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klau|s|ens trauert um den wundervollen nelson mandela – www.klausens.com

klau|s|ens, hast du vorbilder im leben?

wenige!

wer gehört dazu?

nelson mandela, ein ganz besonderer mensch, ein ganz besonderes vorbild.

er ist nun tot. er verstarb gestern.

ja, und die natur (er)fand nun das ende seines lebenszyklus. die 27 jahre haft wurden etwas vergolten, indem man ihn länger leben ließ.

ein großer mann.

ja, aber auch sein vorbild hat nicht verhindern können, dass es an hunderten von stellen in der welt krieg gibt, unterdrückung, gewalt, ungerechtigkeit.

sein ruhm muss weiter wirken.

das muss er. auch in südafrika selbst: solange es noch eine einzige slumhütte dort gibt, kann die vision einer gerechten welt nicht erfüllt sein. (und die schäbigen hütten gehören ja erst zur untersten themenstufe von gerechtigkeit.)

wir trauern um nelson mandela …

… indem wir ihn leben lassen, weiter, weiter, weiter.

endlich mal ein mensch, an dem man sich aufrichten kann.

ja, es gibt so verdammt wenige, die ein halbwegs moralisches auftreten vorweisen können, verdammt wenige.

mandela ist einer der großen kämpfer für freiheit und gerechtigkeit.

und zugleich das große vorbild für frieden und aussöhnung.

mandela ist die quadratur des dreiecks des kreises als taube.

ja, aber auch das konnte seinen tod nicht verhindern.

die natur kennt keine moral. wenn es nach der natur geht, werden noch millionen jahre menschen unterdrückt und entrechtet und gequält.

und die tiere auch. schrecklich, diese natur.

groß nur nelson mandela.

wir machten eine trauerflagge für ihn. (etwas frisches gelb sollte bei all der trauer in der flagge dann doch bleiben.)

klausens-kunstwerk-trauerflagge-suedafrika-und-der-grosse-nelson-mandela-6-12-2013

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klau|s|ens erfährt vom in-haft-tod des NS-täters heinrich boere – www.klausens.com

klau|s|ens, der täter-mann boere ist nun tot.

am 1.12.2013 ist er im justizvollzugskrankenhaus fröndenberg (kreis unna) verstorben. (die BILD wusste es als erstes.)

damit ist eines der letzten kapitel der NS-verbrechensaufarbeitung deutscher justiz abgeschlossen. so viele NS-prozesse wird es wegen des alters der noch beschuldigten nicht mehr geben.

eben: er (boere) wurde aber noch verurteilt, schlussendlich, jahrzehnte nach der tat.

er musste die haft antreten. er kam ins krankenhaus, wegen seiner gebrechlichkeit und seines alters.

und er ist im alter von 92 jahren im haftkrankenhaus verstorben.

man spürt eigentlich keine genugtuung, sondern es ist eher wie ein „aha! –so kann es auch gehen!“

viele täter kamen frei, wurden nicht belangt, entkamen. und zu viele lebten in der bundesrepublik dann noch weiter.

zu viele täter entkamen der justiz.

erst spät hat diese deutsche justiz bzw. bestimmte personen in diesem apparat begriffen, dass es anders werden muss. mit der verfolgung von NS-tätern.

der deutsche mief wurde nicht besser, dieser nachkriegsmief.

aber diese verurteilung von heinrich (hendrik) boere, das war sinnvoll und richtig.

sein tod in der haft konsequent: mit 92 jahren.

man hätte in den kopf von boere hineinschauen wollen … und ob heinrich boere sich dann im haftkrankenhaus irgendetwas zu seinem früheren leben und zu seinen verbrechen gedacht haben möge.

das könnten nur wärter und pfleger wissen, wenn überhaupt. (dann müsste er mit denen gesprochen haben.)

boere ist jedenfalls tot. die LIVE-gedichte vom prozess in aachen bleiben.

wie und wo wird so ein mensch dann beerdigt? anonym?

