesen und gebildet … und tut — so hoffe ich — niemandem böses. wer sollte ihn nicht mögen?

aber dennoch bleibt das „betuliche“.

in gewisser weise ja. oder eine dezente umständlichkeit, bisweilen auch eine leichte entfremdung vom leben derer von twitter und facebook. und doch hat er die intelligenz, widersprüche zu durchleuchten, die es damals gab. damals, als schiller und goethe noch lebten. als weimar „unser weimar“ war, und es dennoch von krankheiten und eitelkeiten überfüllt wurde.

die welt ist zwiespältig.

die welt war damals zwiespältig und ist es heute. aber wenn safranski die damalige welt erzählt, denkt man, er sei dabeigewesen.

dabei ist die hälfte fiktion.

genau das: er erzählt uns geschichten, die er sich ausdachte oder zusammenreimte, nach dem studium der quellen, aber wir nehmen alles für rein-wahr, weil wir geschichten so mögen.

dann ist safranski garant für behaglichkeit.

er müsste immer lesen und frei sprechen (denn das tut er: frei sprechen, und das gut!), wenn es ganz kalt und nass ist. die schlimmsten novemberabende seien mit safranski zu füllen, damit es uns gut ergehe … und selbst die auszehrung eines disziplinierten, aber so dürren schiller und das alles mitnehmen-wollende eines trieb-goethe uns nicht nicht verzagen lassen.

safranski war im kloster steinfeld?

ja, gestern. und wir haben LIVE gedichtet, zweitklausens. LIVE. von alledem:

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Zur Einweihung vom Ehrenmal = „Ehrenmal“ der Bundeswehr macht KLAUSENS Kunstwerk

Berlin (dpa) – Mit einem Festakt wird heute das neue zentrale Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin eingeweiht. Die Festansprache hält Bundespräsident Horst Köhler. Das Ehrenmal der Bundeswehr gedenkt aller Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Angehörigen der Bundeswehr, die seit Gründung der Bundeswehr im Dienst gestorben sind. Bislang sind das etwa 3100 Menschen. Das Ehrenmal trägt die Inschrift: «Den Toten unserer Bundeswehr für Frieden Recht und Freiheit».

klau|s|ens, grund zur freude?

ein ehrenmal? also ein „ehrenmal“? für den tod? freude?

es hört nie auf, nie.

das stimmt schon: NIE WIEDER KRIEG – und dann das. es hört nie auf. und die länder, die die schlimmsten verbrechen begangen haben, sind jetzt wieder dabei. deutschland ist voll dabei!

sie verteidigen die freiheit.

ja gut, ich bin ja nicht naiv. man muss auf alles vorbereitet sein. aber was derzeit alles passiert – diese deutsch-amerikanischen bomben auf afghanistan, die passen doch „herrlich“ zu diesem „ehrenmal“, was sie heute einweihen.

heldenkult?

ja, das ist es. deutschland wird aggressiv und kriegsführend, und das soll mit der „ehre“ und diesem mal dann abgefedert werden. man kennt das doch! das militär will sich selber wichtig sein. aber wofür sterben sie? die armen soldaten? was soll das überhaupt?

afghanistan?

muss man noch antworten?

klausens-k-werk-kunstwerk-ehrenmal-mahnmal-bundeswehr-bendlerblock-8-9-2009

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