Monatsarchiv: März 2013

klau|s|ens reicht schon das sinnlose sprech-über-klatschen des ZDF zum 50sten – www.klausens.com

klau|s|ens, das ZDF feierte sich mit einer behäbigen doppelshow selbst.

ja, wirklich ein ausdruck von ideenarmut. (war es überhaupt „live“? selbst das schien nicht der fall.)

mich ärgert schon ewig dieses „überklatschen“.

was ist das?

da ist dann das „aktuelle sportstudio“, da redet der moderator, aber die zuschauer klatschen.

ist doch schön!

nee, nee, die MÜSSEN klatschen, während er spricht: das wird so aus dem hintergrund dirigiert.

wenn der moderator endet?

nee, nee, wenn er beginnt, wenn also ein beitrag endet.

dann klatschen die?

ja, als „hintergrund“ für die nun beginnende moderation des moderators.

und dann?

dann kann man den moderator nicht verstehen!

was soll der quatsch denn?

ich weiß es nicht, aber die machen das schon ewig. da hat sich bestimmt der programmdirektor oder der sportchef mal nachts etwas ganz tolles ausgedacht. die meinen, das wäre eine super idee. die finden sich im dauerklatschen noch toller, als sie es sowieso nicht sind.

was dazu führte …

… dass man nun viele moderationen nicht mehr verstehen kann. akustisch.

wie blöd!

ja, saublöd. aber die machen es ununterbrochen weiter.

was soll das?

man hofft wohl so „luftlöcher“ zu vermeiden.

was meint das?

dass sendungen „leer“ erscheinen, weil geklatscht wurde, es dann eine zehntelsekunde ruhe gibt … und dann erst ein moderator spricht.

davor hat man angst?

davor haben alle angst: deshalb werden wir zubeschallt und zugeschallt, bis wir weinen.

wieso?

damit wir dabeibleiben. die denken (wie dumm!), eine sekunde pause könne dazu führen, dass wir abschalten.

so denken die?

die haben doch auch bei den filmen die abspänne de facto abgeschafft und bombardieren uns dann mit clips über sendungen, die irgendwann noch kommen.

warum?

die denken, wenn es einen ruhigen nachspann mit angabe von schauspielern und regisseur gibt: dann wären wir weg.

… und kommen nimmer wieder.

dabei ist es genau anders: leute wie wir, die schalten weg, weil sie diesen sinnlosen lärm, diese schreckliche beschallung und das ewige überklatschen der moderatorinnen und moderatoren nicht ertragen können.

aber genau wir (unsereins!) sollen doch wegschalten. das ZDF will uns nicht!

nein?

nein, wir gehören nicht in die zielgruppe.

welche wäre das?

leute, die gerne lärm und beschallung haben, die aber die worte des moderators nie wirklich verstehen wollen. das ist die zielgruppe des ZDF. denn das sind auch die leute, die nachher sinnlos kaufen und so einen guten kuchen für die werbeklientel darstellen.

das sind wir nicht?

nein, und niemand wird uns je überklatschen.

wird man denn über uns klatschen?

du willst in die sendung „ZDF leute“?

nee, ich will nur meine ruhe. blödes klatsch-ZDF. was sollen da 50 jahre? viel lärm um das „nichts“.

du verstehst es nicht! – die haben beim ZDF so viel altes und schwerhöriges publikum, dass man sowieso nix verstehen muss. deshalb kann auch jede/r alles überklatschen oder über-klatsch-sprechen oder sprech-über-klatschen, was ihm oder ihr in den weg kommt. hauptsache: ein lebendiges und halbwegs bewegtes bild!

