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klau|s|ens sieht im traum die immer noch gequälte maus – www.klausens.com

klau|s|ens, die arme maus von gestern.

es ist nicht eine, es sind hunderte, tausende. vielleicht millionen. tierversuche, forschung, ruhm. pah!

du träumst schon von ihnen. von den mäusen.

ja, zweitklausens. sie schreien mich an: warum quält ihr menschen uns?

was schreist du zurück?

gar nichts. denn sobald ich im traum schreie, ist dieser ja vorbei.

träumst du gerne von gequälten tieren?

nein, überhaupt nicht. aber: ich weiß nicht, was ich tun soll. das ist doch das problem. da werden wissenschaftler geehrt und mit geldern bestückt …

… während die basis von allem die tierquälerei ist.

der kern der zivilisation ist die quälerei: menschen, tiere, pflanzen. wir quälen alles.

wer am besten quält, ist am erfolgreichsten.

sollte ich dich also jetzt besser mal quälen, zweitklausens. möchtest du das? willst du einen kleinen stromstoß? ein trauma? na?

bin ich schuld, dass du kein wissenschaftler geworden bist? neidest du denen, die tiere quälen, ihren ruhm? ist es so? wärest du selber gerne auf der seite der quälenden?

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klau|s|ens liest erschüttert von der tierquälerei an der universität bonn – www.klausens.com

klau|s|ens, was ist los mit dir?

ach, es ist noch von gestern: ich öffnete die zeitung und lese. das war ein artikel im bonner general-anzeiger und da ging es um traumaforschung in bonn und berlin. ein gemeinsames projekt.

es ist doch schön, wenn man den menschen hilft, die schlimmes erlitten haben!

sicher, sicher: sie forschen dazu, befassen sich mit dem gehirn … und dann soll die therapie besser werden.

das ist doch schön!

sicher, sicher. man liest vor sich hin. und dann bleibt man an einem absatzteil stecken.

an welchem?

an diesem:

„Den exakten Einfluss auf das Gehirn testete das Team um Professor Zimmer an Mäusen, bei denen das Gen für die Bildung dieser Substanzen ausgeschaltet war. Die Tiere zeigten nach einem unangenehmen, kurzen Elektroschock anhaltende Angstsymptome, selbst wenn sie längere Zeit nicht mit dem negativen Reiz konfrontiert waren. Mäuse mit normaler Dynorphin-Ausschüttung waren zwar auch zunächst ängstlich, bei ihnen klangen die Symptome jedoch rasch ab.“  QUELLE: Bonner General-Anzeiger. 7.8.2012, auch im Internet unter: http://www.general-anzeiger-bonn.de/lokales/wissenschaft/Forscher-entschluesseln-Mechanismus-des-Traumas-article826368.html

sie quälen mäuse?

aber ja! man weiß es, man wusste: sie nehmen überall in der wissenschaft mäuse. aber nun steht es da, knallhart: „Die Tiere zeigten nach einem unangenehmen, kurzen Elektroschock anhaltende Angstsymptome …“, ich wiederhole knallhart: „Die Tiere zeigten nach einem unangenehmen, kurzen Elektroschock anhaltende Angstsymptome …“, nochmals verdammt knallhart: „Die Tiere zeigten nach einem unangenehmen, kurzen Elektroschock anhaltende Angstsymptome …“ – und nun? hast du es kapiert? hast du den tieferen sinn erfasst?

ich kann es nicht lesen! schrecklich. hör doch auf! sie foltern tiere! für versuche! tierversuche! böse und schlimme tierversuche!

aber es passiert. es passiert in bonn. es passiert in bonn und/oder berlin, wenn ich den artikel richtig lese. aktiv beteiligt ist das „Institut für Molekulare Psychiatrie der Universität Bonn“, wenn ich den artikel von ulrike strauch richtig lese und richtig interpretiere.

es steht da so „en passant“ … und dann weiß man: sie quälen die tiere, sie quälen die mäuse!

… damit es dem menschen besser geht. welche lächerliche welt! wie schlimm ist der mensch!

… und die forscher werden für ihre ergebnisse auch noch „gefeiert“, „gelobt“, „gepriesen“, und sie bekommen zeitungsartikel: für tierquälerei wird man in deutschland gefeiert.

mir bleibt fast schon die spucke weg. wie soll ich meine empörung runterschlucken? wie? welche zivilisierte kultur soll das sein? 

