Schlagwort-Archive: Stefan Gronert

Seinen Finger beim Auslösen beim Fotografie-Symposium als Schatten seiner selbst fotografiert KLAUSENS

klau|s|ens, du warst wieder als künstler aktiv?!

wir beide, zweitklausens. immer wir beide!

es war eine tagung zum thema fotografie? kulturstiftung des bundes?

ja, das stimmt.

sie sprachen also über die fotografie?

auch da hast du alles richtig wiedergegeben, wenn auch überaus verkürzt.

was war noch?

da war klausens als klau|s|ens als KLAUSENS, der künstler aller schraibwaisen und schreibweisen, der während dieser tagung LIVE ein foto-seriello machte, was sich mit dem thema der tagung befasste bzw. darauf reagierte.

wie war das thema genau?

so, samt vortragsthemen:

„Können Bilder lügen? – Fotografie zwischen Dokumentation und Inszenierung

Tagung im Rahmen der Veranstaltungsreihe Philosophie:Kunst 2009-2011 – eine Kooperation der Kulturstiftung des Bundes und der Ludwig-Maximilians-Universität München

Das digitale Zeitalter und der Einsatz neuartiger Techniken der Bildproduktion und -bearbeitung haben unseren Begriff von Fotografie, Abbild und Wirklichkeit nachhaltig verändert. Der Fotografie als Zeugnis oder Mittel für die Dokumentation realer Sachverhalte steht das weite, und nicht ausschließlich künstlerisch besetzte Feld fotografischer Inszenierung gegenüber: Mit Bildwelten, die das Spektrum des Darstellbaren radikal erweitern und die Wahrnehmung des Betrachters herausfordern.

Die Tagung Fotografie zwischen Dokumentation und Inszenierung in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bonn setzt sich zum Ziel, zeitgenössische Fotografie im Kontext dieser unterschiedlichen Strategien zu analysieren. Eingeladen sind führende Vertreter der Philosophie, Bild- und Kunstwissenschaften aus Deutschland, Kanada und den USA, um ihre Positionen mit dem Publikum zu diskutieren.

Die Tagung ist die letzte Veranstaltung im Rahmen der Konferenz-Reihe Philosophie:Kunst, die die Ludwig-Maximilians-Universität München zusammen mit fünf Museen in Deutschland veranstaltet. Ziel des Projekts ist es, aktuelle Fragen der Kunst in einer möglichst klaren und verständlichen Sprache zu erörtern. Dabei sollen die Methoden und Begriffe der analytischen Philosophie für das Verständnis zeitgenössischer Kunst fruchtbar gemacht werden.“

Projektverantwortliche:
Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin und Prof. Dr. Jakob Steinbrenner
Lehrstuhl für Philosophie IV, Ludwig-Maximilians-Universität München

Begrüßung: Dr. Stefan Gronert, Kurator für Gegenwartskunst, Kunstmuseum Bonn
Moderation: Prof. Dr. Jakob Steinbrenner, Philosophisches Seminar, Ludwig-Maximilians-Universität München

Referenten/-innen und Vorträge:

Prof. Dr. Kendall L. Walton Department of Philosophy der University of Michigan

What is Special about Photography?

Prof. Dr. Herta Wolf Kunsthistorisches Institut der Universität Köln

Ein Bild ist etwas nur in einer Bildersprache (Ludwig Wittgenstein) – und eine Fotografie in einer Fotografiensprache

Prof. Dr. Michael Wetzel Germanistisches Seminar der Universität Bonn

Inframediale Spuren: Fotografien zwischen Beweis und Zeugnis und das Dilemma des Dokumentarfilms

Prof. Dr. Klaus Sachs-Hombach Philosophische Fakultät der Technischen Universität Chemnitz

Die Fotografie als die ›› menschenfeindlichste aller Künste ‹‹ ?

Prof. Dr. Dominic McIver Lopes Department of Philosophy der University of British Columbia.

