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klau|s|ens erlebt die rettungslos gespaltenen länder wie ukraine, ägypten et al. – www.klausens.com

klau|s|ens, man will es gar nicht glauben.

da sind länder, die scheinen nicht in irgendeiner unruhe zu sein, sondern sie scheinen in zwei richtige, fette teile aufgespalten.

oder zwei volksbewegungen.

aus der ferne kann man die dinge nicht genau und nicht gut beurteilen.

man erlebt aber doch diesen riss im land!

die einen wollen so, die anderen wollen so.

es gibt keinen kompromiss, so scheint es.

es gibt keine basis für ein staatswesen (mehr), in dem alle menschen halbwegs leben oder zumindest überleben dürfen.

es gibt das pendel, welches von A nach B nach A schlägt. (in ägypten sah man es so sehr deutlich. und jetzt wird da verzweifelt von minderheiten gebombt. das war vorauszusehen. äygpten ist ein großes scheitern.)

du musst alle leute irgendwie in den staat einbinden. alle gruppen. nur minderheiten können/dürfen etwas über die strenge schlagen. aber ab einer bestimmten menge geht es nicht. das hält kein staat durch.  – also: die große masse muss irgendwie JA sagen, sonst funktioniert kein staat.

du kannst eine minderheit unterdrücken, aber du kannst nicht 30 oder 40 oder 50 prozent unterdrücken, schon gar nicht 60 oder 70 prozent.

wenn die dinge sich so aufgespalten haben, ist der ganze staat in gefahr. alles!

woran denkst du aktuell?

ich? ich denke an
ÄGYPTEN
UKRAINE
THAILAND
SYRIEN
und nimm auch die
ZENTRALFRIKANISCHE REPUBLIK
oder den
SÜDSUDAN
aktuell hinzu. auch die
TÜRKEI.

es kann ja immer nur um das gehen, was wir wissen.

das stimmt, wir sind schon so schrecklich selektiv informiert. aber in den 7 genannten ländern scheint dieses faktum der spaltung zwischen großen blöcken des volkes bzw. derer, die über dieses herrschen, ein derzeit höchst beunruhigender fakt zu sein.

was machst du mit dieser erkenntnis?

nichts: ich bange um menschenleben, ich bange um staaten, ich hoffe auf weise staatsmänner oder -frauen …

… aber …?

… ich weiß, dass es davon verdammt wenige gibt. und so werden diese oder jene länder in den untergang getrieben. das volk natürlich dann auch.

ägypten könnte vollends in einen solchen untergang hineinlaufen.

gewiss, alle hoffnungen vom „arabischem frühling“ scheinen sich umgekehrt zu haben.

das sind dann die stunden, wo die menschen sich selbst böseste diktatoren zurückwünschen. hauptsache, es ist halbwegs stabil un die ökonomie geht nicht vor die hunde.

gewiss, die dinge sehen trübe aus. von syrien gar nicht zu reden. die toten in thailand und in der ukraine scheinen da noch „überschaubar“, wobei einem das wort schon ekel bereitet. (wie konnte ich das überhaupt so sagen? überschaubar? was bin ich für ein mensch?!)

ja, alles ist sehr brüchig. mal eine zeit nicht aufgepasst, und du hast in einem staat eine solche (scheinbar) vollkommen unversöhnliche spaltung – und dann zählt nur noch macht, gewalt, untergang, bürgerkrieg und das chaos aller zeiten.

das „chaos aller zeiten“ erscheint einem dann fast wie eine verheißung.

sollen wir uns nun noch dem dauerfall palästina/israel und drumherum zuwenden?

mit syrien bist du da schon „drumherum“, aber da ist nur geografisch.

inhaltlich kommt der gesamte nahe osten an/um scheinbar keinem schrecken „drumherum“.

irgendwann werden wir in europa auch wieder dran sein. serbien, kosovo und co., das sind doch alles solche lunten.

niemand darf sich des friedlichen lebens im glück je sicher sein.

herr snowden gegen die USA. ob daraus noch zwei gleichgroße blöcke werden?

vom thema her müsste es eines tages so sein: die ganze USA in 2 blöcken … und dann bricht es auch da auseinander.

klausens-4-gespaltene-laender-27-1-2014

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Zu Josef Haslinger im Arp Museum die Collage von KLAUSENS

klau|s|ens, du machtest noch eine collage?

von der lesung von josef haslinger im arp museum rolandseck remagen?

ja!

ja! machte ich!

nicht „wir“?

diesmal nicht. man darf nicht immer so ausrechenbar sein.

aha!

frau maren jäger aus mainz ist auch noch drauf. moderatorin des abends.

und die gedichte?

unsere, zweitklausens? die sind hier:
http://www.klausens.com/klausens-und-josef-haslinger.htm

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
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http://klausens.blogg.de

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Live-zeichnend-dichtend erlebt KLAUSENS Josef Haslinger im Arp Museum

klau|s|ens,du warst als LIVE dabei?

heute ist LIVE immer das wichtigste.

du warst LIVE bei dieser flutwelle?

nein, aber der schriftsteller haslinger.

und dann?

