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klau|s|ens zum ende des einsatzes von afghanistan: nur wann? – www.klausens.com

klau|s|ens, die SPD will nun endlich abziehen. 2015.

rechne doch mal: das sind noch 5 jahre oder gar 6. solange wollen die noch dort bleiben.

aber wir müssen doch helfen!

es wundert einen, wie naiv die menschen sind: in diesem fall militärstrategen und politiker.

inwiefern?

die welt ist so komplex – aber die meinen, sie könnten in einer ganz anders tradierten welt wie afghanistan mal schnell die westliche demokratie implementieren.

ja, das ist wahnwitzig.

das hat auch nichts mit „interkultureller kompetenz“ zu tun. das ist einfach versagen.

aber man muss doch den menschen helfen!

die gefürchteten TALIBAN sind doch nur deshalb so stark geworden. nur deshalb! – je stärker der westen seinen radius ausdehnt, zumal mit allen mitteln – um so mehr wachsen die radikalen kräfte an. fast schon eine mathematische formel. (und dann mit diesen korrupten politikern um präsident hamid karsai! ist ja lächerlich!)

dann geht es um den crash der kulturen?

ganz wesentlich: ja, ja – und das NACH vietnam. noch ein debakel und noch ein debakel. man treibt die kulturen in die enge, dehnt sich kulturimperialistisch noch dazu aus … und wundert sich, wenn diese afghanen und die radikalen teile davon … zurückschlagen.

dann bringt der krieg also nichts?

er bringt tote und leid, und er verschlimmert die lage der menschen dort.

und nun?

nun hat man alles „in den sand“ geritten. bzw. geschossen. das ist das problem.

dann ist es doch schön, wenn die SPD nun abziehen will.

aber erst 2015 !!! ich bitte dich !!! die FDP sprach schon mal von 2018. und die CDU will sich gar nicht richtig festlegen. man will nur mit einem abzug beginnen, aber nicht sagen, wann man da rausgeht.

wieso?

man würde dann die feinde stark machen, denn die wüssten dann: noch die paar jahre, dann sind die weg … und dann herrschen die.

wie sieht deine lösung aus?

ich maße mir keine überzeugende lösung an, weil ich nicht vor ort sachkenntnis getankt habe. dennoch: der abzug muss sofort begonnen werden.

aber?

die wollen ja erst noch die truppen vermehren !!! der große obama !!! auch der will erst einmal mehr truppen !!! der linke demokrat !!! was tut er nur !!!??? wie links kann ein amerikanischer präsident überhaupt sein?

die welt ist schon komisch.

das kannst du sehr laut sagen. aber DIE LINKE hat immer schon den sofortigen abzug gefordert.

von heute auf morgen?

nein, nein, man braucht ein paar monate. aber man muss es JETZT beginnen, JETZT.

und wir wird es mit afghanistan weitergehen?

das muss sich zeigen. aber jetzt vermehrt man jeden tag die zahl der radikalen kräfte, sodass alles noch schlimmer wird.

aber die SPD hat jetzt die kurve gekriegt?

ich denke, die SPD ist so lange von der LINKEN getrieben worden, dass sie jetzt unter druck kam. die deutschen wollen diesen krieg nicht, weil sie den sinn nicht einsehen. sie entdecken auch keine humanitäre kraft darin.

nein?

nein!  das zeigen ja auch die umfragen!

und wie soll es jetzt weitergehen?

das ganze wird ein wahlkampfthema für in 4 jahren – das ist doch klar. die zahl 2015 ist von der SPD in bezug auf die nächsten bundestagswahlen gewählt worden, und nicht in bezug auf das schicksal der menschen von afghanistan.

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Ein „Ehrenmal“ für die Toten im Afghanistankrieg entwirft KLAUSENS

mensch, klau|s|ens, was machst du denn?

ich befasse mich als künstler mit dem krieg.

wieso denn?

sie wollen doch ein „ehrenmal“ eröffnen, also enthüllen, also aufstellen.

wer?

die bundeswehr und unser verteidigungsminister und alle, die den krieg in afghanistan befürworten. herr joschka fischer wird dann wohl ehrengast sein.

wieso denn?

wir sollen nun wieder die helden der moderne feiern.

welche helden?

unsere bundeswehr hat seit 1956 schon einige viele tote zu beklagen. waren es nicht an die 20.000? oder 2.000? egal, einige tote.

sind denn alle auf dem schlachtfeld gestorben?

nein, nein, da verunglückt mal ein auto, ein hubschrauber versagt bei einer übung … so lange sind ja offiziell gar nicht auf dem schlachtfeld. aber es wird tag für tag mehr und schlimmer. wenn man das am 8. mai 1945 gewusst hätte, dem tag der befreiung, der endgültigen zerschlagung der reichswehr … und heute führen wir aktiv krieg. ist doch ein scherz! ein schlechter!