We’re All Artists Now: Digital Photography Beyond Documentary and Staged Production

oho!

siehst du: oho! die einen reden immer nur. sie reden immer über die kunst. – die anderen machen kunst.

und dann gibt es leute, wie klau|s|ens und zweitklausens, die kunst auch davon machen, wie bzw. wenn leute über die kunst reden.

gewiss, auch das gibt es. ein sonderweg, der beides löblich vereint. (ein teilaspekt unserer weitgefächerten kunst.)

ein SERIELLO?

gewiss, ein SERIELLO. hier leicht abgewandelt der kleine erläuternde text auf der homepage von uns, wie er sich jetzt darstellt:

“ Mein Finger am Auslöser zur Fotografie zwischen Dokumentation und Inszenierung “

Dieses SERIELLO von Klau|s|ens = Klausens entstand am 7.7.2011 LIVE während eines Symposiums / einer Tagung zur Fotografie im Kunstmuseum Bonn.
„Fotografie zwischen Dokumentation und Inszenierung“.
Die Bilder zeigen, wie der Fotograf und Künstler Klau|s|ens LIVE den Schatten auf seinem eigenen weißen Papier fotografiert, den er selber wirft, also: der sich ergibt, während er fotografiert und zugleich die Tagung zur Fotografie schon stattfindet. Wir sehen also zum Beispiel im oberen Teil der Fotos im helleren Grau (als einen Hügel oder Berg) immer den realen Finger des Fotografen selbst (KLAUSENS Zeigefinger), der Teil des Fotos wird, welches er gerade selber auslöst, wobei alles zudem LIVE während der Tagung zur Fotografie (Können Bilder lügen?) stattfindet, die auch schon begonnen hat. Es spricht gerade Stefan Gronert vom Kunstmuseum die ersten Begrüßungsworte der Veranstaltung. Die Fotos wurden von KLAUSENS zwischen 10:06 und 10.11 Uhr MESZ LIVE aufgenommen. 69 Bilder, die das Wesen der Fotografie in aller essentiellen Herrlichkeit dokumentieren.

wo?

im internet hier: http://www.klausens.com/seriello-mein-finger-am-ausloeser-zur-fotografie.htm

und ich dachte erst: was sind das für berge und hügel? wo hat der die her? soll das japanisch oder koreanisch sein?

es ist … mein finger (also unser finger, zweitklausens!)  … es ist die dokumentation der wahrheit als irreal-reale inszenierung eben dieser, die aber doch LIVE und wahrlich aufgenommen wurde, und doch so verfremdet und fern erscheint. so vertrackt ist die welt. und die der kunst erst recht.

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Das Symposium „Avantgarden im Rheinland“ zu „Der Westen leuchtet“ und KLAUSENS

klau|s|ens, sie reden immer.

über kunst.

es wird immer so langweilig dann.

kunst kann wild und lebendig sein, aber sobald die kunsthistoriker und kunstmacher und kunstgeschichtler und alle -innen antreten, bleiben nichts als die reden, entweder frei oder halbfrei oder abgelesen. aber reden, reden, reden.

und sitzen, sitzen, sitzen.

so wird dann aus der kunst das unnütze der nichtkunst.

schon wenn die dinger im museum sind, die gemälde, installationen, video, happenings. schon dann verlieren sie doch.

das ist sehr wahr.

aber wenn sie dann darüber reden, reden, reden.

wenn sie symposien machen …

… dann verliert die kunst alles (wenn es überhaupt da war!) weltbewegende …

… und wird besonders arm und farblos und leer und unwichtig, wie alles andere auch. kunstsymposien sind oft harrgenau so wie alle anderen symposien auch. so wird aus der kunst das all-geisteswissenschaftliche des ablegens im unergründlichen der ödnis alles daseins.

wenigstens die LIVE-dichtung versucht hilflos, noch etwas hinüberzuretten, in die sphäre der phantastischen erkenntnis.

http://www.klausens.com/klausens-und-tony-cragg.htm

ach, die kunst! und deren sie beredende!

