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klau|s|ens hasst arbeitnehmerböse firmen wie aktuell z. B. SIEMENS und THYSSENKRUPP und ex-AIR-BERLIN gleich neo-LUFTHANSA … und RYANAIR – www.klausens.com

klau|s|ens, der kapitalismus kann so böse sein.

die treiben menschen in die arbeitslosigkeit, da kennen die nix.

die schließen standorte: man stelle sich vor, wie görlitz ohne arbeitsplätze weitermachen soll.

die haben zwangsmäßig scheinselbstständige produziert … und zugleich keine tarifverträge wollen die abschließen.

tausende werden entlassen, flugzeuge und landerechte aber gerne übernommen, aus der insolvenzmasse.

ein ort wie andernach soll plattgemacht werden: schließung.

der kapitalismus kann so böse und so gemein sein.

die firmen können so kalt und menschenverachtend sein.

das kapital zählt, die dividende zählt.

die SPD tut schon seit jahrzenten nix, erscheint aber jetzt mal vor den werkstoren. plötzlich entdeckt man die arbeiterklasse wieder, weil man als partei so elendig ja abstürzt! – lächerlich, die SPD!

es ist alles ein affentheater: das kapital, diese bösen unternehmen, die herzlosen bosse, dazu diese nicht ernstzunehmende SPD.

… und dann noch die BAYER-MONSANTO-SACHE; wo die ganze welt ins gift und die gene getrieben wird: so böse können menschen sein! und konzerne und aktionäre! und vorstände! und aufsichtsräte: BAYER-IG-FARBEN-MONSANTO-WELTBÖSIGKEIT.

ich will am liebsten das kopfkissen über meinen kopf legen und von alledem nix mehr hören.

die welt ist böse, viele firmen sind böse, viele funktionäre sind böse. (das kapital lacht zudem immer bitterböse!)

wir sollten speien, auf diese welt!

… aber das kapital setzt sich dennoch viel zu oft durch: da kannst du speien, wie du willst.

bäh, aber auch. bääääääääääääääääääääääääähhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!

… und wenn jemand mal verurteilt wird, dann darf er als freigänger seine haft bestreiten. stichwort: middelhoff, jetzt zudem auch vorzeitig die haftentlassung.

und die schleckers werden auch noch ziemlich glimpflich davonkommen, die schleckers!

ich verachte auch die schlecker-familie, auch die.

aber RTL-spendenmarathon, der soll alle diese bösigkeiten nun in 24 stunden „mal guttun“ gutmachen? oder wie stellt man sich das vor?

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klau|s|ens und noch mehr blumige sprüche von thyssenkrupp zu essen – www.klausens.com

klau|s|ens, heute geht es weiter?

ja, ich habe auch noch die anderen sprüche aus dem geschäftsbericht von thyssenkrupp abgetippt.

schön.

ja, es wird so viel an an worten und losungen produziert, mit denen man uns blenden will. ob in china oder russland oder USA oder deutschland: die prinzipien sind sich da doch gleich.–  oder nimm religionen. immer wird gehämmert und gehämmert.

aber was bleibt dann davon?

das „feine“ ist, bei den großkonzernen, dass fast alles zu schall und rauch wird. da kann ein unternehmen untergehen und sie würden schreiben: „wir sind nachhaltig stolz auf unsere leistung“. oder man wird kriminell und schreibt dennoch „in aller ehrbarkeit üben wir einen wundervollen beruf aus.“

von dir? die beiden sprüche?

die waren jetzt schnell von mir. aber wir machen jetzt weiter mit thyssenkrupp, deren sprüche ich nun zu einem realegdicht zusammenfasse. man muss also sehen bei http://www.klausens.com/aktionaersgedichte-thyssenkrupp.htm und bei http://www.klausens.com/realgedichte-2.htm

aha, aber die restsprüche kommen doch auch hier?

ja, jetzt! (man muss ein paar jahre später dann wieder gucken, was von alledem blieb. von allem wort- und satzschaum.)