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klau|s|ens möchte auch einen shitstorm mal haben – www.klausens.com

klau|s|ens, du möchtest auch einen shitstorm haben?

es gehört irgendwie dazu. zum leben. es ist eine art taufe der moderne.

was meinst du?

wenn du keinen shitstorm erlebt hast, dann gehörst du nicht dazu.

oh, das täte mir leid.

ich leide darunter, noch nie selber einen erlebt zu haben.

wie geht das denn, ein „shitstorm“?

du musst etwas tun, was den menschen missfällt. und dann musst du eine öffentliche seite haben, zum beispiel bei FACEBOOK, diese „fanseite“.

ja, die müsste man haben. mit 30.000, die einem folgen.  und nun?

nun tust du etwas, was den menschen „da draußen“ im internet und sonstwo nicht gefällt.

was?

beispiel: katja riemann, die schauspielerin, die hatte einen ziemlich unmöglichen auftritt in der sendung „DAS!“ vom NDR.

ich erinnere, eine kuriose situation: eine sehr seltsame person namens riemann (sie wirkte regelrecht verstört) und ein völlig verunsicherter moderator. ein weltdokument der menschlichen kommunikation. (oder auch miskommunikation.) tolle sache! (… mal als schriftsteller gedacht.)

danach hat man die FACEBOOK-site von der frau riemann bombardiert, gerne mit unflätigen beschimpfungen. die leute sind dann ganz außer sich und lassen am bildschirm alles das raus, was sie sich zuhause nie trauen. die site (=seite) wurde zugemüllt mit bösartigem und gemeinem. 

das internet bringt dann das „tier im menschen“ schön zum ausdruck.

gewiss, herrlich, wie sich leute dann ihr müt(z)chen kühlen. herrlich, wie primitiv die menschen doch sind!

wieso „shitstorm“?

ein sturm von schei…, der sich da über eine person ergießt.

danach sind die fertig? die opfer?

zumindest bricht gerne mal alles zusammen. die FACEBOK-seiten, die ja zuerst der eigenwerbung der promis dienen, werden dann gerne abgestellt. denn so „voller dreck“ geht alles ja nach hinten aus.

man ist mit „shit“ im netz überhäuft und somit öffentlich sehr beschädigt.

das ist die idee des shitstorms: rache, beschädigen, kleinmachen. – manuel neuer, der torhüter, der hatte beim letzten länderspiel gegen kasachstan einen fatalen patzer. der ist dann auch „shitstormiert“ worden.

„shitstormieren“, ein neues wort.

von uns, zweitklausens! von uns!

und dann hast du noch eine schreckliche zeichnung eingestellt, dazu ohne titel.

nein, nein, die zeichnung heißt nun „shitstorm“. sie hatte keinen titel, aber jetzt gebe ich ihr den titel „shitstorm“.

shitstorm ist der traum eines jeden prominenten.

eben: so unangenehm der ist: wer noch nie einen hatte, der gehört einfach nicht dazu.

am ende also doch werbung!

du meinst, die kaufen sich nicht nur die GEFÄLLT-MIR-klicks in vietnam oder sonstwo? die kaufen sich auch „shitstürmer“, weil es am ende die beste werbung der welt ist?

„shitstürmer“, auch ein schönes neues wort. (aber wir hatten ja noch keinen. seufz!)

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klau|s|ens entdeckt bestürzt das „tele-twittern“ bei der ARD – www.klausens.com

klau|s|ens, der sinnlosigkeit ist kein ende.

die menschen langweilen sich.

die menschen langweilen sich aber jeden tag.

deshalb muss man auch jeden tag neue spiele erfinden. beschäftigungen. vergeudungen. hauptsache, man tut etwas.

aber dann noch dieses!

was hast du gegen twittern?

alle tun es, keiner liest es!

aber das ist doch herrlich. du lässt eine „statusmeldung“ los, hast „soeben gegessen, pizza“ … und niemand liest es. herrlich!

außer du bist prominent: wenn oliver pocher dem papst ironisch zur wahl was postet, dann kommt das nachher in irgendeiner unterzeile bei phoenix als meldung.

na also! dann ist twitter doch toll: es wird ja doch gelesen.

aber nur weniges.

ist doch egal. es sind botschaften. anstatt diese mit der rakete ins all zu schießen, musst du diese botschaften nur noch ins internet schleudern. philosophisch ist es dasselbe.

aber nun dieses „tele-twittern“.

was soll das sein?

ich weiß es doch nicht. ich stieß zufällig darauf. via teletext. da kam dann der hinweis. sieh doch unten das foto.

