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Noch was zu HENKEL schreiben wollte KLAUSENS

du, klau|s|ens, was wolltest du uns noch zu HENKEL und der jahreshauptversammlung sagen?

zum einen hatten sie immer diese „winning culture“, die nun die „kommunikation“ bestimmt. unten kannst du zwei darstellungsvarianten als fotos aus dem geschäftsbericht 2008 sehen. (die rede von kasper rorsted ging natürlich auch um diese fast schon lächerliche parole der „winning culture“.)

na und? ist gewinnen denn so schlecht?

hier wird doch mit der doppeldeutigkeit gespielt: man sagt „winning“ … und um die kritiker zu beruhigen sagt man „culture“ – also nicht geld, nein, nein, alles ist ja ganz anders. kultur. hochgeistig. anspruchsvoll. werte !!!

das fiel dir auf.

sicher, wenn du dann aber in die „werte“ und gar „visionen“ schaust, die die firma sich gibt, dann ist der „shareholder value“ dabei natürlich vertreten.

VISIONEN UND WERTE

Realgedicht

Wir stellen Kunden in den Mittelpunkt

Wir entwickeln führende Marken und Technologien

Wir stehen für exzellente Qualität

Wir legen unseren Fokus auf Innovationen

Wir verstehen Veränderungen als Chance

Wir sind erfolgreich durch unsere Mitarbeiter

Wir orientieren uns am Shareholder Value

Wir wirtschaften nachhaltig und gesellschaftlich verantwortlich

Wir verfolgen eine aktive und offene Informationspolitik

Wir wahren die Tradition eines offenen Familienunternehmens

REALGEDICHT © Klau|s|ens ĦķΩ7 Klau’s’ens = Klausens =Klau(s)ens =Klau|s|ens Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau=s=ens oder Klau$s$ens, LIVE „geschrieben“, am 20.4.2009, bei der Jahreshauptversammlung des Unternehmens HENKEL in Düsseldorf, Stadthalle, CCD. Der Text befindet sich im Geschäftsbericht für 2008, S. 147. Der Satz: „Henkel ist führend mit Marken und Technologien, die das Leben der Menschen besser, leichter und schöner machen.“ wurde hier für das Gedicht weggelassen, eine künstlerische Entscheidung. siehe auch: http://www.klausens.com/realgedichte.htm

so, das ist jetzt viel holz.

ich denke, dass die „visionen“ von henkel mehr als bescheiden sind, wie man aus obigem dokument erschließen kann.

na und? solche aufstellungen gehören heute zum guten ton. überall werden philosophien zusammengeschnitzt, mit denen man sich „positionieren“ kann.

philosophien? – ich merke nur an, was mir auffällt. – ach ja, noch etwas: dann war es in den hinweisen zur hauptversammlung sehr clever-demokratisch geregelt.

wie denn?

es hieß: „Aktionäre und Aktionärsvertreter, die den Verwaltungsvorschlägen zu TOP 1 bis 12 insgesamt zustimmen wollen, also insgesamt mit JA stimmen wollen, geben keine Stimmkarte ab.“

das ist wirklich eine geniale demokratie. jeder, der sich nicht aktiv beteiligt, sagt automatisch ja.

an solchen kleinigkeiten erkennt man den wahren geist eines unternehmens – und einer gesellschaft. und des kapitals.

was fiel dir noch auf?

das war das, was auch bei ARCANDOR der fall war: sie zeigen die jahreshauptversammlung im internet, aber nur den beginn.

wie das?

sie klinken sich aus dem LIVE-streaming aus, sobald der vorstandsvorsitzende gesprochen hat: „Die Eröffnung der Hauptversammlung durch den Versammlungsleiter sowie die Rede des Vorsitzenden des Vorstands werden zeitgleich im Internet übertragen; eine Übertragung anderer Teile der Hauptversammlung findet nicht statt.“

und die debatte?

die wird natürlich nicht gezeigt. sie machen auch keine stenograpischen protokolle.

das bedeutet?

jeder, der nicht persönlich vor ort ist, kann nicht mithören oder auch später mitlesen, was dort alles an kritik von den aktionären und aktionärsvertretern gesagt wurde. (oder du bittest deine beste freundin, die dann natürlich sekretärin ist und auch super steno kann, mit herbei. andere aufzeichnungsformen sind nämlich auch verboten, für die aktionäre in der versammlung.)

wie genial!

das besondere bei HENKEL ist, dass 2 x das wort „offen“ in dem pamphlet „visionen und werte“ auftaucht (siehe oben unser REALGEDICHT), und dass genau das für die hauptversammlung schon nicht zutrifft. denn da gilt die offenheit nur bis zum ende der rede des vorstandsvorsitzenden. es ist eine eingeschränkte offenheit oder gar eine „gelenkte öffentlichkeit“.

was sagt das?

