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klau|s|ens erwartet die militärische reaktion chinas in hongkong – www.klausens.com

klau|s|ens, es sind die straßen und plätze der welt.

da ist dann plötzlich was los, dann werden die kameras angeschaltet … und wir sind tagelang LIVE dabei.

kairo ist vorbei, kiew ist vorbei, stuttgart 21 ist vorbei, gezi-park in istanbul vorbei … auch thailand vorbei. aber es kommt ja immer wieder etwas neues.

die unruhen vergehen, werden eingestampft, aktivisten kriminalisiert … oder (leider nur bisweilen) das volk kann diese oder jene bösen da oben wegbekommen und abservieren. (die herrscher! immer diese herrscher!)

und nun guckt das große china ins stets anders sich gebärdende hongkong, welches es ja von den briten zurückforderte und dann zurücknahm. (dabei musste hongkong einiges an status und freiheit einbüßen. seit 1. Juli 1997. dennoch: hongkong blieb immerhin eine sonderverwaltungszone.)

aber hongkong spielt nicht so mit wie der kommunismus als diktatur.

der kommunismus von oben sollte sich sowieso mit dem papsttum zusammentun: da kommt auch alles von oben.

es ist die idee des „demokratischen zentralismus“, dass es ein paar pseudoscheinreste von demokratie gibt, aber letztlich die de-facto-diktatur von oben (aber alles passiert nur für das volk und im namen des volkes! hoho!)

ja, wir lieben china für sein so tolles system, welches die menschen so frei und unfrei in einem sein lässt.

und drei kandidaten, die china für hongkong dann als führer zur „wahl“ vorgibt … auch das erinnert an die bischofswahlen bei den katholiken.

man versteht gar nicht, was die kommunisten in china mit den katholischen christen für probleme haben?! vieles ist doch ähnlich gedacht!

und dann ist da wieder jene klobige und klebrige masse namens „volk“, die immer wieder für überraschungen gut ist.

erst hat man die proteste noch belächelt, gerade in china, und nun haben sie nach 1, 2, 3 jahren eine solche masse und größe und ein solches ausmaß erreicht, dass die herrscher von china nicht recht weiter wissen.

am ende kommen dann immer die panzer: >> Tian’anmen, Tian’anmen, Tian’anmen !!! <<

so rufst du?

aus schrecken! aber nach innen. – innerlich, ja, innerlich: ich erwarte wieder die panzer, die doch china in aller welt nur geschadet haben. dann diese sinnlosen toten, die china damals hervorbrachte. aber ich rechne dennoch damit. erst kommen wasserwerfer, aber dann die panzer.

du meinst, die führung ist nicht dumm, aber auch nicht verdammt klug?

das klügste wäre die demokratische öffnung: aber dann müssen immer die meisten von denen weg, die jetzt herrschen.

das wollen die nicht?

nee, niemand will freiwillig weg. an der macht lebt es sich (scheinbar) immer am besten.

aber das ist nur äußerlich.

eben: status, geld, macht, einfluss, herrschaft.

das glück des menschen macht sich aber gar nicht daran fest, denkt der weltphilosoph.

sicher, aber an der armut und der unterdrückung ja auch nicht. wer die wahl hat, zwischen zwei übeln, wählt immer das angenehmere übel.

und das könnten eventuell panzer sein?

bei dieser staatsführung in der volksrepublik china (VOLKS…republik!!!) muss man mit allem rechnen.

es lebe das volk! das wahre volk! das echte volk! das demokratische volk! (und nur das!)

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Über die Journalisten und die Zuweisung der Rolle der „Sozialen Netzwerke“ bei allem spricht KLAUSENS

klau|s|ens, an allem und jedem sind jetzt die „sozialen netzwerke“ beteiligt oder auch schuld.

es ist ein universaler satz.

wie?