und die SERIELLOs:

http://www.klausens.com/seriello-tony-cragg.htm

http://www.klausens.com/seriello-stefan-gronert.htm

„Symposium
Avantgarden
im Rheinland
Bonn, 21.–23.10.2010
programm
donnerstag, 21.10.2010
18.00 Uhr begrüssung :
Dr. Gabriele Uelsberg (LVR LandesMuseum Bonn)
und Prof. Stephan Berg (Kunstmuseum Bonn)
18.20 Uhr einführung :
Prof. Anne-Marie Bonnet (Universität Bonn)
und Dr. Stefan Gronert (Kunstmuseum Bonn)
18.45 Uhr Rheinische Avantgarden und die
Rolle der Kunstakademie Düsseldorf
Prof. Tony Cragg (Kunstakademie Düsseldorf)
19.30 Uhr Die West-Kunst in Museen und Ausstellungen
Prof. Klaus Honnef (Bonn)
freitag, 22.10.2010
Sektion »Neue (?) Medien:
(Über)Regional und I ntermedial«
10.00 Uhr einführung :
Moderator Dr. Stefan Gronert
10.15 Uhr Intermedialität in der Fluxus-Bewegung
Prof. Ursula Frohne (Universität Köln)
11.00 Uhr »Good Morning, Mr. Orwell«.
War der institutionelle Einsatz für die Videokunst
in den 80er Jahren mehr als ein Flirt?
Dr. Doris Krystof (Kunstsammlung NRW, Düsseldorf)
11.45 Uhr Neben, mit und nach der Photographie im Rheinland
Prof. Rolf Sachsse (Hochschule der Bildenden Künste,
Saarbrücken)
12.30 Uhr mittagspause
Sektion »Institutionen – Vermittler
und/oder Hervorbringer des N euen«
14.00 Uhr einführung :
Moderatorin Dr. Gabriele Uelsberg
14.15 Uhr Werte ohne Währung? Handlungsspielraum
und Deutungsmacht des Kunsthandels zwischen
Kriegsende und Währungsreform
Dr. des. Daniela Wilmes (Aachen)
15.00 Uhr Alles auf Anfang. Max Imdahl und die
Bochumer Kunstgeschichte
Prof. Richard Hoppe-Sailer (Universität Bochum)
15.45 Uhr kaffeepause
16.00 Uhr Kuratierte Städte: Der Museumsboom im Rheinland
Prof. Philip Ursprung (Universität Zürich)
16.45 Uhr Die Selbstdarstellung des Rheinlands
Dr. Georg Imdahl (Köln)
18.00 Uhr Führung durch die Ausstellung »Der Westen leuchtet«
im Kunstmuseum Bonn
samstag, 23.10.2010
Sektion »Künstlerische ProzeSSe
im Rheinland seit den sechziger Jahren«
10.00 Uhr einführung :
Moderator Prof. Anne-Marie Bonnet
10.15 Uhr Joseph Beuys im Rheinland der 60er Jahre
PD Gerald Schröder (Universität Bochum)
11.00 Uhr »Sigmar Polke & Co« in der
Avantgarde-Galerie Erhard Klein
Wiebke Siever M.A.
11.30 Uhr Das Image muss komplexer werden. Versuch über
die kontrollierte Offensive im Werk von Gerhard Richter
Michael Stockhausen, Mag. Cand.
12.00 Uhr Polke, Kippenberger, Krebber:
die rheinische Selbstkritik der Malerei
Prof. Isabelle Graw (Städelschule Frankfurt)
12.30 Uhr schlussworte
veranstaltungsort
LVR LandesMuseum Bonn,
Colmantstraße 14–16, 53115 Bonn