… dass der kapitalismus viel erzählt, aber meistens ganz anders funktioniert. ein großunternehmen will macht ausüben … und diese auch schön behalten. auch als AG, die dann dem aktiengesetz unterworfen ist, ist es in vielen dingen kaum anders.

was sagt uns das?

die welt ist voller fallstricke … und oft ist man machtlos ausgeliefert.

und die schriftsteller?

… sind die wachsamen menschen, die von den idiotien der welt berichten, um so die zustände am ende gar noch weiter zu stabilisieren. denn solange schriftsteller noch darüber schreiben (dürfen), kann es so schlimm ja nicht sein.

also ganz im geist der WINNING CULTURE von HENKEL gedacht. du bist also schon mit deren geist infiziert. überaus wirkungsvoll, das ganze!

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Von der Henkel-Jahreshauptversammlung berichtet KLAUSENS

klau|s|ens, was erwartetest du von HENKEL?

eigentlich nichts – ich wollte nur den vergleich.

den vergleich wozu?

den vergleich zu ARCANDOR, einige zeit zuvor, am selben ort: düsseldorf, stadthalle, CCD, am rhein.

und gestern sammelte sich HENKEL?

eben! jahreshauptversammlung. – HENKEL ist ein familienunternehmen und auch ein aktienunternehmen, aber die aktien sind wohl mehrheitlich in der hand der familienmitglieder.

also ist alles sowieso familiär.

genau das – auch wenn die nicht alle henkel heißen, sondern ganz anders.

was wird denn anders?

der gut alte herr albrecht woeste, 73, urenkel des firmengründers fritz henkel, der jahrelang (seit 1990!) dem aufsichtsrat vorstand, gab gestern bekannt, dass es nun das letzte mal sei. diese versammlung sei seine letzte als boss des aufsichtsrates.

aha – und dann?

dann folgt eine gewisse simone bagel-trah, eine frau, um die 40 – und die wird dann dem aufsichtsrat vorstehen. sie sitzt schon im aufsichtsrat (auch gestern auf dem podium, zweite reihe, rechts, aber dort links außen, gut sichtbar) und ist ururenkelin. zugleich unternehmerin in rheinbach bei bonn. mutter auch. und mikrobiologin qua beruf.

das ist aber schön!

das wissen wir noch nicht – aber es hat in deutschland seltenheitswert. eine frau an der spitze des aufsichtsrates.

dann ist henkel doch ganz modern!

in diesem sinne ja – bezogen auf das publikum der hauptversammlung hatte man dann wirklich das gefühl, hier sei eine familie zugange.

wieso denn?

es waren viele, viele menschen der älteren jahrgänge, von denen viele wohl einst bei HENKEL gearbeitet haben und die diese hauptversammlung als begegnung mit ihrer vergangenheit sehen. eine behagliche ruhe, eine gewisse gelassenheit, eine freundliche zuwendung, ein stück geborgenheit in wilder zeit.

so kam es dir vor?

ja – ansonsten hatte die hauptversammlung keinen wirklichen zweck, wenn man von bestimmten tagesordnungspunkten absieht. (z.B. satzungsänderungen) – hauptversammlungen sind ein thema für sich! die redner der aktionärsvereinigungen traten dem unternehmen HENKEL eher positiv gegenüber – ein ganz andere stimmung als bei der ARCANDOR-hauptversammlung vom 18.3.2009. siehe: http://www.klausens.com/aktionaersgedich…
KLAUSENS AKTIONÄRSGEDICHTE ARCANDOR! arcandor hatte ja zeitgleich gestern diese pressekonferenz, wo es um die einschnitte ging, die schließungen, alles das. – ein hochgradig gefährdeter konzern.

was hat dich am meisten gewundert?

diese rede von diesem herrn kasper rorsted, däne, und nun im amt als vorstandsvorsitzender, wohl ein jahr … oder so. er wurde zumindest am 14.4.2008 genau in dieses amt gewählt, auch von der jahreshauptversammlung.

und?

er redete auf deutsch. seine rede an die hauptversammlung.

und?

das lobte die sprecherin der deutschen schutzvereinigung für wertpapierbesitz e.V. – sie lobte die die freie art des redens, und das in einer fremdsprache.

und? ist das falsch? ist das nicht toll? auf deutsch? in der fremden sprache? frei zu reden?

aber so war es doch nicht!

wie war es denn?

er hatte zwei dezente ständer mit durchsichtigen plexiglas- oder glasplatten neben sich zu stehen.

und dann?

dann wandte er den kopf einige sekunden nach links, dann wandte er den kopf einige sekunden nach rechts.

und nun?

nun sprach er, ablesend. hölzern, etwas hackelig. formelhaft. zentralkomiteeähnlich. an nordkorea oder china erinnernd. es hörte sich – für mich – grausam an. es waren worthülsen an worthülsen, eine eigene textform: diese rede an die jahreshauptversammlung, die man sich übrigens hier anschauen (und komplett als PDF nachlesen) kann: KLICK! http://www.henkel.de/presse/hauptversamm…

toll!

eben nicht, weil auf dem werksvideo diese beiden ständer mit dem glas natürlich nicht zu sehen sind, sondern nur sein kopf.

