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klau|s|ens wird vom christian-wulff-freispruch kaum berührt – www.klausens.com

klau|s|ens, freispruch: 1. bis 10. klasse !!!

ja, juristisch kann man ihm nichts anhaben. (aber ich erinnere auch an dieses: >>Für eine falsche eidesstattliche Erklärung wurde Groenewold lediglich verwarnt.<< auch das gehört zu dem prozess und dem urteil gestern.)

dir kann man es nie rechtmachen!

viele menschen kommen frei aus dem gericht. aber das besagt nur das eine, nicht das andere. (falsche eidesstattliche erklärungen sind ein extra thema.)

was ist denn das andere?

wenn ein führender poltiker sich mit bestimmten menschen in solchen situationen derart umgibt, dann tut es niemandem gut, dem staat schon gar nicht.

ach ja?

und wenn der dann bestimmte dinge verschleiert, dann kann man es verstehen, aber es erhöht das vertrauen auch nicht gerade.

wenn man einmal in der malaise steckt, dann sind die dinge schwer wieder gutzukriegen.

du sagst es. aber wenn jemand den bundespräsidenten spielen will, dann muss er bestimmte dinge auch besonders gut bewältigen. und davon konnte bei herrn wulff nie die rede sein. – dass er seinem freund oder guten bekannten wegen einem film und den geldern dazu helfen will, das kann man (noch irgendwie) verstehen. aber gerade ein führender politiker muss sich tausendfach zurückhalten, in solchen dingen.

wer tut es denn? sich zurückhalten?

diese gegenfrage (du denkst wohl auch zuallererst an herrn schröder) ändert doch nichts.

was ändert denn was?

nichts! wulff hat fürsprecher wie das DIE-LINKE-parteivorstand-mitglied diether dehm. schön für ihn. aber er sucht auch die nähe oder besucht zumindest die mach-schöne-ferien-häuser eines carsten maschmeyer. diese person rangiert in meiner moralrangleiter sehr weit unten, um es mal so sehr dezent auszudrücken.

ja, drück du nur! drück dich rum. du hast ja noch nie etwas für diese welt geleistet! der herr wulff aber, der herr wulff …

ja, der leistet alles für seine eitelkeit. außerdem: diese glaeseker-wulff-sache, die stinkt doch auch zum himmel. (diese erinnerungslücken oder die geänderten zeugenaussagen. alles.)

solange da niemand verurteilt ist, …

die menschen sagen doch oft gegenseitig aus, die kleinen leute, aber eben auch die großen fische. nein, ein freispruch sagt nicht alles über die welt und eine person. viele böse wirtschaftshaie haben sich freisprüche über gute anwälte erkauft. – außerdem wird es keine justiz auf der welt geben, die gänzlich interessenfrei und ICH-los an die dinge herangeht. das widerspricht dem aufbau und dem charakter des menschen an sich und für sich.

jetzt kommt der sozialbiologe ins spiel. super!

herr wulff mag tun, was er tun will. er mag freigesprochen sein. aber für mich ist er ein …

was denn? sprich’s aus?!

… nein, ich habe es nicht nötig, irgendjemanden öffentlich zu beleidigen. ich bleibe da ein gentleman.

dann wärest du vielleicht ein besserer bundespräsident?

das habe ich nie behauptet. (ach so: ganz unter uns. ich bräuchte etwas unterstützung für eine neue publikation von mir. – zweitklausens, du als mein bester freund, du könntest vielleicht …)

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klau|s|ens erfährt vom in-haft-tod des NS-täters heinrich boere – www.klausens.com

klau|s|ens, der täter-mann boere ist nun tot.

am 1.12.2013 ist er im justizvollzugskrankenhaus fröndenberg (kreis unna) verstorben. (die BILD wusste es als erstes.)

damit ist eines der letzten kapitel der NS-verbrechensaufarbeitung deutscher justiz abgeschlossen. so viele NS-prozesse wird es wegen des alters der noch beschuldigten nicht mehr geben.

eben: er (boere) wurde aber noch verurteilt, schlussendlich, jahrzehnte nach der tat.

er musste die haft antreten. er kam ins krankenhaus, wegen seiner gebrechlichkeit und seines alters.

und er ist im alter von 92 jahren im haftkrankenhaus verstorben.

