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Zu Wolfgang Hohlbein hat KLAUSENS noch einen Nachtrag

klau|s|ens, du hast noch etwas vergessen? zu wolfgang hohlbein?

zum einen die LIVE-zeichnung. (siehe unten) wir machen ja öfters mal eine LIVE-zeichnung. http://www.klausens.com/klausens-live-zeichnungen.htm

während der lesung?

manchmal während, manchmal davor.

und diesmal davor?

gewiss, aber hohlbein war schon da, schaute schon mal nach dem mikrophon, wurde befragt, saß sichtbar in der halboffenen cafeteria im literaturhaus köln. am 30.3.2011. insofern wurde LIVE zu seiner anwesenheit gezeichnet.

und nachher die LIVE-gedichte?

gewiss, als dann die veranstaltung begann, begannen wir LIVE zu dichten: http://www.klausens.com/klausens-und-wolfgang-hohlbein.htm

und was machen wir nun damit? und die menschen insgesamt? die welt?

reflektieren! verarbeiten! die welt erkennen! – übrigens: gestern war hohlbein in einer talkshow.

bei bettina böttinger. WDR.

da hat er dann wieder über dinge gesprochen, die ihn wohl kennzeichen.

was denn?

a) er scheint ein workoholiker im schreiben zu sein.
b) er betont immer, dass seine „arbeit“ das ist, was er am liebsten macht, weshalb es dann keine arbeit ist.
c) er versteht nicht / bedauert, dass er nicht in den feuilletons besprochen wird.
d) geld ist für ihn nur bedingt wichtig. eher als sicherheit, damit er immer schön schreiben kann.

das also ist die welt des wolfgang hohlbein.

ein teil. aber: wie er dann erzählte, dass er oft gerade im urlaub die besten ideen bekommt und dann quasi ins schreiben abtaucht, da wurde mir klar …

ja?

… dass die welt des schreibens ein kokon ist, der ihn vor dem dürren und kalten und sinnlosen realen leben schützt. eigentlich ist das schreiben ein nichtlebenwollen im schnöde-realen.

das ist der kern der literatur. man schreibt und entfernt sich so (vermeintlich) aus der realen welt, nicht nur als science-fantasy-fiction-autor, sondern das passiert allen autoren und autorinnen. auch den eher real orientierten.

und dann?

dann kommt ins schreiben genau diese welt immer so oder so wieder rein. denn das schreiben ist ja nur eine verarbeitung des selber erlebten, auch wenn es nur durch medien indirekt erlebt ist, weil man es im fernsehen sah. alles wird verwurstet. auch wenn man denkt, man sei von allen äußeren einflüssen „frei“. die reale welt ist also auch beim schreiben beständig da.

dann ist reales leben und nichtreales leben des schreibens dann doch eines?

am ende ist beides real, denn das reale leben ist (scheint?) real … und das geschriebene leben ist ja auch real. das schreiben des irrealen ist real. das ausgedachte ist real. auch wenn es ausgedacht ist, ist das ausgedachte real.

dann ist alles so oder so real?

ich denke, alles ist real und auch irreal zugleich. traum und fiction und scheinrealität und „realität“ überlagern sich immer und immer wieder.

und was dann?

am ende kommt der tod. das war’s dann. ob mit dem schreiberkokon oder ohne. nach dem tod wird’s irgendwie anders. wer weiß, ob wir dann noch die fähigkeit haben, die „realität“ wahrzunehmen und zu versprachlichen.

haben wir nicht?

keiner weiß es. aber wie soll ein flüchtiges atom, welches mal ein teil von dir und deinem ego war, auf einmal schreiben können? und sprechen? das ist doch ein witz!

wie genau du alles weißt. und dass aus deiner seele ein flüchtiges atom wird. warum schreibst du nicht bücher wie hohlbein?

mein kokon ist vielleicht am ende doch ein etwas anderer. aber science fiction ist mir nicht fremd. (siehe HULSK. http://www.klausens.com/hulsk-kurzumroman.htm ) die wahrheit allerdings auch nicht. nimm allein unser LIVE-dichten. – aber generell: das schreiben ist mein heim in unwirtlicher welt. da ist gewiss etwas wahres dran. da sind hohlbein und ich uns ähnlich.

und wurdest du nicht in krefeld geboren, wo hohlbein aufwuchs?

was hat das denn damit zu tun?!