aber was tat er?

er las ab! auf diesen glasscheiben war der text gebeamt, und so konnte er ablesen.

und das ganz wirkte „frei“?

nein, überhaupt nicht. er wandte den kopf nach links und nach rechts wie bei einem tennisspiel und gab dann diese worthülsen ab.

du wirfst ihm das vor?

was soll ich ihm vorwerfen? ein jeder muss seinen weg suchen. er ist nun als erster nichtdeutscher der chef bei henkel und muss nun auf dieser versammlung für die werksrentner, die aktien besitzen, deutsch sprechen. also hat er sich diesen trick ausgedacht.

und?

der erfolg oder nichterfolg wird von den rezipienten beurteilt.

und? bist du keiner?

ich bin doch nicht typisch! ich habe nur ein paar aktien, um diese veranstaltung als beobachter aller kunst der klugheit zu besuchen.

und die anderen?

die müsste man eben fragen, wie sie diesen kasper rorsted so fanden. aber wenn die dame von der DSW meint, er habe „frei“ gesprochen, dann scheinen diese billigen zaubertricks ja doch noch einige leute superdoll verwirren zu können.

und sonst?

sonst weiß ich nicht viel zu berichten. ich werde morgen noch auf etwas eingehen. für heute sei dero von HENKEL genug.

ein gedicht?

o.k., eines!

THE DAS NICHT DASH

Die allschöne Gutparole
Eines Omnipotentiellen
Und Hochintellektuellen
Cultural Winning meint
Das Durchkompensieren
Der uneitlen Hirnzahlverluste
Über das Umschwenken
Auf den Kurs eines Dich
Allumfassenden Anglizismus
Der neuesten Unsicherheitsverklärung
Zum Allgemeinsiegeswohl

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau=s=ens oder Klau$s$ens, LIVE geschrieben, am 20.4.2009, bei der Jahreshauptversammlung des Unternehmens HENKEL in Düsseldorf, Stadthalle, CCD, zwischen 11.58 und 12.15 Uhr etwa, es spricht der Aktionär Giebel mit vielen kritischen Bewertungen und Nachfragen. – „Cultural Winning“, NEIN, „Winning Culture“ … ist das neue Parolenpferd des Konzerns, welches den Vortrag von Rorsted und den Jahresbericht / Geschäftsbericht prägte.

kommt DASH denn aus dem hause HENKEL?

nein, nein, eben nicht. DASH kommt vom konkurrenten PROCTER & GAMBLE – PERSIL aber ist von HENKEL. PERSIL!!! – und außerdem ist es ja in dem gedicht „THE DAS“ – der deutsche artikel „das“ wird mit einem „the“ versehen und so anglizisiert. bzw. angliziseliert. (ein neues kunstwort von mir.)

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Weiter von ARCANDOR berichtet KLAUSENS

klau|s|ens ist ARCANDOR nicht endlich abgeschlossen?

ARCANDOR wird nie abgeschlossen sein.

hast du denn endlich alle gedichte abgetippt.

nein, ich bin noch dabei – aber ich mache gute fortschritte:

http://www.klausens.com/aktionaersgedich…

na, dann muss auch gut sein!

ich habe doch noch etwas gezeichnet, LIVE, während der hauptversammlung.

uns reichen doch die LIVE-gedichte – wir brauchen nicht noch LIVE-zeichnungen.

aber wenn es sie doch gibt?!

nun gut, nun gut. noch etwas?

ich wollte, dass der gesamte vorstand und der gesamte aufsichtsrat nochmals genannt wird.

warum?

damit die leute wissen, wer wie wo verantwortung zu tragen hat. von der regierung weiß man das ja in etwa auch.

also, wenn es denn sein muss. sage mir vorher noch: was gab es denn zu essen?

wieso kommst du nun darauf?

ich dachte, viele leute gehen nur deshalb zur jahreshauptversammlung, um schön zu essen. kostenlos zu essen … weil sie ja an den entscheidungen des kapitals sowieso nichts ändern können.

also: ich aß zwei frikadellen mit hohem brotanteil. dazu sah ich noch sehr sahnige tortellini und eine suppe, die eine gulaschsuppe gewesen sein könnte. insgesamt kaum aufregend. wer deshalb kommt, ist selber schuld.

keine riesigen buffets?

ihr habt alle falsche vorstellungen. besonders du, zweitklausens.

sonst sagt du immer: „zweitklausens, du warst doch dabei!“

das stimmt – aber bei deinen vielen fragen muss ich jetzt den eindruck haben, dass du dabei warst, aber gar nichts von allem aufgenommen hast.

komm, sag mir bitte die namen – und dann muss mit ARCANDOR gut sein.

also: zuerst der VORSTAND

Dr. Karl-Gerhard Eick // Vorsitzender des Vorstands

Ressorts: Konzernkommunikation, Investor Relations, Recht, Revision, Vorstandsprojekte, Personal/Arbeitsdirektor, Arcandor Academy

