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klau|s|ens fordert das verbot der wahlumfragen und das verbot von deren veröffentlichung ab 6 wochen vor der wahl – www.klausens.com

klau|s|ens, im saarland war ja mal wieder alles sehr anders … als gedacht.

ja, wirklich: diese umfragen aber auch!

diese umfragen bestimmen ja bei vielen mehr und mehr das wahlverhalten.

erläutere!

wenn ich nicht will, dass rot-rot eine koalition bildet, obwohl ich selber eigentlich SPD-ler bin, aber eher rechter SPD-ler, tief im herzen, dann kann ich dennoch mit guter absicht extra die CDU wählen, um die meinige SPD vor rot-rot zu bewahren.

das wäre taktisches wählen.

genau: das machen ja viele menschen. wegen dieser ewigen umfragen!

sie wählen nicht, was sie denken, sondern sie wählen so, wie das wahlergebnis sein (vermeintlich) soll, taktisch sein soll, ausgehend von den umfragen, die die menschen bis kurz vor der wahl lesen, hören, sehen … und bewerten.

und dann hast du wahlen, aber das wahlergebnis sagt nicht die „wahre wahrheit“, sondern nur die „halbe wahrheit“ der taktierer und taktiererinnen.

und so könnte es an diesem wochenende gewesen sein.

abgesehen vom schönen wetter, was wieder den zur wahl zieht und jene von der wahl abhält.

dann wäre deine zweite these: der spießer geht auch bei schönem wetter zur wahl = ja-zur-CDU, während der weniger-spießer eher eine runde mehr auf seinem motorrad um die saarschleife außen herumfährt = heute-nix-SPD.

das sind alles gedankenspiele: aber die über 6 % AfD-stimmen, die könnten ja auch mal CDU-wähler gewesen sein. oder sind nun alle piratenwähler unisono ins lager der AfD gewechselt?

das sollen uns die wahlforscher und -forscherinnen beantworten. denen macht das doch eine so große freude: „wählerwanderung“ … da werden manche ganz heiß, allein wenn sie dieses wort hören.

das ist der jörg-schönenborn-effekt (WDR), ich weiß: die menschen haben ja alle ihre diversen hobbys.

ich störe mich aber an diesen blöden meinungsumfragen in den tagen vor der wahl, die dazu führen, dass die menschen nicht mehr echt wählen, sondern nur noch taktisch.

und wenn x leute gleichzeitig taktisch wählen, können die kuriosesten ergebnisse rauskommen.

eben. deshalb soll es 6 wochen vor der wahl keine umfragen mehr geben … und diese sollen dann auch nicht veröffentlicht werden (dürfen) – falls es sie illegal dennoch gegeben hatte.

und wenn es dennoch geschieht? A) das umfragen? B) das veröffentlichen?

… dann müssen die strafen für ein vergehen so hoch und so abschreckend sein, auch bei der presse, falls die dann darüber berichtet, dass alle angst bekommen.

und wenn die russen umfragen im saarland machen, 1 tag vor der wahl, und diese dann doch noch in deutschland publizieren?

dann müssen die sanktionen verdoppelt und verdreifacht werden: irgendwo ist doch mal schluss! die krimsache war schon schlimm genug. und die mögliche US-wahl-einflussnahme dazu!

ja, sicher. aber abgesehen von russland: man kann sich seine schönen wahlen durch diese blöden umfragen total kaputtmachen.

… und am ende die demokratie. (die menschen sind doch durch die geschwindigkeit der sozialen netzwerke sowieso so volatil drauf!)

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klau|s|ens ist für ein allgemeines rotlichtverbot – www.klausens.com

klau|s|ens, du kommst ja jeden tag mit neuem quatsch.

wieso quatsch? ich liege stets voll im zeitgeist.

aha: rotlicht verbieten!

eben: das ist doch alles sexuell konnotiert, das mit dem rotlicht. (stichwort: rotlichtviertel.) ich finde, das darf so nicht länger sein. wir müssen die gesellschaft und die jugend schützen. deshalb: VERBIETET DAS ROTLICHT!

da hast du wahrscheinlich monate drüber nachgedacht.

oja! meine forderungen sind immer ausgewogen und das ergebnis nächtelanger klausuren.

jetzt soll auch noch das rotlicht verboten werden! wo soll das alles hinführen? welche kuriose gesellschaft soll das noch werden?!?!

aber alles wird durch das rotlicht sexualisiert. das kann doch keinem recht sein. wir haben das verbrechen und wir haben die sexualisierung. beides muss weg.

