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klau|s|ens schreibt gedicht für allerlei komiker und wollende anfangsliteraten – www.klausens.com

klau|s|ens, es geht immer ums „wie“, wenn ich mir so die texte anhöre.

mit dem „wie“ sollen lacher erzeugt werden, absichtlich überdrehte oder seltsame vergleiche. („der seehofer, die plappernde genkartoffel der ingolstädter voralpen.“)

und dein gedicht?

unser gedicht: das nimmt direkt dann auch noch anfangende literaten auf, die gerne bildlich schreiben wollen.

fischen, fischen, fischen und angeln, angeln, angeln.

ja, genau das. und oft stimmen die bezüge gar nicht mal, auch nicht innerhalb der grammatischen idee. das kommt ja auch noch hinzu.

schön, dass das auch mal festgehalten wurde.

die welt ist unendlich, die welt der sprache natürlich auch.

WIE
— Kleine Hilfestellung für allerlei Komiker
und wollende Anfangsliteraten —

Er schoss hinter dem Vorhang hervor
wie ein Projektil, Kaliber 7 Millimeter.
Sie kochte daraufhin erst einmal vor Wut
wie der Reis auf einem Herd in Japan.

Da kaufte er sich endlich seine Frau,
als hätte er mehr als nur einen 100-EURO-Schein dabei.
Sie nahm ihn aber daraufhin zur Brust,
als wäre er ihr einstmals wegadoptierter Heim-Säugling.

Er fischte sich nun ihren Safeschlüssel aus deren Gesäßtasche
wie ein glitschiger Hering aus der Schröder-Ostsee.
Sie aber schälte sich erst einmal aus ihrer Jacke
wie eine Apfelsorte namens „Schaler Merkel“.

Da machte er sich angstvoll in die Hose,
wie wenn es keine Windeln gäbe.
Da pinkelte sie ihm frech ans Bein,
wie wenn man keinen Urin mehr bräuchte.

Er (Atheist) pochte weiterhin auf den Ehevertrag
wie ein Specht. (Der hat doch einen Vogel!)
Doch sie machte ihn mal wieder nass
wie eine Trinkwanne auf der Heide. (Die ist doch belämmert!)

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als KlauKOMIKsERens oder Klau-s-ens oder KlauLITERATsURens, am 11.2.2015, Mittwoch, ca. zwischen 10:50 Uhr MEWZ und 11:02 Uhr MEWZ, Königswinter-Oberdollendorf.

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klau|s|ens wird von der FACEBOOK-trick-masche der sogenannten hauptmeldungen gequält – www.klausens.com

klau|s|ens, du machst mit, bei FACEBOOK?

ich mache bei vielem mit, aber als beobachter, nicht als wirklich aktiver mensch, zweitklausens. (die einen leben, die anderen beobachten sie dabei. wir beide beobachten die anderen.)

dennoch ärgerst du dich über FACEBOOK?

über FACEBOOK ärgere ich mich oft. es stehen ja auch genug negative meldungen in der presse. soll ich das stichwort „datenschutz“ jetzt zum millionsten mal erklingen lassen?

nein, nein, lieber nicht.

dann ist ja gut.

aber was ist noch schlecht?

es sind kleinigkeiten, die eine verdammt große rolle spielen. man muss nur genau hingucken.

worauf? wohin?

bei FACEBOOK werden ja posts und meldungen der anderen angezeigt, wenn du dich einloggst.

gewiss. das ist ja die idee der „freundschaft“, wobei es oft nur um geschäfte, verkauf und werbung geht. meldungen, meldungen, meldungen, ein vertikales laufband von FACEBOOK-posts.

es gibt aber zwei sortiersysteme: das eine sind „hauptmeldungen“ und das andere sind „neueste meldungen“

was ist es bei dir?

das ist es ja: immer, wenn ich mich mal einlogge, dann steht es auf „hauptmeldungen“. ich stelle es um auf „neueste meldungen“, aber beim nächsten einloggen ist es wieder auf „hauptmeldungen“.

was bedeutet „hauptmeldungen“?

das sind die mit den meisten kommentaren und „gefällt mir“-klicks.

die werden dann zuerst angezeigt. oben also. vorne!

genau das. es ist demnach so: wer oft und viel postet, meist ist es ja sinnloser quatsch, der bekommt oft kommentare und klicks und dadurch wird er öfter „besprochen“ und wandert so im rang der „hauptmeldungen“ immer weiter nach oben.

man liest ihn. oder sie.

eben, weil er oben steht. oder sie. – und dann bekommt sie noch mehr klicks.

und die anderen?