man spürt eigentlich keine genugtuung, sondern es ist eher wie ein „aha! –so kann es auch gehen!“

viele täter kamen frei, wurden nicht belangt, entkamen. und zu viele lebten in der bundesrepublik dann noch weiter.

zu viele täter entkamen der justiz.

erst spät hat diese deutsche justiz bzw. bestimmte personen in diesem apparat begriffen, dass es anders werden muss. mit der verfolgung von NS-tätern.

der deutsche mief wurde nicht besser, dieser nachkriegsmief.

aber diese verurteilung von heinrich (hendrik) boere, das war sinnvoll und richtig.

sein tod in der haft konsequent: mit 92 jahren.

man hätte in den kopf von boere hineinschauen wollen … und ob heinrich boere sich dann im haftkrankenhaus irgendetwas zu seinem früheren leben und zu seinen verbrechen gedacht haben möge.

das könnten nur wärter und pfleger wissen, wenn überhaupt. (dann müsste er mit denen gesprochen haben.)

boere ist jedenfalls tot. die LIVE-gedichte vom prozess in aachen bleiben.

wie und wo wird so ein mensch dann beerdigt? anonym?

die-klausens-zeichnung-kunstwerk-boere-ist-tot-3-12-2013 (Medium)

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klau|s|ens zeigt neue spieloptionen für die neue OLG-münchen-platzvergabe – www.klausens.com

klau|s|ens, alles neu macht der mai.

nun also der 6. mai. und zuvor ist alles nun doch anders.

jetzt bekommen die, die einen platz schon hatten, vielleicht keinen mehr. (andere aber dann doch. nur wie? wie?)

und die, die ein hotelzimmer anmieteten, brauchen vielleicht keines mehr.

aber die angehörigen, die ihre urlaube und anreisen planten, die haben nun probleme sehr.

wir harren der dinge: man befürchtet ja immer, dass da in münchen alles mehr und mehr verschlimmbessert wird.

ich habe mal die sitze anders positioniert.

wieso?

ich denke man muss alles ausloten, alle möglichkeiten, den gerichtssaal mit sitzen „zu bespielen“.

am ende müssen sie die sitzung alle 10 minuten unterbrechen, weil so viele menschen in dem saal sind, dass man die leistungsfähigkeit der lüftung nicht bedachte. (da müssen die menschen atem holen gehen.)

auch, weil die atmosphäre so vergiftet ist.

klausens-zeigt-neue-sitzverteilung-im-gerichtssaal-olg-muenchen-16-4-2013

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klau|s|ens hasst das windhund-prinzip-system der OLG-münchen-platzvergabe – www.klausens.com

klau|s|ens, ist nicht alles gesagt?

doch, fast alles.

und hat nicht das bundesverfassungsgericht eingegriffen? durch sein urteil? ich zitiere:

# Das Oberlandesgericht München muss beim NSU-Prozess eine angemessene Zahl von Sitzplätzen an türkische und griechische Journalisten vergeben. Das entschied das Bundesverfassungsgericht am 12. April 2013. Damit hatte ein Eilantrag der türkischen Tageszeitung „Sabah“ Erfolg. Gerade die Vertreter türkischer Medien hätten ein besonderes Interesse an einer eigenständigen Berichterstattung über den Prozess, „da zahlreiche Opfer der angeklagten Taten türkischer Herkunft sind“, hieß es zur Begründung des Beschlusses (Az. 1 BvR 990/13). # (zitiert nach 3sat/dpa)

# Wie die Platzvergabe im einzelnen geschehen soll, ließen die Verfassungsrichter allerdings offen. Sie weisen den Vorsitzenden Richter an, „nach einem von ihm (…) festzulegenden Verfahren eine angemessene Zahl von Sitzplätzen an Vertreter von ausländischen Medien mit besonderem Bezug zu den Opfern der angeklagten Straftaten zu vergeben.“ Möglich wäre, ein Zusatzkontingent von nicht weniger als drei Plätzen zu eröffnen, in dem nach dem Prioritätsprinzip oder etwa nach dem Losverfahren Plätze vergeben werden. „Es bleibt dem Vorsitzenden aber auch unbenommen, anstelle dessen die Sitzplatzvergabe oder die Akkreditierung insgesamt nach anderen Regeln zu gestalten“, heißt es in dem Beschluss. # (zitiert nach 3sat/dpa)

ja, ja, aber das ist ja nach-schadensregulierung. der schaden ist ja schon da.

