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klau|s|ens schlägt „begrenzt“ als wort des jahres, ja, als wort des jahrzehnts vor – www.klausens.com

klau|s|ens, begrenzt!

ja, das ist das wort: man hört es dauernd, es ist ein „longrunner“: begrenzt. BEGRENZT !!!

am meisten auf den SHOPPING-SENDERN, konsum, konsum, konsum.

gewiss: schon nach wenigen minuten ist die ware „begrenzt“, damit die leute hechelnd schnell etwas bestellen. denn wenn etwas begrenzt ist, dann ist es bald vielleicht weg.

und dann sind die ressourcen der welt ja auch noch begrenzt.

gewiss, alles ist begrenzt, aber da reden nur die protestierer drüber.

man hört, die bienen und die insekten seien nun „begrenzt“.

und die begrenzung geht ja weiter und weiter.

andere forderen eine begrenzung gegen flüchtlinge, oder was ist mit der begrenzung der EU an der grenze irland/nordirland nach dem BREXIT?

mit „begrenzt“ wird eine prinzipal-idee der menschheit erfasst. das wort ist bedeutsam und wichtig. das wort ist dauernd im einsatz …

… geht aber gegen andere schnell-mode-wörter gerne mal unter!

oh ja, oh ja! genau deshalb möge „begrenzt“ wort des jahres werden, oder gar „wort des jahrzehnts“.

es steckt so viel darin!

übrigens: unsere vorräte sind aktuell auch begrenzt – der kühlschrank ruft es bald auch: „begrenzt“ …

… wenn wir endlich den neuen kühlschrank haben, der sich dem „internet der dinge“ zugehörig fühlt. ich weiß!

„begrenzt“ ist universal und universell einsetzbar. ein herrliches wort!

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klau|s|ens über die uns dauernd anlügenden verkaufs-wort-kombis „bis zu“ und „schon ab“ – www.klausens.com

klau|s|ens, man belügt uns dauernd, man belügt uns gemein.

ja, in der werbung so gerne, ich weiß.

die schreiben „schon ab € 5,99 monatlich“, aber dieses „schon ab“ sagt nur, dass man das mieseste vom miesesten (und eigentlich nicht benutzbare) schon für 5,99 bekommen kann.

eben: also müll und murks. man nehme handyverträge. damit etwas anständig funktioniert, muss man wohl deutlich mehr als 5,99 pro monat investieren. vielleicht sogar 30,00 euro, zum beispiel, damit man streaming auf dem smartphone machen kann. (die armen leute, die so was dann kaufen oder abschließen, als vertrag,  meinen aber, sie bekämen alle diese möglichkeiten unendlich schon für schlichte 5,99!)

dennoch heißt es immer wieder und überall und dauernd und unendlich oft: „schon ab“.

ja, es ist wahr und unwahr zugleich, aber offenbar erlaubt.

es ist ja auch erlaubt, im fernsehen etwas anzukündigen … mit „schon ab“, und dann muss man wegen einem sternchen unten etwas lesen, aber man kann es nicht lesen=entziffern.

auch das scheint erlaubt. da steht etwas, was man beim laufenden fernseher weder entziffern noch lesen kann, aber es ist dennoch erlaubt. (ein scherz, diese welt!)

und dieses „schon ab“ wird ja auch gerne in den fußnoten dann erläutert, also: „schon ab“ heißt für kluge menschen eigentlich nur: DAS SCHAFFE DIR NIEMALS AN, so billig kann es nur murks und betrug sein! (man muss also die botschaft „schon ab“ als bewusster mensch komplett umdeuten, um sie richtig zu „lesen“.)

ja, so lese ich die botschaften ja auch immer, den kern, der eigentlich gemeint ist … aber es scheint immer noch millionen menschen zu geben, die auf alles das hereinfallen.

wir sind eine lügende gesellschaft, und sehr oft scheint es auch noch erlaubt.

eben: denn „schon ab“ ist am ende eine lüge, am anfang aber noch nicht, weil man ja wirklich etwas „schon ab“ bekommen kann, mit der einschränkung: dieses angebot ist de facto nicht nutzbar, also murks.

eine herrliche welt, wo man immer nur auf der hut sein muss.

