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klau|s|ens ist (wie viele andere) auch gegen die henry-kissinger-stiftungsprofessur an der universität zu bonn – www.klausens.com

klau|s|ens, das geht ja nun mal gar nicht!

eben! sie wollen an der uni bonn dieses einrichten: „Henry Kissinger- Professur für Internationale Beziehungen und Völkerrechtsordnung“. (wohin kommen die bindestriche? muss es nicht henry-kissinger-professur heißen?)

egal. das sind die kleinen details. zu den großen: die WELT schrieb: >>Die Stiftungsprofessur für Internationale Beziehungen und Völkerrecht war von der Bundesregierung zu Ehren des früheren US-Außenministers Henry Kissinger vor einem Jahr kurz vor dessen 90. Geburtstag beschlossen worden. Sie wird vom Verteidigungsministerium und und dem Auswärtigen Amt über fünf Jahre jährlich mit 300.000 Euro finanziert.<< und >>Der frühere Botschafter der USA in Deutschland, James D. Bindenagel, soll zum Wintersemester die Henry-Kissinger-Professur an der Universität in Bonn übernehmen.<<

herrn kissinger? als namenspatron für das völkerrecht? muss man sich da noch lange inhaltlich äußern? nein: vieles ist bereits gesagt. wir brauchen nur die schon existente protestaktion zu unterstützen.

wie?

zum beispiel indem wir hier über den aufruf von der >>Initiative Zivile Uni Bonn<< berichten. dort hat man den kern des protestes zusammengefasst. dort kann man unterzeichnen.

hier ist der link zu der erklärung und den unterschriften: http://www.zivile-uni-bonn.de

schön, nun ist unser gewissen wieder etwas ruhiger.

es gibt viele namen von menschen, die kaum gut gehandelt haben, aber dann doch für dieses und jenes jahrzehnte in der welt als vermeintlich gut drin sind.

hindenburgschulen? meinst du die? diese ewigen hindenburgschulen? haben die nun alle endlich mal umbenannt?

der grausame krieg und seine situierten befürworter: ich spreche mich für eine „doppelmoral-professur“ aus. an jeder uni im land. die möge allen honoratioren des unsterblichen „establishments“ um die ohren gepfeffert werden.

auch denen, die mit den talaren durch die unis ziehen. (welcher geist ist das? der der freiheit (in) der forschung? der freiheit des denkens? in bonn? will man das so ausdrücken?)

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Ruhruniversität Bochum wird von KLAUSENS besichtigt

klau|s|ens, was machst du in bochum an der ruhruniversität?

man will sie sehen!

wieso?

weil sie bekannt und berühmt und berüchtigt ist.

wofür?

für ihre architektur. dieser campus fernab des zentrums von bochum, alles beton in beton – das ist eben etwas besonderes. dazu die breiten straßen der an- und abfahrt.

und? was sagst du?

ich fand es interessant. alles hat den hauch von brasilia, jener künstlichen hauptstadt von brasilien. (oscar niemeyer, brasilianer deutscher abstammung, hatte als leiter des staatlichen bauamtes und als entwerfer der öffentlichen gebäude ja viel damit zu tun. mit brasilia – nicht mit bochum. aber das eine erinnert an das andere. ein jeder mensch lebt und gestaltet in seiner zeit.)

war es schlimm? bochum? die uni?

es war teils schlimm (z.b. im parkhaus), teils weniger schlimm. man kann die dinge nicht so oder so sehen. (man liest ja immer wieder von der anonymität und von selbstmorden dort in bochum. aber bei sonne wirkt wieder alles ganz anders.)

aber es ist beton!

ja, ja, aber teilweise ist der beton auch furios gestaltet. es gibt viel licht in den riegel-häusern, es gibt kuriose architekturen, die an den realen sozialismus gemahnen. so ist eben jeder ein kind der einflüsse seiner zeit.

und gigantisch ist es auch?

nein, nur an manchen stellen. bisweilen wirkt es auch leicht. also: ich bin da am schwanken, zu allem. aber bestimmte durchgänge, tunnel und ecken … die sind grauselich. und man stellt sich bibbernd vor, wie winter-abends eine studentin alleine über den campus streifen muss. am schlimmsten sind die durchfahrten, untertunnelungen und solche sachen.

was soll man nun davon halten?

man muss alles wirken lassen. es gibt gutes und schlimmes, und eine gesamtbewertung der ruhruniversität steht noch aus, in 50 jahren oder so.

du meinst, alles ist ein denkmal?

ja, die gesamte anlage als komplex und reißbrettplanung ist ein denkmal seiner oder ihrer zeit.

die architekten?

