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klau|s|ens nimmt die verknüpfungen der mobilen auftritte von SPIEGEL und WELT wahr – www.klausens.com

klau|s|ens, die dinge entwickeln sich, die dinge verändern sich.

ja, sicher: man kann es schön bei den APPS beobachten und auf den homepages, die es zusätzlich oft in einer mobil-version gibt, weil ja vieles heute „mobil“ passiert, am SMARTPHONE oder TABLET.

du kannst ja auch fernsehen gucken, LIVE, an diesen dingern. irgendwo im park, wenn du verbindung und power genug hast.

das ganze ändert sich ja stündlich: man kann es kaum noch überblicken.

aber du hast da etwas registriert?

ja: WhatsApp kennen wir ja, benutzen es zum verrecken nicht … aber wir haben schon mal drüber berichtet.

es ist eine APP, die besonders viel von den nutzern wissen will.

leider, leider: diese ganzen APPs sind da sehr unterschiedlich: aber FACEBOOK und WhatsApp … die wollen ja alles, alles, alles wissen. da wird man ja wirr und irr!

mir stockt immer der atem, wenn ich lese, man soll seine „kontakte“ freigeben, für eine APP.

oh ja, oh ja: das stimmt einen mehr als mulmig. dazu aufenthaltsort, WLAN-verbindung, dateien und medien, etc. etc. etc.

und was passiert nun, bei den mobilen geräten?

ich habe geguckt, für WELT und SPIEGEL: da sollst du alles „teilen“, also: es wollen ja alle anbieter, dass du dauernd „teilst“, also die nachricht dann auch schön weitergibst.

so entstehen schneeball-effekte … und das produkt profitiert.

in dem fall die zeitungen: und ich stelle fest, dass die mobilen versionen = die mobilen homepages (nicht die APPS, die benutze ich nicht!) von SPIEGEL und WELT gerne wollen, dass man mit FACEBOOK etwas teilt, mit GOOGLE PLUS, mit TWITTER … und auch mit … WhatsApp … alles soll man dort „teilen“.

das ist ja wahnsinn!

eben: man denke sich, da steht im SPIEGEL ein aufklärender artikel, wie böse WhatsApp (was ja zu FACEBOOK gehört) ist … oder auch zu FACEBOOK selbst, bezogen auf daten und wissen … und alles das … und zugleich bieten sie selber an, dass man solche artikel in solche plattformen hin dann „teilt“, via button.

da ist alles widersprüchlich … und irgendwie auch bedenklich … wahrscheinlich auch schlimm.

und gestern bekam der mutige snowden den alternativen nobelpreis. vor einem solchen hintergrund der sorge um die daten per se und an sich sind unsere erkenntnisse doppelt düster.

es ist eine erschreckendes WhatsApp-szenario …

.. aber es soll genau in diesem „schrecken“ dann auch geteilt werden: alles!

schrecken geteilt im schrecken!

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klau|s|ens entdeckt, wie sehr die meisten APPs spionieren – www.klausens.com

klau|s|ens, nun also die APPs!

man muss sich mit allem befassen, die moderne technik der vernetzung von jedem gerät wird uns jedenfalls noch umbringen.

sie wissen alles.

genau das! im smartphone wird einem das dann noch deutlicher als im internet: es ist schlicht ein einziger wahnsinn.

alles wird mit allem abgeglichen, und noch synchronisert, und dann weiß man noch besser, wie A zu B und zu C zusammengehört.

das schöne ist, dass diese APPs (ich nehme jetzt erst mal kostenlose) auf alles und jedes zugriff haben wollen.

schön, fangen wir heute mal klein an.

ja, rechts siehst du den moderaten SPIEGEL ONLINE, also dessen APP.

und links sehe ich die kaum moderate FAZ NET.

genau das: wieso braucht die FAZ NET zugriff auf die „geräte-ID“, zudem auf „anrufinformationen“ und „WLAN-verbindungsinformationen“? wieso?

was für eine zeitung wird und muss das sein?

genau das frage ich mich auch. – mir ist auch nicht klar, warum SPIEGEL ONLINE zugriff auf „Fotos, Medien, Dateien“ braucht … aber diese APP will ja immerhin nur auf einen bereich den zugriff (und der zugriff auf „bloß“ einen bereich scheint überhaupt das minimum und damit das BESTE, was ich bislang in und unter den apps finden konnte.)

also: die FAZ NET erscheint mir dann sofort als sehr dubios, mit diesem breiteren wunschzugriff auf mein smartphone. sehr dubios.

ja, aber warte ab, was FACEBOOK als APP von dir und deinem samrtphone- oder tablet-gerät haben will.

noch mehr?

noch viel, viel mehr. aber das bringen wir dann später.

diese welt ist so durchtrieben, man muss immer so sehr aufpassen, man darf eigentlich nichts benutzen.

eben: in der vernetzten welt darfst du nichts mehr „anwenden“, weil alle dich ausspionieren wollen (mehr oder weniger) und weil alles so viele tücken hat, dass du es gar nicht alles durchschaust.

je mehr du tust, desto schlimmer wirst du erfasst, beobachtet, analysiert und dann instrumentalisiert.