„INDIVIDUELL
Unsere Lösungen sind so individuell wie die Bedürfnisse
unserer Kunden. Von der maßgeschneiderten Systemlösung
bis zum ausgefeilten Servicekonzept.“

„KREATIV
Unsere Ingenieure sind nicht nur schöpferisch in
der Entwicklung innovativer Produkte, sondern
auch, wenn es um umweltfreundliche oder kosten-
günstige Lösungen geht.“

„ERFINDERISCH
Bei ThyssenKrupp arbeiten Ingenieure,
die sich die Freude am Entdecken
bewahrt haben. Damit werden originelle
Lösungen und kreative Prozesse möglich.“

Zitiert nach Geschäftsbericht 2011/2012, nur in der gedruckten Ausgabe, Innenseite der Doppelseite zu “2 KONZERNLAGEBERICHT”

„NAH
Unsere Arbeit dient vor allem den Menschen.
Deshalb entwickeln wir viele Projekte vor Ort
beim Kunden, in dem Land, wo die Menschen
leben, die davon profitieren werden.“

„GROSSARTIG
Großes erschafft man oft dann, wenn man es
sich zutraut, kleine Schritte einmal ganz anders
zu gehen. Unsere Ingenieure stecken auch in
die Details ihr ganzes Können.“

„TALENTIERT
Wir wollen auch in Zukunft innovativ sein.
Deshalb bilden wir aus, fördern Berufsan-
fänger und Nachwuchskräfte, arbeiten eng
mit Hochschulen zusammen und initiieren
Forschungsprojekte.“

„EFFIZIENT
Ein wesentliches Merkmal guter
Produkte und Dienstleistungen
ist zu helfen, Zeit und Kosten ein-
zu sparen.“

Zitiert nach Geschäftsbericht 2011/2012, nur in der gedruckten Ausgabe, Innenseite der Doppelseite zu “3 KONZERNABSCHLUSS”

„STOLZ
Wir blicken stolz auf die Erfolge vieler Genera-
tionen von Ingenieuren und Unternehmern.
Diese Herkunft verpflichtet uns und spornt uns
an, unser Bestes zu geben.“

„UNSCHLAGBAR
Bessere produkt- und Servicequalität zu niedrigeren
Kosten – eine unschlagbare Kombination und eine
der positiven Überraschungen, die wir unseren Kunden
bereiten können.“

„IDEAL
Unserem Tun liegt ein Ideal zugrunde:
Das, was wir produzieren, soll mustergültig,
vollendet und von bleibendem Wert sein.
Daran arbeiten wir unermüdlich.“

„NEUARTIG
Ob einzigartige Bauwerke oder extrem
leichtes Material für moderne Autos,
mit unserer Innovationskraft liefern wir
häufig die Grundlage, damit Neuartiges
überhaupt erst möglich wird.“

Zitiert nach Geschäftsbericht 2011/2012, nur in der gedruckten Ausgabe, Innenseite der Doppelseite zu “4 WEITERE INFORMATIONEN”

klausens-k-werk-ingenieurskunst-thyssenkrupp-31-1-2013

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klau|s|ens und die blumigen sprüche von thyssenkrupp zu essen – www.klausens.com

klau|s|ens, bei der DEUTSCHEN BANK läuft es schlecht.

da will man jetzt auch die „kultur wandeln“.

welche kultur?

das ist es ja: es gibt die gelebte kultur, oft die grauslich-schlimme wahrheit eines konzerns – und es gibt die vorgegebene kultur der statements und erklärungen und sprüche. es sind zwei welten.

die eine ist die nackte wahrheit, und mit der anderen lullt man die menschen ein.

man tut nur gutes, man sagt nur gutes, man versprüht nur gutes: du kannst an diesen konzernen kaputtgehen.

dann aber stellt sich dort dieses raus, hier eine absprache, da eine bestechung. dort gemogelt, da zahlen gefälscht.

leider ist es so: die konzerne sind riesig groß, kaum zu kontrollieren, brauchen ständig erfolgsmeldungen … und dann betrügen sich alle gegenseitig und lügen sich die taschen voll. siehe auch: http://www.klausens.com/aktionaersgedichte-thyssenkrupp.htm

ich leide an der deutschen wirtschaft.

ich leide an dem vermeintlichen „erfolg“ eines herrn ackermann. man sieht immer nachher, was vorher wirklich war.