„die demonstranten verabreden sich mit twitter, facebook, you tube und co.“

so etwas liest du?

du nicht? die jasminrevolution in den arabischen ländern gibt es offenbar nur dank FACEBOOK und TWITTER und YOUTUBE – so zumindest der von den medien geschaffene eindruck.

stimmt das denn?

das ist es doch: keiner weiß es. (in und zu großbritannien wurde dann auch berichtet, dass es hier über ein sonderprogramm auf den blackberrys gewesen wäre, das verabreden. weniger via FACEBOOK et al. – ich kenne mich da nicht so aus, mit den blackberrys.)

was denkst du?

ich denke, dass wir es nicht wissen, dass aber alle journalisten nun so einen satz sagen, bei ihren berichten, ob aus china oder libyen oder manchester oder bad münstereifel: was immer passiert … die sozialen netzwerke werden eine rolle gespielt haben.

keiner überprüft es, aber jeder berichtet es.

so ungefähr. der journalist guckt dann schnell im internet, findet einen twittereintrag zur den unruhen in XY und schreibt dann: „sie verabredeten sich über die sozialen netzwerke.“

wäre das falsch?

offenbar ja nicht, denn: wenn nur einer über TWITTER von krawallen oder kämpfen oder was auch immer erfährt … und deshalb dann dorthin fährt oder läuft, dann kam er ja wegen der „sozialen netzwerke“.

aber es wird keiner wirklichkeit gerecht.

berichte von journalisten werden ja oft der wirklichkeit nur sehr schwer gerecht. aber solche universalformeln wie das ewige „sich-verabreden über TWITTER, FACEBOOK und CO.“ machen alles nicht leichter.

glaubst du nicht, dass handys und das internet einen einfluss auf die welt haben?

oh doch: sicher! die freien informationen fliegen über und durch die welt … und können irgendwie auch dorthin gelangen, wo früher nichts hingelangte … und sei es nur, der schwager hat internet in paris, telefoniert dann aber mit der nichte in syrien … wobei: man muss sich immer und überall überlegen, was man sagen darf und was man nicht sagen darf.

die welt ist „frei“ … aber auch verdammt überwacht.

überall lauert das böse, was diese freien informationen abfangen will, um dann die vertreter der freiheit zu knechten oder zu verfolgen oder gerichtlich zu belangen.

dann gibt es also eine veränderung durch TWITTER, FACEBOOK, YOUTUBE und CO?

ja, die gibt es, aber es käme für jedes land und jeden ort und jede zeit darauf an, genau zu berichten, wie wichtig und wie bedeutsam das war. wie viele der menschen, die in großbritannien geschäfte geplündert haben, kamen, weil man ihnen etwas auf den blackberry schickte … wie viele? und wie viele, die in syrien gegen das diktatorenregime kämpfen, können wirklich diese technik nutzen? und wie viele tun es?

wir brauchen journalisten und journalistinnen, die besser und sauberer recherchieren.

gewiss, aber dafür wird man nicht mehr bezahlt.

und deshalb?

… deshalb schreiben alle: „sie verabredeten sich über TWITTER UND FACEBOOK“, ein standardsatz aller reportagen zu jedem ereignis der welt, wo man sich internet denken kann. und handys. und internet durch die luft auf die handys. das wäre die generation iPhone. überall „verabreden“ sich die menschen zu protesten oder aufruhr via handy und internet. die menschen existieren nur noch im internet. jede revolution kann nur noch via internet gedacht werden. es scheint ja kaum noch mund zu mund gesprochen werden.

hast du denn eins? ein iPhone? oder ein(en) blackberry?

nein, ich habe mich ja auch nicht für plünderungen verabredet.

mir fällt noch ein: bei solchen plünderungen gibt es ja dann bei den unvermeidlichen bränden immer diese „rauchzeichen“ – das wäre dann der rückbezug auf die traditionen der indianer oder germanen oder anderer ureinwohner.

die alten zeichen sterben nie aus.

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An Tiananmen erinnert KLAUSENS

heute kein KARSTADT?

nein. der für die freiheit erlittene tod steht über den eventuell zu verlierenden arbeitsplätzen. und der kampf für demokratie auch.

… und die unglaubliche abscheu angesichts des verhaltens des chinesischen gewaltapparates? was ist mit der?

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