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klau|s|ens feiert die verfluchung von fukushima und diesen 2. jahrestag – www.klausens.com

klau|s|ens, er ist da! 11.3.2013!

herrlich, endlich ist der zweite jahrestag da. da war jener tsunami und dann diese AKW-katastrophe noch zusätzlich.

nur um diesen zweiten jahrestag herum werden wir halbwegs mal erfahren, was alles in etwa so in japan los ist.

ein herrlicher tag: 0,000001 % information von 0,1 % möglicher information werden wir bekommen. lang leben die medien! lang!

und die menschen in japan leiden.

was für tage! jahrestage! die aufregendsten tage des jahres!

aber morgen werden wir alles wieder vergessen!

morgen werden wir uns wieder dem alltag zuwenden. (ich liebe jahrestage! wenn es keine AKWs gäbe, man würde sie heute nur für solche jahrestage erfinden müssen!)

klausens-kunstwerk-fukushima-endlich-jahrestag-zwei-am-11-3-2013

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klau|s|ens verflucht fukushima und die jahrestage – www.klausens.com

klau|s|ens, nur noch zu den jahrestagen hören wir was.

dabei ist es erst jahrestag zwei.

aber die medien haben sich darauf eingestellt: sie berichten zu den jahrestagen.

dazwischen nichts!

nein, dazwischen ist alles um japan vergessen und ausgelöscht.

der unfall mit der kernkraft hat auch die medienberichterstattung ausgelöscht.

anfangs waren sie dauernd auf sendung. überall betraten journalisten und -innen die sperrgebiete. alles wurde gefilmt und befilmt.

die ersten tage des unglücks fast 24 stunden. immer korrespondenten aus dem sicheren tokyo, irgendwo, vielleicht aus der eigenen wohnung im hochhaus. journalisten aus tokyo, die aber nicht wussten, ob es da noch sicher war. (die wolke! wohin fliegt das zeug?)

ach ja: was wurden wir beschossen! informationen und halbinformationen jede sekunde. gefühlsberichte. statements. ängste.

und heute?

heute ist alles vergessen, aber an den jahrestagen wird es wieder etwas mal hochgekocht.

und dazwischen?

langweilige parteitage aus allen lagern. so ticken die medien.

wird die FDP denn ausgelassen? wegen fukushima? tagen die nicht langweilig und unwichtig genau dieses wochenende?

ich schau mal eben: nein. sie wollen auch diesmal LIVE vom FDP-parteitag berichten.

und fukushima?

kommt bestimmt auch. phoenix zeigt aber gerade: „Zukunft der Autoindustrie“.

das ist ja auch spannend.

sicher, es kommt zum millionsten mal der deutsche auto-schlechthin-professor, herr ferdinand dudenhöffer. von dem weiß ich über die jahre mehr als über den unfall von fukushima.

du musst ja auch nicht in japan wohnen.

eben: und ich fahre zudem ein auto. also: die medien sind schon schön. sie lehren uns, was wirklich ist oder in unseren köpfen wirklich vorhanden zu sein hat. die medien machen mich. sie erschaffen mich. sie prägen mich.

deshalb bloggst du selber ja auch immer nur noch zum jahrestag von fukushima.

genau deshalb, ich passe mich ganz den medien an. (und dazwischen werden in japan bestimmt nur noch partys gefeiert – total verstrahlte partys sind vielleicht lustiger als normale, weil man eh nichts mehr zu verlieren hat.)

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Nachtrag zur Fukushima-Bewertung von KLAUSENS

klau|s|ens, was wolltest du noch sagen?

glaube niemandem.

wozu? wobei? wohin? wodurch?

wenn so etwas passiert wie in fukushima, dann lügen alle, zumindest die an den schalthebeln.

du meinst die an der regierung?

ja, und die vom AKW-konzern … und die präfekturen oder bürgermeister oder kreisräte oder wie immer es heißen mag.

warum tun sie das?

a) panik vermeiden. man will immer panik vermeiden. b) man will sich selber, seine projekte, die kernkraft … die geldgeber … alles das und alle diese … die will man nicht verlieren. alles soll bleiben, wie es ist. auch der profit natürlich. die technik insgesamt.

danke: ein neues zitat.

welches?

„alles soll bleiben, wie es ist, obwohl nichts mehr so ist, wie es war.“

ein klau|s|ens-zitat oder zweitklausens-zitat. aber was bringt all das?

das wissen, dass wir nicht alles wissen und dass wir nicht alles zu wissen bekommen.

wenn ein großer unfall ist oder ein krieg oder eine katastrophe, dann wird verheimlicht und gelogen, dass die balken biegen.