so ist das eben in münchen. da ist der schaden schnell da, bei der seltsamen oberstaatlichkeits-frei-justiz sehr gerne.

ich erinnere an unseren blog-eintrag: klau|s|ens zur „sammelzone“ beim john-demjanjuk-prozess in münchen, das war am 3.12.2009. die hatten damals doch tatsächlich ein schild aufgestellt: „Demjanjuk Sammelzone“.

ach ja, münchen. ach ja, die justiz in münchen.

es ist in den vergangenen tagen alles gesagt worden. zu der platzvergabe zum NSU-prozess. alles.

ich wollte aber zu der windhundsache noch was sagen.

der erste kommt (dran). so funktioniert es.

ich finde das prinzip ganz schrecklich. es wird ja oft angewandt, beim ticketverkauf ist es üblich. es ist ein ganz schreckliches prinzip. nicht nur in münchen, sondern immer, wenn es um „plätze“ geht.

gewiss, es fördert die konkurrenz. das hauen und stechen: alle eilen, und manchmal sitzen die leute stundenlang vor einer kasse, sie schlafen sogar vor einer kasse, um an die karten zu kommen.

dann stellen sie fest, dass bestimmte leute solche karten auch ohne warten bekamen. leute vom schlage eines boris becker. die brauchen keinen schlafsack. das ungerechte system der schnelligkeit wird immer auch noch konterkariert durch das geld-prinzip und durch das „ich-bin-wer“-prinzip.

es ist alles furchtbar ungerecht … und furchtbar anstrengend. (die armen windhunde!)

in zeiten des internets sogar doppelt ungerecht.

wieso?

weil schnelligkeit nicht vom eigenen tun abhängt, sondern vom netz.

was meint das?

habe ich eine langsame internetverbindung, ist mein wunsch nach einem platz viel später erst da … als wenn ich eine schnellere hätte. man sagt also: alle haben die gleichen chancen. – durch die ungleichheit des internets ist aber alles von vorneherein obsolet. das scheingleiche ist schon per se ungleich.

aber in münchen war das doch nicht das thema.

das wäre zu überprüfen. ein kern des versagens war, dass man die infomail seitens des gerichtes in unterschiedlichen zeitabständen rausschickte, sodass nicht einmal alle medienvertreter zeitgleich informiert waren. gewiss. das war menschliches versagen. (aber das war nur ein teil der wahrheit.)

eben. aber selbst, wenn das gericht da keinen zeitfehler selber gemacht hätte: das „system internet“ ist bezogen auf das windhund-prinzip per se total ungerecht.

das leben ist per se auch total ungerecht.

ja, ja, aber man sollte die dinge doch abfedern, wann immer es möglich ist. es kann nicht sein, dass leute mit einer langsamen internetverbindung (wofür sie meist nichts können!) nun bestraft werden, indem ihre mails per se überall später eintreffen.

in münchen ist auch das möglich. ach ja: münchen und seine justiz!

ja, die justiz in münchen, die scheint etwas „ganz besonderes“ zu sein. außerdem schwimmt sie im formalismus, im unflexiblen und in der nichtvorhersehung von möglichen problemen. urdeutsch geradezu. 

sie sollten das schild „sammelzone“ auch dieses mal wieder aufstellen, die tollen justizleute aus münchen. „sammelzone für ausländer“, na, wie fändest du das?!

rassistisch fände ich das. aber münchen ist alles zuzutrauen. – ich hasse das windhundprinzip. hatte ich das schon gesagt?

unabhängig vom NSU-prozess. das windhund-prinzip-system ist im kern schon ungerecht und gemein und durch und durch kapitalistisch.

wer zuerst kommt, … (und sich durchboxt). das ist durch und durch unmenschlich. (aber so tickt die welt!)

klausens-zeigt-3-sitze-im-gerichtssaal-OLG-muenchen-13-4-2013

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klau|s|ens wundert sich nach dem prozess um die tötung von trudel ulmen über die fürsprecher der polizei – www.klausens.com

klau|s|ens, das ist doch auffällig.