avantgarden im rheinland
Symposium, 21.–23.10.2010
Das Jahr 2010 bietet den Anlass zu einer Standortbestimmung
der nationalen und internationalen
Bedeutung des Rheinlands als Kunst-Region. Ergänzend
zur groß angelegten Ausstellung »Der Westen leuchtet«
des Kunstmuseums Bonn, die eine derartige Betrachtung
des künstlerischen Schaffens im Rheinland von
1960 bis heute ins Auge fasst und dabei alle zentralen
künstlerischen Positionen von Beuys, Richter und Polke
bis zur Gegenwart präsentiert, haben sich erstmals
das LVR LandesMuseum Bonn, das Institut für Kunstgeschichte
und Archäologie der Universität Bonn, das
Kunsthistorische Institut der Ruhr-Universität Bochum
sowie das Kunstmuseum Bonn zusammengetan, um
mit Hilfe eines Symposiums die Fragestellung der
»Avantgarden im Rheinland« von wissenschaftlicher
Seite zu untersuchen.
Das Symposium verfolgt die künstlerischen Avantgarden
des Rheinlands über den Zeitraum des vergangenen
halben Jahrhunderts und setzt dabei unterschiedliche
Schwerpunkte, die neben der Kunst-Produktion auch
den Institutionen und den »Neuen« Medien gelten. Die
Referenten sind Experten unterschiedlicher Herkunft
(Professoren, Museumsdirektoren, Kuratoren, Kritiker
und Studierende), die ein Niveau gewährleisten, das die
Diskussion über die deutsche Nachkriegskunst generell
erheblich befruchten wird.
Zielgruppe der Veranstalter sind nicht allein die Besucher
der Ausstellung »Der Westen leuchtet« im Kunstmuseum
Bonn, sondern vielmehr eine breite Interessentengruppe
und Kunsthistoriker, die sich mit der deutschen Nachkriegskunst
im Allgemeinen auseinandersetzen.
Der Besuch des Symposiums steht allen Interessierten
offen; es werden keine Teilnahmegebühren erhoben.
Veranstalter: Kunstmuseum Bonn, LVR LandesMuseum
Bonn, Institut für Kunstgeschichte und Archäologie
der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn in
Kooperation mit dem Kunstgeschichtlichen Institut
der Ruhr-Universität Bochum“

ach: immerhin ist nun alles sauber und schön dokumentiert.

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Einträge zu „Status Quo Vadis?“ von KLAUSENS beendet

klau|s|ens, gib doch endlich ruh‘ – es muss nun gut sein.

was denn?

ich will nichts mehr lesen, von der debatte, die eigentlich keine war.

du meinst zu „status quo vadis?“, oder wie??? dieses treffen zu bonn? kunst und kultur? alles das? (UNTERTITEL: „Wie verträgt sich öffentliche Kulturförderung mit zeitgemäßen Museen und Ausstellungshäusern?“)

ja, ja, sie haben nicht wirklich gestritten und geredet, es war – mit wenigen ausnahmen – alles nur ein „äußerlicher auftritt“.

aber heute hat sich doch auch noch der kulturstaatsminister geäußert.

der von ganz oben, von der regierung der?

der neumann hat sich für heute (8.2.2009) geäußert. man hat ihn wohl anlässlich der filmfestspiele interviewt (also nicht anlässlich von „status quo vadis?“ im bonner kunstmuseum zu bonn).

was sagte er?

der neumann? also, zu jaqueline boysen vom deutschlandradio berlin / deutschlandfunk? — u.a. das folgende:

Boysen: Verlassen wir mal das Terrain Berlinale und Film. Der Staatsminister im Kanzleramt ist als Beauftragter für Kultur und Medien für die Finanzierung wichtiger Kultur- und Kunstereignisse im Lande verantwortlich. Sie haben, Herr Neumann, den Etat in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöhen können und damit, wie einer meiner Kollegen hier im Deutschlandfunk so schön gesagt hat, „das Wunder von Bernd“ vollbracht. Auch für den nächsten Haushalt haben Sie eine Etatsteigerung angekündigt. Müssen Sie sich angesichts der Finanzkrise um die Finanzierung der Kultur Sorgen machen? Wie realistisch ist denn Ihr Versprechen, Ihre Ankündigung noch?