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Neues Guerillamarketing (oder wie man es hier richtig nennt) mit Sattelbezügen für Fahrräder beobachtet KLAUSENS

klau|s|ens, du hast wieder etwas beobachtet oder entdeckt?

nein, ganz anders: ich habe mal wieder etwas verpasst.

du, der weltdichter? der weltkünstler? der weltschreiber? du? du kennst doch die welt in allen winkelzügen! du hast etwas verpasst?

die welt dreht sich schneller, als man „pups“ sagen kann.

willst du denn „pups“ sagen?

ich will nur sagen, dass mir gestern mal wieder etwas auffiel.

was denn?

sie haben den sattel als werbeträger entdeckt.

den sattel vom fahrrad?

ja, du gehst irgendwo rein … dann kommst du wieder raus … und dann ist auf deinem sattel werbung.

sie sprühen?

nein, sie haben sattelbezüge. und die haben sie über deinen sattel gezogen.

das ist doch schön. dann bleibt der trocken! bei regen!

genau ist die idee: der sattel bleibt trocken … und du bist positiv gestimmt. eine geniale idee.

wie kamst du darauf?

gestern war alles orange.

und dann?

ich dachte: was machen denn die holländer in bonn? und ich dachte: haben wir kirchentag in bonn?

und? was war?

es war diese marketingsaktionsform. passt hier der name „guerillamarketing“? vielleicht! – auf jeden fall waren viele fahrräder mit einem orangen sattelbezug überzogen worden.

was passierte dann?

ich sah und dachte … und es waren nur frauenfahrräder, also die, ohne diese querstange oben.

und dann?

dann wusste ich schon: es hat etwas besonderes in sich. und siehe da: sie warben für ein wachs für haarentfernung. das war’s. und das haben sie dann allen frauen zack, zack auf die fahrräder gestülpt, während diese in der uni bonn waren und vor sich hin lernten.

dann war draußen alles orange?

genau das. und da wusste ich. es gibt eine neue werbeform. aber ich kannte diese noch nicht.

was tatest du nun?

nun nahm ich alle fahrräder, die da so standen, in augenschein.

was ergab sich?

es gibt viele, viele fahrräder, die einen sattelbezug haben oder einen sattelschonbezug über dem eigentlichen sattel, der dann mit werbung bedruckt ist.

was folgerst du?

es ist eine neu werbemasche: tausende von „promotern“ oder „promoterinnen“ ziehen (geheim?) über und durch die universitäten deustchlands oder der welt, suchen fahrräder, also: suchen fahrräder noch ohne sattelschonbezug, und stülpen dann bei tag und ohne nebel ihre werbung drüber.

so ist das also!

die welt hat immer neue ideen – und selbst hochkünstler wie wir verschlafen jetzt schon mehr als die hälfte. so flink ist alles.

und wenn die fahrräder dann alle voll sattelschonern sind?

dann wird es langweilig, und die werbung wendet sich etwas anderem zu.

man könnte doch studenten, die in der vorlesung vor sich hinnicken, eine bedruckte schlafmütze noch überstülpen!

ob das so gut ankommt?! – das „marketing“ ist voller ersprießlicher und unersprießlicher ideen. wenn man den namen „guerillamarketing“ konsequent nimmt, dann müsste man bedruckte gewehre ans volk verteilen.

du spaßvogel! ich sah den bericht über einen gefakten you-tube-spot, wo junge leute scheinbar übers wasser laufen.

und was der hintergund?

das war genau diese moderneste art von marketing: keiner weiß es genau. eigentlich steckt wohl eine sportschuhfirma dahinter. es geht letztlich nur um die sportschuhe. aber es wird nirgendwo gesagt. dann wird dieses fakevideo in anlehnung an die wunder von jesus gedreht und ins internet gestellt.

und wir klicken uns dumm und dämlich. weil doch keiner über wasser laufen kann. aber im video tun sie genau das. mit sportschuhen zudem.

ja, aber der name der turnschuhe spricht sich schleichend herum. das ist mehr guerilla als diese sattelschoner, die ja so offensichtlich bedruckt sind.

es gibt ja auch die leute, die extra mit farbe auf die bürgersteige sprühen, die polizeianzeige erwarten … und dann wird durch den zeitungsbericht über die verschandelte stadt die öffentlichkeit auf das produkt aufmerksam.

ob das so weise ist? wenn ein produkt einmal mit einer straftat in verbindung gebracht wird?

was ist denn mit den flashmobs bei mcdonalds? wenn plötzlich 1000 leute gleichzeitig einen hamburger bestellen?

ich verstehe. du denkst nun: das sind gar keine echten flashmobs, von irgendeiner rebellischen basis, sondern es sind von der werbeindustrie inszenierte flashmobs, die letztlich nur eine werbung für mcdonalds sind.

denken muss man alles. alles scheint möglich. selbst autos, die dann millionenfach zurückgerufen werden müssen.

ach so: du denkst noch weiter: eine geplante rückrufakion, um so auf die marke aufmerksam zu machen.

ich weiß: das ist sehr schräg gedacht. aber kreativität ist genau das: total schräg denken. ohne denkverbote.

eigentlich müsste man dich als guerillamarketingexperten einstellen bzw. teuerst bezahlen.

„eigentlich“ ist auch so ein wort, welches wahrscheinlich guerillamarketingleute auf dem markt der wörterbücher durchgedrückt haben.

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