und dann haben wir noch den islam? kommt das jetzt auch noch aus deinem mund? wo soll dein populismus noch hinführen?

die dinge werden nicht besser, wenn du mich und meine meinung durch wutschnauben unterdrückst.

wie werden die dinge denn besser?

wenn man leute wie mich endlich mal machen lässt: das gesunde volksempfinden.

oha. wir lieben das „gesunde volksempfinden“!

danke, danke. wenn das rotlicht erst einmal verboten ist, wird alles gut.

aber das rotlicht warnt ja auch. hast du dich schon mal mit dem warnungsgedanken des roten lichtes befasst, welches du nun verbieten willst?

nein, das habe ich noch nicht. (aber auch dazu fällt mir noch etwas ein.)

du bist unverbesserlich.

ich weiß.

beim radio bedeutet das rotlicht: „achtung, wir sind auf sendung!“

na und?

bei menschen wir dir müsste es auch ein rotlicht geben. vielleicht könnte der kopf das rotlicht sein. AUSSAGE: „achtung, hier läuft ein unverbesserlicher populist durch die welt! an dümmlichkeit kaum zu überbieten.“

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klau|s|ens ist gegen das oder ein verbot der prostitution – www.klausens.com

klau|s|ens, in frankreich jetzt das gesetz, 1. lesung: freier sollen 1500 euro strafe zahlen, wenn sie erwischt werden, dass sie mit einer prostituierten …

was soll das alles? da verbieten, da erlauben? mal so, mal so? in anderen ländern werden parkplätze mit extra sichtblenden erstellt und dann „freigestellt“, damit der straßenstrich sich gezielter lenken lässt. so oder so?

ich denke, die prostitution wird es immer geben.

ich denke es auch.

man kann und wird sie nicht verbieten können, realiter, de facto.

die prostitution ist nicht das problem: das problem sind böse zuhälter, die arme frauen unterdrücken, quälen, verraten, schlagen, entführen, gefangenhalten, versklaven.

aber wie willst du gegen die vorgehen?

eben: ob verbot oder nicht-verbot. diese herren (es sind ja meist herren) werden ihr geschäft weiter betreiben.

die prostitution ist gar nicht das problem!

wenn es so wäre, dass freie frauen auf freie freier träfen, oder freie männer auf freie freierinnen … dann wäre es nichts anderes als massage, wellness, arztbesuch, friseurbesuch, fußpflege … und so weiter und so weiter.

es wäre eine dienstleistung am körper und mit dem körper.

und sie wäre etwas intimer als andere, aber eigentlich geht es doch um die intime nähe von zwei körpern, wobei die eine person eine leistung verkauft und die andere eine leistung erkauft.

wann immer das passiert, und wann nimmer es sauber und hygienisch und so weiter passiert … und kontrolliert, auf eine gewisse weise … und medizinisch begleitet etc. … dann darf es sein.

die tätowierung darf ja auch sein. und die ist auch furchtbar intim.

das tattoo ist eigentlich eine körperverletzung, wenn man es genau nimmt.

aber das tattoo (und die leute, die es setzen) wird/werden nicht verboten.

warum wollen sie nur immer wieder die prostitution verbieten? und weg bekommt man die so erst recht nicht.

man bekommt auch nicht den alkohol weg, wenn man den verbietet.

auch nicht das heroin.

alles bleibt da, aber es geht eben beim verbot in den untergrund. (auch die kirche!)

die kernfrage bei allem ist also: wollen wir etwas weniger missbrauch von drogen haben, aber im untergrund?

oder etwas mehr, aber im „obergrund“, um dann das problem vielleicht so besser anpacken zu können? (die waage steht mal so und dann mal wieder so, hin und her. vor und zurück.)

die prostitution ist nicht das problem. das problem bleibt die zuhälterei.

man sollte die prostitution total freigeben, aber die zuhälterei über alle möglichen und unmöglichen wege verfolgen.

nur das wäre vernünftig.

wenngleich: auch die zuhälterei wird sich nie abschaffen lassen. leider.