die-klausens-zeichnung-kunstwerk-boere-ist-tot-3-12-2013 (Medium)

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klau|s|ens sieht immer mehr tote als (noch) lebendige im fernsehen – www.klausens.com

klau|s|ens, was tust du?

ich? wieso ich?

du stellst so komische beobachtungen an!

ich dachte nur, wo man uns wieder diese todesfälle rüberbrachte …

du meinst hildebrandt, den dieter, howland, den chris, und walker, den paul?

das sind aktuelle fälle, ja, ja, da dachte ich nur: sie werden uns weiterhin die filmaufnahmen von denen zeigen. entweder die filme, in denen sie mitgespielt haben, oder auch andere szenen: bei hildebrandt viel kabarett, gerade aus seinen eigenen sendungen. oder auch interviews, gerne die interviews.

es wird dieses und jenes wiederholt werden, gewiss.

das fernsehen wiederholt sehr viel. es ist ein unendliches gedächtnis.

und dieses wächst.

eben: die filmindustrie hat jetzt ein paar jahrzehnte (mehr als ein jahrhundert, okay) auf dem buckel, aber es werden ja mehr und mehr filme.

dazu auch mehr und mehr schauspieler und schauspielerinnen! und darsteller und darstellerinnen! (nimm auch die ganzen fernsehshows mit moderatoren und moderatorinnen! kann man auch alle wiederholen! nachrichtensendungen! magazine! alles!)

so sind die fakten: die marilyn monroe wird weiter wiederholt und wiederholt und wiederholt werden.

aber auch der deutsche paul dahlke!

auch der, auch der: wir müssen jetzt nicht alle namen nennen.

die ganzen hitchcock-filme!

ja, die werden gezeigt und gezeigt und gezeigt.

damit auch die hauptdarsteller in solchen filmen. grace kelly!

auch das, auch das, auch das. (also auch die!)

humphrey bogart werden wir sehen und sehen und sehen.

und doch ist er tot.

so viele sind tot.

aber sie laufen durchs fernsehen und sind da und sind da und sind noch da!

eine seltsame sache.

gewiss, aber heute morgen kam mir ein ganz banaler, wenn nicht gar mathematischer gedanke.

welcher war das?

wann ist der punkt erreicht, wo wir im fernsehen (nähme man alle sendungen zeitgleich und würde diese auswerten, berechnen und auf den punkt vergleichen) mehr tote als lebende menschen zu einem gegebenen zeitpunkt „erleben“? wann?

klausens-k-werk-immer-mehr-tote-bevoelkern-das-fernsehen-3-12-2013

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klau|s|ens ehrt den großen Dieter Hildebrandt (verstorben 20.11.2013) – www.klausens.com

AUFVERSTEHENSERWEITERER
____________________________für D.H.

WÄHLET EWIG DICH OH HILDE
BRANNTWEIN JEDEM SAKRAMEDIKAMENT

Glaubt an dies
Aber niemals jenes
Eher schon an die Diesjenseitigkeitsverwirrung

Glaubt nimmernicht den Politikern
Oder ihren Kindern.
Glaubt ja nicht den Politikern,
Oder ihren Kindern
Wird es schlecht

Ergehen wir uns
An ihrem Spaß
Bremsen wir das
Aus die Maus
Fallen in den Abgrund

Tief sei deine Mittel
Mäßigkeit verpönt
Spucken wir dem
Fahlen Wasser in
Den Tellerrand

In Frankreich begrüßen wir
Nur Mousse aus Coupon-Spaß
Bremsen wir das
Aus die Maus
Fallen in den Brunnen

Vergiften das
Aber niemals die
Eher schon die laufende Adidasverwirrung

PREISET EWIG DICH OH HILDE
BRANNTWEIN IN JEDEM SUPERMARKTBENZIN

… UND ALLZEIT FRIEDE DEN SOLARBETRIEBENEN LUXUSHÜTTEN DER PALASTREVOLUTIONEN!!!