wer?

die deutschen! – sie sind nun wieder „voll dabei“.

und deshalb gibt es ein ehrenmal?

es soll doch am 8. september eingeweiht werden. für die modernen heldentaten der deutschen soldaten.

hört es nie auf?

nein. in afghanistan machen sie jetzt echte kampfeinsätze, also „offensiven“. davon war früher auch keine rede. da fuhren sie „nur“ patrouille.

und es sterben menschen?

es werden jeden tag mehr menschen sterben: afghanen und deutsche und andere. viele zivilisten zudem.

und nun?

nun kommt das denkmal, um das alles noch per propaganda abzusichern. – damit die trauernden eltern nicht eines tages durch berlin demonstrieren. jeder sinnlose tod soll nun einen sinn bekommen.

wie schrecklich!

die welt war immmer schrecklich. es kommt nur auf das ausmaß an.

und du?

ich? ich schrieb gestern ein gedicht in das gästebuch des presseclubs, nein, sonntag war es. gegen 12.15 uhr. LIVE zur sendung.

und?

selbst dieses zarte gedicht wurde nicht „freigeschaltet“, also vom presseclub zensiert.

das gibt es doch nicht?!

doch, doch, so weit sind wir mit allem gekommen. die parole heißt leider: „es lebe der krieg!“ … und die medien spielen mit.

und dein gedicht?

unser gedicht, zweitklausens! – das lautete so:

LEBENSLÜGEN

Ihr Leut‘, da ist der Krieg,
Den wir angeblich nimmer meinten,
Wiewohl wir kaum ein Volk vereinten,
Wird jeder Tote uns auch heut‘ zum Sieg,
Den Tausende dieweil beweinten.

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau+s+ens. LIVE geschrieben am 26.7.2009, Sonntag, gegen 12.15 Uhr und unmittelbar im Gästebuch abgelegt, beim PRESSECLUB der ARD zum Thema Afghanistankrieg. Die Zensurstelle der ARD hat dieses Gedicht NICHT freigeschaltet. Die Gäste in jenem Presseclub am 26.7.2009 waren übrigens: Bettina Gaus, Die Tageszeitung, Josef Joffe, Die Zeit, Hubert Seipel, freier Journalist, Siba Shakib, Publizistin.

und dann noch dein entwurf?!

für ein ehrenmal, ja, ja. es würde sich im/auf dem bendlerblock gut machen, jenem gebäudekomplex im berliner ortsteil tiergarten an der stauffenbergstraße 18 und dem reichpietschufer 72–76, wo sie auch immer der widerständler des 20. juli gedenken. (ehrenhof und so!).

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Zu „verlorenen“ Menschenleben in Afghanistan schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, wieder zwei tote deutsche soldaten in afghanistan.

und die toten afghanischen kinder? – deutschland führt krieg. das wissen wir. und wir wissen, dass die rot-grüne koalition deutschland dorthin führte.

das hört sich aber alles anders an, im fernsehen. in den medien.

so? wie denn?

gestern hörte ich, dass das bataillon in zweibrücken zwei soldaten „verloren“ habe.

verloren?

ja, einfach so, husch: so wie man sein portemonnaie verliert.

verloren?

ja, so wie man sein leben verliert! wie eine feder im wind! oder was verliert man wie und wo?

halt, halt! „leben verlieren“ meint ja auch so etwas, als wäre das leben wie ein cent-stück.

bisweilen scheint es so: man passt nicht auf, und hupps: schon ist es weg. – das leben ist flüchtig. man kann es also sehr schnell und leicht verlieren.

und das gilt immer und überall?

da bin ich mir unsicher. in afghanistan werden die leben nicht „verloren“, sondern bewusst riskiert.

eben. darüber kann keine sprache der welt hinwegtäuschen.

sie haben zwei kameraden „verloren“.

auch das sagt man?

es ist unsere sprache des todes: verlieren. verlor, verloren.

ich habe mein herz in heidelberg verloren.

es ist eine seltsame mentalität, die sich in allem verbirgt.

eigentlich ist es die schönfärberei des todes, dieses „verlieren“.

als ob man eine plombe im zahn verliert.

… so hohl kann das leben sein. – ich schrieb:

KRIEGSVERLOREN

Als man der Kompanie sagte,
Man habe einen Kameraden
Verloren, schaute Gefreiter
Tod in seinem Sturmgepäck
Nach dem kaum Fehlenden.

Copyright Klau|s|ens, in allen Schreibweisen und -waisen, 22.10.2008, Mittwoch, Königswinter-Oberdollendorf, den Gefallenen = Gefällten in Afghanistan und anderswo gewidmet.

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