gewiss, der vorsitzende richter beim urteilsverkünden und dann hernach (am tag danach) der reporter des general-anzeigers … beide nehmen überdeutlich die polizei in schutz.

es scheint fast wie eine liaison zwischen gericht und presse und polizei.

dabei ist der fall doch genau mit jenem dicken und großen versagen der polizei verbunden.

das muss man auch benennen und ansprechen. und wenn die polizei auch noch so sehr aus diesen fehlern von vor 16 jahren (und danach!) lernen will, so kann man diese fehler doch nicht abtun.

das motto „jeder macht mal fehler!“ ist hier vollkommen unpassend. (aber so kommt es rüber. in diesem ton.)

wenn ein chefarzt das falsche bein abnimmt, dann ist es ja auch kein „kann-mal-passieren-fehler“, sondern ein schlimmer und gröblicher fehler, bei dem gehandelt werden muss. (oder herr müller drückt den falschen knopf beim AKW.  und das ding explodiert. stelle dir das vor!)

dennoch war es das, was richter josef janßen beim urteilspruch am 18.12.2012 im bonner landgericht dem publikum und der öffentlichkeit mit auf den weg gab, diese eine botschaft: die fehler der polizei sind geschehen. aber wer ist fehlerfrei? seien/sind wir denn alle fehlerfrei? (dabei hatte er eine sprache, die es noch einen tick anders ausdrückte, als ich es wiedergebe.)

er hätte das volk von mayen und rheinbach mal ermahnen können, der richter, oder die menschheit. aber nein, der einzige inhalt, der den üblichen inhalt der urteilsverkündung verließ, dieses extra … war dieses schlusswort zugunsten der polizei. man wundert sich.

am nächsten tag im general-anzeiger steht dann ein kommentar von wolfgang kaes, jenem mann, dem wir die überführung des täters vor allem (neben der polizei, die dann jahre später zum glück anders agierte) zu verdanken haben, weil er in den dingen bohrte und die eiterblasen des geschehens entscheidend half, endlich aufzustechen.

und dieser mensch, dieser aufklärer und journalist im guten, geht nun in seinem kommentar am 19.12.2012, S. 2, general-anzeiger, auch hin und verteidigt die polizei.

man merkt eben, woher der wind weht: ohne die polizei und ihre informationen ist eine zeitung nichts.

und man hat offenbar nun angst, dass die polizei sich nun durch alles an berichterstattung um den fall der tötung von trudel ulmen zu sehr angegangen fühlt und vielleicht eines tages dem general-anzeiger nichts mehr erzählt.

also nimmt der wolfgang-kaes-kommentar mit fast derselben idee und tendenz die polizei in schutz, wie es vorher schon richter janßen getan hatte, bei der urteilsverkündung.

da wird man doch nachdenklich.

gewiss, denn die polizei hat bestimmt einen schweren job und sie ist bestimmt unterbesetzt, aber bestimmte „fehler“ dürfen einfach nicht passieren. dass trudels ehemann so leicht mit der story vom „anruf der abgehauenen frau“ durchkam und dass man eine gefundene leiche nicht mit dem verschwinden von trudel ulmen ernsthaft in verbindung brachte … das ist doch wohl sehr skandalös.

außerdem gibt es immer wieder diese fälle, wo die polizei dinge tut, die man unterlassen sollte. ich erinnere an den afrikanischen häftling, der in der zelle verstarb. (oury jalloh, tod in einem dessauer polizeirevier. die sache mit dem feuerzeug. urteil aus magedeburg gegen die polizei vor ca. einer woche.) alle diese dinge gehen nicht! der rechtsstaat braucht eine hochanständige und blitzsaubere polizei, die sich bestimmte „fehler“ einfach nicht „leisten“ darf.

aber dennoch haben der vorsitzende richter josef janßen und der große rechercheur wolfgang kaes nach dem urteil im fall der tötung der trudel ulmen ins selbe horn geblasen. bildlich sage ich mal so: „gott, schütze unsere polizei!“

und genau das finde ich vollkommen übertrieben … und, ja, in diesem fall völlig unangemessen. (die polizei möge mir das verzeihen. ich denke nicht nur schlecht über sie.) manchmal ist ein „fehler“ so nicht tolerierbar. und auch nicht wegredbar … wie eine petitesse.

unsere LIVE-gedichte http://www.klausens.com/klausens-und-der-prozess-um-die-toetung-von-trudel-ulmen.htm können leider nur den prozess erfassen. das versagen von vor vielen jahren nicht. da waren wir nicht dabei.

