Schlagwort-Archive: Weihnachtsgedicht

Kunst und Gedicht zu Weihnachten 2011 von KLAUSENS

klau|s|ens, auch ein gedicht?

aber gern, zweitklausens:

TANNWERDUNG

Im Baum der bunten Schatten
Werden kugelnd Wogen flimmern
Von den grünen, spitzen, matten
Zweigen erste silbernd‘ Glänzungen
Erschimmern wir das frohgemute Mögen
In das Verentstehen einer Zeile wo alle die
Verheißungen nur ganz sachtdezent vergeh’n

Copyright Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als KlauWEIHsNACHTens oder KlauTANNENsBAUMens oder Klau*s*ens, am 24.2.2011, Samstag, der Tag von „Heiligabend“, gegen 9:45 Uhr bis 9:54 Uhr MEWZ.

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Werbeanzeigen

Eis und Blitzeis sieht KLAUSENS am 24.12.

klau|s|ens, mach doch was?

wieso denn? es schneit so zuckersüß!

es stehen bisweilen die züge, die autos sowieso, die menschheit … die steckt fest. eiszapfen an den dächern werden vielleicht menschen erschlagen.

es gibt doch jenen jesus, der …

aber der tut doch nichts! der lässt sich heute symbolisch gebären. aber sonst? der winter? ich bitte dich! auch busse rutschen in den graben. menschen erleiden verletzungen. alles wegen schnee und eis.

bist du atheist?

vielleicht, vielleicht ja. ich weiß es doch nicht. aber das blitzeis auch noch …

und ich?

dichte doch wenigstens was! wenigstens etwas!

wenn es dir hilft, zweitklausens. aber es sind doch unsere zeilen. unserer beider zeilen.

egal, wenn schon der herr jesus nicht … , dann der dichter (oder ein dichter! oder zwei!) wenigstens …

was stammelst du?

ach nichts, ach nichts. das leben ist so seltsam inszeniert.

und wenn am ende auch irgendein GOTT will, dass wir hier seltsame zeilen schreiben?

aber warum lässt er dann so viele im stau verenden? dein herr GOTT?

du übertreibst!

na und?! wen kümmert’s?!

VIERUNDZWANZIGZWÖLFER

Es klinget fast schon zart
(Wo Mensch das Wetter hasst!)
Des Eises Zapfens holde Kante
So baumelnd an des Baumes Ast
Vom Menschen-Hybris-Hoch-Idyll
Das ich einst ärmlich kläglich nannte
Ich denn schon den Silberwasserklang
Der ew’gen Weihnacht merkbar winterhart?

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau*s*ens oder Klau’s’ens oder Klau“s“ens, 24.12.2010, Freitag, Königswinter-Oberdollendorf.

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

„Herzliche Weihnachten“ am „Heiligabend“ schreibt KLAUSENS

klau|s|ens, wie würdest du mit dem „heiligen abend“ umgehen?

wie meinst du das?

gehörst du nicht zur gesellschaft?

doch, doch. – aber als schriftsteller und künstler stehen wir den dingen doch anders gegenüber. wir sind drinnen und draußen, bewegen uns also doppelt in der welt.

du meinst: eckiger baum (strichtechnik) vs. runder baum (maltechnik)?

hast du das bild unten schon gesehen?

ja, ja, ein baum, aber in zweierlei weise.

und? was sagst du?

was hat es mit heiligabend zu tun?

man könnte den baum, wenngleich schlicht und ungeschmückt, doch als weihnachtsbaum verstehen.

ja, das könnte man – aber was brächte es?

so darfst du nie fragen!

weshalb?

du löst so alle kunst auf. – diesen popper-pragmatismus à la helmut schmidt, den wollen wir nicht – der macht uns kaputt. verstehst du?

aber wie sagst du denn zu weihnachten?

wie meinst du?

was sagst du den leuten heute? „gesegnete weihnacht“? so?

nein, nein, denn der segen der weihnacht ist kaum zu erkennen. man sollte fast schon vom fluch sprechen.

aber wozu ist dann alles gut?

das musst du die erfinder des christentums fragen.

erfinder?

religionen werden von menschen erfunden – und dann treiben sie ihr eigenwesen.

die geburt von jesus christus treibt ein eigenwesen?

das sieht man heute, wo sich alles in den konsum hinein ergießt.

dann sagst du nicht:“gesegnete weihnachten“?

nein!

