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Private-Equity-Gedichte schreibt KLAUSENS

hey, klau|s|ens, was willst du mit private equity? bist du banker?

private equity ist auch für die andere seite, also für, die sonst bei den bankern geld leihen.

was ist es denn nun?

diese(s) private equity?

ja, ja!

ein wort, ohne dass man heutzutage nicht auskommt.

nein?

nein! ohne „positionieren“ kommt man auch nicht mehr zurecht. und „private equity“ wird immer wichtiger, um bei partys, essen und anderen gesprächen zu bestehen.

aber was meint es denn?

hmm. also ganz kurz: die banken geben dir kein geld. du aber hast eine weltrettungsidee.

welche denn?

z.b. wie diese sache mit „immobilienscout24“ = „immobilien scout 24“. du möchtest unbedingt das thema „wohnung anmieten“ statt über die zeitung nun über das internet bekanntmachen. also: wohnung anders verticken.

das soll weltrettung sein? – und dann?

dann machst du alles schön. du programmierst und testest – aber dann brauchst du ja viel geld.

wozu denn?

du möchtest „in den markt“ und willst dann „am markt“ agieren.

ich verstehe. „in den markt“ und „am markt“! so muss es heißen! oder: „im markt“ und „am markt“!

dafür brauchst du geld.

sicherlich! millionen. ich muss ja z.b. werbung schalten, auch im fernsehen.

wer gibt dir das geld?

die bank?

eben nicht. die ist doch klamm und vorsichtig und ängstlich, obwohl die früher jedem großen hallodri geld zugeworfen hat. die kleinen klugen werden immer misstrauisch beäugt, die scheinbar großen franjos werden zu hausfreunden. – lächerlich, die branche!

wir haben ja die „kreditklemme“.

eben, die kreditklemme gibt es in keinem baumarkt zu kaufen, aber es gibt sie trotzdem.

nun gehe ich statt zur bank zu „private equity“.

richtig: das ist auch eine art bank, aber anders. da kommt das geld von privaten investoren direkt in deine klammen arme.

und dann?

dann helfen die dir, dass du groß wirst … und nach drei oder fünf oder sieben jahren gehen sie alle wieder aus der firma raus, meistens indem diese firma dann wiederum weiterverkauft wird oder teilveräußert oder gesplittet oder so. hauptsache: es kommt für die private equities mehr geld raus, als man vorher reingab. profit! profit! profit!

ich dachte immer, das wäre „venture capital! (kurz: veecee)“.

naja – es ist alles miteinander verzwickt und verzahnt. „venture capital“ ist besonders riskant. auf jeden fall meint „private equity“: anders kohle herbeizaubern. anders! ohne diese fiesen banken, die einerseits blöde und konservativ sind, und andererseits dümmlich und phantasielos gelder in fakeware reinpumpen.

dann ist „private equity“ besser? die beteiligen sich dann an meinem unternehmen mit ihrem geld? ohne bank? ganz direkt?

wenn du die richtigen leute triffst, die über intelligenz, weitsicht, bildung und „understanding“ verfügen, ohne ihre moral völlig an das fiese geld verkauft zu haben, dann hat es einen sinn.

aber?

es gibt auch die bösen finanzkrallen, die jede firma benutzen, um gewinn herauszupressen, und denen das geschäftsfeld samt der mitarbeiter und alledem völlig egal sind. das sind die schlimmen finanzhaie, die leider überall herumschwimmen. die kaufen und zerschlagen. die sind böse, böse, böse.

die magst du nicht?! da war doch der film mit julia roberts und richard gere. da zeigte gere doch seine gier, denn er war reich, weil er geld machte, indem er firmen aufkaufte, und die dann anders verscherbelte. ganz herzlos diese gere. (… bis die prostituierte julia in sein leben trat!)

habe ich je das kapital gemocht? jemals?

nein, nein, aber es geht ja nicht „ohne“.

für bestimmte ziele hast du leider recht.

und was war nun mit „private equity“.

ach so: das war in düsseldorf, im museum kunstpalast, im robert-schumann-saal, und da also war diese mittlerweile „3. private equity konferenz NRW“ mit interessanten leuten wie heiner kamps, dem gründer der bäckereikette, der jetzt aber NORDSEE besitzt. oder wilfried mocken, von UNDERBERG, urgesteinsdynastievertreter. UNDERBERG SEMPER IDEM nennen die sich: „immer das gleiche!“ also: tradition, tradition, tradition.

diese leute findest du interessant? kapitalisten? die mit geld spielen wie andere mit LEGO?

nicht alles so einfach: gestern sprachen sie anders, als sie vielleicht im fernsehen reden würden. sie sprachen vor circa 800 fach-leuten (so viele hatten sich zumindest angemeldet) … und die kamen von den banken und firmen, dass es namensmäßig nur so klingelte.

aha. wer denn?

conpair corporate finance gmbh oder KPM oder DIC capital gmbh oder DEUTSCHE BANK oder die SKONTO AG oder oder oder – alle, die sich im geld tummeln und mit moneten fummeln: sie alle waren da. auch viele „equitianer“.

ein neues kunstwort? – ich befürchte, es wird wieder gedichte von dir geben, klau|s|ens.

von uns, von uns, zweitklausens. das darf man sich nicht entgehen lassen. ein solcher weg zur erkenntnis.

wo?

hier: http://www.klausens.com/private-equity-g…

und auf dem foto?

ach, das ist nur christa thoben. die wirtschaftsministerin NRW. die kommt auf unzählige veranstaltungen, redet … und ist dann bald wieder verschwunden. sie hat eigentlich von den vielen kongressen gar nichts, die vielleicht nur für sie veranstaltet werden. sie ist ja immer sofort wieder weg!

glaubst du das, was du da sagst?

nein, nicht wirklich, aber das leben ist voller fiktionen. man muss diese nur sehen und erkennen. und thoben war ja wirklich sofort wieder verschwunden.

dazu sind ja die dichter da. sie verjagen die politik, weil sie angst vor dieser art öffentlichkeit hat, mit der sie nicht umgehen kann: gedichte!

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