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klau|s|ens mag das krankmachende krankschreibungsurteil von wegen „arzt am ersten tag“ gar nicht – www.klausens.com

klausens, welche welt!

es geschah schon letzte woche: „Beschäftigte müssen auf Verlangen ihres Arbeitgebers schon am ersten Krankheitstag ein ärztliches Attest vorlegen. Das entschied das Bundesarbeitsgericht am Mittwoch in Erfurt.“

man fragt sich, von wem die gerichte bezahlt werden.

von wem denn?

man fragt sich, wer den WDR bezahlt, denn eine redakteurin des WDR klagte erfolglos gegen den arbeitgeber WDR, der nun in erfurt am ende der juristischen kette seltsames recht bekam.

welches recht?

man darf als boss eine krankschreibung schon am tag 1 der krankheit verlangen.

das ist doch hirnrissig!

eben: du brichst, dich andauernd übergebend, zusammen und sollst dann in diesem zustand in eine arztpraxis, um das attest zu verlangen. da liegst du dann vier stunden röchelnd auf dem boden, verbreitest deine keime an 10 bis 30 andere wartende … und alles wird schlimm und noch schlimmer.

es ist gesundheitspolitisch hirnrissig. es ist aber auch für die motivierung der menschen eine schande.

und es ist verschwendung von sinnloser zeit in sinnlosen arztpraxen. (denn welcher hausarzt käme an einem dienstag oder mittwoch zu einem berufstätigen nach hause in die wohnung, um den mal eben krankzuschreiben?!)

wir können nichts verstehen. es geht nicht um die gesundheit, es geht nicht um das wohl eines volkes.

nein, es geht wohl eher um die schikane. (aber wer möchte da arbeiten, wo man schikaniert wird? was soll das werden? wie soll man da als mitarbeiter gerne zur arbeit kommen?)

erfurt, welcher hohn!

WDR, welcher hohn!

wir verachten die dummheit mancher arbeitgeber … und wir schütteln den kopf über diese rechtsprechung.

was man alles „verlangen“ darf! als arbeitgeber!

ich fand im internet dieses. lies! da bieten sich sicherheitsfirmen als detektive an, um „notorische krankschreiber“ zu überführen:

„Falls Sie Mitarbeiter haben, die extrem häufig arbeitsunfähig krankgeschrieben sind und Sie den Verdacht haben, dass keine wirkliche Erkrankung vorliegt, übernehmen wir die Überprüfung dieser Mitarbeiter im Rahmen einer diskreten und professionellen Mitarbeiterüberprüfung.

Für den Fall, dass die Krankschreibung nur vorgeschoben ist, damit der Mitarbeiter anderweitigen Tätigkeiten, ob beruflich oder privat, nachgehen kann, übernehmen wir die entsprechende Überprüfung, bzw. Dokumentation. Die Darlegung dieser Feststellungen erfolgt so detailliert Unterlegt mit Video bzw. Lichtbildern, dass Sie keine arbeitsgerichtliche Auseinandersetzung scheuen müssen.“

von welcher welt reden wir eigentlich?

es scheint die deutsche zu sein: unlogisch, gemein und sehr hinterhältig.

man weint nicht nur, dass man krank ist, sondern man weint, wenn man dann als kranker sich in eine praxis schleppt (oder sich gar auf der bahre tragen lässt), um nach stunden sinnlosen wartens ein stück papier zu bekommen. (noch kränker!)

so stellt sich deutschland eine offene und mündige gesellschaft vor.

ich könnte weinen!

bist du krank? brauchst du ein attest? – tu uns das bloß nicht an!

gut, dann weine ich eben ab sofort nicht mehr. (und dann melde ich mich eben als lohnsklave – fußstampfer – in einer textilfabrik in indien an. ich brauche noch ein paar geschwüre am offenen bein. es lebe die krankschreibung am tag 1 des weltuntergangs.)

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