… dass die atomkerne fusionieren.

du brauchst immer nachrichten von unten. die nachrichten von oben können fast schon vollständig missachtet werden.

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Die Fukushima-Jahrestag-Berichteflut erlebt KLAUSENS

klau|s|ens, sie überfluten uns mit berichten aus fukushima. sie bestrahlen uns mit filmchen aller art.

das volk leidet ein jahr, dauerhaft – aber in unserer medienwahrnehmung hat es (scheinbar) viele monate schön und nett dahingelebt.

die medien machen sich notizen: einjahrestag in fukushima.

dann berichten sie. dazwischen berichten sie nicht.

die menschen leiden aber doch. ein jahr. sie leiden und leiden. (denke nur an unsere gedichte, damals, 57 tage, tag für tag, bis der strom der informationen nach und nach abriss … und auch unsere gedichte dann ihren stoff verloren. http://www.klausens.com/klausens-und-die-AKW-KKW-Atomkatastrophe.htm )

jetzt aber sehen wir immer dasselbe.

wir sehen fukushima-stadt und, dass es dort strahlung gibt, obwohl so weit außerhalb der zone.

wir erleben andere städte, die näher dran sind, an den blöcken des AKW, und die haben weniger strahlung. die zone ist zu klein bemessen und der zonenradius ist willkür – der wind der teilchen auch.

dann wollen alle reporter in das absperrgebiet. zum jahrestag muss es einen regelrechten reporterstau im sperrgebiet gegeben haben.

das machen sie dann von norden, illegal hinein in das absperrgebiet.

wir erleben mehrfach den herrn suzuki, der sich in wallraff-manier illegal als arbeiter im AKW betätigt hatte.

seine versteckte kamera war in einer armbanduhr.

wir erleben den buddhisten, der auszieht, den menschen praktisch und vor ort zu helfen, die immer noch in bestimmten gebieten leben. teilweise allein inmitten von ruinen.

wir sehen, wie sie da und dort den boden abtragen. hilflos. es ist fast schon lächerlich.

wir sehen kinder, die nicht draußen spielen dürfen.

wir sehen das ganze journalistische programm. und: fast alle japaner haben mundschutz. und: immer ist da eine regierung, die verharmlost. eine TEPCO, die schlimme spiele spielt. menschen, die belogen werden. menschen, die ihren körper bei den arbeiten im rest-AKW an die verstrahlung verschleudern, teilweise nichtsahnend.

aber alle berichte doppelt und dreifach und mehrfach.

… bis uns das thema fukushima wieder zu den ohren und augen und mündern heraushängt.dann gibt es noch kritiker aus der elite selbst. ich erinnere an herrn sato, gouverneur von fukushima. die werden alle mundtot gemacht. keiner darf ausscheren.

… und wir selbst sind bei jedem bericht froh, nicht im schatten einer solchen havarie leben zu müssen.

dann wird das thema wieder vergessen. fukushima verschwindet wieder in der medienschublade.

die japaner werden wieder vergessen.

am zweiten jahrestag geht es dann 2013 erneut los.

und so geht es immer weiter. – es gibt aber auch noch den verfallsschub der jahrestage! die intensität der berichte wird abnehmen. jahr für jahr.

und die welt atmet wieder durch und nimmt neue AKWs in planung.

die welt „plant“ das unbeherrschbare.

das macht die welt so aufregend.

ohne meinen geigerzähler gehe ich nicht mehr aus dem haus.

was anderen das blutdruckmessgerät ist, ist der „neuen welt“ der geigerzähler.

wie schön wir das alles hinbekommen haben. die neue welt!

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Das Ende des festen Termins durch den Stau begrüßt KLAUSENS

klau|s|ens, ich habe nochmals über alles nachgedacht.