hier: Architekten der RUB:

Staatshochbauamt für die Universität Bochum: Gesamtplanung; Zentralbibliothek

Hentrich, Petschnigg & Partner, Düsseldorf: Gesamtplanung; Gebäude der Ingenieurswissenschaften, Geisteswissenschaften und Medizin; Zentralmensa; Auditorium Maximum

Eller, Moser & Walter, Düsseldorf: Gebäude der Naturwissenschaften; Hörsaalzentrum-Ost

Lambart, Düsseldorf: Zentralbibliothek

Hennig & Dietrich, Nürnberg: Universitätsverwaltung

Lehmann, Dortmund: Studentenhaus; Musisches Zentrum

und dein gedicht?

unser gedicht, zweitklausens. hier ist es:

BOCHUMER BETONIEN

Ich war im Beton
Umgeben von dieser
Elenden Weite die
Man auch als Kälte
Der Leere bezeichnen
Kann oder einfach
Nur dem Material
Zuschreibt alles in
Erinnerung an das
Brasilia der Bücher
Welches mir nun
Als Realität entsteht
Vor dem Auge von
E 20 oder auch U 90
In Rot und Grün

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau(s)ens oder Klau&s&ens oder Klau?s?ens, LIVE geschrieben am Dienstag, 18.8.2009, auf dem Campus der Ruhruniversität Bochum, hier gerade im Bereich des Unicenters bzw. Uni-Centers, wo man Geschäfte und Fressstellen eingerichtet hat, und hohe Häuser mit Wohnungen. – Die Zahlen verweisen auf die Beschriftungssysteme: Farben (Farbleitsystem!) und Zahlen sollen einem sagen, wo und in welchem Stock man sich befindet. Dies ist besonders wichtig, wenn alles scheinbar gleich aussieht und man die Orientierung verliert.

klausens-foto-bochum-ruhruni-18-8-2009

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Um seinen Künstlernachlass sorgt sich KLAUSENS

ach, klau|s|ens, du machst dir sorgen um deinen nachlass?

ja, was soll werden, wenn ich nicht mehr bin?

legst du deshalb so viel im internet ab?

ja, denn was da ist, ist erst mal da, bis die server abgeschaltet werden.

wann ist das der fall?

das wissen nur die, die alles vom untergang der welt wissen. – oder die vom kölner stadtarchiv, wenn alles wegsackt und einbricht und dahinstürzt.

das bist du nicht? so ein wisser?

nein!

wo also warst du wegen und für deinen nachlass?

ich besuchte ein symposium, welches sich colloquium nannte, aber als „kolloquium“ dann modern mit „k“ geschrieben wurde.

war es da spannend?

leider: nein. es wurde nur gesagt, was jeder sagt, wenn es ums aufheben geht.

was?

man muss alles aufheben. das werk selbst und alles zum leben des künstlers / der künstlerin.

einschränkungen?

aber das intime darf nicht jeder einsehen. das intime nur manche. vielleicht nur die forscher.

aha: klassisches archivverhalten. geheim, geheim – so soll es sein!

ERSTES VOLLKOMMEN VERGESSENES INOFFIZIELLES KÜNSTLER-ARCHIVGEDICHT

Was da ist, ist da.
Was bleibt, bleibt.
Was keiner kennt, keiner kennt.
Was verbrennt, ist sowieso wieder weggerennt.
Was man vergaß, wohl nicht richtig so richtig saß.
– Wo bloß nur das Archivgedicht jetzt wieder war?!
Ach, lass! Pack‘ dich lieber an die eig’ne Nas‘!

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen oder Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau(s)ens oder KlauARCHIVsARCHIVens, am 10.5.2009, Sonntag, Königswinter-Oberdollendorf.

das gedicht ist aber nicht von jenem freitag, dem 8.5.?

nein, das gedicht ist von heute. zu diesem zähen freitag habe ich allerdings auch gedichte geschrieben. (siehe: http://www.klausens.com/klausens-und-das…)

warum?

man muss sich doch beschäftigen!

aber sie haben doch gesprochen.

aber sie sagten dinge, die jeder weiß: dafür brauche ich kein colloquium. „wenn es nass ist, muss es unbedingt trocken werden“ – oder: „wenn es trocken ist, soll es trocken bleiben.“ … solcherlei sätze kennt jeder. es gibt tausende von wahrheiten, die jeder weiß, vom arbeiter bis zum funktionär – dazu brauche ich kein colloquium. ich habe einst mal eine extra homepage-site begonnen, zu diesem was-jeder-weiß-aspekt: NUR GUTE TIPPS. http://www.klausens.com/nur-gute-tipps.h…

dennoch warst du fasziniert?! von dem colloquium, welches sich kolloquium nannte?