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als KlauDIETERsDIETERens oder Klau/s/ens oder KlauHILDEBRANDTsHILDEBRANDTens, am Mittwoch, 20.11.2013, gegen 13:20 bis 13:40 MEWZ, Königswinter-Oberdollendorf.

klausens-zeichnung-abschied-und-lebensgeruest-19-11-2013-96-dpi-694-pix-mal-1000-pix

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klau|s|ens kann sich 4 millionen philippinen-obdachlose gar nicht mehr bildlich vorstellen – www.klausens.com

klau|s|ens, heute hörte ich: sie sprechen nun von 4 millionen obdachlosen.

das kann man nicht ermessen.

man hat auch kein bild dazu im kopf.

man kennt ein volles fußballstadion, eins wie in dortmund, wo bis zu 80.700 menschen offiziell reinpassen + die noch unten alle auf dem platz und um den platz herum.

wir sahen auch flüchtlingscamps aus dem nahen und fernen osten. da gingen dann die zahlen über 100.000 schon weit hinaus. es hieß dann auch mal „hunderttausende“.

aber wir erfassten nur einen teil der ewigen weißen zelte, weil wir alles im fernsehen sahen.

nun aber geht es um millionen menschen, die kein obdach haben, denen man das haus oder die wohnung oder die kleine hütte kaputtmachte.

wieso „man“? es war der taifun haiyan!

gewiss, aber wären die menschen reicher, hätten sie mehr steinhäuser, und es gäbe jetzt weniger obdachlose.

alles hängt mit allem zusammen.

dazu der katholizismus. lieber herrgott, was und woran soll man glauben, bei so einem murks, der von dir kommt, wenn es dich denn gibt?

es gibt ihn nicht! sieh es doch mal endlich ein!

und wenn gott = haiyan ist oder wäre?

dann gäbe es keinen grund, diese instanz anzubeten. wer so etwas tut, verdient es nicht, angebetet zu werden. (verachtung oder furcht oder verdammung wären die einzig naheliegenden gefühlszustände.)

und dann diese 4 millionen obdachlose.

eben: wen soll ich anbeten, dass er oder sie oder es so ein unglaubliches chaos und leid produziert?

ist am ende doch alles egal!

gewiss, aber obdachlos sind die menschen ja dennoch. egal ob 1 oder 2 oder 3 oder 4 millionen.

lass es nur 1 million sein!

selbst bei diesem „nur“ 1 million: jetzt bau mal für so viele menschen ein obdach. und dann überlege dir, wie lange du dafür brauchst!

kunstwerk-klausens-kreis-im-gewirr-16-11-2013-mit-logo

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klau|s|ens erfährt von haiyan und wieder per medien und muster einen natur-katastrophen-schrecken – www.klausens.com

klau|s|ens, wieder ist es so weit.

wieder, wieder, wieder.

es ist eine regelmäßigkeit darin.

die natur erhebt sich, und doch tut sie es so stark, dass wir wieder von der „klimakatastrophe“ reden. (reden, reden, reden.)

mal ist es indonesien, mal japan, jetzt philippinen.

in der ersten meldung war mal wieder von (lediglich) einem toten die rede.

einem!

und man weiß, dass es sich erhöht. sofort weiß man das!

die meldung ist also sinnlos. sie ist so falsch: 1 toter. ganz falsch.

sie sagen, dass die kommunikation kaputt ist: also kann der eine tote nur ein mini-mini-teil sein, so fürchtet man sofort als mediengelernter mensch.

dann steht man morgens auf und überall ist von mindestens 10.000 toten die rede.

so ist es so und dann doch so. von 1 hinauf nach 10.000.

wir wissen und kennen die automatismen.

schlimmster schrecken.

wir werden diesen schrecken in bildern teils sehen.

und endlose interviews mit helfern.

dann die die diversen konten für spenden.

und schon lauern die vorbereitungen für den jahresrückblick 2013, wenn eine THW-truppe eingeladen werden wird, die auf den philippinen war. (also jetzt dort ist).