Neumann: Ja, da ich in den letzten zurückliegenden drei Jahren alle meine Ankündigungen eingehalten und sie mehr als erfüllt habe, gehe ich davon aus, dass auch der nächste Kulturetat des Bundes eine Steigerung vorsieht. Da bin ich optimistisch – wie überhaupt ein wichtiges Ziel zu Beginn meiner Amtszeit war, die Rahmenbedingungen für die Kultur zu verbessern. Und das fängt nun mal auch mit dem Geld an. Nicht alles ist mit Geld zu machen, aber es ist ganz wichtig, dass eine gewisse Grundsicherung da ist für unsere Kultur. Eine andere Frage ist, welche Auswirkungen wird die Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Kultur insgesamt haben? Natürlich – irgendwie wird sie Einfluss nehmen. Aber auch hier ist das Fördersystem in Deutschland ein Vorteil gegenüber der Situation in Amerika. In den Vereinigten Staaten sind die Ausgaben für Kultur nur zu 10 Prozent etwa staatlich finanziert. 90 Prozent …

Boysen: Das Verhältnis ist bei uns anders herum …

Neumann: … ja, 90 Prozent müssen über Sponsoren und Spenden etc. hereingeholt werden. Dass dies in einer Wirtschafts- und Finanzkrise sich bemerkbar macht, kann man bereits in Amerika verfolgen: Leute werden entlassen, Museen und Theater sollen geschlossen werden. Dies alles wird in dieser Form bei uns nicht passieren, denn mehr als 90 Prozent der Kulturausgaben in Deutschland werden durch die öffentliche Hand finanziert – Länder, Gemeinden, Bund. Natürlich – wie gesagt: Es wird sich bemerkbar machen, aber das wird unser gesamtes Kulturfinanzierungssystem nicht auf den Kopf stellen. Insofern haben wir hier auch eine wesentlich gesichertere Ausgangsbasis als in vielen Ländern der Welt.

(gesamtes interview siehe hier: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/idw_d…)

also doch der staat, mit seinen 90%.

ja, der staat, der staat, der staat – keiner will ihn, alle rufen danach. „deutschland ist staat.“

ein schönes zitat von dir. aber das hebelt aber auch eines deiner kapitalkritischen gedichte von diesem symposium in bonn aus, zumindest für deutschland.

welches?

TONFALLVERÄNDERUNG
IM PUBLIC-PRIVATE-SPONSORSHIP

Hochtief

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau=s=ens oder Klau?s?ens oder Klau$s$ens, LIVE, am 6.2.2009, Freitag, gegen 10:58 Uhr, Kunstmuseum Bonn, bei „STATUS QUO VADIS?“, mit u.a. Stefan Gronert, Stephan Berg, Christina Végh, Bruno Brunnet (im Publikum), Thomas Steinfeld, Andreas Wiesand, Max Hollein , Ludwig Krapf (im Publikum), Pius Knüsel, Olaf Metzel (im Publikum), Gerhard Pfennig, Michael Samak, Ulrich Sauerwein, Andreas Siekmann, Norbert Sievers, Thomas Steinfeld, Regina Wyrwoll, Christoph Vitali. – Es redet Susanne Titz. © Klau|s|ens ĦķΩ7 Klau’s’ens = Klausens = Klau(s)ens= Klau|s|ens

aha, ich verstehe. du meinst den baukonzern HOCHTIEF? so war es intendiert. – ja, ja, das hast du fein erkannt: das kapital. die wirtschaft. public und private. alles das.

und deshalb habe ich nun auch noch ein bild gemacht: „bonner kunstdebatte“, welches auch wiederum zeigt, was es (nicht) zu zeigen gibt.

siehe auch: http://www.klausens.com/klausens-bei-sta…
und: http://www.klausens.com/seriello-olaf-me…

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Nochmals vom Diskutantenstadel „Status Quo Vadis?“ in Bonn berichtet KLAUSENS

klau|s|ens, nochmals zu „STATUS QUO VADIS?“

ja, weil der titel schon sagt, was nachher kam: eigentlich nichts.