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Auf den Autor Wolfgang Hohlbein trifft KLAUSENS

klau|s|ens, wolfgang hohlbein?

ja, er verkauft millionen bücher.

heißt das was?

ich höre mir alles an, ziehe mir alles rein. man sollte doch offen sein. jeder lese, was er mag. außerdem lese ich alles durcheinander, quer durch alle schablonen und schubladen.

was ist mit hohlbein?

er las im literaturhaus.

zu köln?

genau dort las er, aus seinem neuesten werk: infinity.

du hast ihn „angehört“.

ich denke, alles, was auf papier steht, ist literatur. egal, ob U-literatur oder E-literatur, die grenzen verschwimmen sowieso. und man sollte immer offen sein. offen wie ein scheunentor. ich bin also für die scheunentorliteratur.

dann las er also, während du wieder mal deine gedichte schriebst?

gewiss, ich schrieb wieder LIVE-gedichte, zweitklausens. also: wir beide schrieben LIVE-gedichte, weil wir beide doch eine person sind.
http://www.klausens.com/klausens-und-wolfgang-hohlbein.htm

LIVE-gedichte zu fantasy? oder science-fiction? oder jener mischung daraus?

unsere LIVE-gedichte entstehen immer zu dem und aus dem, wobei sie entstehen. sie mischen raum, zeit, gelegenheit und natürlich den autor, wolfgang hohlbein, in seiner art vorzutragen.

daraus entsteht dann kunst nach der kunst.

gewiss. auch hohlbein ist nun weitergetragen worden, in eine andere sphäre der literatur. war er vorher noch nicht literatur, so wird er es nun sicher sein. dank uns!

du tust große werke für die welt, klau|s|ens. auch große werke für hohlbein. ich sehe schon alle statuen für dich. auf jedem marktplatz in deutschland.

ich weiß. aber der mann ist aus krefeld.

dort geboren?

nein, nein, geboren wohl in weimar, aber aufgewachsen in krefeld. jetzt wohnt er in oder bei neuss.

kamst du nicht auch daher? aus krefeld?

du doch auch, zweitklausens!

das ist aber schön: krefeld! ach ja: krefeld!

krefeld eröffnet immer wieder tore und türen, wovon / wozu / wonach man es vorher nie gedacht hätte.

hast du denn schon einmal ein buch von hohlbein gelesen?

ehrlich gesagt nicht, aber jetzt habe ich ihn ja gehört, selber aus einem eigenen buch lesend.

und nun?

nun habe ich einen willen und eine vorstellung von dem ganzen. ich habe eine hohlbein-idee.

und?

ich habe verzweifelt auf elfen gewartet, die nicht kamen. wegen „fantasy“.

schade. selbst deine bescheidenen erwartungen wurde nicht zu 100 % belohnt.

aber doch zu 99 %. das dann doch.

hohlbein soll überaus viele bücher davon verkaufen.

da ist er uns deutlich voraus. und unsere gedichte werden das dann noch mehr beflügeln. seinen verkauf also. wir befördern indirekt seinen verkauf. wir weihen ihn! wir beflügeln ihn!

beflügeln? das erinnert mich dann doch wieder an eine elfe.

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Rüdiger Safranski in der Eifel sah KLAUSENS

klau|s|ens, du hast rüdiger safranski gesehen?

ist er nicht einer von denen, die man mal gesehen und gehört und erlebt haben muss?!

doch, doch, ich wollte ja nichts sagen.

er ist (noch) einer von der alten zeit. es scheint so. der gelehrte, der lesende, der sich im stübchen aufhaltende. der schreibende.

was war die alte zeit.

jene, in der die reine bildung etwas mütterliches und wärmendes hatte. da ging es nicht um die revolution … sondern der austausch um und über ideen sollte behaglichkeit schaffen.