die, die selten bei FACEBOOK sind, sind de facto nicht mehr existent, weil sie in der eigenschaft der „hauptmeldungen“ noch weiter nach unten rücken. auf „ferner liefen“ also. bei 200 oder 300 „freunden“ erscheinen diese meldungen gar nicht mehr in deiner wahrnehmung, außer du guckst dir alle meldungen an, aber das sind dann so viele, dass du tage zum lesen brauchst. bei 1000 freunden oder 4000 ist es entsprechend schlimmer. ach ja: die „freunde“!

und das kritisierst du?

es ist ganz klar von FACEBOOK gewollt. so sollen die leute animiert werden, sich dauernd einzuloggen, irgendein sinnloses foto oder ein geklautes sprichwort oder angebliches hippes video zu posten, am besten mehrfach am tage, bis zu 10 oder 50 oder gar 100 mal, weil sie dann viele reaktionen bekommen und bei der einstellung der „hauptmeldungen“ ganz oben gelesen werden. (und auffallen! also werbung machen: für sich und ihre projekte und produkte!)

so also funktioniert das böse spiel?!

ja, so funktioniert es.

ich will „neueste meldungen“, damit ich das zu lesen bekomme, was die „kleinen leute“ schreiben, die eher selten bei FACEBOOK sich äußern, aber FACEBOOK stellt immer wieder alles auf „hauptmeldungen“ zurück, wenn ich mich auslogge und dann einige tage später mal wieder einlogge. FACEBOOK will mich auf „hauptmeldungen“ konditionieren!

das ist doch wahnsinn!

alle posten nur müll. aber je öfter du müll postest, desto größer ist deine chance bei den „hauptmeldungen“ oben angezeigt zu werden.

ein fieses system.

sage ich doch!

aber warum machen die leute es dann überhaupt noch mit?

ich weiß es auch nicht: man postet nur müll … und wer am meisten müll postet, ist der gewinner der klicks und kommentare und kommt an die „tabellenspitze“.

mit welchem schwachsinn sich die menschheit beschäftigt!

auch wir! auch wir!

und wie sie dabei von großen unternehmen wie FACEBOOK manipuliert und instrumentalisiert und ausgebeutet wird, diese menschheit!

schrecklich, das alles!

wir sollten mal wieder ins fußballstadion gehen, weil da alles ehrlich und sauber ist. sport, dreck, schweiß. alles ehrlich!

pah! du bist ein witzbold! – auch zum radrennen sollten wir mal wieder gehen, weil auch da alles so ehrlich ist! es lebe die tour de france! hoch auf lance armstrong!

ich glaube die ganze welt ist ein spielezirkus, wo so sich dann windige und kluge dran bereichern.

und wir sind immer die opfer. klau|s|ens und zweitklausens gehören immer zu den leidtragenden, eigentlich nie zu den tätern (… und daran leider so selten erstickenden böstuern).

ein jammer!

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klau|s|ens hat die super werbeidee für autoren und autorinnen – www.klausens.com

klau|s|ens, schon wieder eine idee?

ja, zweitklausens, es ist eine meiner tausenden von ideen.

welche denn nun?

ich stelle mir vor, dass ich eine geschichte schreibe.

über wen?

über einen autor oder eine autorin.

was ist mit denen?

die wollen endlich auch mal 100.000 bücher verkaufen. die wollen auch mal die kachelmann-absahne machen.

dann müssten sie sich anklagen lassen.

gewiss, man braucht öffentlichkeit. ein prozess ist öffentlichkeit, aber auch nur dann, wenn ein prominenter beteiligt ist.

was aber, wenn jemand nicht prominent schon ist?

genau. hier dachte ich nach. dann kam ich auf eine person, die sich jeden tag in ein café setzt.

das ist aber nicht viel! eine stunde sitzen!

warte, warte! die person betritt tag für tag ein (anderes) café, setzt sich dort genau eine stunde hin, trinkt ein getränk, redet kein wort, macht nichts, sitzt, sitzt und guckt, schweigt, ist eine stunde da.

und was noch?

dabei legt die person ihr buch auf den tisch. also von beginn an liegt immer das buch da.

das buch?

ja, die person hat ein buch geschrieben und hofft auf den kachelmanneffekt.

dann ist das buch aber hoffentlich besser und gehaltvoller … als diese selbstrechtfertigung und generaljustizanklage des herrn kachelmann.

höre doch mal mit kachelmann auf: der verdient sein geld doch!

und diese person nun bei dir? diese autorenperson oder schriftstellerperson?

die sitzt nun tag um tag in einem anderen café. immer eine stunde, immer wortlos, immer mit dem eigenen buch auf dem tisch.

was wird passieren?

im ersten jahr noch nicht viel, aber im zweiten könnte es schon beginnen.

was denn?

man wird auf die person und das buch aufmerksam.

wieso?

alle menschen gucken doch, wenn auf einem ansonsten leeren tisch ein buch liegt. auch die kellner und kellnerinnen gucken sofort auf das buch, wenn sie die eine tasse kaffee bringen und dann abkassieren, später.