sicher, man hört es doch von all den stromverträgen, was da alles im kleingedruckten steht, wie die menschen da regelrecht mit falschinfo „beschossen“ werden. – diese welt ist unfassbar, aber wahrscheinlich war sie immer schon so.

früher aber gab es mal keine laufenden bilder, keinen film, kein video, auch kein internet, alles das.

ich weiß: früher hat man die leute immer nur LIVE belogen, wenn man denen auf dem markt ein weißes pulver als „medizin“ verkaufte. „schon ab“ war dann saubillig, aber es war ja auch keine medizin, sondern nur irgendein pulver. kreide? gemahlen?

heute bestellen sich die leute solche falschen pulversachen im internet, und werden dann da belogen und betrogen.

sicher, man hört es beispielsweise immer von den kosmetikartikeln: „bis zu 60 % weniger falten“.

ja, ja, „bis zu“, das ist auch so ein klassiker.

da wird erst ein professor gekauft, der macht dann eine windige studie.

in dieser studie hat dann eine (= eine einzige! von übrigens nur 17 personen!) frau 60 % weniger falten, aber die hat auch anders gegessen, anders gelebt, und ist heute besonders spät aufgestanden. außerdem hat man die scheinwerfer für die nachuntersuchung anders eingestellt.

und schon wirbt man mit „bis zu“ oder „bis zu X % weniger“, und die menschen fallen scharenweise darauf rein.

wie früher auf dem marktplatz.

wie heute noch bei dem hütchenspieler.

so ist eben der mensch!

sicher, aber man muss auch mal schreiben, dass „bis zu“ und „schon ab“ formulierungen sind, wo als erstes mal eine alarmlampe im kopf angehen müsste, als erstes!

ja, das finde ich auch.

das schöne bei einem automaten hingegen ist, da steht der preis real dran.

ja, du hast recht, aber: man weiß nicht, wie mit der verpackung bezogen auf den inhalt dann geschummelt wird, das weiß man nicht!

wie recht du hast, wie recht du hast. eigentlich steht man morgens auf und weiß: „du musst dich hüten, sei wachsam. achte auf alles. du sollst ja an 1000 ecken und kanten heute betrogen werden!“

und genau das macht das leben so anstrengend: es gibt 2017 viel mehr felder, wo man uns betrügen und belügen kann, als 1817 … weil es viel mehr produkte gibt, auch ideelle produkte wie verträge über internet-„pakete“. und auch mehr medien, die über diese produkte berichten.

das stimmt: die moderne hat so vieles neu hinzu erschaffen und erfunden, dass natürlich auch die betrugsmöglichkeiten sich so sehr vermehrt haben, auch mit den so herrlichen sprachklassikern „bis zu“ und „schon ab“.

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klau|s|ens zu den kurzen standardsätzen im supermarkt und anderswo – www.klausens.com

klau|s|ens, man weiß, wo man ist.

sicher, allein schon an den sätzen, die dann kommen.

im supermarkt?

ich stehe an der kasse und es heißt: „haben Sie eine payback-karte?“

in der tankstelle drinnen?

ich stehe an der kasse, zahle und die fragen: „brauchen Sie eine quittung?“

beim arzt?

ich stehe an der theke und es kommt: „haben Sie einen termin?“

und in der soap? im fernsehen?

klassiker: „hast du mal ’ne minute?!“, und dann geht es um ein dickes problem, was besprochen werden möge.

so weiß man immer, wo man ist, und das mit verbundenen augen.

die welt ist so klar, so einfach, fast schon primitiv.

du hast vergessen, auf der straße: „hast’e mal ’n euro?“

stimmt, das aber kann an jeder straßenecke sein. da weiß man nicht, wo man ist, aber immerhin kennt man das bettel-setting, in dem man nun „surft“.

eben.

und bei tankstelle und supermarkt fragen sie erst, nachdem du dein zeugs erledigt hast.

und beim arzt schon zuvor! wenn du erst noch zur behandlung willst!

die welt ist also doch verdammt kompliziert!

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klau|s|ens liest den eher doch falschen kränze-abstand-nehm-satz in einer todesanzeige – www.klausens.com

klau|s|ens, die welt denkt über trump und merkel nach, bewertet das wahlergebnis der niederlande, hat angst vor türken-wahlpeitsch-auftitten in deutschland und europa … aber du befasst dich mit sprache!