… sodass man sich in texten und gedanken wärmen könne?

so in etwa. und das verbreitet safranski auch. alles ist eine geschichte von kaminen und stuben und gängen und wanderungen, dazu briefe und schriften, lesebrillen, nachtische, kammern, ausschweifungen und auszehrungen. so war das alles.

die gute alte zeit.

das biedermeier der literatur war nicht frei von widersprüchen, aber eben doch „heimelnd“. und auch der „sturm und drang“ wird heute in gewisser weise biedermeierlich wahrgenommen.

du magst safranski?

wer mag ihn nicht? er ist rein, hat ein gutes herz, will nichts schlechtes, kennt die welt, weiß vom leben, ist sehr belesen und gebildet … und tut — so hoffe ich — niemandem böses. wer sollte ihn nicht mögen?

aber dennoch bleibt das „betuliche“.

in gewisser weise ja. oder eine dezente umständlichkeit, bisweilen auch eine leichte entfremdung vom leben derer von twitter und facebook. und doch hat er die intelligenz, widersprüche zu durchleuchten, die es damals gab. damals, als schiller und goethe noch lebten. als weimar „unser weimar“ war, und es dennoch von krankheiten und eitelkeiten überfüllt wurde.

die welt ist zwiespältig.

die welt war damals zwiespältig und ist es heute. aber wenn safranski die damalige welt erzählt, denkt man, er sei dabeigewesen.

dabei ist die hälfte fiktion.

genau das: er erzählt uns geschichten, die er sich ausdachte oder zusammenreimte, nach dem studium der quellen, aber wir nehmen alles für rein-wahr, weil wir geschichten so mögen.

dann ist safranski garant für behaglichkeit.

er müsste immer lesen und frei sprechen (denn das tut er: frei sprechen, und das gut!), wenn es ganz kalt und nass ist. die schlimmsten novemberabende seien mit safranski zu füllen, damit es uns gut ergehe … und selbst die auszehrung eines disziplinierten, aber so dürren schiller und das alles mitnehmen-wollende eines trieb-goethe uns nicht nicht verzagen lassen.

safranski war im kloster steinfeld?

ja, gestern. und wir haben LIVE gedichtet, zweitklausens. LIVE. von alledem:

http://www.klausens.com/klausens-und-ruediger-safranski.htm

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LIVE zu OBAMA in Buchenwald dichtet KLAUSENS

oh, klau|s|ens, gestern bist du wieder deiner theorie des LIVE-dichtens gefolgt? http://www.klausens.com/klausens_live_di…

ja, barack obama war in buchenwald, und es war bewegend, wie er mit elie wiesel und bertrand herz (und der kanzlerin) über die gedenkstätte ging.

was hast du gedichtet?

wir! das hier:

WELTMACHTÜBERBEZEUGUNG

Sie gehen durch Buchenwald
Zu suchen den Schrecken
Der sich eiskalt verstecke
Vor den Hecken drahtiger Zäune
Mahnen Tafeln: Er war kaum
16 Jahre alt und geworden
Sind wir 69592faches Bedauern
Welches als Vision dann verrecke

LIVE geschrieben, am Fernseher, ZDF-Übertragung, während Barack Obama mit Angela Merkel und Elie Wiesel (Überlebender KZ Buchenwald) und Bertrand Herz (Überlebender KZ Buchenwald, Präsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos) … und später auch Volkhard Knigge (Leiter Gedenkstätte) durch das ehemalige KZ … als heutige Gedenkstätte geht/gehen. 69592 ist die Häftlingsnummer von Herzberg.

und dann?

dann habe ich dieses gedicht LIVE in 15-internet-blogs abgelegt, z.b. in diesem: http://de.blog.360.yahoo.com/peterogerno

und das seriello?

das kommt noch: http://www.klausens.com/seriello-barack-obama-in-buchenwald.htm

buchenwald? ist das nicht 8 km oder 10 km von weimar entfernt?

was soll das jetzt?

ich dachte nur.


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