es ist alles so vorhersehbar.

der schrecken nicht, aber was damit konnotiert ist.

man sieht die abläufe.

journalisten fliegen über die gebiete, machen filme, sind betroffen, werden aber dann doch schön in hotels wohnen.

wir kennen die bilder, sie sind austauschbar.

der schrecken ist dennoch da und wird dennoch von diesen menschen erlitten.

wir weinen mit den menschen, manchmal wollen wir nicht hören, was wir hören könnten: mutter tot, vater vermisst, schwester ertrunken. tochter, tochter, tochter: nicht mehr da!

man will nichts davon wissen, weil es so schlimm ist … aber man fühlt sich schlecht, wenn man nichts davon wissen will.

man schwankt hin und her. man leidet mit den menschen, man bedauert die menschen …

… und doch durchschaut man zugleich die mechanismen und kann diese gedanken nicht abstellen.

es ist alles eine menschliche falle.

der mensch ist gefangen, in dem chaos, das er nicht kontrollieren kann.

aber er hat die kernkraftwerke noch unnötig hinzugefügt.

gab es da auf den philippinen denn ein kernkraftwerk?

wir wissen es nicht. wir hoffen: nein.

wir bedauern den menschen als menschen als verlorenen.

und dann gehen wir zu bett, dann stehen wir auf.

und sie werden uns neue und neue berichte ins haus schicken.

leid und not – nur die letzten buschfeuer scheinen lange vergessen.

so also funktioniert das große ganze.

ein herrgott lacht und lacht.

was nützte der katholismus denen, die jetzt gläubig von den winden und fluten verschlungen wurden?

warum schreiben wir gedichte?

NOVEMBERWINDE
– Haiyan-Taifun-Gedicht –

Man reiße dahin das Vielerlei in brodelnden Fluten,
Ihr Häuser, und wirbele aber-Witz-brechend der
Menschen Gedärm-Gebein über Baumesstümpfe

Neben all jenen Krächz-Kapellen des Gott-Losen

Sind die Fetzen des unergründlichen Lebens
Voll des nimmermüden Glaubens an den
Untergang von allem bald Dagewesensein

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, 10.11.2013, Sonntag, circa 10:28 Uhr MEWZ bis 10:34 Uhr MEWZ

warum machten wir schon am 17.10.2103 untige zeichnung? welches ahnen war es?

klausens-zeichnung-am-stadthang-7-10-2013 (Medium)

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klau|s|ens muss sich an einem tag die todesnachricht von zwei guten und bekannten menschen aus den künsten anhören – www.klausens.com

klau|s|ens, erst der otto sander.

und dann hat man später erich loest „nachgelegt“. in den nachrichten.

alles am 12.9.2103. da starben sie wohl auch.

so ziehen tode ins land.

da sind menschen, die man etwas „kennt“. man sah sie, man las sie, man hörte sie.

sander und loest. an einem tag.

der eine vom krebs dahingerafft, der andere alt und unheilbar krank, dann aber mit einem wohl gewollten sturz in die tiefe.

namen, die man kennt.

dann sind sie vergangen … bis sie da und dort wieder auftauchen. das fernsehen macht es möglich. alles taucht wieder und wieder auf. alles lebt nach dem tod weiter, sofern es mal „bekannt“ ist.

WELTEXISTENZKENNUNG

Kühn ist die Kunst,
Noch kühner der Tod.

Nur das Vergessen
Lebt kleinlich seine Spiralen.

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als KlauKÜHNsKÜHNens oder Klau+s+ens oder Klau&s&ens, am Freitag, 13.9.2013, gegen 8:33 Uhr + 8:38 Uhr + 8:42 Uhr MESZ, Königswinter-Oberdollendorf.

ach ja: jenny elvers-elbertzhagen zieht heute in den container vom „Promibigbrother“ bei SAT.1.

ach so … ja … und am kühnsten ist der schnöde alltag.

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