Marc Sommer // Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Ressorts: Primondo, Corporate Service Group, Gesellschaftspolitik,
E-Commerce

Manny Fontenla-Novoa // Vorstandsmitglied

Ressort: Thomas Cook

Rüdiger Andreas Günther // Vorstandsmitglied

Ressorts: Controlling, Treasury, Accounting, Steuern, Mergers & Acquisitions, Finanz-Service, Immobilien

Stefan W. Herzberg // Vorstandsmitglied

Ressort: Karstadt

nun der aufsichtsrat:

Mitglieder des Aufsichtsrats der Arcandor AG im März 2009

Friedrich Carl Janssen // Vorsitzender

Persönlich haftender Gesellschafter der Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA

Udo Behrenwaldt

Freiberuflicher Unternehmensberater im Bereich Finanzstrategie, ehem. Sprecher der Geschäftsführung der DWS Investment GmbH

Andrea Beslmeisl*

Spezialistin für Systemtest, Steuerung und Text

Prof. Dr. Utho Creusen

Unternehmensberater, ehem. Mitglied der Geschäftsführung der Media-Saturn-Holding GmbH

Peter Erb*

Filialgeschäftsführer der Filiale Dortmund der Karstadt Warenhaus GmbH

Leo Herl

Vorsitzender der Geschäftsführung der Madeleine Schickedanz Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG

Ulrich Hocker

Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V.

Prof. Dr. h. c. Karlheinz Hornung

Chief Financial Officer der MAN AG

Dr. Hans-Jochem Lüer

Rechtsanwalt

Rüdiger Merz*

Flugbegleiter

Margret Mönig-Raane*

Stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Bundesfachbereichsleiterin Handel

Hellmut Patzelt* // stellvertretender Vorsitzender

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Karstadt Warenhaus GmbH, Filiale Fulda, kfm. Angestellter

Wilfried Reinhard*

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Thomas Cook AG, kfm. Angestellter

Dr. Hans Reischl

Unternehmensberater, ehem. Vorsitzender des Vorstands der REWE-ZENTRAL AG

Christa Schubert*

Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats der Karstadt Warenhaus GmbH, Filiale Recklinghausen, kfm. Angestellte

Ernst Sindel*

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Quelle GmbH, kfm. Angestellter

Michael Stammler

Vorsitzender des Vorstands der Feri Finance AG

Walter Strasheim-Weitz*

Vorsitzender des Betriebsrats der HESS Natur Textil GmbH, kfm. Angestellter

Gertrud Tippel-Kluth*

Sekretärin beim ver.di-Bundesvorstand, Fachbereich Handel

* Als Vertreter der Arbeitnehmer.

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Erneut zu ARCANDOR und den Aktionären schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, du wirst weiter erzählen?

kann man nicht von einer hauptversammlung unendlich erzählen? dazu bei einem konzern, der u.a. KARSTADT und THOMAS COOK als geschäftsfelder kennt, von PRIMONDO kaum zu sprechen, was dann wiederum kaum einer kennt.

aber das ist bei ARCANDOR ja auch nicht der fall. das kennen!

muss ja auch nicht! wurde auch immer wieder betont: muss ja auch nicht!

wieso denn?

weil ARCANDOR nur eine dachgesellschaft ist, die beteiligungen hält. verstehst du?

ja, ich verstehe: man baut sich geflechte zusammen, die dann unternehmenspolitisch und steuerpolitisch sehr gut funktionieren.

eben: als global player hat man dann KARSTADT-hulla-hulla und KARSTADT-holla-holla, KARSTADT Polen und KARSTADT Gibraltar und KARSTADT Klausens – alles geht. alles muss. „Als Finanzholding positioniert die Arcandor AG sich und ihre Töchter in den Kerngeschäftsfeldern Touristik, Homeshopping und stationärer Handel.“

wirklich?

Holding, Limited, GmbH & Co KG, Pups und Pieps. AG, EKG. alles soll. Zitat: „Die Fusion der britischen MyTravel plc mit der Thomas Cook AG zur Thomas Cook Group plc und der Entschluss, das neu entstandene Unternehmen an der Londoner Börse zu listen, ist ein wichtiger Schritt zur Internationalisierung. Der Erfolgskurs von Quelle Osteuropa, die Akquise von Thomas Cook India machen deutlich: Arcandor sieht seine Zukunft nicht mehr nur in Deutschland.“

ja?

ich biete dir mal einen auszug aus dem genios-firmen-verzeichnis A-Z:

Karstadt Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH
Karstadt Feinkost GmbH & Co. KG
Karstadt Feinkost Verwaltungs GmbH
Karstadt GmbH
KARSTADT Heideloh GmbH
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Freiburg, Kaiser-Joseph-Straße KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Hamburg Kümmelstraße KG
KARSTADT Immobilien Beteiligungsgesellschaft mbH
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Dortmund Aplerbecker Marktplatz KG
Karstadt Immobilien GmbH & Co. Objekt Duisburg Münzstraße I KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Essen, Limbecker Straße KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Hannover, Georgstraße KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Lüneburg, Große Bäckerstraße KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Norderstedt KG
KARSTADT Mobilien Beteiligungsgesellschaft mbH
KARSTADT Mobilien GmbH & Co. Objekte Hertie KG
KARSTADT Mobilien GmbH & Co. Objekte Warenhaus KG
KARSTADT QUELLE Information Services GmbH
KARSTADT QUELLE New Media AG
KARSTADT QUELLE Service GmbH
KARSTADT QUELLE Vermögensverwaltung GmbH
Karstadt SB Warenhausgesellschaft mit beschränkter Haftung
Karstadt Unterstützungsfonds Gesellschaft mit beschränkter Haftung
KARSTADT Vermietungsgesellschaft mbH
Karstadt Warenhaus GmbH
KarstadtQuelle Bank AG
KarstadtQuelle Finanz Service GmbH
KarstadtQuelle Immobilien Beteiligungs GmbH
KarstadtQuelle Joint Venture Beteiligungsgesellschaft mbH
KarstadtQuelle Krankenversicherung Aktiengesellschaft
KarstadtQuelle Lebensversicherung Aktiengesellschaft
KarstadtQuelle Versicherung Aktiengesellschaft

oder aus einer presserklärung der ARCANDOR vom 5.1.2009:

„Die ERGO Versicherungsgruppe AG und die Arcandor AG haben ihre erfolgreiche Vertriebspartnerschaft bekräftigt und sich gleichzeitig darauf geeinigt, ihre Beteiligungen im Finanzdienstleistungsbereich neu zu sortieren. Im Zuge dessen gehen die KarstadtQuelle Bank an Arcandor und die restlichen Anteile der KarstadtQuelle Versicherungen an die ERGO. Entsprechende Verträge sind zum Jahresende 2008 unterzeichnet worden.

Arcandor AG und ERGO kooperieren seit 2002 beim Vertrieb von Finanzdienstleistungsprodukten über das Joint Venture KarstadtQuelle Finanz Service. Diese Gesellschaft hielt bislang alle Anteile an der KarstadtQuelle Bank und einen Anteil von 45% an den KarstadtQuelle Versicherungen.

Entsprechend der jetzt getroffenen Vereinbarung gehen 100 Prozent der Anteile an der KarstadtQuelle Bank an Arcandor, während ERGO die mittelbaren Arcandor-Anteile an den KarstadtQuelle Versicherungen sowie die restlichen Anteile an den Neckermann Versicherungen erhält. Damit wird ERGO zum alleinigen Eigentümer der KarstadtQuelle Versicherungen sowie der Neckermann Versicherungen. Arcandor und ERGO setzen ihre exklusive Vertriebspartnerschaft für Versicherungsprodukte fort.“

toll, was es alles gibt.

ja, das alles macht natürlich immer sinn. finanziell, steuerlich, usw. – aber es hat auch den sinn der totalen verschachtelung und unübersichtlichkeit. die strukturen sind so komplex, dass niemand mehr in der lage ist, einen solchen konzern ernsthaft zu übersehen und zu kontrollieren. das krakenprinzip.

können das viele?

alles durchschauen? – die wenigen leute, die den kern begreifen, können dann über zehntausende von menschen und teile der gesellschaft herrschen. oder ganze städte an den rand des wahnsinns treiben: ich sage „esch-fond“ (josef esch, troisdorf, bauunternehmer) oder „esch-oppenheim-immobilienfond“. das bankhaus sal. oppenheim hat wiederum friedrich carl janssen, und der ist ja jetzt aufsichtsratsvorsitzender von ARCANDOR. und ex-vorstandschef thomas middelhoff ist wiederum in ein paar fällen an solchen fonds beteiligt, die wiederum KARSTADT-warenhäuser betreiben bzw. an KARSTADT die immobilien vermieten. oder so. man muss das einige jahre alles durchrecherchieren, um es vollends zu enthüllen.

was kann man denn leicht erschließen?

personelle verflechtungen. die kann man leicht erschließen. nehmen wir „Sal. Oppenheim“, die bekannte und umtriebige bank und denken uns unseren teil:

Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA wird (in Deutschland) durch folgende Gremien vertreten:

Aufsichtsrat

* Georg Baron von Ullmann, Vorsitzender
* Friedrich Carl Freiherr von Oppenheim, Erster stellvertretender Vorsitzender
* Gerd-Axel Schuster, Zweiter stellvertretender Vorsitzender
* Detlef Bierbaum
* Sabine Diehl
* Monika Fachinger
* Johannes Hellmann
* Peter W. Marx
* Nicolaus Freiherr von Oppenheim
* Karin Stanischa
* Manfred Uthoff
* Dr. Clemens Freiherr von Wrede