… mit der sprache in einer todesanzeige.

aber ist das nicht eine kleinigkeit?

wer will bewerten, was am ende aller tage kleinigkeiten und großigkeiten unseres lebens sind oder gewesen sind.

großigkeiten?

ja, das wort müsste es doch geben, denn „größe“ passt da nicht.

du würdest den menschen nicht als eine „größe“ bezeichnen?

nein, denn er ist ja dann irgendwie weg. nach dem tod.

manche überdauern in standbildern und statuen.

bezogen auf sich selber sind diese menschen dann aber auch weg.

fotos? CDs? filme?

ebenso, ebenso: du bist weg, weg, weg.

und die erinnerung? wenn wir in der erinnerung weiterleben?

dann sind es nicht „wir“, sondern eine projektion dieses „wir“ in den köpfen anderer menschen.

man lebt aber irgendwie weiter.

sicher: aber dieses „irgendwie“ ist so vage und so weit, dass dieses „wir“ ein anderes „wir“ ist … als das, welches wir waren.

dann ist es alles anders?

am ende ist es geist und materie und strahlung und welle und atome: etwas ist da, irgendwie – aber es hat nicht mehr mit „wir“ zu tun, oder „dir“ oder „mir“.

danke, da habe ich ja wieder etwas über dein denken gelernt. über deine gottlosigkeit auch.

aber wir wollten doch über den falschen satz zu den kränzen und gestecken berichten.

ja, wie wäre der?

>>Wir bitten, von Kränzen und Gestecken Abstand zu nehmen.<<

die wollen also keine kränze und gestecke dann haben, am sarg.bei der beerdigung.

so wird es wohl sein: ABER …

was „aber“????

ganz offensichtlich haben sie de facto etwas ganz anderes geschrieben.

was denn?

man soll abstand halten, also nicht nahe rangehen, an diese kränze und gestecke. es geht, liest man den satz mal richtig, um eine distanz, eine entfernung … vielleicht eine 10-meter-distanz der ehrfurcht … vor kränzen und gestecken.

aber sie wollten doch etwas ganz anderes sagen.

sicher: >>Bitte bringen Sie erst gar keine Kränze und Gestecke mit, bitte lassen Sie auch keine Kränze oder Gestecke von einem Blumenunternehmen anliefern<< – das wollten sie wohl sagen.

und wieso klingt nun alles falsch?

… weil sie das verb vergessen haben. sie müssten etwa so schreiben, um die andere bedeutung von „abstand nehmen“ ordentlich hinzubekommen: >>Wir bitten, davon Abstand zu nehmen, Kränze und Gestecke mitzubringen oder diese von Floristen anliefern zu lassen.<<

bist du dir sicher?

nein: bisweilen lese ich die DEUTSCHE SPRACHE mehrfach … und dann kommt mir sowohl dieses als jenes falsch vor.

du meinst, vielleicht haben die das von der anzeige doch richtig formuliert, aber weil es so missverständlich ist, in diesem konkreten fall, ist es eigentlich dann doch falsch?

kann alles sein, kann alles sein. [warum hält zweitklausens denn jetzt keinerlei abstand ein? oder nimmt er nur etwas abstand von meinen behauptungen? und: >>abstand halten<< gibt es dann auch noch. es ist alles nur kompliziert.]

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klau|s|ens hört vom “schärfer gewordenen asylrecht” – www.klausens.com

klau|s|ens, die welt ist hart und wir dann gerne noch härter.

wie das leben!

das asylrecht wird nun in deutschland verschärft. (es ist damit „schärfer geworden“, vernahm ich irgendwo.)

