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Aus dem Bonner Theater macht KLAUSENS eine Oper als Gedicht und umgekehrt

klau|s|ens, man weiß doch vorher, was sie sagen.

es stimmt: man weiß vorher, was sie sagen, und nachher erst recht.

eigentlich sind es rituale.

richtig. aber ohne diese rituale gäbe es keine stimme.

man zeigt sich also!

genau das: mache heute (also: gestern, 11.12.) die diskussion in der oper, und am 16.12. die demonstration … und du zeigst dich derart. sei da! sei präsent! sei lebendig! agiere!

so bekommst du eine stimme.

es ist die stimme der aufmerksamkeit.

alles wird bedrängt, geschlossen, verkürzt und zerspart.

gewiss, gewiss: die kunst ist sehr kreativlos, denn sie sagt lediglich: „wir möchten nicht bespart werden!“

das ist ärmlich!

die leute sind oft ärmlich, an geld und am geist.

in bonn hat man geld ruiniert.

gewiss. hunderte millionen, WCCB. und frau dieckmann ist immer noch bei der welthungerhilfe im amt. diese welt ist einziger skandal. herr, bete für herrn kim und konsorten!

die welt ist kurios.

gewiss ist sie das. bonn fehlen abermillionen und jetzt wird da und dort gespart: schnipp, schnipp. der neue bonner kulturdezernent dr. martin schumacher hat schweres schnipp-geläuf auf seiner schneide-trabrennbahn. (aber er ist ja so neu, dass man ihm nichts vorwerfen kann, für all die „(alt?)lasten“, die er zu tragen und abzutragen hat.)

niemand will das. (und deine schrecklichen bilder auch nicht!)

nein, niemand. es hat mit kräften und tendenzen zu tun.

was passiert in dieser situation?

ein SPD-oberbürgermeister, der gegen einen schwarz-grünen stadtrat (re)agieren muss, zaubert etwas aus dem köcher.

die schließung des theaters in bonn. oder war es die oper? oder beides? zusammenlegung mit köln? halbschließung jedenfalls. oder ganz? was war es eigentlich? doch die schließung? BUUUUUUUUUUUUUUUUUUHHHHHHHHHHHHHHHHHH!

und er hat erreicht, was er wollte.

was denn?

einen riesen aufruhr.

was ist gut an aufruhr?

der lenkt ab. er weiß natürlich, dass er nicht schließen wird. und auch nix zusammenlegen: wer will das schon?

das weiß er vorher?

sicher: es sind auch rituale oder auch spiele. der politik eben.

und was denn nun?

die welt ist schlecht. sie wollen alles kürzen und niemand will es: sie wollen schwimmbäder schließen, drogenhilfen, frauenhäuser, betreung hier, betreung da, schließen, kürzen, streichen, anlaufstellen dort. alles steht zur debatte. und niemand will es, niemand! dazu die kleinen freien gruppen, die im kulturetat beschnitten werden sollen, bis alle untergehen oder bluten und nochmals bluten.

beschneidung führt zur blutung.

und in diesem milieu wehrt sich nun das bonner theater, was ja auch eine oper ist (der tanz war mal!), gegen alles mögliche.

die hat man doch schon seit jahren gebeutelt.

wie wahr, wie wahr. aber es geht immer weiter.

jetzt muss aber schluss sein!

genauso geht es dann: jetzt muss aber schluss sein. und dann kommen statements und zitate: „eine welt ohne kultur ist keine welt!“

von wem ist das zitat?

von mir. soeben gesagt. aber es passt doch ganz gut.

wieso?

das publikum will immer klatschen. das publikum gestern will alles erhalten. nix weg! nix schließen! nix runterschrauben! — und wenn jemand so einen satz sagt, wie ich ihn eben sagte, dann bekommt er applaus. gestern war es so: applaus, applaus, applaus. statement, statement, statement.

was war denn gestern?

gestern war die podiumsdiskussion, mit schwerem geschütz. immerhin der bekannte ulrich khuon aus berlin dabei. und am 16.12. dann die demo, hin zum stadtrat. JETZT IST SCHLUSS!

und dann?

dann gehen die rituale weiter. jeder kennt sie, auch die akteure. aber keiner hat alternativen. keiner denkt auch alternativ nach. die kultur ist arm an gedanken. ein hündischer verein mit großen wollenden augen. aber ohne biss. sie wollen immer nur geld verteidigen und kürzungen vermeiden. aber niemand denkt kreativ nach, wie man eine marode stadt wieder nach oben bekommen kann. die kultur hat keine ideen und keine gedanken. ich hasse die „kultur“. es ist eine weinende soße triefender augen.

schade.

gewiss: die kultur ist genau so langweilig, wie die stadt, die diese verwaltet. die welt ist entsetzlich durchschaubar.

aber den aufruf hast du dennoch unterschrieben?

man will ja kein schlechter mensch sein, als künstler und schriftsteller und dichter:

http://www.klausens.com/klausens-und-das-ganze-bonner-theater-einer-oper-zum-gedicht.htm

IST DAS KUNST ODER KANN DAS WEG?
Diskussion zur aktuellen Situation von THEATER BONN

Podiumsdiskussion am 11. Dezember 2010 um 17.00 Uhr im der Opern-Foyer – Eintritt frei
Mit Bernd Loebe, Intendant der Oper Frankfurt, Ulrich Khuon, Intendant des Deutschen Theaters Berlin, Rolf Bolwin, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins

Moderation: Andreas Rossmann, FAZ
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AUFRUF ZUR DEMONSTRATION

Sichtbar und hörbar vor den Rat!