Aktionärsausschuss

* Karin Baronin von Ullmann, Ehrenvorsitzende
* Friedrich Carl Freiherr von Oppenheim, Vorsitzender
* Georg Baron von Ullmann, Stellvertretender Vorsitzender
* Ilona Gräfin von Krockow
* Isabelle Marquardt
* Peter W. Marx
* Nicolaus Freiherr von Oppenheim
* Henri Pferdmenges
* Dr. Clemens Freiherr von Wrede

Persönlich haftende Gesellschafter

* Matthias Graf von Krockow, Sprecher
* Friedrich Carl Janssen, Risikomanagement, Beteiligungen und Bankbetrieb
* Christopher Freiherr von Oppenheim, Vermögensverwaltung
* Dieter Pfundt, Investment Banking

und der vorstand? von ARCANDOR?

der soll es ja machen. das tagesgeschäft. umsetzen!

der aufsichtsrat?

entweder man ist mit allem gedanklich verschwägert (so sitzt ja herr herl darinnen, für die schickedanz-gruppe (QUELLE!), als beispiel nur: die haben ja wiederum rund ein viertel der ARCANDOR-aktien) … oder (das dürfte bei einigen arbeitnehmern-vertretern der fall sein): die ganze angelegenheit wird dann so verzahnt und so verquirlt, dass man nicht recht weiter weiß. arbeitnehmervertreter bei ARCANDOR ist entweder ein dauerabnickungsjob oder viele nächte schlechten schlafes, wenn man seine aufgabe wirklich „gut“ (in welchem sinne?) durchführen will.

aber du, klau|s|ens, du durchschaust die welt?!

natürlich, also teilweise, also puzzlestücke, also atome. also fast nichts … und dennoch fast schon alles. – man darf sich von komplexen sachlagen nicht einschüchtern lassen. der künstler und schriftsteller sieht oft mehr von der welt, weil er die formen der dinge den inhalten zuzuordnen zu weiß. das ist eine höhere erkenntnistufe.

allein der künstler? der dichter? und die anderen?

und dann gibt es nach leute wie den gestern beschriebenen darsteller manfred klein oder die SdK, schutzgemeinschaft der kapitalanleger, (siehe weiter unten) oder die „kritischen aktionäre“ (Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V., Ebertplatz 12, 50668 Köln / Postfach 130335, 50497 Köln,
dachverband[ÄTT]kritischeaktionaere.de, gegründet 1986, eingetragener Verein Nr. 9529 beim Vereinsregister Köln) oder die DSW, Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz … und viele andere noch. viele davids gegen die ewigen goliaths namens AG.

mehr nicht?

ich überschaue aber die prinzipien und weiß, wo es dringend angesagt ist, warnungen auszusprechen.

künstler sollten sich nicht in die komplexen strukturen gigantischer konzerne verstricken!

nein? – du vergisst: es gibt ja auch unsere gedichte: http://www.klausens.com/aktionaersgedich…

und hast du ein seriello?

ja, ja, von diesem herrn janssen, der ja von der bank sal. oppenheim ist, „privat haftender gesellschafter“. das seriello nenne ich: http://www.klausens.com/seriello-aufsich…

und noch ein gedicht?

nun gut:

AKTIONISMUS UND AKTIONÄRE

Der große Schauspieler
Und Optimist Doktor
Middelhoff schickte
Die Aktien auf
Talfahrt ohne die
Bremsstreifen zuvor
Analysiert zu haben

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau$s$ens oder Klau€s€ens oder Klau&s&ens, LIVE geschrieben, am 18.3.2009, bei der Jahreshauptversammlung von ARCANDOR, in Düsseldorf, in der Stadthalle, im CCD, Congress Center Düsseldorf, Rotterdamer Straße 141, 40474 Düsseldorf, gegen 11.35 Uhr. Es redet ein Vertreter der SdK, Jürgen Erdmann, für: Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V., Maximilianstr. 8, 80539 München, Tel.: 089 – 20 20 846 0, Fax: 089 – 20 20 846 10, E-Mail: info [ÄTT] sdk.org
ACHTUNG: Dieses Gedicht ist ein Zitatgedicht. Zu den Zitatgedichten siehe: http://www.klausens.com/zitatgedichte.ht…

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Bei der ARCANDOR-Jahreshauptversammlung ist auch Dichter KLAUSENS

klau|s|ens, was soll ein dichter bei der jahreshauptversammlung?

dichten!

das hast du getan?

aber sicher: gemäß meiner / unserer theorie des LIVE-dichtens: http://www.klausens.com/live-dichten-the… war es geradezu zwingend, sich auch in der wirtschaft umzutun.

du hast also die ganze sitzung begleitet?

aber ja: von beginn an, ab 10,00 uhr … bis zum bitteren ende, um 22.15 uhr. komplett!

die ganze zeit?

ja, es war eine selbstprüfung besonderer art, zumal der saal des morgens an die 1000 aktionäre als besucher gehabt haben soll, abends aber nur noch circa 60 aktionäre beinhaltete. weniger aktionärsvertreter also, als – der auch da seiende – vorstand (5) und aufsichtsrat (19) und notar (1) und security und technik und service und catering und der „wortmeldetisch“ … und alles das zusammen.