25 % muss aber drin sein. 25 % gewinn.

dann höre dir doch heute an, was die bilanzpressekonferenz der DEUTSCHEN BANK ergab. verluste, verluste, gerade auch an glaubwürdigkeit und reputation.

nein, das möchte ich nicht. ich mag die DEUTSCHE BANK nicht.

was möchtest du denn?

ich möchte die schönen sprüche aus dem geschäftsbericht von ThyssenKrupp lesen und mich daran erjauchzen.

es ist diese prosa des schönwelgens, die scheinbare kultur und die pseudokultur, die so herrlich dahingeredet und -geschrieben wird.

die ganze welt ist ein affentanz. es kommt darauf an, am äffischsten mitzutanzen. das haben auch die von ThyssenKrupp begriffen. ich zitiere die blöcklein an text:

„Ingenieurskunst überwindet Grenzen. Diese Überzeugung treibt uns an, immer wieder neue Wege zu finden, wie man den weltweiten Bedarf nach mehr Gütern und mehr Wohlstand auf umweltfreundliche und nachhaltige Art bedienen kann. An den Grenzen des Machbaren nicht stehenbleiben, sondern weitergehen – so entwickeln wir die Zukunft.“

„RICHTUNGWEISEND

Die Ingenieure bei ThyssenKrupp gehen mit
offenen Augen durch die Welt und sehen
schon heute, was die Menschen morgen
wünschen werden.“

„UMWELTFREUNDLICH

Ein Industriekonzern lebt von den verfügbaren
Ressourcen. Deshalb war es für uns schon
immer selbstverständlich, umweltschonende
Technologien einzusetzen und zu entwickeln.“

„NACHHALTIG

Den Bedarf nach Mehr auf bessere Art
befriedigen – das ist unsere Antwort auf die
Frage, wie wir nachhaltigen und ressourcen-
schonenden Fortschritt gestalten können.“

Zitiert nach Geschäftsbericht 2011/2012, nur in der gedruckten Ausgabe, Innenseite der Doppelseite zu „1 AN UNSERE AKTIONÄRE“

ich liebe solcherart-sätze.

morgen kommen noch mehr.

was steht auf unserer LIVE-zeichnung von der ThyssenKrupp-HV hier unten?

„THYSSIMENTCHEN KRUPPOGAM“!

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klau|s|ens erlebte vor ort zu bochum herrn gerhard cromme von thyssenkrupp zu essen – www.klausens.com

klau|s|ens, wie sind diese leute?

die, die da oben mischen und schalten und verwalten? die strippenzieher und führungspersonen?

gewiss, ich meine zum beispiel herrn cromme, den chef des aufsichtsrates von thyssenkrupp.

er war ja lange jahre vorstandsvorsitzender und wechselte dann in den aufsichtsrat. er ist also mit dem unternehmen jahrzehnte aufs engste verbandelt und verbündelt.

und?

da fragt man sich, wie dieser aufsichtsrat die fehlentwicklungen begleitet oder gar begünstigt hat. aber man fragt sich ja sowieso, wann und wie ein aufsichtsrat und besonders dessen vorsitzender „verantwortlich“ ist. und nach der hauptversammlung vom 18.1.2013 weiß man das doppelt so sicher wie zuvor: du kannst dir eigentlich fast alles leisten, darfst aber ewig weitermachen. das mehrheitskapital hält dich im amt. (siehe auch: http://www.klausens.com/aktionaersgedichte-thyssenkrupp.htm )

also eher in die wirtschaft als in die politik?

vom verdienst und von der „schadensarmut“, also auch dein eigenes ewiges wohlergehen betreffend: gewiss. wärest du für milliarden verluste verantwortlich, so kämest du immer noch mit geld und abfindung und allem anderen davon. und in manchen positionen bleibst du immer weiter und immer weiter. was auch passiert: weiter und weiter.

