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klau|s|ens spricht über die umwelt-tot-millionen von plastik-luftpolster-folien-verpackungen für teile und ersatzteile und dinge und geräte et al. – www.klausens.com

klau|s|ens, in deutschland gibt es immer wieder so bewegungen gegen den plastikmüll … oder in europa.

ja, das ist „nett“, auch „süß“, aber es ist ja am ende nur symbolik.

da ist dieser junge holländer, der gegen das plastik im meer angehen will, mit supernetzen oder fangstellen oder so etwas. boyan slat heißt er.

ich weiß: und dann der deutsche junge mann, frank lehner, der sich gegen das plastikeinschweißen von werbeprospekten durch die post richtet. (diese petition und zehntausende unterschriften.)

ist das nicht schön?! dieser einsatz?

doch, doch: aber gehe in den supermarkt und du findest millionen waren in plastik eingepackt: reis, tomaten, nudeln, käse, wurst, bananen. (ich nehme nur die grundnahrungsmittel.) diese mengen stechen jede postverpackung von werbeprospekten hundertausendfach aus.

und das war schon gefühlt ewig so. dass es plastik gab. immer plastik. für alles.

die jute-taschen-bewegung ist gefühlt auch schon vor 50 jahren entstanden. (aber man nehme die lächerlichen einkaufstüten in ihrer zahl gegen alles andere, in seiner zahl, was man mit plastik verpackt! es ist doch lächerlich, wie immer nur auf den einkaufstüten rumgehackt wird.)

und dann werden jeden tag tonnen an material von plastik verbraten, verwickelt, verwühlt, verwachst und verwurstet.

und dann berichten millionen menschen über den einen jungen mann, der als david gegen die post ankämpft … aber dabei ist der müll milliarden- und trilliardenfach vor unserer nase: jeden tag neu. (ganz ohne post-werbe-prospekt-sammlungen.)

man kann die menschheit nur belächeln.

weihnachten ist wieder die zeit der pakete.

und man möchte in alle diese pakete hineinschauen und sehen, mit welchem material die dinge darinnen geschützt sind. die schönen elektrogeräte, die so liebevoll verschenkt werden! (nur das iPad macht uns froh.)

wenn du etwas industrielles bestellst, kann es gut sein, dass es in plastikfolie eingewickelt ist.

eben: da ist die berühmte luftpolsterfolie … die gibt es auch schon jahrzehnte.

und diese folie umwandet gerne den neuen kolben, das neue gewinde, das neue ruder, das neue steuer, den neuen lüfter, das gelage, die achse, ein kranaushubelement, alles geschraube, jenes gedürr.

luftpolsterfolie aus plastik ist der große renner — und das auch jenseits des alltags der normalen menschen, die nach computern dürsten, shoppen gehen und weihnachtspakete mit waren versenden.

luftpolsterfolie ist einfach der standard in der industrie.

da wird alles und jedes drin eingewickelt.

schon seit jahrzehnten.

da spricht aber keiner von.

dabei sind es auch quadrozilliarden von mengen von plastik. ein einziges wickelgrausen, das die ökologie und die meere und jede mülldeponie nachhaltig bedroht.

darüber schreibt keiner, darüber berichtet nicht einmal „report“. aber über das süße und fast schon trauliche plastikhüllengetue bei der deutschen post bezogen auf papierwerbeprospekte berichten alle.

das ist so eine schöne story eben. (>>05.11.2014 – Die Post erwägt, die Plastikverpackung für „Einkauf aktuell“ zu ändern.<<)

aber der plastikabfall als solcher, der jeden tag von hamburg bis rosenheim anfällt, von moskau bis helsinki, in lastern, auf paletten, auf schiffen, in holzkisten, von china bis nach panama, in flugzeugen, in paketen … nur weil da ein unternehmen jenes teil verschickt und ein solches teil noch anfordert … darüber erfahren wir nichts.

die welt spinnt, weil sie die dinge nicht wirklich kapieren will. alles ist widersprüchlich und undurchdacht. — es ist immer nur die hälfte von allem überlegt, erwogen und bedacht.

dabei schwimmen die luftpolsterfolien doch auch alle noch in die meere rein.

und sie treiben so schön an der oberfläche, eben wegen der luftpolster.

das wäre wieder was für die recycling-schreier: auch das ist ja ein großer popanz.

oh ja: die idee wäre, wir bauen boote aus luftpolsterfolie aus dem müll!!! hurra!!!

und dann ist alles wieder gut, weil ja was „recycelt“ wurde.

hoffentlich liest jemand von GREENPEACE diesen beitrag hier … sodass die mal neu über alles nachdenken.

ich finde, man sollte betten aus luftpolsterplastik bauen.

hauptsuche luft! luft ist ja per se ökologisch. deshalb ist auch luftpolsterfolie aus plastik irgendwie doch noch ökologisch. oh ja, oh ja, so lässt es sich ja auch sehen.

dann kann das zeug ja schön auf den meeren treiben … und die post sollte prospekte in luftpolsterfolie statt normaler plastikfolie einschweißen. das wäre dann konsequent.

… damit die prospekte besser auf den meeren treiben, nämlich oben.

… dann kann man alles auch besser abfischen.

luftpolsterfolien sind auch so schön ästhetisch … beim menschheitshobby vom weltzerstören.

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Immer noch an Aktion „sehen lernen“ in Bonn beteiligt sich KLAUSENS

du, klau|s|ens, muss man das kennen?

es ist eine verpackung.

ach ja?

ja.

und wovon?

von einem USB-stick, mit dem man ins internet kann.

ein WEBSTICK?

vielleicht, wenn er so heißt.

und das ist nun modern?

die verpackung?

dieser stick?

ohne stick läuft nichts, aber die verpackung wird gerne vergessen.

und nun?

nun wird sie nicht vergessen.

meinst du?

aber ja! außerdem habe ich sie 2 x, und einmal schillert das plastik etwas.

so genau schaust du immer hin?

manchmal sind die dinge am schönsten, die am wenigsten beachtung finden.

meinst du das jetzt für die verpackung – oder für dich als epochal-stick-künstler?