so also stellst du dir das vor?

ja: denn es werden menschen fragen stellen: „ach, was ist das denn für ein buch?“ ODER: „haben sie es schon gelesen? würden sie es empfehlen?“

ach ja, und die person sagt dann nichts. sie redet gar nicht. sie ist stumm und guckt.

genau: sie sitzt da und schweigt, auch zu ihrem buch. immer eine stunde. wie buddha.

und dann?

dann verlässt sie das café, bis sie in einem anderen café auftaucht: tag für tag.

dann sagen die leute: „hey, was ist das denn für jemand? was ist das denn für eine?“

… und dann wollen sie wissen, um welches buch es geht.

genau so: nach und nach wird diese person berühmt.

… und das buch wird auch berühmt.

toll. dafür muss man nur einige jahre jeden tag in ein anderes café gehen!

genau das. und man muss einige tassen kaffee trinken, oder kakao, oder tee. oder ein mineralwasser schlucken. und dann eine stunde sitzen, wovon man ja noch keine poposchmerzen bekommt.

super, was du dir ausdenkst.

ich weiß: nach 10 jahren ist man so berühmt, dass man zehn mal so viele bücher verkauft wie der herr kachelmann.

und das ganz ohne prozess!

eben. meine werbeidee ist der beste weg für autorinnen und autoren.

jetzt weiß ich auch, warum so viele menschen in den cafés sitzen.

warum?

sie wollen ihr buch vermarkten.

aber ich sehe doch bislang nie bücher auf den tischen der cafés, wenn dort personen sitzen!

das stimmt. aber die leute ohne bücher wollen schon mal das marketing beginnen, bevor sie dann ein buch schreiben, wie sie im café saßen, um ein noch nicht geschriebenes buch zu vermarkten.

und dann?

dann kauft kein schwein das buch, wenn es mal fertig werden sollte, weil es dann zu viele bücher mit ähnlichem inhalt gibt.

aber das ist eine andere geschichte, zweitklausens.

ich weiß, klau|s|ens. – sitzt du denn jetzt immer im café oder nicht?

mit oder ohne buch?

du könntest dich doch von herrn kachelmann adoptieren lassen! das wäre doch mal was!

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Zum Glos-Seehofer-Trick-Spiel äußert sich KLAUSENS

klau|s|ens, was ist an einem rücktritt schon besonderes?

nichts!

na also!

es kommt aber immer auf das wie und was an.

wieso?

weil es doch das reale leben ist – und betrachtet man das reale leben als spiel, dann findet man viele möglichkeiten.

das leben als eine ansammlung von möglichkeiten!

genau so ist es, genau so.

und was ist jetzt beim glos so toll?

der mann hat sich alles so überlegt, dass es ein kleiner rachefeldzug wurde.

inwiefern?

er tritt zurück, aber seehofer weiß nichts davon.

das ist doch böse.

ja, ja, aber er hat es geschickt gemacht. der glos.

wie denn?

er hat seinen rücktritt an seehofer gefaxt.

also wusste der doch davon!

nein, eben nicht: michael glos hat es nach ingolstadt gefaxt, an den wohnsitz.

und?

der seehofer war aber in münchen bei dieser sicherheitskonkurrenz, tschuldigung: sicherheitskonferenz. (das wusste jedes kind!)

ach so: der konnte das fax gar nicht bekommen.

eben – glos aber konnte immer sagen, er habe natürlich seehofer über seinen beabsichtigten rücktritt rechtzeitig und direkt informiert.

seehofer war also informiert, ohne davon zu wissen.

genau: gleichzeitig bekam das ganze noch am samstag die BILD am SONNTAG, die schon vorab in einer pressemeldung berichtete, bevor sie das brief-fax-ding dann auch noch öffentlich machte, in der zeitung selbst.

und seehofer ist in münchen bei der konferenz und weiß von nichts.

genau! bis ihn dann die journalisten dazu befragen. zum rücktritt.

ein filou, dieser glos.

ja, dieser tumbe, schwerfällige mann hat sich für seinen abschied noch etwas feines ausgedacht.

herrlich, diese politik!

eben – ich verstehe auch nicht, warum immer wieder über die „politikmüdigkeit der deutschen“ gesprochen wird.

bei diesem feuerwerk bösartigster hinterlisten!

wo ist eigentlich mein fax-brief-dings an dich.

was steht drin?

das muss ich mir noch überlegen. – so raffiniert wie der glos bin ich ja auch. (ich könnte dir z.B. die zweitautorenschaft kündigen, zweitklausens. – und du weißt es nicht einmal, obwohl ich es jetzt angekündigt habe.)

und ich könnte das brühwarm dem herrn shakespeare erzählen, für sein nächstes stück.

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
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