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An den ZWIEBELFISCH schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, warum schreibst du an ZWIEBELFISCH?

das ist doch das neue sprachmonopol, welches SPIEGEL ONLINE ausgerufen hat. und ein monopol hat nicht immer recht. man muss sich also als demokrat aller kunst dagegen wehren, dass das MONOPOL qua MONOPOL behauptet, alles richtig zu wissen.

was wissen die denn nicht richtig?

vieles an der sprache kann man nicht richtig wissen. sprache ist frei und unterliegt vielen (nicht)regeln und (schein)regeln und gesetzen, die teilweise unsinnig sind oder keine regeln sind. aber die grammatiker und lingufetischisten kommen und sagen dann, wie es zu sein hat, dieweil die sprache auch rebellisch, eigensinnig und anarchistisch ist.

das war aber viel stoff.

eben. und deshalb muss ich auch mal an den ZWIEBELFISCH schreiben, wo ja auch jener bastian sick hintersteckt:

### Sehr geehrte Damen und Herren,

ich finde Ihren Beitrag noch (lange) nicht überzeugend und tiefschürfend genug.

Man sollte doch klarer sagen: Viele Leute mischen Perfekt und Präteritum de facto und realiter munter durcheinander. Gerade, wie es kommt.

Das ist mein Eindruck, den man noch für unterschiedliche dialektale Gebiete untersuchen müsste.

Die Grenzen zwischen PRÄTERITUM und PERFEKT sind immer vager geworden, der Bedeutungsunterschied tritt oft sehr zurück …. und das Ganze geht nur noch nach Regeln der Sprachökonomie recht spontan daher.

Gewiss wird das Perfekt in gesprochener Sprache öfter benutzt, weil es „näher“ und „unmittelbarer“ scheint. Das Ganze passiert aber auch meist tiefenpsychologisch. Ohne Sprachwissen und Sprachbewusstheit.

Aber das Präteritum kommt immer wieder häufig ins Gesprochene eingestreut vor.

Dies kommt u.a. (als ein Beispiel) von den Modalverben. Man sagt immer schnell und direkt „wollte, musste, konnte“ …. und nicht nicht „habe … können “ „habe … müssen“ etc., weil das zu formell klingt. „Gestern habe ich kein Mittagessen kaufen können.“ Das klingt ja wie Graf Kox. Und wer wüsste überhaupt diese Perfekt-Form mit dem Infinitiv sicher zu produzieren?

Dadurch hat das Präteritum eine Vorkommensgarantie im Sprechen.

Auf diese Weise wird einem das Präteritum auch für das Sprechen immer vertrauter und normaler.

Und auch „war“ (Hilfsverb) und „wurde“ (Hilfsverb) und „kam“ und „ging“ und „schlug“ (gerne also Voll-Verben mit starken Stamm) bieten sich wegen der Kürze, bisweilen der wenigen Silben, auch im Sprechen an, um im Präteritum genutzt zu werden.

Wenn Sie genau hinhören, werden Sie Menschen erleben, die sagen: „Gestern kam ich um acht Uhr nach Hause. Und ich wollte doch schon um sieben Uhr kommen. Meine Frau ist aber erst um neun Uhr gekommen.“ Dieses Mix von Perfekt und Präteritum nach gusto ist meiner Meinung nach gesprochen-sprachtypisch.

Das Präteritum in „Reinkultur“ hat sich in erzählenden Texten, typisch das Märchen, gehalten.

Aber die „muntere Mischung“ in der gesprochenen Sprache ist meiner Meinung nach die Wahrheit.

Lassen Sie mich außerdem noch auf eine wichtigen Tatsache hinweisen.

Das Präteritum ist bisweilen schneller deutlich. Die Informationen kommt schneller „rüber“.

Wenn ich im Radio hör(t)e:

„Steffi Graf hat in Melbourne im Viertelfnale des Tennis-Turniers ….“ weiß ich nicht, was kommt. Kommt jetzt „verloren“ oder kommt jetzt “ gewonnen“?

Das kommt / entsteht durch das Perfekt.

Die Information wird nach hinten in den Satz verlagert. Ins Partizip.

Ich kann beim Sprechen im Perfekt oft am Ende des Satzes die Bedeutung noch ändern. Der Zuhörer bleibt bis zum Schluss im Ungewissen.

Sobald ich aber Präteritum benutze, kann und muss ich sagen: „Steffi Graf gewann in Melbourne im Viertelfinale … “ und der Hörer/ die Hörerin hat sofort die Botschaft am Anfang des Satzes oder fast am Anfang des Satzes verstanden.

Die Hörer haben die Botschaft früher verstanden. Bedeutend früher. Die Nachrichten sprechen oft anders als die Menschen in der Gaststätte. Die Nachrichten benutzen dann formell das Perfekt, der echte Mensch aber das Präteritum. Aber auch in den Nachrichten oder Tageszeitungen, auch in der F.A.Z., werden sie immer wieder den Mix von Präteritum und Perfekt finden. Vielleicht gar im SPIEGEL.