dann sollst du mit anderen fernsehen gucken … und alle sollen dazu etwas twittern. (zwei monitore vonnöten. oder 1 fernseher und 1 smartphone.)

pfürze.

ja, du sollst pfürze twittern: „dieser ski ist aber sehr lang!“

halt, halt, du musst noch die raute dazu setzen. und das stichwort.

na dann: „dieser ski ist aber sehr lang! #ard777“

ja, so ist es schön, und dann laufen alle diese twittermeldungen unter dem stichwort „#ard777“ zusammen, im netz.

und dann?

dann kann ich alle meldungen finden, die sich gerade mit dem befassen, welches die ARD heute als „teletwittern“ ausruft. die von der ARD blenden das bestimmt dann via teletext ein, auf dem fernsehschirm, parallel zur sendung.

ist das nicht alles ziemlich schwachsinnig?

ja, aber auch ein zeitvertreib. bei VIVA macht man dass, indem man SMS schicken darf, die im fernseher eingeblendet werden.

aber es sind doch immer diese pfürze.

sicher, aber herrliche viele pfürze. und: du gehörst zu einer riesigen gemeinschaft. alle twittern. alle machen mit beim „tele-twittern“. wunderbar.

ich finde, dass das sehr unnütz ist: tele-twittern.

aber das ganze leben ist doch unnütz. da darfst du dich doch nicht übers tele-twittern beschweren.

worüber denn dann?

über dich selbst, deine existenz, den herrgott, die materie, das all, den unverstand. das nichtwissen.

ach so: sollen wir das nicht mal schnell twittern? dein letzter satz klang so bedeutungsschwanger.

„#bedeutungsschwanger“. du könntest einen neuen topf für tolle tweets zum thema „bedeutungsschwanger“ beginnen.

„#aufschrei“ soll ja die lage der frauen in der welt binnen sekunden zum allerbesten verändert haben.

ja, twittern ist gleich revolution allerorten. wie einfach! alles wird gut! zack-zack! – aber das war alles kein tele-twittern. – schade, dass uns nicht die ARD gehört.

könnte man nicht die ARD „ertwittern“?

als putsch? einem putsch vergleichbar?

ja, aber gewaltlos via twitter! – ist das noch nicht möglich?

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klau|s|ens bewundert und grüßt die stolzen OPEL-arbeitermänner und -frauen – www.klausens.com

klau|s|ens, die haben „nein“ gesagt.

die OPELANER?

ja, die von der basis. die, die den reichtum der welt erschaffen. die haben „nein“ gesagt. abstimmung: nein!

zu den wünschen der zentrale? diese vorgelegte betriebsvereinbarung voller kürzungen und demütigungen? 

genau das: abstimmung, und über 75 % waren dagegen. 76,1 %. also weit mehr als zwei drittel sagten „nein“. sie trauen OPEL nicht. schon lange nicht mehr. sie haben die schnauze voll.

da sind stolze leute, klasse!

die lassen sich nicht einmachen.

die werden jetzt vielleicht 2014 geschlossen.

gewiss, aber geschlossen werden die ja so oder so.

und nun haben die „nein“ gesagt?

ja, die waren es leid: immer mehr entlassungen, lohnkürzungen, falsche versprechungen. die haben sich gesagt: „was sollen wir mit diesem unternehmen OPEL?“ die haben sich gesagt: „verarschen können wir uns auch allein.“ – das haben die gesagt oder gedacht.

und nun stimmen sie für den eigenen untergang. irgendwie.

der wäre doch so oder so gekommen. nun aber sind sie stolze indianer. erhobenen hauptes können sie gehen. (sie sind damit stolz der berufstätigen in ganz deutschland, ganz europa, vielleicht in aller welt.)

sie haben „nein“ gesagt.

obwohl es vielleicht das frühere „aus“ und die frühere arbeitslosigkeit erbringt.

dabei waren es nur noch wenige tausend, die abstimmen durften. so „klein“ hat man OPEL bochum gemacht.

