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klau|s|ens schreibt ironisches olympiagedicht – www.klausens.com

klau|s|ens, du bist also schon bei der ironie?

wie sonst? wie sonst? – sie zählen schon wieder die medaillen.

die deutschen haben aber nix, am tag eins.

das ist es doch! wie schrecklich! keine deutsche medaille!

felix loch soll es nun richtne.

wie schön, wie schön: endlich eine deutsche medaille.

oder die pechstein.

wie herrlich, wie herrlich: eine deutsche medaille muss her, auch zwei oder drei oder vier.

du bist ja ganz besoffen vom glück der möglichen medaillen.

du denn nicht? – ich denke immer nur an die deutschen medaillen.

und die wettbewerbe?

was wäre damit?

guckst du dir die denn überhaupt an?

nein, mir reicht beim frühstück der blick auf den medaillenspiegel: dann bin ich glücklich …

…. sofern deutschland prominent dabei vertreten ist.

ja, ja, sicher: medaillen müssen her.

deshalb das gedicht?

vielleicht. olympia ist eine herrliche idee, man wird wieder besser mit zahlen.

und das deinige gedicht?

das unsrige, zweitklausens! also … es lautet so:

WIR ALLE BETRÜGEN UNS MIT OLYMPIA

Skifahrer Hartmuth Tröth aus Bleilärm freut sich über seine Bronzemedaille aus Aluminium.

Rodlerin Ina Lutzi aus Abguss freut sich über ihre Silbermedaille aus Eisendraht.

Biathlet Benno von Gingen aus  Zumschießen freut sich über seine Goldmedaille aus Holzplastik.

Zuschauerin Zita zu Eisbein aus Ragout  freut sich ganz besonders über das Kalbsmedaillon vom Schwein.

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klausens oder Klau-s-ens oder Klau-SOTSCHI-s-SOTSCHI-ens am 8.2.2014, Samstag, zwischen 19:35 Uhr MEWZ bis 19:45 MEWZ und am 9.2.2014 zwischen 9:25 Uhr und 9:36 Uhr MEWZ in Königswinter-Oberdollendorf.

klausens-kunstwerk-9-2-2014-die-olympischen-ringe-mit-logo

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klau|s|ens ist diese blender-und-geldmach-großereignisse im sport leid – www.klausens.com

klau|s|ens, du bist es leid?

aber sicher: jetzt olympia, ab heute offiziell eröffnet. aber da sind noch diverse weitere „veranstaltungen“, von den fußball-WMs nicht zu reden!

in russland ist die zahl der vorwürfe mal wieder besonders groß.

ja, das alte lied: arbeiter, die keine oder kaum löhne bekommen. überwachung und repressalien. amnestien als uns-beindruck-nur-geschenk der diktatur. ansonsten viel militär und viel polizei. demonstrationsfreiheit im scherz. unterdrückung der homosexuellen. naturzerstörung im großen ausmaß, und, und, und … eine lange liste von dingen, die einem nicht gefallen. dazu der kommerz! alles kommerz!

das bist du alles leid.

du denn nicht?! dann muss man noch die funktionäre ansehen, die eröffnen und strahlen, besichtigen und strahlen, geld umsetzen und strahlen, medaillen umhängen und strahlen, festessen abhalten und strahlen, sich mit den mächtigen oberhäuptern von staaten treffen und strahlen … das ist doch schlimm!

und alles wird verkauft und vermarktet.

jetzt unter der ägide des deutschen thomas bach: da fühlt man sich noch mehr klamm.

aber so geht es weiter und weiter.

es ist eine maschinerie von sinnlosigkeiten, die im 4-jahres-rhythmus durchgespult wird. und dann 24 stunden „fernsehbegleitung“, neuerdings auch zigfaches streaming im internet.

du vergisst die vielen „experten“, die so wundervolle sachen als co-kommentatoren sagen werden.

„so ein lauf ist verdammt anstrengend.“ meinst du solche sätze?

ja, und die interviews mit den aktiven: „was haben Sie kurz vor dem ziel gedacht?“ // „wie haben Sie sich gefühlt, als Sie wussten, dass Sie gewonnen haben?“ // „was ist Ihnen durch den kopf gegangen, als Sie XYZ überholt haben?“

es werden wundervolle spiele und wundervolle fragen. zugleich warten wir auf brasilien und das nächste sport-welt-theater.

auch allen veranstaltungen in wüsten schauen wir freudig entgegen.

und immer wird franz beckenbauer anreisen und seine sinnfreien willkürsätze sagen, die wie das säuseln des wassers den sport der welt begleiten.

wo wird boris becker sitzen? neben roberto blanco?

wir wissen es noch nicht. wir wissen nur, dass dieses menschheitstheater heute mal wieder losgeht – und auf dieses russland sind wir ja ganz besonders schlecht zu sprechen. nicht auf die einwohner, sondern auf die herrscher.

allein der name putin löst bei uns ganz schlimme dinge aus.

klausens-kunstwerk-eroeffnung-sotschi-oder-sochi-2014-vom-7-2-2014

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