Auch dieses hat mit dem großen Thema PRÄTERITUM (alias IMPERFEKT) sowie PERFEKT zu tun.

Ich würde mich freuen, wenn Sie die von mir angeführten Gesichtspunkte ergänzen, damit alles „runder“ wird … und weniger einseitig betrachtet.

###

wozu hast du geschrieben? zu was?

gestern. zum ZWIEBELFISCH-ABC, konkret: zum thema „präteritum/imperfekt“ (und ja auch perfekt). siehe hier:

### Imperfekt und Präteritum – zwei verschiedene Begriffe für dieselbe Vergangenheitsform? Ist unsere Grammatik nicht schon kompliziert genug? Wozu benötigen wir dann zwei (Fremd-)Wörter, wenn es sich doch um dasselbe Tempus handelt? Oder gibt es da womöglich doch einen Unterschied?

In den meisten Nachschlagewerken findet man unter dem Stichwort „Imperfekt“ einen Hinweis auf den Eintrag „Präteritum“. Letzterer ist heute der üblichere Fachausdruck für das, was man auf Deutsch als „erste Vergangenheit“ bezeichnet.

Die deutsche Sprachwissenschaft hat wesentliche Impulse von der französischen Philologie erhalten – und daher stammt auch die Bezeichnung Imperfekt (frz. imparfait), denn im Französischen wird zwischen einfacher Vergangenheit (passé simple) und unvollendeter Vergangenheit (imparfait) unterschieden.

Diese Unterscheidung gibt es aber im Deutschen nicht. Wir haben kein „passé simple“, sondern nur eine (erste) Vergangenheitsform. Und eben diese als „unvollendet“ zu bezeichnen, ist in den Augen vieler Deutschlehrer und Germanisten irreführend, denn die Vergangenheitsform, um die es hier geht, bezeichnet doch gerade einen Vorgang, der abgeschlossen ist:

Ich ging allein nach Hause.
Er aß nur einen Happen.
Wir warteten auf den Bus.

Was ist daran „unvollendet“? Als unvollendet kann die Handlung nur gedeutet werden, wenn sie sich zum Beispiel in einem Roman abspielt. Und die meisten Romane sind ja in der Vergangenheitsform geschrieben. Wenn man liest „Harry zog seinen Zauberstab“, dann ist die Handlung noch keinesfalls abgeschlossen, dann wird die Sache ja erst richtig spannend, und jeder will wissen: Was passierte als nächstes?

Einen inhaltlichen Bezug zur Gegenwart hat die erste Vergangenheit aber nicht. Den wiederum hat das Perfekt, jene mit „haben“ und „sein“ gebildete Vergangenheitsform. Deshalb nennt man das Perfekt auf Deutsch auch „vollendete Gegenwart“. Wer seine Freunde und Bekannten über seinen Umzug informieren will, der tut nicht gut daran zu schreiben: „Wir zogen um“, auch wenn der letzte Karton bereits ausgepackt ist, sondern sollte besser schreiben: „Wir sind umgezogen“, denn der Wohnortwechsel bleibt ja bis auf weiteres aktuell. Weil also die erste Vergangenheit – im Unterschied zum Perfekt – aus Sicht des Erzählers eine abgeschlossene Handlung beschreibt, bevorzugt die deutsche Grammatik dafür den Ausdruck „Präteritum“. Der kommt aus dem Lateinischen und heißt nicht „unvollendet“, sondern schlicht und einfach „vergangen“. Einigen Romanisten (wie zum Beispiel „Zwiebelfisch“-Autor Sick) fällt es allerdings schwer, sich vom Begriff „Imperfekt“ zu lösen. Ich bitte um Nachsicht und gelobe Besserung.

In der gesprochenen Sprache wird das Präteritum heute nur noch selten gebraucht. Kaum jemand sagt im Gespräch: „Ich ging allein nach Hause“, sondern eben „Ich bin allein nach Hause gegangen“. Wenn das Präteritum in der gesprochenen Sprache zum Einsatz kommt, dann meistens in Verbindung mit Modal- und Hilfsverben:

Ich hatte keine Zeit.
Das war letzten Donnerstag.
Wir mussten nicht lange warten.
Das konntet ihr nicht wissen.

In einigen süddeutschen Dialekten ist das Präteritum sogar völlig verschwunden, dort bedient man sich allein des Perfekts. ### ZWIEBELFISCH-ABC.

und nun?

nun fühle ich mich schon besser. also: gestern ging ich um die ecke, traf auf den herrn ging und habe begonnen, mit dem herrn ging y-ging zu spielen. als dieser dann dazu überging, dass er übergegangen ist, obwohl ich übergangen wurde, verlor ich meinen gang und fing an zu „gingen“, was falsch gewesen ist, weil der infinitiv schon seit 1928 total verboten gewesen sein wird gewesen ist doch wahr!

schön geschichte, herr dr. grammaticus klausensus brutus dumpfus. mir kommen noch die zwiebelfisch-tränen.

seit wann kommen dem ZWIEBELFISCH tränen? dem kommen höchstens die gräten … aber aus dem munde heraus sind sie gekommen kamen.

gekommen kamen? sind? nicht haben?

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