>>Der Bundestag hat einem Gesetzespaket zur Verschärfung des Asylrechts und der verbesserten Integration von Flüchtlingen zugestimmt. Das teilte Bundestagsvizepräsidentin Ulla Schmidt (SPD) nach der namentlichen Abstimmung mit. Mit Ja stimmten 475 Abgeordnete, mit Nein 68. Enthaltungen gab es 57. Am Freitag muss der Bundesrat dem Gesetz zustimmen, am 1. November soll es in Kraft treten.<< (QUELLE: zeit online)

das asylrecht ist ein messer: es schneidet ein in das leben derer, die kein asyl bekommen. (und letztlich ja auch in das leben derer, die asyl bekommen.)

das asylrecht könnte ja auch „schärfer“ im ungarischen sinne sein: paprika und so. und der herr viktor orbán von ungarn ist ja gefürchtet.

gerecht ist da gar nichts. (egal, welches „schärfer“ du nimmst.)

nein, denn das asylrecht zeigt nun, wie relativ alles ist.

steigen die zahlen, erkläre ich mehr länder zu sicheren. zack!

und „sicher“ ist relativ, wie alles relativ ist.

so kann man sich auf nichts verlassen.

nein, bisweilen werden gesetze schon zwei wochen nach verabschiedung im bundestag gültig, wenn man den bundesrat auch noch schnell dazwischenlegt.

das relative ist das leben der welt. auch bei den gesetzen und verfassungen … und texten sowieso.

das leben ist per se relativ: egal, ob du asylbewerber oder hartz-IV-bewerber bist. überall fallen und tücken.

ach, ginge es doch allen gut!

du musst die christen fragen, warum der herrgott all das elend so will: es ist beschämend, mensch zu sein, in und auf dieser welt.

und in den krisengebieten erst! in den kriegsgebieten! in den unwettergebieten! in den katastrophengebieten! in den kernunfallgebieten! in den chemie-verseucht-gebieten! und in vielen gebieten mehr!

ja, und dann die sprache dazu: „schärfer“ oder „verschärft“. was soll man nehmen?

sollte man nicht eher „verschärft leben“? wäre das nicht eine idee für die jugendkultur?

und wenn man das wort nun aber im zusammenhang mit asyl liest und hört … dann hat das wort schon eine ganz andere bedeutung bekommen.

da haben sich die menschen geschnitten, die auf rettung hofften: ich weiß.

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klau|s|ens beachtet die deutsch-englisch-arabische beschriftung der REWE-regalschilder bonn-bad-godesberg – www.klausens.com

klau|s|ens, manche dinge fallen auf.

gewiss: der neue REWE in bad godesberg (gehört ja zu bonn) am michaelplatz: da sind die leitschilder an den regalen in 3 sprachen: 1) deutsch 2) englisch 3) arabisch.

bonn ist die alte stadt der diplomaten und die neue der UN: also wahrhaft multikulturell.

gewiss, und eine offene stadt zeugt und zeigt sich in ihrer mehrsprachigkeit. (bonn wirbt ja auch so: „Freude. Joy. Joie. Bonn.“)

das ist aber deutsch, englisch, französisch! europäische sprachen!

aber auch mehrsprachig!

sicher: aber dreisprachigkeit, wovon eine arabisch ist – so etwas ist in deutschland doch sehr ungewöhnlich: vielleicht sieht man russisch, vielleicht türkisch, vielleicht mal japanisch oder chinesisch … aber arabisch?

man sieht immer das, wo man sich geld erhofft und von welcher kultur es viele menschen vor ort gibt: auch das ist ein faktum der angenommenen und dann erlebten multikulturalität.

ist es so?

aber klar: kommen reiche russen nach baden-baden, dann machen die ganz schnell auch russische besprachungen und schilderlein.

und in bad godesberg?

da kommen reiche araber und araberinnen … gerne für operationen. man spricht vom „medizintourismus“.

ach so verhalten sich die dinge!

man muss wissen, dass sich dann natürlich auch eine innerarabische logistik ergibt: mit eigenen geschäften, agenturen, wohnungsvermittlern etc.: das ist die sprache zur sprache aus sich heraus, also: intern aus dieser gruppierung heraus.

und dann gibt es die sprache der deutschen, die sich an diese gruppierungen wenden: entweder aus toleranz und/oder aus geschäftsinteresse.

ich finde mehrsprachigkeit gut! (zugleich weiß ich, dass so mancher deutscher um seine sprache und seine kultur fürchtet.)

es hat also immer zwei seiten.