„fröhliche weihnachten“? „frohe weihnachten“?

auch nicht – passt nicht so recht.

aber was sagst du denn dann?

„herzliche weihnachten“ – das scheint mir noch ein guter kompromiss.

„herzliche weihnachten“?

aber ja doch – bisweilen reicht auch ein „weihnachten“.

wie das?

ich sage einfach zu den leuten: „ich wünsche dir weihnachten“ oder „ich wünsche Ihnen weihnachten“! – das ist doch sehr tolerant und lässt alles offen.

HERZLICHE WEIHNACHT

Es sprach der Baum
In aller Fülle
Es werde nun
Mein Menschheits-Wille
Zu feiern diesen süßen Traum
Wenn möglich jedohnwede Gülle
Und jedohnweden Streit
Bei allergrößter Heiterkeit

Copyright Klau|s|ens 24.12.2008, Mittwoch, Heiligabend, in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als KlauFROHsFROHens oder Klau(s)ens oder Klau*s*ens – „jedohnwed“ ist ein Kunstwort von KLAUSENS. – siehe auch: http://www.klausens.com/weihnachtsgedich…

und noch?

eckiger weihnachtsbaum, runder weihnachtsbaum. egal. alles spiele! sollen doch alle glücklich werden, wie sie wollen. mit jesus. ohne. egal. mit „weih“, ohne „weih“.

und gegen die abholzung des deutschen baumbestandes gedenkst du gar nicht zu protestieren? – du haltlose person! du weihnachtsopportunist! so was nennt sich schriftsteller und künstler! pah!

siehst du: deshalb wollte ich auch das „frohe weihnachten“ umgehen … weil es so selten wahr wird.

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com

Dem Weihnachtsbaum huldigt KLAUSENS

wo hast du den weihnachtsbaum gesehen?

in köln. – ja, schön. wirklich schön.

das sagst du?

mir geht es weniger um den baum, als um die spiegelungen.

der privatheit?

eben nicht! der baum steht unten im kölner hauptbahnhof, unweit der „markthalle“.

also laut und lärmig.

eben. er symbolisiert nicht das traute heim der gedrückt-erzwungenen glückselig-stimmung, sondern das pulsierende. den kaufanreiz. die bewegung. den fluss der ereignisse. das wirtschaftsgeschehen. die urbanität. das verlassen der enge. die flucht vor der erkauften geborgenheit … ins kaufen. das weglaufen. den horror. die dynamik.

was du alles in so einen baum hineinliest.

das macht den weihnachtsdichter aus: er sieht, was da ist. und übersieht absichtsvoll, was da sein soll.

und dein gedicht?

DER ANDERE WEIHNACHTSBAUM
– dem Kölner Bahnhofs-Baum gewidmet –

Der Weihnachtsbaum
Man glaubt es kaum
Stand stille da im Bahnhofsraum
Zu spiegeln meinen Menschheitstraum
Es sei der Bart des Weihnachtsmanns
Zu dünn genäht wohl an dem Saum
Als zart nur illusionärer Pflaum
Des Christkinds Hohn vom Da-Seins-Schaum

Copyright Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und -weisen, u.a. als KlauBAUMsBAUMens oder KlauWEIHNACHTsWEIHNACHTens oder Klau(s)ens, 21.12.2008, Sonntag, Königswinter-Oberdollendorf

ORIGINALVERSION mit Fettdruck und allen Bildern
und allen Links bei KLAUSENS BLOGG (mit 2 G !!!)
KLAU|S|ENS – LOG – W E L T L I N G
http://klausens.blogg.de

HOMEPAGE VON KLAU|S|ENS: http://www.klausens.com