… hat er überlebt! samt frau und kindern.

das ist gewiss ein großes glück.

gewiss, aber es bleibt der schock, es bleibt die verletzung der seele, es bleibt das trauma:  man muss sowohl an den ereignissen nagen als auch an der tatsache, dass man selber überlebte, dass die nächsten anverwandten auch überlebten … aber so viele andere starben. die klassischen fragen des menschseins, die wir nie beantworten werden.

haslinger hat darüber geschrieben?

einen eher sachlich-nüchternen bericht … und gestern aus dem geschriebenen gelesen. hier folgt der text der arp-homepage:

„Josef Haslinger
Phi Phi Island – Ein Bericht

Am 26. Dezember 2004 löste ein Seebeben vor der Küste der indonesischen Insel Sumatra eine verheerende Flutwelle aus. Der Tsunami tötete und verletzte Hunderttausende, machte Unzählige heimatlos und zerstörte ganze Landstriche. Auch die wenige Kilometer vor der Westküste Thailands gelegene Insel Koh Phi Phi, auf der Josef Haslinger zusammen mit seiner Familie die Weihnachtsferien verbrachte, wurde von der verheerenden Naturkatastrophe schwer getroffen. Sie hatten Glück; sie überlebten. Ein Jahr später reiste Haslinger ein zweites Mal auf die Insel, sprach mit Zeugen und schaffte es auch, dadurch die Erlebnisse zu fassen, die Katastrophe zu verarbeiten. Seine anfängliche Schreib-Scheu wich durch die literarische Auseinandersetzung mit dem Schrecken. Josef Haslinger wurde 1955 in Zwettel in Niederösterreich geboren, heute lebt er in Wien und Leipzig. Seit 1996 lehrt Haslinger als Professor für literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. 1995 erschien sein Roman »Opernball«, der ein spektakulärer Erfolg bei Kritikern und Lesepublikum wurde, 2000 dann »Das Vaterspiel« und im Frühjahr 2006 »Zugvögel«. Haslinger erhielt zahlreiche Preise, zuletzt den Preis der Stadt Wien, den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels und in diesem Jahr die Auszeichnung als Mainzer Stadtschreiber.“

im arp museum?

ja, der ort war weiß und hell und sauber und klar. aber die ereignisse auf phi phi ja ganz andere. man muss das alles im kopf zusammenkriegen. zuhause hört man zuvor noch im radio von den wohl doch sehr schweren verletzungen jenes samuel koch aus WETTEN DASS …? … und das alles geht durch den versammelten kopf des armseligen menschen aller zeit. dazu die probleme des alltages.

du schriebst auch?

wir schreiben, zweitklausens! wir! — wir schrieben LIVE-gedichte zu josef haslinger LIVE, der LIVE las und LIVE schilderte und LIVE befragt wurde, wie jener tsunami für ihn und seine familie dereinst LIVE war. (ich glaube, seine frau war auch mit anwesend, gestern.)

und dann?

dann haben wir alles LIVE … und doch müssen wir leben. man kann auf das LIVE des lebens nicht immer weitere LIVEs aufhäufen und denken, das leben würde so LIVE erträglicher.

und deine LIVE-gedichte?

unsere LIVE-gedichte, zweitklausens! unsere! die sind hier:
http://www.klausens.com/klausens-und-josef-haslinger.htm

aber für eine LIVE-zeichnung hat es auch noch gereicht?

ja, aber das war mehr zum anfang hin, als man sich LIVE auf das LIVE vorbereitete. nachdem die veranstaltung begonnen hatte, folgte meinerseits LIVE-gedicht auf LIVE-gedicht.

wer wird es dir danken?

ich denke zuallererst: ich mir selbst! (das feuilleton wohl nicht.) erwähnt sei: ich habe den tsunami ja auch überlebt! millionen und milliarden haben diesen tsunami auch überlebt. ich war allerdings erst gar nicht dabei und gar nicht darin. dann ist es natürlich etwas ganz anderes. aber alles und jedes ist eine frage der betrachtung. das leben ist eigentlich nur eine ansammlung von verschiedensten betrachtungen …

… bis es dann doch vorbei ist.

maximilian schell (oder hat er es von jemand anderem?) vergleicht es (das leben) mit einem theater, und wir sind darin die schauspieler. wir besetzen verschiedene rollen. also: wir wurden besetzt … auf diese rollen. dann ist das leben aus. wir werden anders wiedergeboren und spielen wieder neue rollen. und so weiter und weiter und weiter.

aber wozu dann noch die literatur?

vielleicht ist die literatur dann die „theaterkritik“ des ganzen. sie gehört einfach dazu, auch wenn die akteure dadurch kaum besser werden.

dann hat also iregndein herrgottkosmosnocheinmal gesagt: KLAUSENS, du wirst mein schriftsteller und LIVE-dichter?

nein, er hat gesagt: „klau|s|ens und zweitklausens und alle anderen klau(s)ense und klau=s=ensen, ihr werdet meine idioten!“

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