wofür sind solche veranstaltungen denn da?

du meinst diese tagungen, symposien, sitzungen, treffen, kongresse, panels, diskussionen, foren und wie sie alle heißen?

ja, was soll es?

man muss sich zeigen. wer sich nicht zeigt, geht unter. alle buhlen um aufmerksamkeit, geld und macht. wer schweigt, wird niedergetrampelt.

und wer wollte sich zeigen?

ich denke die museen, die jetzt doppelt angst um das geld haben, weil es der privatwirtschaft so schlecht geht. dann muss man sich zeigen, damit die staatlichen gelder wenigstens noch fließen. (das wort „public-private-sponsorship“ war in bonn gestern und vorgestern so inflationär, dass man daran hätte arm werden können.)

so also läuft’s!?

ja, ja: man bastelt sich also eine veranstaltung. und los geht’s.

und dann?

dann wird diskutiert, ohne zu diskutieren.

inwiefern?

alles ist nicht wirklich. alles ist oberfläche. jeder weiß es, es ist wie ein gut einstudiertes spiel: man bietet an die 20 experten und expertinnen auf, verteilt die auf 4 „themenschwerpunkte“, baut dann jeweils 2 impulsreferate hinzu – und fertig ist schon alles. (außerdem sind berg und fleck ja jeweils neu als direktoren in bonn – kunstmuseum und bundeskunsthalle -, da muss man auch ein markzeichen des „neuen“ setzen.)

was kommt dabei raus?

wenig – denn viele reden nur ein paar sätze, dafür bekommen die dann tagungsgeld, hotel und essen … und reisen wieder ab.

und sie sagen nichts?

entweder sie haben zu wenig zeit (also nicht eigene schuld), oder sie wollen nicht anecken, oder es ist schon alles gesagt. außerdem ist ja keine wahrhafte diskussionsatmosphäre. man redet gerne aneinander vorbei. und falls es mal wirklich spannend werden könnte, ist das panel schon vorbei, es kommt die pause und dann ein neues.

alles ohne tieferen sinn?

also: wenn man so die dinge konzipiert, dann kann nichts weiter herauskommen, als eine fortsetzung der sitzungskarawane. (dabei könnte man herrlich über museen und alles was damit zusammenhängt, diskutieren: visionär, tiefsinnig, gesellschaftsbefragend, kulturradikal. … könnte!)

was soll es dann?

ich sagte doch: man muss sich zeigen. immer wieder muss man sich zeigen, weil andere sich auch zeigen. alle wollen wahrgenommen werden, alle kämpfen um gelder und pfründe. „wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.“ … und die zahl der museen ist so rasant gestiegen! sie konkurrieren, auch um das interesse der welt. der markt wird immer enger. NRW ist museumsübervoll.

„museumsübervoll“? – und was ist mit den vielen nichtkunstmuseen?

da müsste man doch erst einmal drüber reden: wo laufen da die trennungslinien, z.B. zu einem museum der zoologie wie „museum alexander könig“ oder einem fossilmuseum wie in neandertal-mettmann etc. – ich fange jetzt gar nicht erst an, weil ich nicht in einem blogg-eintrag alles das nachholen kann, was auf einem solchen symposium nie beabsichtigt wird!

was denn dann?

das sich-bemerkbar-machen ist es. – aber: wahrhaft neue erkenntnis ist aber offenbar nicht wahrwirklich vorgesehen!

und dann machen die da und dort dennoch solche veranstaltungen?

aber ja: sie treffen sich immer wieder gleich in neuer besetzung (da und dort) wieder. sie kennen sich über einige solcher diskussionen hinweg. über jahre schon. man läuft sich immer wieder in die wege, schätzt sich ein, grüßt sich, mag sich, verachtet sich. und so funktioniert ja alles. bonn, berlin, wien, london, bad sulzach. überall.

und du?