du liebst das kapital?

nach dieser veranstaltung habe ich das kapital noch mehr verabscheuen gelernt. am ende gab es stimmergebnisse von 99% bis 98 %, gigantisch russisch-sowjetisch-chinesische zahlen. selbst ein so umstrittener mensch wie thomas middelhoff (ex-vorstand, bis februar 2009, bewusst nicht anwesend, da er u.a. als „plaudertasche“ und „schönredner“ bezeichnet wurde, von einigen aktionären. er gilt als einer der verantwortlichen ruinierer von KARSTADT und allem anderen, was zu ARCANDOR gehört) kam bei der „entlastung“ auf 98,76 %.

wirklich?

ja, das ist ein besserer scherz! auch der herr zumwinkel (ex-post und hier ex im aufsichtsrat) wurde mit 98,83 % entlastet. und das zudem bei der „performance“ von ARCANDOR. nicht nur aus wirtschaftlicher sicht, sondern auch aus der dividenden-sicht der aktionäre. da wurde doppelt versagt, könnte man sagen!

wie kommen solche scherze bzw. solche schlechten scherze zustande?

das kapital regiert – in einer aktiengesellschaft natürlich ganz deutlich und ganz besonders. je mehr aktien, je mehr stimmen. und wenn sich die großen kapitalseigner einig sind, dann ist alles andere nur schauspiel.

und so war es gestern auch?

aber ja. sie wussten vorher, was nachher rauskommt.

und dennoch gibt es die hauptversammlungen?

es muss ja einen ort und einen moment geben, um diese stimmen dann zu erbringen. gestern wurden z.B. friedrich carl janssen von der bekannten privatbank sal. oppenheim (ja, die mit dem esch-fond zusammen einige geschäfte …) zu köln (nein, jetzt ja clever aus luxemburg … und köln) … und rechtsanwalt lüer aus köln in den aufsichtsrat eingewählt. das muss ja alles passieren. wie bei einem verein. das braucht einen rahmen.

dann ist alles sinnlos? es gibt für den kleineren aktionär keine rechte? keine chancen? keinen zugriff?

teils, teils. das deutsche aktienrecht bietet den aktionären viele rechte, die dann die bekannten und gefürchteten „kleinaktionäre“ bisweilen erbarmungslos ausüben, um den konzern-vorstand und den aufsichstrat zu quälen … und zugleich wahrheiten ans licht zu befördern.

kleinaktionär? bedeutet das 1 aktie?

1 aktie lag heute morgen bei eröffnung der börse bei 1,39 EURO. 1 aktie ist bei ARCANDOR also weniger wert als eine nationale tageszeitung: 1,37 EURO!!! eine kleine aktie. bei AUDI ist eine aktie mehrere hundert EURO wert. es hat eben auch mit der art der ausgabe der aktien dereinst zu tun.

und wieviel hat der kleinaktionär? an aktienbesitz? 1,37?

aber hallo! – bei rund 170 millionen grundkapital bei ARCANDOR wärest du mit 1 Millionen EURO aktienbesitz locker ein „kleinaktionär“.

was fragen kleinaktionäre dann?

ja, die stellen teils sehr brisante fragen – und dann schaut immer der notar zu, ob auch alles nach dem recht läuft, während der konzern ARCANDOR ein back-office von 50 leuten hat, während der sitzung (die übrigens rund 800.000 euro kostet, diese jahreshauptversammlung) … samt extra engagierter rechtsanwaltskanzlei bzw. sozietät, die dann zusammen eifrig alle fragen im hintergund beantworten.

richtig?

das ist eben die frage. die kleinaktionäre rufen dann bisweilen laut und erregt „NICHT BEANTWORTET!“ und „NEHMEN SIE DAS ZU PROTOKOLL!“, damit auf diese weise druck ausgeübt wird.

findest du das richtig?

aber ja. ich hatte gestern mehr denn je die überzeugung, dass das kapital ein geheimbund ist, der nur zu einem kleinen teil öffentlich agiert. aber in wirklichkeit blickt keiner durch, hinter alle diese verschachtelungen und verbündelungen von anteilen, beteiligungen, pfändungen, limiteds, GmbH & Co. KGs, tranches, abgleichungen, cash flows, EBITs und EBIT-DAs … und was es alles gibt. es widert einen an.

und diese klein-aktionäre?

einer heißt auch so „klein“, genauer: manfred klein. er war gestern auch da. einer der gefürchtetsten, weil einer der das aktienrecht sehr gut kennenden und nutzenden. zudem macht er ein aktionstheater aus seiner performance, weshalb dann wiederum andere aktionäre sich über diese minutenlangen vorführungen beklagen. er ist anstrengend und enthüllend gut zugleich, der herr klein als kleinaktionär. ein kunstwerk! eine soziale plastik!

dann ist alles ein schauspiel, mit ein bisschen wahrheit?