herr cromme hätte zurücktreten sollen?

bei allem anstand, der immer in firmen-mission-statements und sonstigen aufgedunsenen corporate-und-governance-und-hulla-hulla-erklärungen verkündet wird: ja. ich denke: ja. dieses unternehmen thyssenkrupp war so auf (teils gar kriminelle) abwege gekommen, dass …

und wie war war er bei der HV? der jahreshauptversammlung? der herr cromme?

mir war er überaus unangenehm. das fing schon an, als es losging: da kam der geschäftsordnungsantrag von einem rechtsanwalt aus münchen, dr. oliver krauß, (von „Breitmoser Krauss Wechtenbruch Rechtsanwälte“), dass man ihn, herrn cromme, von der leitung dieser jahreshauptversammlung entbinden solle. ein antrag auf geschäftsordnung.

und dann?

dann veränderte herr cromme seine persönlichkeit derart unangenehm, das man wusste, welchen menschen man da vor sich hat. das war echtes und wahres doku-theater.

wie kam er aus dieser problemlage heraus?

finessen, juristische finessen: er hat den geschäftsordnungsantrag gar nicht erst zur abstimmung gestellt, weil dieser keine berechtigung habe. das nenne ich die wahrhafte demokratie des kapitals.

die gegner von herrn cromme arbeiten mit dem schachzug von geschäftsordnungsanträgen … aber er mit dem hyperschachzug, diese gar nicht zur abstimmung zuzulassen.

so geht das. man hat neben sich und hinter sich den juristischen fachbeistand, das wird ja alles abgeklärt, vieles auch schon im vorfeld, weil man mit dem und jenem auch rechnet. (du musst dein aktiengesetz zudem immer gut kennen.)

aber herr cromme hat ja schon viele versammlungen geleitet.

eben: er hat da auch erfahrung. um so mehr wunderte ich mich über das antlitz, das er zeigte. und so war es auf der ganzen sitzung: teilweise schäumend, teilweise verkantet, teilweise barsch: eine seltsame mischung von eigenschaften, die auf mangelnde souveränität hinwiesen … und auf einen charakter, der mir überhaupt nicht zusagte.

der mann darf aber „weiterregieren“.

gewiss, selber zurücktreten wll er nicht, am ende des tages hatte er seine „entlastung“. rund 69 prozent der stimmen des anwesenden aktienkapitals. (allerdings: es kam zur einzelentlastung. das passiert auch nicht oft.) das aktiengesetz sagt:

„§ 120 Entlastung; Votum zum Vergütungssystem

(1) Die Hauptversammlung beschließt alljährlich in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahrs über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats. Über die Entlastung eines einzelnen Mitglieds ist gesondert abzustimmen, wenn die Hauptversammlung es beschließt oder eine Minderheit es verlangt, deren Anteile zusammen den zehnten Teil des Grundkapitals oder den anteiligen Betrag von einer Million Euro erreichen.
(2) Durch die Entlastung billigt die Hauptversammlung die Verwaltung der Gesellschaft durch die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Die Entlastung enthält keinen Verzicht auf Ersatzansprüche.
(3) Die Verhandlung über die Entlastung soll mit der Verhandlung über die Verwendung des Bilanzgewinns verbunden werden.
(4) Die Hauptversammlung der börsennotierten Gesellschaft kann über die Billigung des Systems zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließen. Der Beschluss begründet weder Rechte noch Pflichten; insbesondere lässt er die Verpflichtungen des Aufsichtsrats nach § 87 unberührt. Der Beschluss ist nicht nach § 243 anfechtbar.“

aber?

es gibt kein aber. er ist vielleicht „angeschlagen“, weil die entlastung nur karge rund 69 % erbrachte, aber er wird seinen stiefel und auch die sporen immer weiter (durchs fleisch der wirtschaft) hindurchziehen.

wie findest du das?