ich langweile mich, weil nichts kommt. man kann auch morgens in der zeitung lesen „suhrkamp zieht nach berlin“ und schon mit so einer schnell erhaschten schlagzeile auf so einer veranstaltung überaus gut bestehen.

du hättest also mit nur einer schlagzeile im kopf gut bestehen können?

ich sowieso. aber ich bin kein maßstab. selbst du, zweitklausens, hättest dort bestehen können.

das ist traurig. – und metzger und optikerinnen würden auch nicht anders debattieren?

im kern wohl nicht. man stellt sich immer viel zu viel darunter vor: kunstszene / kulturszene. das ist genauso hohl wie andere bäume im deutschen bürokratenwald.

und das geld? unser steuergeld?

ja, ja, aber es sind gelder des landes NRW hineingeflossen, in die veranstaltung dieser veranstaltung. am 5.2. und 6.2.2009 zu bonn.

was war denn gestern auffällig?

der lobende beitrag von regina wyrwoll über ein museum in tillburg. ein hymnischer beitrag. „de pont“ heißt es. (sie sprach noch am pointiertesten, zumindest gestern.)

und nun?

nun fahren alle multiplikatoren brav und bald in dieses museum, um sich dieses neue vorbild anzuschauen. (wenn sie nicht schon da waren!)

was bezweckte wyrwoll damit?

vielleicht genau das. (ich denke noch über deren tiefere absicht nach!) – das museum hat im übrigen nur zwei festangestellte mitarbeiter: den direktor und den kurator. und alles ist anders, alles ist neu. und da die museumslandschaft beständig an ihrer eigenen langweile kaputtzugehen droht, und die gelder weniger fließen werden, ist natürlich alles neue per se schon neu.

ach, wie die welt doch einfach ist. warum warst du überhaupt da?

ich wollte genau das studieren. und man muss ja die ganzen akteure und akteurinnen kennen. sie einfach beobachten. ihr auftreten bewerten. alles das.

dann war die ganze sache für dich nur deshalb interessant?

für viele andere wohl auch: es war wie ein fernsehfilm: grosse-brockhoff sich erhebend sehen, berg als sich duckend beobachten, metzel polternd erleben, steinfeld als feinsinnenden sich anschauen, brunnet als den sich-ehrlich-gebenden betrachten. alles das.

aber für die kunst kam wenig raus?

ich denke, dass meine fast 55 bis 60 LIVE-gedichte doch einiges an ertrag sind. (ich muss sie noch zählen! und abtippen, nach und nach.)

wenn du meinst … die teilnehmerliste wäre doch auch noch gut für eines deiner realgedichte, klau|s|ens.

ja, ja, aber es gab zwei absagen … und eine „nachnominierung“, die ich hier unten noch gar nicht aufgeführt habe:

Teilnehmer:

Philipp Blom (Autor, Wien)
Bruno Brunnet (Galerist, Berlin)
Bogomir Ecker (Künstler, Düsseldorf)
Michael Fehr (Universität der Künste, Berlin)
Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff
(Kulturstaatssekretär NRW, Düsseldorf)
Max Hollein (Museumsdirektor, Frankfurt)
Ludwig Krapf (Kulturdezernent Bonn)
Pius Knüsel (Direktor der Pro Helvetia, Zürich)
Olaf Metzel (Künstler, München)
Gerhard Pfennig (VG Bild-Kunst, Bonn)
Michael Samak (Saatchi & Saatchi, Frankfurt)
Ulrich Sauerwein (luxoom Medienprojekte, Berlin)
Klaus Albrecht Schröder (Museumsdirektor, Wien)
Andreas Siekmann (Künstler, Berlin)
Norbert Sievers (Kulturpolitische Gesellschaft, Bonn)
Thomas Steinfeld (Feuilletonchef Süddeutsche Zeitung,
München)
Britta Steilmann (Unternehmerin, Ratingen) ABGESAGT
Susanne Titz (Museumsdirektorin, Mönchengladbach)
Hortensia Völckers (Bundeskulturstiftung, Halle) ABGESAGT
Andreas Wiesand
(Europäisches Institut für vergleichende
Kulturforschung, Bonn)
Regina Wyrwoll
(Generalsekretärin Kunststiftung NRW, Düsseldorf)

siehe auch: http://www.klausens.com/klausens-bei-sta…
und: http://www.klausens.com/seriello-olaf-me…