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Den Mein-Kampf-Diskurs erlebt KLAUSENS

klau|s|ens, man kann direkt weiter diskutieren.

du meinst, die völkermorddebatte (frankreich) und dann diese mein-kampf-druck-nichterlaubnis-diskussion (deutschland).

es geht immer darum: was ist erlaubt, was nicht. man hat schon angst, dass der blog(g)-eintrag gelöscht wird, nur weil „mein kampf“ darin auftaucht.

was muss verboten werden, was aber nicht. computer, die wörter suchen, sind auch keine lösung. telefonabhörmaschinerien auch nicht. zensur erst recht nicht.

je weniger verbote, desto besser die demokratie.

je mehr verbote, desto anfälliger die demokratie.

ich denke, „mein kampf“ soll freigegeben werden.

wirklich?

dann denke ich wieder das gegenteil.

aha. du schwankst.

es ist wie beim verbot der NPD: heute denke ich so, morgen denke ich so.

auch da schwankst du.

an einem tag überwiegt die empörung: dann will ich alles verbieten, was von rechts kommt.

und an anderen tagen?

da ist es wieder genau andersherum: ich denke, dass verbote alles interessant machen. alles geheimnisvoll machen … und so das gegenteil dessen bewirken, was sie hervorbringen wollen.

dann denkst du mal so, und mal so.

du denn nicht?

der mensch ist wohl so.

manche dinge sind so schwer!

die opfer von auschwitz (heute ist jahrestag der befreiung des KZ) wollen natürlich so ein buch wie „mein kampf“ nicht frei erhältlich auf dem markt sehen. ich kann das verstehen.

es ist aber frei erhältlich im internet. jenes machwerk.

es ist erhältlich, aber ist es auch „frei“ erhältlich?

man dreht sich immer hin und her.

es wurden ja schon hitlerfilme gedreht, in deutschland. auch dieses schien früher nicht möglich.

in einer comedysendung kann man sehen, wie sich ein schauspieler als eben dieser hitler gibt. als comedyfigur. (gespielt z.b. von michael kessler.)

die dinge relativieren sich stets. die zeit macht alles anders. der abstand setzt sich dazwischen.

aber hitler darf nie und nimmer verharmlost werden! nie und nimmer!

wenn du dieses so ausrufst, dann wirst du das gegenteil erreichen. auch beim mahnen gilt: wer zu viel mahnt, der erreicht das gegenteil.

ich weiß: dann halten sich die leute die ohren zu.

du kannst also jeden tag 100 stunden schüler mit berichten über den schlimmen nationalsozialismus vollstopfen, und dennoch wirst du nachher überrascht sein, dass viele dennoch keine demokraten sind.

in der DDR gab es dieses phänomen ja auch.

propaganda ist mies, gegenpropaganda aber auch. das sollte man nie übersehen. mit zujammern wird man nichts erreichen. nur mit prozessen der debatte, des diskurses, der auseinandersetzung.

aber „mein kampf“ ist doch ein machwerk.

es gibt so viele machwerke. durch das internet erreichen noch mehr machwerke die welt. die frage ist nicht: was steht da darin?, sondern mehr: wird das, was da drin steht, bejahend aufgenommen?

wird es das denn?

wird es durch veröffentlichen oder nicht-veröffentlichen? wie erreicht man mehr? erreicht man überhaupt etwas, so oder so? kann man die dinge steuern? kann man die welt steuern?

aber diese gedanken …

am besten ist, alle menschen dürfen ihre gedanken frei äußern. eingriffe sollten immer nur wenig erfolgen, und immer nur dann, wenn das system der demokratie in gefahr ist.

meinst du?

viel offenheit stabilisiert die demokratie doch viel eher! (außerdem kann man nicht über die bücherverbrennung des NS-systems berichten, um dann selber bücher zu verbieten. auch das ist ein widerspruch.)

die kirche hat(te) doch auch ihren index. 1966 erst abgeschafft, offiziell zumindest.

auch der blieb und bleibt mehr als umstritten. außerdem: verliert die kirche in europa-west nicht so viele gläubige? hat der index über die jahrhunderte daran etwas gehindert? ist der abgang der kirche bei uns nicht sehr auffällig? trotz index? was hat es ihnen zudem gebracht, menschen wie giordano bruno umzubringen? 17.2.1600? rom? scheiterhaufen? was? (das wäre nur ein beispiel von so vielen.)

was denkst du also?

ich weiß es nicht. verbieten? nicht verbieten? „mein kampf“ wieder zulassen? es weiterhin nicht zulassen? (es geht ja nur um deutschland). es ist so schwer.

du schwankst.

ich bin ein mensch, ich schwanke.

und daran setzen doch die extremisten an: am schwankenden menschen.

bei mir werden nazis keinen erfolg haben, glaube mir.

wenn ich schon „glauben“ höre, dann werde ich wieder misstrauisch.

was wäre eigentlich, wenn das buch nicht „mein kampf“, sondern „mein dampf“ hieße?

das ist ja absurd!

so ist doch unsere ganze welt!

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