beschämend. eigentlich ist so ein kompletter aufsichtsrat, wenn er da vorne sitzt … fast schon wie ein elferrat zu guten alten karnevalszeiten: stumm, blickend, klatschend. – eigentlich zeigt so ein aufsichtsrat eine seltsame verschworenheit aus taktik und loyalitäten. – aber das kapital bleibt, bei aller enttäuschenden vorstellung, immer dran, an der macht und am geld.die position „mitglied im aufsichtsrat“ ist ja (bei relativ geringem zeitlichen einsatz übers jahr) finanziell sehr lohnend.

und die hälfte sind ja „arbeitnehmervertreter“. vergiss es nicht! mitbestimmung!

eben: die lassen sich dann auch dazu verleiten, 1. klasse zu fliegen. man weiß also, was man von (fast) allen da vorne auf dem podium zu halten hat. (die arbeitnehmervertreter haben herrn cromme ja im verbleiben auch unterstützt.) aber jenen gerhard cromme, der den ganzen tag redete, reden musste, als versammlungsleiter: den konnte man mal sehr gut studieren, an so einem tag.

und wie findest du den kapitalismus? nach solchen erlebnissen vo ort?

nach solchen erlebnissen graut mir jeden tag mehr vor dem kapitalismus. an solchen tagen kommt einem selbst die unglaubliche katholische kirche noch wie ein paradiesischer verein der wohlanständigkeit vor.

klausens-foto-vor-ort-bochum-ruhrcongress-hauptversammlung-thyssenkrupp-gerhard-cromme-kurz-vort-beginn-18-1-2013

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klau|s|ens sah vor ort zu bochum die hauptversammlung von thyssenkrupp zu essen – www.klausens.com

klau|s|ens, die erwartungen waren groß. ob es zum großen knall käme? zur großen abrechnung? zum scherbengericht? bei dieser HV?

diese großen konzerne erinnern einen an den staatssozialismus. man kommt da nicht gegen an.

nein?

du kannst kritisieren und machen und schreien und tun, am ende ziehen die doch ihren stiefel durch. sie passen sich den aufwallungen der öffentlichkeit durch taktische schachzüge an, aber sie ziehen doch ihren stiefel durch.

man hat alle entlastet, alle.

eben: die kapitalmehrheit sagte, wir wollen „entlastung“ … und auch wenn die stimmergebnisse am ende des langen tages (er endete gegen 21:54 uhr) nicht supertoll waren. formal „entlastet“ nach gesetz wurden dann alle führungskräfte doch. ja, auch der aufsichtsratsvorsitzende gerhard cromme! auch der.

das kapital hat also die macht.

nein, das kapital, dass die mehrheit um sich zu scharen weiß. du musst die mehrheit des kapitals in deinen pool einspeisen, und dann kannst du schalten und walten. du brauchst also eine „mehrheit“ des kapitals, um deine sachen durchzudrücken. und deine leute natürlich. 

und bei thyssenkrupp?

da hat allein die kruppstiftung, geführt von herrn berthold beitz, schon etwas über 25 % am stimmkapital. (außerdem ist viel „kapital“ gar nicht vertreten, auf so einer HV. und wer seine stimmrechte nicht überträgt, wenn er selber nicht kommt, der fällt schon mal raus.)

war berthold beitz denn da?

gewiss, 99 jahre, aber immer noch da. zwar fast zart und zurückhaltend, da man im alter schwächer und kleiner wird – aber dennoch eindrucksvoll und machtvoll. der herr cromme hat sich demonstrativ mit dem herrn beitz fotografieren lassen, stehend, auf der bühne der HV: da kann hollywood nicht meckern. glanz und gloria. vater und sohn. macht und wille. so standen die beiden einträchtig da.

aber wir haben gedichtet.

gewiss: http://www.klausens.com/aktionaersgedichte-thyssenkrupp.htm dennoch: man kann gegen solche macht kaum an. das zeigte sich auch im verlauf der hauptversammlung, wo mehrfach bestellte redner auftraten. ein widerliches schauspiel.

alles sollte dazu diesen, den konzern von den vielen vorfällen und unfällen und gewollten (ab)fällen reinzuwaschen.

es war schon manisch, oder auch schon einpeitschend, wie man immer sagte: wir müssen jetzt aber nach vorne blicken. – so will man die untaten und kriminellen vergehen innerhalb des riesenkonzerns abstreifen. – alles ist inszenierung. alles ist gemacht. staatssozialismus und ein großes aktienunternehmen: es gibt so viele gemeinsamkeiten, so viele.