Alle Freunde und Unterstützer des Theaters und der Kultur sind zur Protestdemonstration gegen die geplanten Kürzungen und gegen den kulturellen Kahlschlag in Bonn eingeladen!

Treffpunkt: 16.12.2010 um 16 Uhr vor der Oper. Am besten mit Laternen und/oder Gegenständen, die laut sind, die Krach machen! Wir gehen eine Route durch die Innenstadt zum Stadthaus, um dort vor der Ratssitzung zu demonstrieren – sichtbar und vor allem hörbar.

Die Ratssitzung beginnt um 18:00 Uhr im Ratssaal des Stadthauses. Falls Sie es nicht um 16:00 Uhr zur Oper schaffen, können Sie auch immer noch direkt zum Stadthaus kommen!!!

Danke an alle für die Unterstützung und Solidarität!

Die Mitarbeiter Ihres/Eures Theaters

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ach ja, zweitklausens: stand der unterschriften, soeben: 10280, oh nein, nun schon: 12281!

danke, klau|s|ens, danke. ich unterschreibe hier und dort, weil das am kürzesten ist.

endlich mal ein kreativer gedanke zum thema kürzungen!

http://www.klausens.com/seriello-ulrich-khuon.htm

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
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Claus Peymann und KLAUSENS in Bonn in der „Werkstatt“

klau|s|ens und claus peymann!

genau! der große theatermacher und der weltgroße künstler der live-dichtung allen theatrensischen!

ich denke eher: „weltgroßer wortkünstler“!

wirklich, zweitklausens?

aber ja – wer „theatrensisch“ ganz beiläufig erfindet, der muss zu den größten gehören.

wir wollen nicht von mir reden!

nein? ich dachte, dazu sei dieser blog(g) bzw. dieses blog(g) da, klau|s|ens.

wenn schon, dann reden wir von uns beiden, zweitklausens, also klau|s|ens und zweitklausens als klausens – aber jetzt reden wir von peymann.

warum?

weil er da war.

peymann war in bonn?

aber ja, nach jahren, um nicht zu sagen jahrzehnten wieder. (11. mai 1968, bonn, demonstration, notstandsgesetze … damals war es wohl. dieses „zuletzt in bonn“.)

ein schönes stück: „zuletzt in bonn“ – aber wieso war er nun wieder da?

weil es doch ein buch gibt, „Peymann von A-Z“, herausgegeben von hans-dieter schütt, und darin ist alles mögliche zu und von claus peymannn versammelt.

ein blick aufs theater?

gewissermaßen ja! es geht um alles … bis hin zu beschämungen und beschämendem. gedanken, fetzen, artikel, briefe, debatten, anklagen, alles das … und auch kluge pointen und beobachtungen aus der feder von claus peymann selbst. also texte von und um und zu und bei claus peymann bei.

„bei claus peymann bei“? ist das dialektal? also: wir sprechen vom dem intendanten des BE, des BERLINER ENSEMBLES, des THEATERS AM SCHIFFBAUERDAMM?

genau dem – und er machte in bonn am freitag, dem dreizehnten, 13.3.2009, zwei stunden nur mit und aus diesem buch. ganz allein. kein moderator, keine einführung. er ganz allein, zudem ohne mikrophon … mit seinem buch … und dem LIVE-dichter klausens = klau|s|ens im publikum.

es hat dir gefallen?

aber ja. eine geballte „ladung geist“, dazu mit der notwendigen selbstreflektion und brechung aller wahrheit. wirklich intellektuell und zudem vergnüglich.

der große peymann!

der große theatermacher!

haben wir ihm denn ein denkmal gesetzt?

aber ja doch: wir haben ihn mit einem SERIELLO (http://www.klausens.com/seriello-claus-p…)
und unserer herrlichen LIVE-DICHTUNG (http://www.klausens.com/klausens-und-cla…) geehrt.

ein gedicht vorab?

wie du magst:

DER DICHTER ZUM THEATERMACHER

Wenn der Regisseur
Sich an die Texte
Verliert gewinnt
Das Konzeptionelle
Über den ersten
Impuls der mir
Eigenen Wahrhaftigkeit

© Klau|s|ens ĦķΩ7 Klau’s’ens = Klausens = Klau(s)ens = Klau|s|ens – Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau!s!ens oder Klau?s?ens oder Klau-s-ens, LIVE geschrieben, am 13.3.2009, Freitag, OPER BONN, „Werkstatt“, bei der Lesung von CLAUS PEYMANN daselbst, aus dem Buch: „Peymann von A – Z, Ausgewählt und herausgegeben von Hans-Dieter Schütt“, Verlag Das Neue Berlin, Berlin 2008. 480 Seiten, Lesung war im THEATER BONN, Werkstatt im Opernhaus, Rheingasse 1, 53111 Bonn, http://www.theater-bonn.de

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