gewiss, in der bezirksvertretung von bad godesberg diskutiert man über einsprachig arabisch beschilderte geschäfte, der BBB (Bürgerbund Bonn) hat da auch einen antrag gestellt. (sei es der uhrenladen, sei das reisebüro, sei es der dokumentenorganisierer und visahelfer. es gibt einsprachig arabisch beschildertes in bad godesberg zu finden. und prinzipiell vieles in arabischer schrift.)

aber bei REWE ist es nun die große multikultiralität via schildern an den regalen.

gewiss, aus welchen gründen auch immer: ich begrüße diese mehrsprachigkeit.

aber es gibt ein anderes problem.

welches?

wenn ich nur deutsch, englisch, arabisch auf den schildern habe, dann zementiere ich die dominanz der arabischen kultur.

und?

türken, portugiesen, ghanaer, kurden, russen, chinesen, griechen etc. (samt Innen) … die könnten sich dann verloren und zurückgedrängt fühlen. (das gebe ich nur mal zu bedenken.)

ich weiß, dass diese dinge nicht einfach sind. aber mehrsprachigkeit, gelebte mehrsprachigkeit … das macht schon ein gefühl von metropole und weiter welt … das hat etwas antispießisches. das ist eher schön als unschön.

so weit also dein beitrag zur aktuellen flüchtlingsdebatte.

ich habe jetzt nur mal über den neuen REWE in bonn-bad-godesberg am michaelplatz gesprochen. wenn unterschiedlichste volksgruppen notgedrungen auf engstem (ich-bin-)flüchtlingsraum zusammenleben und zusammenleben müssen, dann hat mehrfache einsprachigkeit und gegenseitiges nichtverstehen natürlich ganz andere dimensionen.

nichts ist leicht im leben: man kann es so machen und falsch, man kann es anders machen und falsch, oder man kann es so oder anders richtig machen.

am ende entscheidet die geschichte: gibt es ghettos mit gewalt und randale, dann war alles falsch. gibt es multikulturelle lebendigkeit ohne rassismus und gewalt … mit tollsten bürger- und volksfesten … und täglichen verbrüderungen und verschwesterungen über die kulturgrenzen hinaus – dann war alles richtig.

du sprichst von utopia? (aus welcher sprache ist eigentlich utopia? aus dem altgriechischen?)

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klau|s|ens wird von der menschheit mit fußball erschlagen … also: überschüttet (strom, welle, flut) – www.klausens.com

klau|s|ens, sie zeigen allüberall flüchtlinge, tausende beiträge.

ich weiß, ich weiß. das ist ein super-hype-thema … und dann bekommen wir es nur noch (also fast schon: allein dieses thema) durch medien zugeteilt.

da sind auch wieder diese worte: flüchtlingsschwemme, flüchtlingsstrom, flüchtlingswelle, flüchtlingsflut.

ich weiß. das sind alles aufgeklärte journalisten und journalistinnen, früher haben sie gegen diese worte gewettert – heute benutzen sie diese ganz ohne scham.

die welt ist ein tollhaus!

das wird auch nicht anders, wenn du es dauernd erwähnst.

überall kauern menschen und wollen irgendwo aufspringen. auf laster, auf züge, auf boote: weg, weg, weg.

ich rede nun aber über fußball.

wieso?

weil wir auch mit fußball zugeschüttet werden.

findest du?

aber ja: allüberall spiele und spiele und testspiele und privatspiele.

dann noch ein turnier dort und ein duell hier.

es ist die fußballschwemme, der fußballstrom, die fußballwelle, die fußballflut.

da redet aber keiner so drüber.

dann tue ich das mal, heute.

wieso?

wenn schon von welle, schwemme, flut und strom reden … dann bitte auch überall, wo es nötig wäre.

im fußball?

ich fühle mich davon erschlagen … also „überschüttet“.

und was tust du nun?

ich stelle eine grundfrage an die menschheit: kopf oder cup?

was meinst das?

man kann nicht alles haben, beim fußball schon gar nicht. kopf steht für hirn und cup für die dauerscheinbelustigung des volkes.

gestern war doch auch so ein „cup“.

ja, sicher, bayern münchen hat verloren.

die schwemme der berichte über bayern münchen: das ist ja auch so ein thema.

ich schwimme immer mit im strom.

ja, und deine haarwelle ist heute auch sehr schön.

danke, ich war eben noch in der flut baden. daher!

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