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klau|s|ens mag manager a la KruppThyssen so gar nicht – www.klausens.com

klau|s|ens, was ist nur? was ist nur?

es ist das, was immer ist: da sind unfähige leute an den spitzen von konzernen und verdienen dennoch millionen.

wo denn?

bei ThyssenKrupp zum beispiel. da muss jetzt fast der halbe vorstand gehen.

3?

ja: 3 müssen gehen. man hat sich getrennt. offenbar “im einvernehmen”: Compliance-Vorstand Jürgen Claassen, Technologie-Vorstand Olaf Berlien und Stahl-Vorstand Edwin Eichler.

was bedeutet das?

es kann bedeuten: viel kohle, wenn du gehst.

und warum?

5 milliarden verlust, zum september 2012. 5 milliarden.

wow!

ja, die müssen dann gehen und bekommen wohl noch extra geld.

man macht verluste und wird belohnt?

ja, so funktioniert es da oben.

und niemand muss bluten?

derzeit scheint es noch nicht so. dabei gab es korruption und seltsame luxusreisen für journalisten. es gab so viele seltsame dinge bei ThyssenKrupp.

bei ThyssenKrupp?

ja, genau dort.

die haben den halben vorstand entlassen?

ja, zum ende des jahres. alle anderen machen weiter.

auch der vorstandsvorsitzende?

auch der!

und der aufsichtsrat?

auch der. da ist doch herr cromme der boss, der bekannte cromme.

der macht auch weiter?

sicher, die machen immer weiter. die bekommen immer geld. und die haben doch den vorstand eingestellt und “kontrolliert”.

aber schuld haben sie keine.

es heißt jetzt, der aufsichtsrat sei vom vorstand falsch unterrichtet worden, zum beispiel über die geschäfte in den USA und brasilien, wo man so viele verluste macht.

ach, so geht das?

theoretisch kann man sich gegenseitig absprechen: ihr winkt alles durch … und falls es nicht klappt, dann sagt ihr nachher, ihr wäret nicht richtig informiert worden. (man hat ja seine informellen treffen zwischen vorstand und aufsichtsrat.)

tolle sache.

ja, die hohe industrie ist eine tolle sache. namen wie esch-fond(s) oder sal. oppenheim oder thomas middelhoff klingeln in unseren ohren. du erinnerst!

diese welt ist seltsam.

ja, du verspielst milliarden und wirst einvernehmlich aus dem vorstand “abgefunden”. – du sitzt im aufsichtsrat, darfst aber trotz komischster vorfälle weiter dort sitzen.

am ende sind alle reich.

und wehe einer mit hartz IV kommt zu spät zum schnee schippen. wehe dem! dann gehen genau solche manager ins fernsehen und heben böse die finger und die stimmen.

ich mag ThyssenKrupp. wir sollten uns aktien von so einer firma holen.

ja, just for fun. aber wegen der vielen komischen vorfälle gibt es dieses jahr erstmals keinerlei dividende. das muss man auch wissen.

immer muss man so vieles wissen. reicht ein wort wie “korruption” denn nicht?!

das ist zu vage. so kommt man nicht weiter.

ich dachte, genau damit käme man in manchen konzernen weiter … und würde reich.

ja, du hast doch recht! – ich hatte nicht richtig nachgedacht. der kapitalismus ist doch schön … wenn du dazugehörst! (und was machen wir mit den arbeitern bei OPEL bochum?)

klausens-k-werk-collage-neologo-krupp-thyssen-11-dez-2012

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