OPEL als führungskraft für menschen und als betreiber von arbeitssystemen hat völlig versagt, die manager haben versagt, die führungskräfte haben versagt.

und dann bauen die wieder woanders ein neues werk, um da förderungen abzusahnen, und weil da die lohnkosten so niedrig sind. immer das gleiche spiel.

sie hoppen durch die welt, schließen da und öffnen dort. diese heuschrecken des industriezeitalters sind schrecklich.

OPEL gehört offenbar dazu. OPEL möchte eine heuschrecke sein.

und bei NOKIA zu bochum und anderswo hatten wir es ja auch schon erlebt. (als ein beispiel.)

der kapitalismus ist per se „herzlos“.

aber die arbeiter können stolz und frei sein.

bravo, OPELANER! bravo!

auch ihr solltet (wie einst die in rheinhausen!) brücken über flüsse und autobahnen besetzen. seid stolz. zeigt der welt des kapitalismus, dass man uns alles nehmen kann.

alles nehmen? – aber den stolz kann man nicht allen nehmen. – ein hoch auf die OPELANER, die indianer des ruhrgebietes.

schönes zitat: „die OPELANER, die indianer des ruhrgebietes, sind der ewige stolz der weltarbeiterbevölkerung!“

die sollten endlich die pferde satteln … und keine autos mehr anlassen. die ruhrindianer.

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klau|s|ens sieht das wetter des märz – www.klausens.com

klau|s|ens, nicht die iden des märz?

nein, noch nicht. derzeit sehe ich nur das tragische wetter des märz.

aber beides ist sich sehr nah.

das eine kann in das andere umschlagen. man darf die menschen nicht über gebühr quälen.

manche aber sind dennoch draußen.

sie ziehen durch das nass und stemmen sich in den wind. sie ertragen das peitschen des regens und beobachten das aufschäumen des rheins.

dann sind am ende doch alle glücklich.

die menschen sind erst dann glücklich, wenn dieser märz so vorbei ist und sich der märz des frühlings zeigt.

ein schöner ausdruck: „der märz des frühlings“.

schöner als „die iden des märz“?

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klau|s|ens möchte (aus sicht der papst-kirche) auch immerzu sagen, was gott angeblich sagt – www.klausens.com

klau|s|ens, das ist das faszinierende an der kirche.

was denn, zweitklausens?

die sagen uns immer, was gott sagt. (oder auch: was gott angeblich sagt.)

wie kommst du darauf?

beim angelusgebet (gestern) ging es auch mal wieder darum, was gott will, wie wir menschen uns verhalten. und was gott für uns alles bereithält. und was gott für uns tut. und was er will, was wir so tun.

es sind andauernde sinnzuweisungen von menschen an jenen „gott“. sie kommen von menschen. sie kommen aus menschenhirn und menschenmund.

genau das findest du aber nicht nur bei der amtskirche. überall hämmern uns leute ein, was gott sagt, was gott sagte, was gott meint, was gott meinte.

alle hämmern?

quer durch alle religionen. alle, die an einen gott glauben, behaupten, immer zu wissen, was dieser herrgott wirklich will. die betonung liegt auf „wirklich“.

und du?

ich glaube an keinen gott. also kann mir auch keiner einreden, was dieser gott nun will oder nicht will.

aber diese religionen haben eine unheimliche macht über die menschen.

das ist das schlimme: sie können menschen bis zu morden aufhetzen. alles mit verweis auf „gott“.

aber es gibt doch bücher wie bibel und den koran?

die werden stundenlang ausgelegt und interpretiert. dann wird es noch schlimmer, weil sich immer wieder auch ein zitat findet, was man in seinem sinne nutzen kann.

die bücher sind zudem alt, uralt.

und doch wollen manche, dass wir sie buchstaben für buchstaben auslegen und auswerten … und befolgen.

dabei schillert die sprache doch so sehr. das allein ist doch bedenklich.

dazu noch das übersetzen. – aber gestern ging es darum, was der papst meint, was gott meint.