über den stau?

mehr über den termin.

du meinst: das ende des termins.

ja, wir schrieben ja gestern davon.

es ist das ende des termins, bedingt durch den stau, und der sieg des zeitfensters.

ja, es wäre so schön.

was?

das zeitfenster. ich würde sagen: „chef, ich komme zur arbeit zwischen 8.00 uhr und 12.00 uhr“ und der chef würde sagen: „schön, herr mitarbeiter, so soll es sein. und Ihre arbeit endet dann zwischen 16.00 uhr und 21.00 uhr“. es wäre eine so entspannte zeit.

eigentlich läuft alles darauf hinaus.

findest du?

der stau will es so.

aber die oper beginnt um 20.00 uhr, das rockkonzert auch, das fußballspiel um 15.30 uhr.

das sind die dinge, die die gesellschaft noch nicht im griff hat. die oper müsste zwischen 20.00 uhr und 22.00 uhr beginnen. im zeitfenster.

herrlich!

und wer zu spät kommt, muss nicht mehr draußenbleiben.

herrlich!

ja, herrlich!

und damit die musiker sich nicht über das zuspätkommen ärgern, …

… wird zwischen musikern und dem publikum eine geräuschfeste mauer gebaut. herrlich!

die welt wird anders werden.

erst zog der mensch aus und hatte keine zeit. dann kam die uhr. zudem die moderne. das auto! dann auch der termin.

und dann wurden es mehr menschen, mehr technik, mehr autos, mehr verkehr, mehr staus.

und dann hat der mensch gesagt: wir stecken jetzt immer im stau. wir können keine termine mehr halten. wir wollen auch den stress nicht mehr!

und dann hat man alle termine abgeschafft. und alle waren glücklich. die zahl der herzinfarkte ging rapide zurück.

einzig die bundesbahn musste sich noch an feste fahrzeiten halten, damit die tradition der festen uhrzeit sich über die jahrhunderte des 3. jahrtausends im volksgedächtnis erhalten kann. die bundesbahn wurde ein fahrendes museum der festen zeit.

die bundesbahn wurde also auch zum „mahnmal der sauber eingehaltenen zeit“. aber ansonsten sagte der könig der demokratie: „vernichtet nun alle uhren“.

und dann gab es keine termine mehr. und auch die zeitfenster wurden überflüssig.

man kam im „morgengrauen“ oder „bei sonnenuntergang“.

die menschen fanden zu ihren ursprüngen zurück. alle die jahre des „fortschritts“ waren nur eine unnötige zwischenstation gewesen, um dann doch wieder da zu landen, wo man einst begonnen hatte.

die zeit vor der erfindung der uhr und die zeit nach der erfindung der uhr nach der erfindung des staus war dann das gleiche: eine zeit ohne uhrzeit. die totale freiheit. glück aller orten!

und dafür hatte die menschheit jahrhunderte gebraucht: … um das paradies der keinzeit wieder zu haben …

… was sie als neanderthaler doch schon gehabt hatte.

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Zum Stau durch menschliches Versagen schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, da ist ja noch der stau, der kommt, weil die menschen schuld sind.

die menschen sind immer schuld, zweitklausens … denn sie haben ja das verkehrssystem erfunden.

manchmal kommen aber auch unwetter und solche dinge.

manchmal.

was ist denn oft?

oft ist zu viel verkehr. aber das wissen wir ja. das ist ja die tendenz. zu viel verkehr und dann noch mehr an „zu viel verkehr“.

aber, das ist nicht alles.

nein, denn es kommt zu ausfällen. typisch ist: der verkehr ist dicht und träge.

das fuchst die leute.

viele sind ungeduldig, viele sind nervös, viele sind einfach keine guten verkehrsteilnehmer. manche haben akute sorgen. manche sind noch müde. oder schon müde.

und dann?

dann fahren sie nah auf und noch näher auf. sie fahren immer nah und näher. sie drücken und pressen, als ginge es so schneller.

im stau?

auch da. aber noch vor dem stau. der stau entsteht ja erst gleich, weil einige die regeln überschreiten. für das EGO-prinzip, was immer auf der welt regiert.

und was passiert dann?

einer bremst. es gibt eine verzögerung. irgendetwas gibt es.

dann knallt es!

ja, ja, es kann knallen. das sind dann diese auffahrunfälle. und diese auffahrunfälle machen dann den stau, der in der luft lag.

wodurch?

zum beispiel durch zu viel an verkehr. wenn es dann noch eine baustelle gibt, und wenn es dann noch rush-hour ist, und wenn es dann noch ein bisschen regnet, dann ist es sowieso zu spät.

dann also ist es passiert.

ja, diese ungeduldigen fahrer und fahrerinnen haben das herbeibeschworen, was sie selber schon befürchteten. STAU STAU STAU!

durch dränglertum und unachtsamkeit.

genau das.

es gibt auch leute, die wechseln schon beim einfahren in die autobahn in die überholspur.