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Mit Reklame wird KLAUSENS konfrontiert

klau|s|ens, worüber wirst du uns berichten?

über meine überraschung!

welche überraschung?

ich war/bin überrascht, über eine verpackung.

wie kann einen eine verpackung überraschen, in einer welt, die sich beständig erneuert. in einer welt, wo die überraschung der alltag ist?

nun gut, ich fiel nicht vom stuhl, ich fiel nicht vom schrank – aber ich war doch überrascht.

über eine verpackung?

ich stehe in der raststätte, habe den kleinen hunger und will nach langer zeit mal wieder einen riegel essen, den ich als „mars“ kenne, schon seit der jugend.

und nun?

nun liegt da der riegel, aber er heißt anders.

heißt er denn anders?

das ist es ja: ich entdeckte dann, dass es eine werbeidee ist, die riegel mit unterschiedlichen satzfetzen und sprachteilen zu berdrucken.

ich lese hier auf deinem foto: „Hab Spaß“ und „Voll gut“.

großartig, zweitklausens, großartig – und jetzt verstehst du auch meine überraschung.

ja, gewiss, aber nach einer kleinen sekunde des innehaltens müsste es doch vergangen sein.

ist es aber nicht, weil ich doch darüber schreibe.

dann bist du den werbefuzzis von „mars“ voll auf den leim gegangen!

darf ein schriftsteller denn nicht auch einmal schwach sein? ganz schwach? einfach nur schwach?

auf der riegel-homepage fand ich den spruch „Nimm Mars, gib Gas“.

das ist ja abscheulich! – zumal wenn bedenkt, dass ich den riegel an einer raststätte kaufte! und dann wenig später in einen stau hineinfuhr, der durch einen unfall verursacht war.

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Die Welt und KLAUSENS werden entkulturalisiert

klau|s|ens, du wirst jetzt klage führen.

du bist klug, zweitklausens – ja, es stimmt.

wessen willst du klagen?

heißt es nicht „worüber“?

das ist jetzt egal – also: wieder wird dir etwas genommen, fühle ich.

mir? – und allen!

was ist denn weg?

es handelt sich um diese lila schokolade.

ich weiß, die hat eine spezielle mischung, einen speziellen geschmack – die ist auf ihre art „einmalig“.

soweit der inhalt, aber die verpackung …

was wurde denn aus der verpackung?

die hat sich geändert!

wann denn?

ich weiß nicht – ich kaufte mir mal wieder die lila schokolade, und alles ist nun anders.

ist das lila verschwunden?

nein, nein, aber sie ist anders verpackt. das lila ist nun weniger papier und mehr kunststoff.

weiter?

sie ist anders verschweißt, sodass sich auch die form der schokolade geändert hat.

auch die form?

das rechteck ist jetzt länger. das im geschäft gesehene rechteck der äußeren verpackung.

noch was?

aber ja: es fehlt innen die alufolie oder das alupapier oder was das war. silberpapier?

das silberne papier?

eben! wie kann eine schokolade schokolade sein, wenn das silberne silberpapier fehlt …

… und außen herum plastikpapier ist?

genau das! niemand schreibt darüber! ich las nichts! keine titelseite! nichts!

und doch hat sich die welt gravierend verändert.

man hat mir mein leben unter den füßen weggezogen.

inwiefern?

alles, was war, ist nicht mehr.

was war denn?

das aufbrechen eine lila schokolade mit silberpapier, das war einmalig. das war kult.

und das haben sie dir nun genommen?

sie haben mir meine vergangenheit geraubt!

schlimm, schlimm. womit würdest du es vergleichen wollen?

… als die TELEKOM uns die gelben telefonzellen klaute … und sie durch unscheinbare magenta-grau-dinger ersetzte, das war auch so ein anschlag.

die kultur formt uns – und dann lässt sie uns im stich!

es sind alles amputationen. tiefe einschnitte in unsere existenz!

man müsste etwas tun.

was denn?

ich weiß es nicht. vielleicht wäre es ein erster schritt, wenn wir das wort „entkulturalitisation“ dafür prägen. du kennst doch unsere wortschöpfungen im „eigenlexikon“. http://www.klausens.com/wortschoepfungen…

ja, ein neues wort: entkulturalitisation! ja, das passt! für die schokolade! und auch für anderes.

schön! dann haben wir einen kleinen schritt getan.

wir haben aber noch ein problem.

welches denn?

es könnte sein, dass man uns in 20 jahren dieses schöne wort einfach nimmt, so wie das silberpapier … einfach nimmt … und dann heißt es „entkulturalizidierung“.

es ist erschreckend, wie wir überall in unserem selbstverständnis beständig bedroht sind.

iss‘ noch ein stück. das hilft!

ja, wegen der feriperizerimone! ja, ja!

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Verpackungen liebt KLAUSENS

klau|s|ens, was liebst du denn an weihnachten?

eigentlich nichts, außer …

… außer …?

… den verpackungen.

wieso das?

sie sind herrlichste kunst aus sich selbst heraus. nutzlos, sinnlos, unökologisch … und doch oft schön.

… und werden dann doch achtlos weggeworfen.

an diesem punkt kommen wir als weltbewahrer ins spiel.

vielleicht hat man weihnachten nur dazu erfunden, um uns weltbewahrer spielen lassen zu können.

heißt es nicht umgangsprachlich „geschenke auspacken“?

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