dafür ist der papst doch da. (der papst ist der „irdische gott“, wo doch jesus tot ist. der papst ist also die aktuelle menschwerdung gottes. wahrlich, so sage ich! denn ich weiß, was es mit diesem gott auf sich hat! wahrlich!)

eben. du bist auch schon infiziert. so hat alles seinen sinn und seine richtigkeit. hauptsache: gott, gott, gott.

was denkst du gerade?

der herr will, dass wir diesen blogeintrag nun benden.

der herr?

oh, sorry, ich meinte: gott. – gott will, dass wir diesen blogeintrag beenden.

und was will jener gott noch?

alles, was ich ab sofort getan haben will, kommt fortan von „gott“.

beispiel?

gott, will, dass sofort gespült wird. (klau|s|ens, jetzt tu es doch endlich! gott will es so!)

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klau|s|ens möchte (aus sicht der kardinalskonkurrenten) immerzu sehr alte päpste – www.klausens.com

klau|s|ens, wir warten auf das erste angelusgebet von franziskus.

wir sind sehr aufgeregt.

ja, alles was „das erste“ ist, macht einen nervös.

nun also der „papst der armen“, aber alles vor diesem prachtbau namens petersdom bzw. daneben, wenn er seine räume mal nach der renovierung bezogen haben wird. wir halten fest: der „neu arme mann“ bewegt sich in der welt des prunks.

und das kommt an?

eigentlich müsste man für einen wahren franziskus doch den petersdom sprengen, … aber man hat sich an das gebäude gewöhnt. es ist ein schönes „schloss des herrn“.

dann lass es doch stehen.

aber für gott? oder für die architekturkritik? für wen?

du hast immer so seltsame gedanken.

das tut mir leid.

was wolltest du den zu alten päpsten sagen?

ach ja: die idee ist so, das man selber papst werden will.

du?

ja, also: nein.

eher einer dieser kardinäle da, einer dieser 115, die wählen durften, weil sie noch nicht zu alt waren.

da will einer papst werden?

viele. aber sie kommen nicht durch.

und wie wissen sie das?

abstimmung um abstimmung wird klar: dieses mal werde ich es nicht schaffen. ich, der karrierist.

und was macht der karrierist dann?

er wird ganz logisch und ganz vernünftig: er gibt seinen getreuen aus: „wir wählen deshalb nun einen anderen, aber alten mann!“

sind die nicht alle alt?

doch, aber es gibt jungalt und altalt.

dann wählen die einen altalten papst?

ja, es ist logik und rationalität: wenn er altalt ist, wird er auch wahrscheinlich irgendwann sterben.

was wäre dann?

dann würde wieder neu gewählt. dann haben sich die dinge neu aufgestellt. vielleicht klappt es dann!

ach so ist das!

wieso sagst du das?

hat man nicht von bergoglio auch gesagt, der war damals vor 8 jahren ein konkurrent von ratzinger?

doch, ja, ja.

und nun ist er papst.

du siehst: nach 8 jahren sieht vielleicht alles anders aus, vielleicht schaffst du es dann.

herrlich! dann könnte ich selber ja auch noch mal papst werden!

gewiss, aber zuerst müsste man dich zum kardinal machen.

wer entscheidet das?

bergoglio alias franziskus. (franziskus der erste darf man ja nicht sagen!)

der entscheidet?

mit seinem team, aber formell am ende er.

ich fände einen jungen papst aber besser.

aber ich habe dir doch jetzt lange und klar erklärt, warum gerne sehr alte päpste gewählt werden.

damit die unterlegenen einige jahre später noch eine neue chance haben, ich weiß ja.

bei bergoglio hat es doch geklappt!

aber der papst ist nicht gestorben, sondern zurückgetreten: jener ratzinger.

gewiss, aber am ende hat es doch funktioniert. eine neues zitat. „rücktritt ist ein bisschen wie sterben.“

von wem?

von klau|s|ens und zweitklausens, am 17.3.2013, gegen 11:41 uhr MEWZ in königswinter-oberdollendorf. (als beide noch nicht kardinal und deshalb auch noch nicht papst waren. die betonung liegt auf „noch“.)

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