das sind die ganz schlimmen. sie sind besonders „schnell“ und „toll“ und „beherrschen ihr auto“, rufen dann durch eben dieses kamikaze-fahren die schlimmsten situationen hervor.

dann gibt es die, die spät einfädeln.

das haben wir auch. autobahnsysteme, die nicht bedenken, dass viele fahrer ihre umgebung kennen, fahrer, die wissen, dass man da einen schlange von hunderten metern hat, um abzubiegen. also fahren die weit, weit und nochmals weit, biegen dann aber plötzlich doch noch rechts in eine lücke zum abbiegen rein, stoßen da rein, erschrecken alle, haben sich aber vorher die schlange erspart.

und die leute dahinter?

auf beiden spuren gibt es durcheinander. auf der abbiegespur, und auch auf der „normalen“ geradeausfahrspur, denn da blockieren abbiegende autofahrer, die nicht abbiegen, sondern wissen, ich stoße spät rechts hinein, die ganze spur. lebensgefährliche situationen entstehen.

und wieder entstehen auch unfälle.

wieder haben wir unfälle und dann erst recht die staus, die wir nicht haben wollen. STAUS STAUS STAUS!

viele böse und ungeduldige fahrer machen also das system zusätzlich kaputt, was wir als „verkehr“ bezeichnen.

so ist es.

die müsste man alle vom verkehr ausschließen.

eigentlich ja, denn sie machen staus. absichtlich. bösartig. egoistisch.

oder man müsste diese erwischen oder schulen.

eigentlich ja. zwangsschulungen riechen aber nach diktatur. und: wird man je die menschen ändern können? (außerdem brauchst du viele polizisten, die erst durch viele beweisfotos die bösen fahrer ermitteln.)

der verkehr als idee muss aber diese bösen menschen, die staus machen, durch aggression, durch auffahren, durch riskantes verhalten etc. beachten.

ja, wir müssen alles und jedes beachten. und je komplexer die welt, desto unmöglicher wird das. daran leidet der moderne mensch.

woran?

an der unmöglichkeit des lebens im guten …  aber der dennoch wahren möglichkeit für andauernd staus. es ist zum verzweifeln.

dann zieh doch nach djakarta: dann weißt du mal, was staus sind.

ich denke, dass unsere autobahnen hier und der verkehr in djakarta sich schon fast angeglichen haben. die ganze welt erstickt im stau, den sie selber hervorruft. die menschen machen sich immer alles selber kaputt.

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Dankbar sieht KLAUSENS die Unfälle bei Schnee und Eis

klau|s|ens, schnee und eis wollen uns nicht verlassen.

ach ja, es schneit und schmilzt und vereist … immer so weiter.

ich hörte heute morgen im radio, es seien wieder 900 unfälle passiert, nur in NRW.

das ist aber stattlich.

das ist die bilanz eines tages vielleicht.

dann ist es doch toll!

du freust dich über unfälle?

ich meine: wenn es nur blechschäden sind …

blechschäden sind nicht so schlimm?

blechschäden sind doch herrlich!

wieso denn nur?

weil blechschäden doch bedeuten, dass die autos kaputt sind.

ja, und dann?

dann müssen diese repariert werden … oder auch: neu gekauft werden.

und dann?

dann kurbelt das wieder unsere wirtschaft an.

dann ist der schnee also toll? das eis auch? und die glätte sowieso?

ja, denn alle kurbeln unsere wirtschaft an.

dann wäre ja glatteis dieser tage die fortsetzung der abwrackprämie!

eben, aber anders: es gibt keine rabatte – und die politik brauchte für diese abwrackprämie nichts zu bezahlen.

dann müssten wir also dankbar sein?

sofern es keine personenschäden gibt … ja!!!

wir müssten und also bei „mutter glaciensis“ oder so bedanken?

gewiss: wir bräuchten eigentlich eine heilige (zudem vorher selige) desselben namens.

mensch, wie einfach man doch eine wirtschaft wieder sanieren kann.

ja, ich finde auch, dass „wetter“ ins kabinett müsste.

meinst du jetzt diesen „kardinal wetter“ von einst?

nein, ich meine die weiteren schneefälle, die wir auch heute wieder zu erwarten haben. alle schneefälle müssen dringend ins kabinett.

und du solltest bundeswetterpräsident werden … um dann direkt nach deiner wahl als lobbyist in die automobilindustrie zu wechseln!

wie schön doch der winter sein könnte!

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