anders: die abstimmungen sind vorher vom kapital abgeklärt worden. im hinterzimmer, im garten, in einem lokal, im konferenzraum …. wo auch immer.

und dann?

dann kommt die versammlung – und das ist öffentlichkeit.

was macht die öffentlichkeit?

die bewertet den konzern. das sind artikel in den wichtigen kapital-fachzeitschriften bis hin zu tageszeitungen wie „Süddeutsche“, F.A.Z., Financial Times, etc.

und wer noch?

natürlich die ganzen „analysten“. die schauen sich sowas auch ja alles an. und die nagenden fragen bestimmter „kleinaktionäre“ sind eigentlich nur eine art recherche für alle diese analysten und wissenden. es muss also mit den mitteln des aktienrechts und dem darin festgelegten recht, auf der jahreshauptversammlung zu fragen, wissen erarbeitet werden, was zur bewertung des konzerns dient.

aha! also hat doch alles einen sinn!

sicher, im sinne einer demokratischen öffentlichkeit ist alles über ARCANDOR und andere konzerne wichtig. alles. (ich denke, dass viele der kleinaktionäre auch gezielt – und bezahlt – für andere leute zuarbeiten. zudem gibt es ja gruppierungen wie „kritische aktionäre“ und „deutsche schutzvereinigung für wertpapierbesitz“, die offiziell für diese zwecke existieren.)

was denn z.B. war wichtig, obwohl es unwichtig scheinen könnte?

so wurde gefragt, ob der aufsichtsratsvorsitzende friedrich carl janssen und der nagelneue vorstandvorsitzende dr. karl-gerhard eick nebeneinander wohnen, also quasi nachbarn sind.

und?

es scheint so zu sein, dass beide in köln sehr nah nebeneinander wohnen.

aha: und dann hat der janssen gesagt: „hey, karl-gerhard, komm doch von der TELEKOM zu uns!“

eben – das sind mögliche modelle. und der herr eick sagte vielleicht: „ich käme ja, wenn du mir bestimmte garantien gibst.“

und dann?

dann fragen die aktionäre gestern, warum sich herr dr. eick auf so einen „schleuderstuhl“ setzt, angesichts der misslichen lage von ARACNDOR. und schon beginnt sherlock holmes zu kombinieren – und diese erkenntnisse wirken sich auf die bewertung von ARCANDOR aus, was sich wiederum auf die aktienbewegungen auswirkt. dann gibt es rating-agenturen … und vieles mehr.

ist die so? die lage? von ARCANDOR? misslich?

dazu fehlt mir das fachwissen. aber die berichte und kommentare geben dazu anlass, zu vermuten, dass die „refinanzierung“ überaus ernst genommen werden muss.

du drückst dich so vorsichtig aus!

ich lerne beständig dazu – und die anwälte der großen konzerne sind ja kohorten des prüfens und checkens und kontrollierens und … klagens.

willst du nicht beklagt werden?

nur wenn es meinem ruhm nützt … und ich nicht finanziell ruiniert werde. nur dann.

dann halte dich bei ARCANDOR lieber zurück.

nein, nein, ich nutze eben nur die waffen der kunst für die bewertung des kapitals und seiner schachzüge.

was tatest du, klau|s|ens?

wir, zweitklausens, wir!

was taten wir?

wir haben LIVE gedichtet, über 40 gedichte – und so wird die welt wissen, was man von manchen dingen zu halten hat.

wo wirst du sie aufschreiben?

http://www.klausens.com/aktionaersgedich…

und hast du ein seriello?

ja, ja, von diesem herrn janssen, der ja von der bank sal. oppenheim ist, „privat haftender gesellschafter“. das seriello nenne ich: http://www.klausens.com/seriello-aufsich…

und ein gedicht?

eines vorab?

gern!

nun gut:

ERMESSUNGSTANTIEME

Es käme darauf an
Zu klären, was wir
Gedenken zu tun,
Um die Mehrung
Des Geldbetrages
Für die Zielerreichung
Des Vergütungsberichts
Dir, mein Freund, noch
Zusätzlich zukommen
Zu lassen, und auch noch
Zu geben, natürlich!

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau$s$ens oder Klau€s€ens oder Klau&s&ens, LIVE geschrieben, am 18.3.2009, bei der Jahreshauptversammlung von ARCANDOR, in Düsseldorf, in der Stadthalle, im CCD, Congress Center Düsseldorf, Rotterdamer Straße 141, 40474 Düsseldorf, gegen 10.40 Uhr. Friedrich Carl Janssen, Aufsichtsratsvorsitzender und Sitzungsleiter redet über die Vergütungen, die gezahlt werden und wurden. Ein überaus komplexes Thema von „fester Vergütung“ und „variablem Bonus“ und „dividendenabhängiger Vergütung“ und „Sondervergütung“ und „Beiträgen zur Altersversorgung“ und „Nebenleistungen“. Ex-Vorstand Thomas Middelhoff soll überaus vieles davon bekommen haben. Im letzten Jahr ganz besonders.

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
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