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Beim Symposium „STATUS QUO VADIS?“ ist auch KLAUSENS

na, klau|s|ens, sie tagen wieder!

in deutschland wird ununterbrochen getagt. du musst nur einmal in den großen tageszeitungen nachlesen, was da alles wo und wie angekündigt wird.

und worum geht es beim „STATUS QUO VADIS?“ in bonn?

es geht um die kunst und um das geld.

wie soll ich das verstehen?

das geld ist knapp, das geld wird knapper.

aha!

entweder es kommt vom staat oder von privaten mäzenen.

oho!

letztere sparen, der staat spart auch, während er sich verschuldet – und die kunst weint.

die kunst?

die kultur!

die kultur?

was meinst du? wieso deine fragezeichen?

ich denke alle reden viel, und jeder ist möglichst ungenau.

ist es so?

man wundert sich immer, wie viele menschen reden, ohne dass sie wirklich tief und substantiell von den dingen reden. ohne richtig nachzudenken. ohne den grund.

findest du?

aber ja – das finde ich. jeder erzählt aus seiner welt, schildert kaum verhohlen seine geld-begehrlichkeiten … aber die dinge von oben zu beschauen, das schaffen nur wenige.

wem traust du es am ehesten zu?

nach dem ersten tag? thomas steinfeld, dem feuilletonmann von der SZ.

meinst du wirklich?

„meinen“? – ich habe keine meinung, weil „kunst und kultur“ per se ein meinungsbrei ist.

aber der herr grosse-bockhoff redete doch auch!

ja, er sprach als NRW-staatssekretär und vertrat die staatsseite – und er wollte eine philippika reden.

war es so?

grosse-brockhoff griff etwas an: museumsmann stephan berg (direktor kunstmuseum bonn) will 80 % geld für eine neue große kunstsache 2010 – und grosse-brockhoff meinte, ein drittel vom staat müsse auch reichen. er solle sich den rest woanders holen. nicht immer alles vom staat!

80 versus 33,3PERIODE3?

ja, das ist kunst: es treffen unterschiedliche subventionswünsche aufeinander, mitten in einem symposium, der eine schluckt, der ander spuckt – und dann sind wir wieder mitten in der kulturlosigkeit.

du fandest vieles fade?

du nicht? kunst machen und kunst verwalten sind eben zwei dinge.

IMPULSREFERATE

Impulsreferate wirken sich zu
Selten auf den Puls
Aus
Diesem Grund brauchen wir
Impulsgedichte
Diese werden nass gemacht und
Dann einfach um das Handgelenk gelegt

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau=s=ens oder Klau?s?ens oder Klau$s$ens, LIVE, am 5.2.2009, Donnerstag, gegen 18:25 Uhr, Kunstmuseum Bonn, bei „STATUS QUO VADIS?“, mit gestern u.a. Olaf Metzel, Stefan Gronert, Stephan Berg, Christina Végh, Ludwig Krapf (Begrüßung), Bruno Brunnet, Thomas Steinfeld, Andreas Wiesand, Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff

oder:

NORMALER MUSEUMSRUNDGANG

Mist hängt
An der Wand
Doch keiner
Der Künstler
Hatte ein
Happening
Angekündigt

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau$s$ens oder Klau€s€ens oder Klau?s?ens, LIVE, 5.2.2009, Donnerstag, Kunstmuseum Bonn, STATUS QUO VADIS?, es redet Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, gegen 18:45 Uhr

siehe auch: http://www.klausens.com/klausens-bei-status-quo-vadis.htm
und: http://www.klausens.com/seriello-olaf-metzel.htm

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com