ja, es ist immer wieder faszinierend, leute reden zu sehen und zu hören, die sich selber als verwalter der kunst und kultur deutschlands ansehen.

und dann?

dann sagen sie so wichtiges wie: „man muss alles aufheben! auch die steuerunterlagen!“ aber kaum mehr. dennoch werden alle nacheinander etwas (eher unwichtiges) äußern, weil es die rituale solcher treffen vorsehen.

und dann?

dann fragt man sich: was soll das alles? womit verdienen diese menschen ihr geld? was zeichnet die denn aus? warum haben sie alle feste stellen mit guten gehältern? jeder student könnte das erbringen, was sie gerade da vorne erbringen. – usw. usf.

und dann?

dann fragt man sich zudem: und die sollen nun meinen nachlass verwalten? oder darüber entscheiden?

wieso?

sie wirken so ideenlos und unspiriert. ihnen fällt kaum etwas ein. (und künstler sitzen gar auch noch dabei!) – dennoch setzen sie sich in tollster besetzung immer wieder und wieder zusammen. monat für monat. jahr um jahr. immer in neuen konstellationen. und die versammlungstitel wählen sie so, dass es jeder schon merkt, dass es eigentlich an vielem fehlt:

Künstlernachlässe und Öffentlichkeit. Konzepte und Perspektiven

Programm

14.00 Uhr

Begrüßung
Dr. Gabriele Uelsberg, Direktorin des LVR-LandesMuseums Bonn

Einführung und Vorstellung der Podiumsrunde
Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann, Rheinisches Archiv für Künstlernachlässe, Bonn

Erfahrungsberichte
Prof. Dr. Anne-Marie Bonnet, Kunsthistorisches Institut der Universität Bonn
Prof. Jo Enzweiler, Künstler, Institut für aktuelle Kunst, Saarlouis
Eberhard Garnatz, Kunstsammler, Köln
Prof. Dr. Günter Herzog, Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels e.V., Köln
(Dr. Birgit Jooss, Deutsches Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg – ERKRANKT, NICHT ANWESEND)
Dr. Ludwig Krapf, Kulturdezernent der Stadt Bonn
Dr. Karin Lingl, Stiftung Kunstfonds, Bonn
Prof. H.-G. Prager, Bildhauer, Köln
Herbert Remmert, Galerie Remmert & Barth, Düsseldorf

16.00 – 16.30 Uhr

Kaffeepause

16.30 Uhr

Zusammenfassung und Vorstellung der Expertenrunde
Dr. Hans M. Schmidt, Rheinisches Archiv für Künstlernachlässe, Bonn

Expertengespräch
Margarete Bolza-Greis, Künstlerin und Nachlasshalterin
Dr. Ina Ewers-Schultz, Forum für Künstlernachlässe, Hamburg
Dieter Horký, Bundesverband Bildender Künstler e.V., Köln
Dr. Camilla G. Kaul, LETTER Stiftung, Köln
Walter von Lom, Architekturforum Rheinland e.V., Köln
Prof. Dr. Gerhard Pfennig, VG Bild-Kunst / Stiftung Kunstfonds, Bonn
Dr. Norbert Schlossmacher, Leiter des Stadtarchivs Bonn
Dr. Gabriele Uelsberg, LVR-LandesMuseum Bonn

Schlusswort
Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann

18.30 Uhr

Ausstellungseröffnung
Daniel Schütz, Leiter des Rheinischen Archivs für Künstlernachlässe, Bonn

Stiftung
Rheinisches Archiv für Künstlernachlässe
Floßweg 55
53179 Bonn
Tel.: 0228 / 93299935
Fax: 0228 / 93299936

E-Mail: kontakt [ÄTT] rak-bonn.de
http://www.rak-bonn.de

sie wollten sich wahrscheinlich mal in bonn treffen. und dieses RHEINISCHE ARCHIV FÜR KÜNSTLERNACHLÄSSE, das muss sich ja auch mal öffentlich zeigen. und dann holt man sich die leute eben zusammen, man „kolloquiert“ – und dann ist der name präsent, zumal künstler wie klau|s|ens und zweitklausens nachher noch in ihrem blog(g) davon schreiben, weil sie nicht wissen, wo sie sich auslassen können, bei all dem nachlassen.

und du? außer zitaten, die keiner versteht?

ich mache weiter kunst, jenseits aller nachlässe, weil ich nicht nachlassen will:

KLAUSENS und das KOLLOQUIUM KÜNSTLERNACHLÄSSE – Live-Gedichte
http://www.klausens.com/klausens-und-das…

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KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
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